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 We're going home [Der Austritt Schwedens aus der Kalmarer Union 1523]

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Berwald Oxenstierna
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BeitragThema: We're going home [Der Austritt Schwedens aus der Kalmarer Union 1523]   Mi Nov 20, 2013 12:34 am

Einstiegspost

[SuFin]

Wenn dieser dänische Volldepp noch mal ein Wort sagen würde, dann würde Berwald ausrasten. Und zwar wirklich ausrasten. Er war ja jetzt schon nahe dran. Es fehlte nur noch ein kleines bisschen.  Und er würde Platzen. Er hatte ihn schon angeschrien, ihn beschimpft und selbiges natürlich auch zurückbekommen. Die Streiterein zwischen ihm und Dänemark waren inzwischen an einem Punkt, an dem er einfach nicht mehr wollte. Er wollte nicht mehr hier sein. Er hatte diese verdammte ganze Kalmarer Union so satt. Dänemark spielte sich auf, wie der Boss,dabei war er nur ganz klein mit Hut. Noch kleiner, wenn man den Hut weg nahm. Das war zumindest Schwedens Ansicht. Und er wollte nicht mehr hier sein. Er würde sonst einen Mord begehen, da war er sich sicher. Und das Opfer hieß ganz sicher Dänemark.  Derjenige wäre sicher schon tot umgefallen, wenn Blicke töten könnten, denn Berwald hatte dem Dänen gerade einen sehr bösen Blick zu geworden und war dann wutendbrannt aus dem Zimmer gerannt.

Eine Weile lief er draußen umher, versuchte, sich zu beruhigen und wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Er hasste es hier. Er hasste es hier wirklich. Er wollte zurück nach Schweden. In seine Heimat. Und vor allem wollte er frei sein. Frei und wollte sich von niemandem mehr etwas sagen lassen. Am allerwenigsten von Matthias.  So langsam setzte sich der Gedanke von einer Flucht in seinem Kopf fest und je länger er draußen war, desto länger dachte er darüber nach und so langsam festigte sich der Gedanke in seinem Kopf. Zu lange war er schon hier, zu lange..ging ihm dieser Dänedepp auf die Nerven.  Es war genug. Er würde gehen. Egal, ob es Dänemark passte, er würde gehen. Und zwar würde er sich nicht aufhalten lassen. Von niemandem.  Seine Laune hob sich schlagartig, ein Lächeln zeigte sich auf den sonst so ernsten Lippen.  Der Gedanke frei zu sein, machte ihn froh.

Nun, einfach so abhauen konnte er natürlich nicht. Er musste einige Vorbereitungen treffen.  Und die würden Zeit beanspruchen. Einige Tage mindestens. Und er musste sich unauffällig verhalten. Nicht das noch irgendjemand auf die Idee kam, ihn anzusprechen.
Plan geschmiedet, Plan ausgeführt. In den nächsten Tagen verbrachte Schweden damit, heimlich, Sachen für sich Sachen in sein Zimmer zu verfrachten, die er brauchen konnte. Dazu gehörten zum Beispiel auch Decken, Vorräte und Dinge, die man halt sonst noch so auf einer Flucht brauchte. Noch dachte Schweden gar nicht daran, irgendjemanden mitzunehmen. Andere würden ihn nur aufhalten. Er wollte das alleine durchziehen. Ohne sich irgendwie jemanden ans Bein zu binden. Es war sein Plan, und die anderen sollten sehen, wie sie zuercht kommen würden. Es war nicht mehr sein Problem.

Und irgendwann war dann auch die Nacht gekommen. Berwald ging früh schlafen, aber nicht, weil er wirklich schlafen wollte, sondern weil er sich das restliche Zeug noch zusammenpacken wollte und weil ihm die andern schon wieder mal auf den Keks gingen.  Dänemark hatte wieder mal einen Preis im Dämlichkeitswettbewerb gewonnen, aber Berwald hatte sich bemüht und war nicht auf die dummen Sprüche eingegangen, sondern war einfach in sein Zimmer gegangen.  Dort packte er sein Bündel und wartete, bis er ganz sicher wusste, das alle im Haus schliefen.  Also saß er auf dem Bett und wartete geduldig und irgendwann, als alles still war, schnappte sich der Schwede sein Bündel und machte sich langsam auf den Weg Richtung Ausgang.  

