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 Von wegen Nordic Five [Island/Finnland]

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Tino Väinämöinen
Sweden's Wife
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Anzahl der Beiträge : 76
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BeitragThema: Von wegen Nordic Five [Island/Finnland]   Di Feb 25, 2014 1:07 am

Tino summte leise vor sich her, als das Wasser im Wasserkocher endlich fertig gekocht hatte. Behutsam füllte er die dampfende Flüssigkeit gleichmäßig in zwei Tassen. Lakritztee war wirklich eine geniale Erfindung. Mit einem Lächeln auf den Lippen stellte er die Tassen, sowie einen Teller mit Sandwiches auf ein Tablett.
Das Tablett war wirklich niedlich, es waren kleine Puffins drauf und mittlerweile hatte Emil bestimmt auch wieder Appetit. Seine Erkältung war zum Glück auch nicht allzu schlimm.

Der Finne war im Moment mit Emil alleine im Haus. Die anderen drei waren irgendwo hingegangen. Als sie darüber geredet hatten war Tino dabei gewesen die neuen Lieder einer Metalband über Kopfhörer anzuhören und hatte deswegen nicht alles mit bekommen.
Also eigentlich beschränkte sich das, was er mitbekommen hatte nur auf irgendwas von Meeting und er ob er mitkommen wollte. Da ihm das Ganze dann doch irgendwie peinlich gewesen ist, hatte er einfach gesagt, er wollte mitkommen, hat sich dann aber am nächsten Tag dafür entscheiden bei Emil zu bleiben, da dieser ja krank war.

Was sollte er auch schon groß verpassen? Tino hörte auf zu summen, weil er dem anderen nicht auf die Nerven gehen wollte und ging mit dem Tablett zum Wohnzimmer, in das Emil im Laufe des Vormittags, eingehüllt in eine kuschlige Decke von seinem Zimmer umgezogen war.
Tino unterdrückte ein Grinsen. Der Isländer sah viel jünger aus, als er da so auf dem Sofa saß. Allerdings wurde dieser Eindruck eines Kindes schnell wieder weggewischt. Denn Emil sah sich nicht etwa Cartoons oder andere Kinder Serien sondern Nachrichten an.
Wenn er krank und auf dem Sofa gewesen wäre, hätte Tino bestimmt die Mumins angemacht.

Die Nachrichten schienen diesmal intersannt zu sein und ohne das irgendwas überflutet wurde oder jemand gestorben ist. Die Moderatorin lächelte erfreut und Tino überlegte, was wohl positives in der Welt passiert sein könnte. Und wenn am Ende nur ein Kätzchen von einem Baum gerettet worden ist.
Kurz darauf aber merkte der Finne, dass das Thema der Nachrichten gerade Politik war. Und dann ging alles ganz schnell. Die Moderatorin begann zu erzählen, dass es auf dem heutigen Meeting der EU erfreuliche Entwicklungen gegeben hatte.
Zunächst war Tino irritiert, da er nicht auf diesem Treffen gewesen ist. Aber Finnland war ja auch EU Staat, anders als Norwegen, obwohl Lukas einmal im Hintergrund zu sehen war. Das an sich wäre nicht schlimm gewesen. Wenn sich Norwegen dazu entschieden hätte, der EU beizutreten, dann hätte Tino das natürlich gefreut und er hätte für Lukas ein ‚Willkommen in der EU Fest‘ oder ähnliches veranstaltet, aber im Moment war er doch eher irritiert.
Dann blinzelte er ein paar Mal. War das da die Island Flagge? Vielleicht schlief er ja doch noch und täumte sich irgendeinen Mist zusammen? Das kam schon mal vor...
Die Moderatorin fuhr fort: „…das wir nun freudig verkünden können, dass nun ganz Skandinavien in der EU vertreten ist und direkt kollektiv Entscheidungen getroffen wurden, die EU mittels Handel zu unterstützen.“ Moment was? Tino kam nicht mehr ganz hinter her und blickte zu Emil, ob dieser auch wirklich im Wohnzimmer saß und nicht mit auf dem Treffen war, um ‚nordeuropäische Entscheidungen‘ zu treffen, wie es die Moderatorin nannte. Und Tino schaute noch einmal, als irgendwelche Regierungschefs anfingen ihre Glückwünsche für Island zum Betritt der EU auszusprechen. „Die Einzige noch offene Frage ist,“, erklärte die Moderatorin, „welche Währung es von nun an in Island geben wird.“

Aber es war das nächste, was dem Finnen das Blut in den Adern gefrieren ließ. Nachdem einige Sachen aufgezählt wurden, wie das reiche und wirtschaftlich starke Nordeuropa dem ärmeren Süden und Osten helfen wollte, erzählte die Moderatorin: „…in diesem Rahmen sieht die EU außerdem ein Freihandelsabkommen mit Russland vor, welches unter anderem die Nutzung Finnischer und Schwedischer Eisenbahnstrecken beinhaltet.
Ein klirrendes Geräusch hallte durch den Raum, als das Tablett aus Tinos Händen glitt und laut auf den Boden prallte.
Ungläubig starrte Tino auf den Fernsehbildschirm, auf dem die Moderatorin, die Tino mittlerweile ziemlich unsympathisch geworden war, erklärte, dass einige Entscheidungen noch mehr im Detail besprochen werden mussten, aber ein weiterer Schritt in Richtung Weltfrieden getan worden sei. Damit verabschiedete sie sich und es kamen Sport Nachrichten. Bei Tino verabschiedete sich auch gleich was.

Der Finne sah mit großen Augen zu Emil rüber und ignorierte, dass sich seine Socken langsam mit dem auf dem Boden verschütteten Tee vollsogen. Hatte Emil davon gewusst? Bestimmt nicht.
Langsam, aber wirklich nur ganz langsam begann Tino das unfassbare zu realisieren und machte sich diesmal nicht mal die Mühe, die aufsteigende Wut in sich zu unterdrücken.
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Emil Steilsson
Eis in Flammen
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Anzahl der Beiträge : 112
Anmeldedatum : 03.03.13

BeitragThema: Re: Von wegen Nordic Five [Island/Finnland]   Mi Feb 26, 2014 10:48 pm

Emi hatte sich schön in drei Decken eingehüllt und das Sofa für sich beschlagnahmt. Bis auf Tino war auch sonst keiner da. Die anderen drei waren vorhin irgendwohin verschwunden. Wohin wusste er nicht, sie hatten nichts gesagt. Vermutlich waren sie nur mal wieder zusammen einen Trinken, wegen der guten alten Zeiten oder so...
Immer wieder biss er ein Stück von seiner Lakritzschnecke ab und sah dabei zum Fernseher. Gelangweilt zappte er durch die Programme.

Irgendwann war er bei den Nachrichten stehen geblieben, weil sonst nichts spannenden lief. Nur irgendwelche Cartoons und für die war er eindeutig zu alt, wie er fand. Er konnte doch nicht solchen Kinderkram gucken.
Kurz sah er auf, als Tino das Zimmer betrat, mit einem Tablett in der Hand.
Emil lächelte zufrieden. Lakritztee. Bei einer Erkältung wäre Kamillentee oder dergleichen zwar vermutlich besser geeignet, aber er liebte einfach Lakritze. Und Tee war Tee, das würde schon helfen.
Tino schien scheinbar vom Nachrichtenprogramm gebannt, denn er blieb im Zimmer stehen.

So sah auch Emil wieder zum Fernseher. Politiknachrichten. Was wohl dieses Mal spannendes passiert war? Etwas skeptisch hob er die Augenbraue, als bekannt gegeben wurde, dass es tolle Nachrichten gab. Immerhin war das nicht allzu selbstverständlich in der heutigen Welt.
Emil setzte sich etwas auf um besser zum Fernseher schauen zu können und verfolgte weiter gespannt die Rede der Nachrichtensprecherin.
Heute war also eine EU-Konferenz gewesen? Na gut, das konnte ihm aber eigentlich auch egal sein. Er war nicht in der EU und er hatte auch nicht vor ihr beizutreten.

Er hatte einmal kurz darüber nachgedacht, weil er so viel Unterstützung bekommen würde, vor allem was seine Geldprobleme betraf. Allerdings müsste er sich dann auch an die Regeln der EU halten und das hatte für ihn, gerade was den Fisch- und Walfang betraf, katastrophale Folgen.
Immerhin war Fisch so gut wie das einzige Exportgut Islands. Viel mehr gab es in diesem Land einfach nicht zu holen. Und würde er sich da auch noch einschränken müssen, würde er sofort bankrott gehen. Der Tourismus brachte zwar auch noch etwas ein, aber für die meisten war Island einfach viel zu Teuer als, dass sie sich hier Urlaub gönnten. Und die meisten Menschen machten auch einfach lieber Urlaub im Warmen, was Emil persönlich allerdings gar nicht verstehen konnte.