Er schlich leise an den Zimmern von Matthias und Lukas vorbei, dann an dem Zimmer von Tino, welches in einem anderen Gang lag, als die Zimmer der anderen beiden.  Kurz blieb er stehen und überlegte, ob er ihn mitnehmen sollte.  Doch nach einem kurzen Moment entschied er sich dagegen und ging dann weiter.  Doch wie es wohl das Schicksal so wollte, löste sich ein Blechtopf von seinem Bündel und machte einen Höllen Lärm, als dieser auf dem Boden landete.
Kurz blieb Berwald erstarrt stehen. Hatte das jemand gehört?  Er blieb einen Moment stehen..und lauschte...
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Tino Väinämöinen
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BeitragThema: Re: We're going home [Der Austritt Schwedens aus der Kalmarer Union 1523]   Mi Nov 20, 2013 2:14 am

Oh je. Und da stritten sie schon wieder. Super, wirklich super. Und warum stritten sie diesmal?
Tino hatte den Grund schon wieder vergessen. Es war nichts wichtiges gewesen, so viel stand fest. Zumindest nicht so wichtig, dass ein solches Theater gerechtfertigt wäre. Aber das war es selten. Trotzdem gerieten der Däne und der Schwede in letzter Zeit immer öfter, immer heftiger aneinander.
So hatte der Finne sich das nicht vorgestellt, als ihn Berwald damals mit in die Union genommen hat. Er dachte endlich so etwas wie eine Familie um sich herum zu haben und glücklich in Geborgenheit mit allen leben zu können.
Vielleicht war er da zu optimistisch gewesen, zu naiv zu glauben, dass es so einfach wäre. Er wurde zwar von allen akzeptiert, aber man erkannte doch, dass es zwischen ihm und den anderen nordischen Ländern einige Unterschiede gab. Bedingt durch seine Schüchternheit brauchte Tino sowie so lange um aufzutauen und sich wirklich mit den anderen zu unterhalten. Am Anfang hat er meistens mit Berwald geredet, da er diesen am längsten kannte und er es auch gewesen ist, der den Finnen mit zu den anderen gebracht hat. Aber zu hundert Prozent warm geworden mit den anderen war Tino noch immer nicht. Obwohl er eigentlich sehr offen war, kannte er die Leute erst. Aber Lukas und Emil waren sehr distanzierte Menschen, eine schlechte Grundvoraussetzung für den schüchternen Finnen. Mit Matthias, dieser Frohnatur, hätte Tino sich bestimmt schneller anfreunden können, aber dieser schien ja nur damit beschäftigt zu sein, Berwald zu ärgern.
Berwald. Manchmal fragte Tino sich, warum er ihn überhaupt mitgenommen hat. Er schien es wohl irgendwie gut gemeint zu haben. Überhaupt wirkte der Schwede auf ihn eher nett, er kümmerte sich um andere und hielt Matthias Provokationen länger stand, als andere es getan hätten. Trotzdem schaute er immer so böse, als ob ihn etwas ärgerte. Manchmal fragte Tino sich, ob er vielleicht etwas falsch machte und Berwald wütend auf ihn war, wenn er so schaute. Außerdem konnte man nie sagen was er dachte oder wie er reagieren würde. Vielleicht übte gerade das den Reiz auf Matthias aus, den Schweden zur Weißglut zu bringen.
Auf Tino hatte das eher einen anderen Effekt, er konnte sich nicht helfen, aber irgendwie hatte er Angst vor Berwald. Keine Angst in dem Sinne, dass Berwald ihm etwas tun würde, sondern wirkte der Schwede einfach durch dieses undurchdringliche, verschlossene, was im völligen Kontrast zu Tinos offener Persönlichkeit stand bedrohlich auf ihn. Vielleicht war auch mehr Respekt als Angst, auf jeden Fall war ihm der Schwede auf eine beklemmende Art und Weise unheimlich.


Sie waren in der Küche. Alle. Und diesmal sah Berwald wütend aus. Wirklich wütend. Seine Mimik war kein Rätzel wie sonst, diesmal stand die pure Wut darin, so dass Tino sich am liebsten unterm Küchentisch versteckt hätte. Unsicher überlegte er, wie er die beiden wieder versöhnen könnte und kämpfte gegen das Bedürfnis an, sich einfach zwischen die beiden zu stellen. Der Finne schielte rüber zu Lukas und Emil die das Geschehen mit fast schon desinteressierten Gesichtsausdrücken verfolgten. Sie kannten das Theater ja schon länger als er. Warum nahmen sie das so hin? Das war doch furchtbar, das war doch kein Leben. Tino wollte nicht mehr. Gerade als er anfing in diese Richtung zu denken, drehte Berwald sich auf einmal um und verließ den Raum, verließ das Haus.
Die Anspannung und die Angst die beiden würden sich wieder die Köpfe einschlagen vielen von Tino ab. Berwald war einfach der vernünftigere von beiden. Zum Glück war wenigstens einer vernünftig.
Kaum war der Schwede draußen fing Matthias an, lautstark zu erklären, dass er den Streit ja nun gewonnen hatte und Berwald dadurch das er raus gegangen ist, anstatt das wie echte Männer zu klären schließlich automatisch aufgegeben hätte.
Wie ein kleines Kind, dachte sich Tino und unterdrückte gerade noch den Impuls die Augen zu verdrehen. Berwald hatte meistens einfach recht mit dem was er über Matthias sagte. Überhaupt wenn die beiden stritten, dann meistens wegen dem Dänen. Nicht nur, man musste fair bleiben, aber doch war es immer öfter Matthias der einen Streit vom Zaun brach. Tino hatte keine Lust mehr sich weiter Matthias Gerede anzuhören und ging in sein Zimmer, wo er auch ziemlich schnell einschlief, er fragte sich noch, ob Berwald wohl schon wieder zuhause sei und da vielen ihm auch schon die Augen zu.

In den nächsten Tagen gab es überraschend wenig Ärger. Berwald verhielt sich auch irgendwie anders als sonst, fand Tino. Nicht sehr auffallend und er konnte nicht genau sagen wie aber doch anders. Und er sprach auch so gut wie mit keinem, auch nicht mit Tino. Plötzlich fühlte sich Tino irgendwie einsam. Matthias rannte die ganze Zeit Lukas hinterher, Lukas redete von Feen und Trollen oder kümmerte sich um Emil und Emil wirkte für sein Alter schon viel zu erwachsen und betonte ständig wie sehr in alle nervten und wie kindisch sie waren. Die drei schienen auch ganz glücklich so zu sein, aber Tino fühlte sich wie das fünfte Rad an der Kutsche. Seufzend blickte er aus dem Fenster in den Sonnenuntergang. Im Endeffekt war das Leben hier eine Abfolge von Drama, Langeweile und Einsamkeit. Die Freude, die am Anfang da war, hat sich über die Jahre in Frust verlaufen und Tino merkte, dass er nicht mehr wollte. Was hielt ihn denn noch? Eigentlich hielt er es für unhöflich und undankbar daran zu denken einfach abzuhauen, wo er doch anfänglich lieb aufgenommen worden ist. Aber keiner schien überhaupt wirklich Interesse an ihm zu haben. Sogar Berwald ging ihm ja in letzter Zeit aus dem Weg und eher Schlafen oder was er sonst so in seinem Zimmer machte. Wahrscheinlich einfach Matthias aus dem Weg gehen, vermutete Tino.
Der Finne seufzte kurz leise auf, bevor auch er in sein Zimmer ging. Wie so oft legte er sich anstatt auf das Bett, einfach auf den Boden und streckte alle viere von sich. Einfach weggehen. Dieser Gedanke ließ ihn nicht los. Aber das würde er sich nicht trauen, erstrecht nicht alleine. Tino dachte weiter nach, es würde schon alles wieder gut werden, er schaffte das schon. Wie schon so oft, versuchte er sich, dass immer und immer wieder zu sagen, bis er selbst dran glaubte.

Es war dunkel geworden und Tino lag immer noch auf dem Boden, ein wenig ärgerte er sich über sich selbst. Auf einmal hörte er ein lautes Geräusch und zuckte erschreckt zusammen. Was war das denn gewesen? Ein Einbrecher? Einer der anderen? Aber deren Zimmer lagen doch auf einem anderen Gang. Tinos Herz klopfte heftig in seiner Brust, aber er musste nachsehen. Entschlossen ging er zu Tür und riss sie ohne weiteres zu überlegen auf.
Vor ihm stand…“Berwald?“ Irritiert blickte der Finne seinen Gegenüber an. Es war nachts und der Schwede war komplett angezogen, noch dazu bepackt, das sah ja aus als ob er vorhätte…. Tino ließ seinen Blick nach unten wandern und entdeckte die Ursache für den ganzen Lärm, den Blechtopf. Jetzt hatte Tino keine Zweifel mehr. Schweigend bückte er sich, hob den Blechtopf auf und reichte ihn Berwald.
Danach nahm er all seinen Mut zusammen und frage: „Du willst weggehen?“

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Berwald Oxenstierna
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BeitragThema: Re: We're going home [Der Austritt Schwedens aus der Kalmarer Union 1523]   Do Nov 21, 2013 12:34 am

Eigentlich hatte Berwald gehofft, das sein Abgang unbemerkt blieb. Er hatte gehofft, sich heimlich still und leise davon zu schleichen ohne auf Matthias zu treffen, ohne sich vor den anderen rechtfertigen zu müssen, warum er es tat. Und nun … nun hatte ihm so ein simpler Topf alles vermiest. Was musste dieses Trumm auch runter fallen. Es war natürlich leicht, dem Topf die Schuld zu geben, als sich selbst. Aber er hatte jetzt den Salat, er durfte jetzt mit Tino auseinander setzen, der wohl durch den Lärm wach geworden war und offensichtlich wohl genau erkannt hatte, was er vorhatte.