Er schaute ein wenig irritiert. War das eben Lukas im Hintergrund gewesen? Was machte er denn dort. Hatte er etwa vor der EU beizutreten? Nun ja, das konnte ihm im Grunde ziemlich egal sein. Sollte der Norweger doch tun, was er wollte. Das war nicht sein Problem.
Jedoch noch irritierter schaute er, als er seine Landesflagge im Hintergrund flattern sah. Warum hing da die Flagge Islands?
Doch seine Frage wurde schnell beantwortet und am liebsten hätte er der Nachrichtensprecherin ins Gesicht geschlagen dafür, dass sie diese unglaubliche und schlechte Nachricht so breit grinsend verkündete. Alle skandinavischen Staaten waren nun also EU-Mitglieder? Alle..? Das hieß... auch Island? Moment mal..!
Schnell setzte Emil sich auf und Tatsache... kurz danach konnte man schon sehen, wie ihm für den EU-Beitritt beglückwünscht wurde.
Emils Mund klappte baff auf und die Lakritzschnecke fiel zu Boden. W-Was und wie? Warum..?

Hatte er irgendwas verpasst? Er hatte doch nie so entschieden. Er war nicht mal auf der Konferenz gewesen. Er wusste nicht mal von der Konferenz. Seit wann konnten eigentlich die anderen in seinem Namen Entscheidungen treffen?
Hatte er sie irgendwie dazu bemächtigt? Nein... Garantiert nicht. Zumindest erinnerte er sich nicht daran so etwas selten dämliches getan zu haben.
„Die Einzige noch offene Frage ist,“, erklärte die Moderatorin, „welche Währung es von nun an in Island geben wird.“
Man konnte sehen, wie Emils linkes Auge nervös zuckte. Das... konnte doch nicht wahr sein. Niemals würde er die isländische Krone absetzen. Wenn alle anderen meinten, sie müssten bei der 'Europa geht den Bach runter'-Tour mitmachen, sollten sie doch. Aber er würde garantiert nicht mit in diesen Zug einsteigen.

Was danach verkündet wurde, war nicht viel besser. Ein Freihandelsabkommen mit Russland also. Gut, er selber verstand sich eigentlich einigermaßen gut mit Russland. Aber er wusste, wie sehr Tino diesen leiden konnte. Nämlich gar nicht. Und demnach würde dieser sicherlich nicht einfach einem Freihandelsabkommen mit Ivan zustimmen. Und, dass jetzt auch noch einfach die Nutzung finnischer Eisenbahnstrecken einbezogen wurden... und das ganz ohne Finnland persönlich nach seiner Meinung dazu zu fragen, setzte dem Ganzen noch die Krone auf.

Langsam sah der Isländer zu dem anderen rüber, der ihn ebenfalls nicht allzu begeistert ansah.
Für einige Momente schwiegen die Beiden und Emil rührte sich erst wieder, als er hörte, wie die Haustür aufging und er leises Gemurmel wahr nahm.
Die drei waren also zurück.
Schnell sprang Emil vom Sofa auf und schmiss die Decken zur Seite. Er schnappte sich seine Jacke, die über der Lehne gelegen hatte und zog sie schnell an. Noch während er aus dem Wohnzimmer stapfte, zog er sich seine Hose über.
Emil trat in den Flur herein und warf den dreien einen finsteren Blick zu. "Herzlichen Glückwunsch zum EU-Beitritt ja?", fauchte er ihnen wütend entgegen. "Sagt mal, geht's euch noch gut?"
Doch ehe einer der dreien antworten konnte, war der Isländer aus dem Haus gestürmt, hatte sich noch schnell die Schuhe angezogen.

Draußen angekommen sprang er sofort auf sein Motorrad und raste mit Vollspeed über die Straßen. Ampeln und Verkehrsschilder ignorierte er weitest gehend. Er musste dieses Missverständnis ganz schnell aufklären.
Als er nach einigen Minuten da war, sprang er nur regelrecht von dem Motorrad und stürmte in das Gebäude. Die Security schubste er nur grob zur Seite. Er hatte nicht die Zeit, sie mit nervigen Kontrollen zu verschwenden.
Wutendbrant schmiss er die Tür auf und die Nachrichtensprecherin, die eben noch die 'tollen' Nachrichten überbracht hatte schreckte etwas zusammen.
Rücksichtslos schubste er diese vom Tisch weg. "Weg da!"