Leise seufzte der Schwede als er die Frage hörte und schon meldete sich ein wenig das schlechte Gewissen, auch wenn man es ihm nicht ansah. Immerhin hatte er doch gemerkt, das Tino sich hier auch nicht so wohl fühlte. Bedingt, durch die ewigen Streiterein zwischen ihm und Dänemark und wohl auch noch aus anderen Gründen. Und er hatte ihm nicht mal gesagt, das er gehen wollte, obwohl er es gewesen war, der ihn her gebracht hatte.
Er beobachtete, wie Tino den Topf aufhob und nahm ihm dann eben jenen ab,nachdem er ihm gereicht wurde. „Danke..“; meinte er nur kurz und knapp und verstaute den Topf wieder dorthin, wo er hingehörte. Das tat er um Zeit zu schinden und um sich auch Gedanken zu machen, wie er genau auf diese Frage jetzt antworten sollte. Er wusste, das er sich entscheiden musste. Wenn er Tino hier lassen würde, hätte er bestimmt irgendwann so ein schlechtes Gewissen, das er wieder hier her musste, um ihn abzuholen. Denn auch, wenn er es nie wirklich zeigte und Tino ihm doch manchmal zu viel redete, war er der einzige, der ihm nicht auf die Nerven ging und er war der einzige,der doch erträglich war. Wenn er ihn jetzt gleich mitnehmen würde,vermutete er, würde er erklären müssen, was diese Heimlichtuerei sollte. Und die Abreise würde sich verzögern, die Gefahr, das er sich erneut mit Dänemark auseinander setzen musste, war zu groß. Er wollte einfach nicht mehr auf diesen treffen. Zu sehr waren seine Nerven schon strapaziert worden und jeder Moment länger in diesem Haus brachte ihn an den Rande des Wahnsinns.

„Ja...ich gehe“; antwortete er nur kurz und knapp. Warum sollte er großartige Ausführungen machen, wenn die Sache eh klar war. Einzig und alleine die Frage was mit Tino geschehen sollte, stand noch im Raum. Zumindest für Berwald. Jetzt, wo der Finne ihn bei seiner Flucht ertappt hatte, war es unmöglich, sich nicht darüber Gedanken zu machen, was mit dem anderen passieren sollte. Wenn er hier blieb, würde er sicher den Zorn von Matthias zuziehen, denn dieser würde bestimmt glauben, das Tino wusste, was gewesen war. Was, wenn er ihm dann das Leben hier schwerer machte? Das wäre dem Dänen sicher zu zutrauen,so wie der manchmal rumspann.

Schließlich hatte er einen Entschluss gefasst und setzte sich in Bewegung. Langsam ging er an Tino vorbei und langsam weiter den Gang entlang, Richtung Treppe, die nach unten Richtung Haustür führte. Schließlich blieb er kurz stehen, drehte sich aber nicht um. „Wenn du mit willst, dann beeile dich und mach dich fertig. Ich warte...aber nicht allzulange“ Ohne weitere Worte ging Berwald die Treppe hinunter und wartete dort. Er war doch gespannt, wie der Finne sich entscheiden würde. Er hatte ihm mit Absicht die Wahl gelassen. Ob er lieber mit ihm mitgehen oder hier bleiben würde.
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Tino Väinämöinen
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BeitragThema: Re: We're going home [Der Austritt Schwedens aus der Kalmarer Union 1523]   Do Nov 21, 2013 1:31 am

Die Gedanken des Finnen überschlugen sich, als er Berwald den Topf zurück gab und er ging im Kopf alle möglichen Szenarien durch, er merkte, dass er immer aufgeregter wurde, denn man spürte wenn etwas großes, eine Veränderung vor einem Lag. „Danke.“, meinte Berwald nur auf seine kurz angebundene Art und weiße und ließ mit seiner nächsten Antwort länger auf sich warten. Tino schluckte. Das Berwald gehen wollte, war unumstreitlich. Aber wohin? Und für wie lange?
Tino hielt den Atmen an. Die Anspannung die nun der Luft lag schien schon fast greifbar zu sein. Langsam realisierte Tino, was es für ihn bedeuten würde, wenn der Schwede nun ging. Natürlich würde es auf der einen Seite zunächst ruhiger werden, den Matthias würde sich nicht mehr mit Berwald streiten. Aber dann wäre auch die einzige Person weg, die den aufgeweckten Dänen im Zaun hielt und das konnte ungeahnte Folgen haben. Außerdem würde er nur noch mehr zum fünften Rad an der Kutsche werden. Mit großen Augen sah Tino zu Berwald, der nun bestätigte, was der Finne befürchtete: „Ja...ich gehe“, allerdings war diese Antwort typisch schwedisch etwas wage und Tino konnte nur vermuten das da noch ein ‚für immer‘ hinter steckte. Zumindest war es das, was er glaubte im Gesicht des Schweden lesen zu können. Tino schluckte und nickte.
Und was ist mit mir? Rief eine Stimme in seinem Kopf, er sprach die Worte aber nicht aus sondern versuchte erst einmal schweigend die Ereignisse zu verarbeiten. Der Finne brauchte sich nichts vormachen, er hatte nur darauf gewartet, dass es dem Schweden irgendwann zu bunt wurde und doch traf ihn die ganze Situation jetzt unerwartet.


Das wird schon wieder, begann Tino den hoffnungslosen Versuch sich selbst gut zu reden. Er ging tief in sich und fasste einen Entschluss. Ich komme mit, wollte er sagen, doch da ging Berwald schon weiter. Erschrocken sah der Finne ihm nach. Er konnte doch nicht alleine hier bleiben. Da hielt Berwald plötzlich inne und meinte: „Wenn du mit willst, dann beeile dich und mach dich fertig. Ich warte...aber nicht allzu lange.“ Damit verschwand der Schwede.
Tino stand da wie vom Donner gerührt, trotzdem viel ihm ein Stein vom Herzen. Ohne zu Zögern machte er auf dem Absatz kehrt und begann rasch seine sieben Sachen zusammen zu suchen. So viel hatte er sowieso nicht. Er nah sich ein Rucksack ähnliches Bündel und stopfte schnell alles rein, von dem er glaubte, dass es nützlich sein könnte, wie einen Umhang, Decken, ein Seil, Waffen, es musste aber auch tragbar bleiben. Während Tino unbeholfen auf einem Bein durchs Zimmer hopste und seine Stiefel anzog, hoffte er nicht allzu viel Krach zu machen und noch jemanden aufzuwecken außerdem betete er, dass ihm beim runter gehen nicht auch etwas herunter viel und sie verriet. Dann war er fertig. In einen warmen Umhang gehüllt und mit Sack und Pack beladen stand der Finne nun auf der Schwelle zu seinem Zimmer, das mehrere Jahre mehr oder weniger sein unfreiwilliges Zuhause gewesen war. Es wäre gelogen gewesen zu behaupten, dass sie nicht auch schöne Zeiten gehabt haben. Aber diese waren vorüber und würden so schnell wohl auch nicht wieder kehren.
Die Entscheidung war Tino gar nicht so schwer gefallen. Im Endeffekt ist es eine Entscheidung zwischen Berwald und Matthias gewesen und auch wenn Tino manchmal etwas Angst vor dem Schweden hatte, war ganz klar mit wem er eher sympathisierte.
Er musste los, Berwald würde nicht ewig warten. Tino warf einen letzten endgültigen Blick in das Zimmer bevor er vorsichtig die Tür schloss und eilig, aber leise die Treppe herunter lief. Vielleicht würde er eines Tages dem Topf dafür dankbar sein, das er an jenem Abend runter gefallen war, dachte Tino dabei.

Einen Moment lang befruchtete Tino schon, er hätte zu lange gebraucht und dass der Schwede schon weg war. Was würde er dann tun? Doch bevor sich der Finne weiter verrückt machen konnte, stellte er erleichtert fest, das Berwald am Absatz der Treppe stand und auf ihn wartete.
“Ich komme mit.“, verkündete Tino überflüssiger Weise als er neben ihm stand und in seien sonst so freundlichen Augen stand die pure Entschlossenheit. Aufkommende Zweifel wurden weit in die hinterste Ecke seines Kopfes geschoben und er war bereit zum Aufbruch. Hoffentlich kam jetzt nicht Matthias die Treppe runter und erwischte sie, aber jetzt gab es kein Zurück mehr.
Und so sah der Finne einer noch sehr ungewissen Zukunft entgegen.
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Berwald Oxenstierna
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BeitragThema: Re: We're going home [Der Austritt Schwedens aus der Kalmarer Union 1523]   Fr Nov 22, 2013 11:35 pm

(ich liebe dein neues avatarbild *.* )


Berwald konnte nicht einschätzen, was Tino machen würde, also lies er am besten gleich irgendwelche solche Denkweisen. Er war da doch recht praktisch veranlagt und es brachte ja auch überhaupt nichts, sich über eine Sache Gedanken zu machen, über die er überhaupt keine Entscheidungsgewalt hatte. Ob Tino mitkommen würde oder nicht, er musste diese Entscheidung alleine mit sich ausmachen. Natürlich hätte Berwald ihm die Sache erleichtern können, in dem er ihm schon vorzeitig von seinen Plänen erzählt hatte, das war dem Schweden auch bewusst. Und es war auch nicht korrekt gewesen, ihn solange im Unklaren zu lassen, aber nun gut. Es war nun mal eben so, wie es war.