Emil richtete seinen Blick in die Kamera. "Mein Name ist Emil Steilsson und ich bin der menschliche Staat Island. Eben wurde über meinen EU-Beitritt berichtet...", er versuchte sich zu beherrschen, was gar nicht so einfach war. "Dieser Beitritt ist NICHT gültig. Dänemark, Norwegen und Schweden haben diese Entscheidung ohne meine Einwilligung entschieden. Das gleiche gilt für das Freihandelsabkommen zwischen Finnland und Russland. Tino wurde ebenfalls nicht informiert und diese Entscheidungen wurden hinter seinem Rücken gefällt.
Wir ziehen somit diese Entscheidungen zurück... Hinzu kommt, dass ich alle Freihandelsabkommen mit Dänemark, Norwegen und Schweden kündigen werde und aus dem nordischem rat austrete. Zudem veranlasse ich eine Eingangssperre für die drei in den Staat Island. An den VikingSquad... Solltet ihr einen der drei auf isländischem Boden sehen, dürft ihr ohne Vorwahrung schießen."
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Tino Väinämöinen
Sweden's Wife
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BeitragThema: Re: Von wegen Nordic Five [Island/Finnland]   Mo März 03, 2014 1:54 am

Wahrscheinlich war es wohl besser, dass Tino das Tablett bereits aus den Händen gerutsch war. Unter Umständen hätte er sonst nämlich so lange damit auf den Fernseher eingeschlagen, bis dieses in seinen Händen zersprungen wäre. Oder bis von dem Fernseher nichts mehr übrig gewesen wäre. Je nach dem, was seiner Wut länger stand gehalten hätte.
Seinen immernoch ungläubigen Blick ließ er langsam von dem flimmernden Fernsehbild zu Emil wandern, der seinen Blick erwiederte. In seiner Mimik stand ungefär das gleiche, wie in der des Finnen. Eine große Portion Unverständnis gemischt mit einem Schuß Wut. Nicht zu vergessen die Priese 'kommt ihr erst mal nach Hause-dann könnt ihr was erleben' oben drauf. Tino warf noch mal einen Blick zum Fernseher, der aussah wie ein 'da hast du noch mal Glück gehabt', als er das unverkennbare Geräusch eines Schlüssel hörte, der im Schloss der Haustür umgedreht wurde.
Gedehnt atmete der gereitze Finne aus. Vor Anspannung hatte er einfach aufgehört zu atmen und zog nun wiedert Luft ein, was sich anhörte wie das Schnauben eines wütenden Stieres.

Das war einer dieser Momente, wo sich im Kopf innerhalb weniger Sekunden sehr viele Sachen abspielten und man quasi mit Lichtgeschwindigkeit dachte. Das mit der Wut war bei Tino so eine Sache. Er war ein freundlicher Mensch dem man nicht nur einmal, sondern auch ruihg drei oder vier mal auf die Füße treten konnte. Kein Problem, schließlich sind wir alle nur Menschen, oder ehm Länder halt. Aber es gab eine Grenze die man überschreiten konnte. Hatte man diese Grenze bei Tino überschritten, herzlichen Glückwunsch, dann konnte man rennen. Denn wenn man diesen Finnischen Zorn erst auf sich geladen hatte, dann hatte man definitiv ein Problem. Dann bekam man es doppelt und dreifach zurück, außerdem vergas Tino nie etwas.
Wenn der Finne richtig wütend war gab es mehere Möglichkeiten wie sich das äußerte, dass hing auch etwas damit zusammen, wie viel Vodka er bereits intus hatte.
So nüchtern er auch gerade war, so berauscht war er trotzdem von seiner Wut. Und nicht nur, dass er Grund hatte wütend zu sein, Emil ebenso. Und das stachelte Tino einfach nur noch mehr an.
Während er also hörte, wie sich der Shlüssel im Schloss drehte, hatte er im Kopf bereits mehre Sachen durchgespielt. Zum Beispiel nach oben zu gehen und sein Gewehr zu holen.