Nachdem er ihm gesagt hatte, das er sich nun entscheiden konnte, ob er mitwollte oder nicht, war Berwald nach unten gegangen und wartete dort. Irgendwo war er natürlich doch erfreut, das Tino mitkommen wollte, aber so richtig darüber freuen, konnte er noch nicht. Im Augenblick war die Anspannung noch zu groß. Immerhin konnte Matthias jeden Moment aufwachen und Berwald hatte wirklich keine Lust auf noch mehr Stress. Gut, wahrscheinlich würde es den Stress geben, wenn Matthias davon erfuhr, das sie weg waren, aber das verdrängte Berwald noch. Er wollte jetzt einfach nur noch hier weg und hoffentlich brauchte Tino nicht allzulange. Er wollte auf jedenfall noch einen Großteil der Strecke in der Nacht schaffen. Aus dem einen Grund, weil er so schnell wie möglich einfach nur weg wollte, aus dem anderen Grund, weil man dann auch weniger unangenehmen Leuten begegnete und doppelt Ärger hatte. Der Schwede konnte sich zwar durchaus wehren, aber dennoch würde er es einfacher finden, wenn sie ungestört blieben.

Ungeduldig lief Berwald hin und her. Wo blieb Tino so lange? Das war ja nicht auszuhalten. Hatte er vor, die ganzen Möbel mitzunehmen und baute sie nun auseinander? Am liebsten würde Berwald ja hoch gehen und ihn packen und einfach mitschleppen, damit sie nicht noch mehr Zeit verloren. Auch wenn der Schwede eigentlich eher die Geduld in Person war und sich -im Normalfall -nicht aus der Ruhe bringen lies, war er diesmal doch extrem ungeduldig. Immerhin bestand schließlich immer noch die Gefahr, das Matthias, oder auch Lukas oder Emil aufwachen und ihre Flucht irgendwie noch verhindern würden. Aber daran versuchte Berwald nicht zudenken, auch wenn er angespannt blieb und auf alles gefasst war.

Schließlich war dann auch Tino endlich da und verkündete mit einem „Ich komme mit“; dass er sich wohl nun sicher entschieden hatte, endgültig mit ihm mitzugehen. Berwald nickte nur, auch wenn er sich natürlich irgendwo auch freute, das der Finne mitkam. „Gut. Dann sollten wir jetzt aufbrechen“; sagte er und begab sich auf den Weg zu der Haustüre, die er öffnete und anschließend heraustrat. Dieses Mal würde es ein letztes Mal sein, das er diese Türe durchschritt. Nie wieder würde er hier hin zurückkehren. Es umkam ihn ein Gefühl der Erleichterung. Die Zeit hier war vorbei. Endlich. Damit ging er los, doch ziemlich schnell, wobei er ab und an doch nach hinten um zu sehen ob Tino auch noch mitkam. Denn schließlich fühlte sich Berwald jetzt für ihn verantwortlich - wie eigentlich auch immer schon- und konnte ja schließlich nicht riskieren, das er irgendwo zurückblieb. „Wir können nachher irgendwann ne Pause machen..aber ich möchte erst mal ein gutes Stück von hier weg sein“; meinte er dann und ging weiter in seinem Tempo voran.
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Tino Väinämöinen
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BeitragThema: Re: We're going home [Der Austritt Schwedens aus der Kalmarer Union 1523]   Do Nov 28, 2013 12:16 am

(Naw danke, ich mag es auch voll…Finlaaaaand <3 Aber deins ist auch *hust* smexy x3 )

Ohje ohje, was hätte Tino nur gemacht, wenn Berwald schon weg gewesen wäre? Ein wenig ärgerte er sich über sich, dass er sich nicht mehr beeilt, oder Berwald direkt bescheid gesagt hatte, dass er mitkommt. Aber Tino war mit der gesamt Situation schon etwas überrumpelt gewesen. Letztendlich war es egal, der Schwede hatte geduldig auf ihn gewartet, also brauchte sich der aufgeweckte Finne keine Sorgen mehr machen, oder? Doch eigentlich fingen die Sorgen jetzt erst an…
Als Tino unten ankam zeigte sich im Gesicht des Schweden keine Regung. „Gut. Dann sollten wir jetzt aufbrechen“, gab er von sich und verließ auch schon das Haus. Während Berwald schnell über die Schwelle trat, zögerte der Finne noch kurz. Das hier würde eine große Veränderung für ihn bedeuten. Wenn er jetzt noch einen Schritt machte, würde ein ganz neues Leben für ihn beginnen. Gedanklich verabschiedete sich Tino von den anderen, dann trat auch er ins Freie und schloss die Tür hinter sich.

Kurz blieb er stehen und sog die Abendluft ein. Diesmal ist ihm die Wahl gelassen worden, es war seine Entscheidung gewesen zu gehen und auch wenn ihn irgendwie ein beklemmendes Gefühl beschlich, er kam nicht umhin sich über diesen Umstand zu freuen. „Wir können nachher irgendwann ne Pause machen...aber ich möchte erst mal ein gutes Stück von hier weg sein“, riss Berwald Tino aus seinen Gedanken, der schon ein Stück hinter dem Schweden war. Schnell beschleunigte Tino seine Schritte, bis er neben Berwald lief und nickte daraufhin auf seine Worte. Allerdings zeigte sich in Berwad‘s Gesicht immer noch keine Regung. Unsicher lächelte Tino und auf einmal wurde er ziemlich nervös. Eine unangenehme Hitze stieg in ihm auf. War es die richtige Entscheidung gewesen mitzugehen? Vielleicht hätte er noch einmal darüber nachdenken sollen? Vielleicht konnte er Berwald ja auch überreden zurück zu gehen? Aber es war doch besser, dass sie gegangen sind, nicht wahr?
Aber nicht nur das machte Tino nervös. Er konnte es drehen und wenden wie er wollte, aber zwischen durch hatte er einfach Angst vor dem Schweden. Vor allem wenn er so guckte.
Da fing Tino an sich zu fragen, ob Berwald nicht doch lieber alleine gegangen wäre. Vielleicht hatte er ihn ja auch nur deshalb mitgenommen, weil er ihn eben gerade erwischt hatte? Tinos Unsicherheit steigerte sich auf ein völlig neues Level, so dass er unkonzentriert wurde, einen größeren Ast auf dem Boden übersah, darüber stoplerte und mit einem überraschten Aufschrei erst einmal der Länge nach hin viel.
Nachdem der erste Schreck überwunden war rappelte Tino sich wieder hoch, riss die Arme hoch und meinte: „Nichts passiert!“ Dabei löste sich sein Beutel mit seinem Hab und gut von seinem Rücken und viel auf den Boden, wobei er den halben Inhalt auf dem Waldboden verteilte. Dem Finnen ging ein leiser Fluch über die Lippen, als er sich auf den Boden sinken ließ und eiligst alles wieder einpackte. Hoffentlich denkt er jetzt nicht ich bin tollpatschig, dachte sich Tino frustriert und hatte das Gefühl etwas sagen zu müssen, wusste aber nicht was.
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Berwald Oxenstierna
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BeitragThema: Re: We're going home [Der Austritt Schwedens aus der Kalmarer Union 1523]   Sa Nov 30, 2013 7:14 pm

(^^)


Es war geschafft. Sie waren zumindest schon mal aus dem Haus draußen. Eilig ging Berwald voran, ohne sich wirklich noch einmal umzudrehen. Er wollte, wie er schon gesagt hatte, möglichst viel Abstand zu Dänemarks Haus gewinnen, weil er jegliche Konfrontation mit ihm im Augenblick vermeiden wollte. Er würde sich zwar in der Lage sehen, den aufmüpfigen Dänen in seine Schranken zu weisen und ihm dementsprechend die Meinung zu geigen -oder wenn es sein musste, auch mal die Fäuste sprechen zu lassen- aber er hatte das nervende Gelaber lange genug ertragen und nun wollte er möglichst ohne großartiges Aufsehen zu erregen verschwinden. So kam es, das er erst gar nicht darauf achtete, das Tino noch hinten dran war.

Eine Pause würde er machen, das hatte er sich schon vorgenommen. Allerdings nicht jetzt, wo sie gerade mal erst wenige Minuten unterwegs waren. Zwar war es dunkel,aber berwald war sich sicher, das sie gut vorankommen würden. Und das sagte er Tino auch so. Er würde nicht wirklich Rücksicht darauf nehmen, ob der andere eine Pause eventuell eher brauchen konnte oder nicht, es war sowieso doch recht seltam für den Schweden, das Tino mitgekommen war. Seltsam in dem Sinne, das er sich eigentlich keine Begleitung auf seiner Flucht vorgestellt hatte. So musste er sich erst mal mit dem Gedanken arrangieren, da es doch sehr plötzlich gekommen war, das seine Pläne so sich geändert hatten. Aber gut, eigentlich war er ja doch froh darüber, das Tino sich entschieden hatte, mitzukommen, auch, wenn er selber vorher die Geheimniskrämerei gehabt hatte.

Als er von hinten einen lauten Aufschrei hörte, blieb der Schwede stehen, sein Blick verfinsterte sich noch etwas mehr und er drehte sich um, um zu sehen, was denn nun los war. Tino war offensichtlich gestolpert. Er verkündete allerdings „Nichts passiert!“; worauf Bewald doch schon ein wenig erleichtert war, auch wenn er es nicht zeigte. Das letzte, was er nun gebrauchen konnte, war, das der Finne sich verletzte. Denn dann würden sie noch langsamer vorankommen und Berwald wollte nichts als nur nach Hause. Und weit weg von Dänemark. Aber er war ja nicht verletzt und so konnten sie doch hoffentlich bald weiter laufen. Doch daraus wurde auch nichts, denn plötzlich waren dem Finnen seine Sachen über den Boden verteilt.
Auch das noch, dachte der Schwede bei sich, als er beobachtete, wie Tino schnell alles wieder zusammen suchte.