Sein Leidensgenosse sprang derweil vom Sofa auf und lief sich anziehend an Tino vorbei zu den anderen auf den Flur hinaus. Dann hörte er wie Emil sie kurz anfauchte und nur wenige Augenblicke später die Tür ins Schloss viel. Das dumpfe Geräusch war kaum verhallt, als auch schon der Motor von Emils Motorad aufheulte.
Ein kleiner Teil in Tinos Unterbewusstsein regestrierte besorgt, dass es wahrscheinlich keine gute Idee war, in so einem Zustand mit dem Motorad durch die Gegend zu rasen, aber er war zu wütend um sich weiter darüber Gedanken zu machen.
Wie schön, dass der Grund für seine Wut gerade zur Tür reinspaziert war.

Nun, eine der Möglichkeiten wie Tino reagierte wenn er wütend war, konnte man schon als gruselig bezeichnen.
Der Finne lächelte unschuldig und drehte sich langsam herum. Dabei knirschten die Scherben unter seinen Füßen, aber das ignorierte er einfach.
Und dann standen die drei auch schon im Wohnzimmer.
"Yo, Tino. Weißt du was das von Emil gerade sol-", Tino unterbrach Matthias Frage, in dem er ihn, sein Lächeln beibehaltend, die Faust in den Magen rammte. Der Finne war nicht wütender auf Matthias als auf die beiden anderen. Aber der Däne hatte zwei Fehler gemacht. Zunächst stand er Tino am nächsten und er hat ihn angesprochen.
Die drei wichen erschrocken zurück und starrten zu Tino. "Und? Wie war die Konferenz heute?", fragte Tino, lächelte weiter hin, legte den Kopf dabei leicht schief und klang überhauopt nicht so, als ob er einen von den dreien gerade geschlagen hätte.
Der Finne machte einen weiteren Schritt auf sie zu und sie wichen einen weiteren Schritt zurück.
"Ist irgendetwas...ich weiß auch nicht.", fuhr Tino fort. "...passiert oder beschlossen worde , dass ich als Finnland wissen sollte?", er wurde zum Ende seine Frage immer lauter und bei dem letzten Wort schlug er eine Vase, die neben ihm auf einer kleinen Komode stand auf den Boden.

Nun war das Lächeln aus Tinos Gesicht verschwunden und die blanke Wut blitze darin auf. Besorgt blickten die drei sich an und Matthias und Lukas sahen aus, als würden sie von Berwald erwarten, die Sache zu regeln. Immer wenn etwas mit Tino war, erwareten alle, dass der Schwede sich darum kümmerte. Was sollte das? Finnland war unabhänig. Unabhänig verdammt. Was dem ganzen die Krone aufsetzte, war diese stände Bezeichnung als Frau.
An einem Abend haben sie alle zusammen gesessen und auch etwas getrunken, da ging das schon wieder los mit der Frau. Tino hatte sich empört und gemeint, dass sie alle doch oft genug mit ihm in der Saune gewesen waren um zu wissen, dass er keine Frau war. Was genau dannach passiert ist, wusste der Finne nicht mehr. Er konnte sich nur noch daran erinnern von irgendwem, wahrscheinlich Matthias, einen dummen Spruch bekommen zu haben, vorauf hin Tino aufgestanden ist, sich an Ort und Stelle die Hose runter gezogen und gesagt hat: Und größer als deiner. An den Kater am nächsten Morgen konnte er sich auch noch erinniern.
Aber das war im nachhinein betrachten sogar noch lustig gewesen.

Die Situation gerade war allerdings alles andere als lustig. Wütend funkelte Tino Berwald an, der nun vor ihm stand. Anscheinend hatte er keine Angst geschlagen zu werden. Das ließ sich ändern. Tino ballte die Hand zur Faus und wollte ausholen, als er auf einmal Emilis Stimme hörte. Allerdings hinter sich.
Etwas irritiert drehte sich der Finne um und schaute zu dem Fernsehbildschirm, auf dem nun Emil zu sehen war.
Dieser gab seine Erklärum ab und Tino nickte zustimmend. "Da habt ihrs.", sagte er ohne die anderen drei eines Blickes zu würdigen.
Man konnte gerade noch sehen, wie Security Leute das Studio betraten, bevor der Störbildschirm das Bild zierte und kurz darauf Werbung. Tino drehte sich wieder um und ging ohne ein weiteres Wort zu sagen aus dem Raum, wobei er Berwald beim rausgehen anrempelte. Die anderen beiden waren schlau genug zur Seite zu gehen.
Tino ging die Treppe hoch in sein Zimmer und knallte die Tür so fest zu, dass man es wahrscheinlch bis zu Emil ins Studi gehört hatte. Einen Moment sah er die Tür an, als wäre er überrascht, dass sie nicht aus den Angeln gefallen ist, eher zu seinem Kleiderschrank ging.

Tino holte eine große Reisetasche heraus und begann schnell und etwas willkürlich ein paar Sachen einzupacken. Nachdem er sich aus dem Badezimmer den Rest geholt hatte, schlüpfte er in seine Jacke und seine Stiefel, die aussahen als würden sie heute gerne dem ein oder anderen noch in den Hintern treten.
Anschließend ging Tino wieder die Treppe runter und ins Wohnzimmer, wo die drei auf dem Sofa saßen und wild disskutierten. Die drei wanten die Köpfe zu Tino als er den Raum betrat aber dieser ging nur zu der Vitrine, holte zwei Flaschen Finlandia Vodka heraus und legte sie oben in seine Tasche rein. Dann ging er zur Tür und drehte sich noch einmal um.
"Das schlimme an der Sache ist.", begann der Finne, "das ihr nicht mal checkt, was ihr falsch gemacht habt.", mit diesen Worten verließ er den Raum und ging durch den Flur nach draußen. Dabei knallte er zum zweiten Mal an diesem Tag eine Tür so fest zu, dass das ganze Haus zu beben schien.

Nachdem Tino ein paar mal tief durchgeatmet hatte, rief er sich ein Taxi. Fünf Minuten und ungefär füntzig Finnische Flüche später, saß er schließlich in dem Taxi auf dem Weg zu dem Nachrichtensender. Während er fuhr führte der Finne mehrere hitzige Telefonate mit seinen Bossen und anderen Leuten. Immerhin konnte er erreichen dass alle Beschlüsse erst einmal auf Eis gelegt wurden. Als ob er diesen verdammten Russen einfach in seinem Land herum spazieren ließ. Tino schauderte bei diesem Gedanken und griff zur ersten Vodkaflasche, als das Taxi auf den Hof des Nachrichtensenders auffuhr.
Tino hatte einen Entschluss gefasst, wenn Emil seine Anliegen auch durchkekriegt hatte. Der Finne gönnte sich einen Schluck und überlegte, dass er die anderen drei ersteinmal eine Zeit lang nicht sehen woltle und er nahm mal an, dass Emil das genauso sah. Und wenn Emil sich durchgestetzt hatte dann hätten die beiden in Island ruhe vor den Idioten. Also war Tinos Plan: Mit Island nach Island quasi.
Er endeckte Emil auch schon draußen vor dem Gebäude, das Taxi hielt kurz vor dem Isläner an. Tino sagte dem Fahrer er sollte kurz warten und stieg aus.
Noch immer die Flasche in der Hand ging er auf den jüngeren zu.
"Vodka?", fragte Tino als er Emil die Flasche hin hielt.

Tino nickte anerkennend. "Ich finde gut, was du gemacht hast.", erklärte der Finne. "Ich konnte per Telefeon auch schon was erreichen. Trotzdem habe ich jetzt wenig Lust auf die drei...", wenn man genau hinsah konnte man hinter der Wut in Tinos Gesicht auch die Trauer und Enttäuschung erkennen. Manchmal hatte er einfach das Gefühl, von den anderen nicht voll genommen zu werden. Außer von Emil. Er war sich nicht ganzb sicher warum, vielleicht weil der Isländer jünger war als er, vielleicht wegen anderen Grüden. Aber er schien manchmal der einzige zu sein, der mehr in Tino sah als 'Schwedens Frau'.
Der Himmel der sich die ganze Zeit schon mit dunklen Wolken zugezogen hat ließ es nun einen langsam stärker werdenden Regen auf die Welt herab prasseln. Tino bedeutete Emil, mit in das Taxi zu steigen.
"Und wie siehst du das ganze?", fragte Tino dann, als er sich anschnallte.
Das Taxi fuhr los. Hauptsache weg, dachte sich Tino als er dem Regen dabei zu sah, wie er die Scheibe herunter lief.
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