Wortlos reichte er dem kleineren ein paar Sachen, die in seine Richtung gefallen waren, damit Tino diese auch nicht liegen lies. Natürlich entging Berwald nicht, das Tino so wirkte, als wollte er was sagen und er seufzte leise. „Solange dir nichts passiert ist..“; sagte er nur knapp und musterte ihn noch einmal um sich zu vergewissern, das das auch wirklich der Fall war. „Wir sollten aber noch ein Stück weiter gehen...oder möchtest du kurz rasten?“
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Tino Väinämöinen
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BeitragThema: Re: We're going home [Der Austritt Schwedens aus der Kalmarer Union 1523]   So Dez 01, 2013 4:32 am

(Ich hab Berwald jetzt mal ein Bisschen gesteuert, ich hoffe das macht dir nichts aus? Also eigentlich läut er nur, sonst kommen die ja nie weg von dem Dänen da xP Deswegen ~)
 
 
 
 
Es war wirklich dunkel. Nicht das Tino Angst im Dunkeln gehabt hätte, es war einfach die gesamte Situation die ihn so nervös machte. Warum machten sie eigentlich keine Fackel an? Das würde immerhin auch wilde Tiere, wie zum Bespiel Wölfe, von ihnen fern halten, aber auf der anderen Seite würden sie so gegebenenfalls bestimmten Personen ihre Position verraten und bestimmt war das der Hauptgrund, warum sie sich im Dunkeln ihren Weg suchten, überlegte Tino. Es gab gar kein Wort für diese Situation in der sie gerade steckten, also vielleicht doch, aber jedes Wort das Tino in den Sinn kam war nicht gerade positiv. Bevor sich der Finne allerdings weiter selber mit seinen Gedankengängen in etwas hinein steigern konnte, fiel er ja hin. Zum Glück tat er sich dabei nicht weh, sondern erschreckte sich nur etwas.
Nachdem Tino dann auch noch seine Sachen heruntergefallen waren ließ er seinen halb erschrockenen, halb verlegenden Blick zu Berwald wandern, welcher sich zu ihm umgedreht hatte.
Innerlich zuckte Tino erst einmal zusammen, lag es daran, dass es Dunkel war und das Mondlicht das Gesicht des Schweden in Schatten tauchte, oder sah Berwald noch böser aus als sonst? Nur mit Mühe schaffte es der Finne nicht instinktiv zurück zu weichen und wie so oft zierte sein typisch verlegen unsicheres Lächeln seine Lippen, hinter dem er die aufsteigende Angst in ihm versteckte.
 
Aber um den Schreck noch perfekter zu machen, kam Berwald dann auch noch näher und reichte Tino einige der Sachen, die ihm herunter gefallen waren. Einen Moment starrte Tino wortlos darauf, unfähig sich zu bewegen, dann nahm er die Sachen und stopfte sie eilig wieder in seinen Beutel, woraufhin er noch ein etwas leises: „Danke.“ hinterherschob. Dann war es wieder einen Moment still und Tino kam sich vor, wie der letzte Idiot als er Berwald einfach weiterhin so seltsam anlächelte, wobei das Lächeln schon fast von seinem Gesicht verblasst war.
„Solange dir nichts passiert ist..“, meinte der Schwede dann aus heiterem Himmel und schaute immer noch so böse. Jetzt war Tino sich sicher dass er ihn verärgert hatte und er überlegte ob er sich vielleicht hätte entschuldigen sollen. Schließlich hielt er sie auf und Berwald hatte mehr als deutlich zum Ausdruck gebracht, dass er schnell viel Platz zwischen sich und den Dänen bringen wollte. Da viel Tino auf, dass sie immer noch da standen und einander ansahen, anstatt weiter zu gehen. Und Berwald starrte ihn gerade zu an, gerade als Tino vorschlagen wollte weiter zu gehen kam ihn Berwald zuvor. „Wir sollten aber noch ein Stück weiter gehen...oder möchtest du kurz rasten?“, fragte dieser dann und Tino schüttelte den Kopf. „Nein, nein ist schon in Ordnung, wir können noch weiter laufen. So schnell brauche ich keine Pause. Wir sind ja auch noch gar nicht so viel gegangen…“, so plappernd ging Tino dann schnell weiter um nicht noch mehr Zeit zu vergeuden.  Wenn er sich so Gedanken machte kam er zu dem Schluss, dass es auf der einen Seite schon ziemlich unwahrscheinlich war, dass Matthias ihre Abwesenheit noch diese Nacht bemerkte. Eigentlich würde Tino dem Dänen sogar zutrauen das er erst in zwei Tagen bemerken würde das sie weg waren, dennoch war es auf der anderen Seite nicht komplett unmöglich. Er hätte zum Bespiel den Topf gehört haben können, als dieser runtergefallen war und hinterher gelaufen sein und ein aufeinander Treffen der beiden starken Skandinavier das letzte was Tino jetzt sehen wollte. Deswegen ging er eiligst voran. Allerdings holte der Schwede ihn, welcher größere Schritte machte als er, wieder schnell ein, so dass Tino bald wieder ein Stück hinter ihm lief. Dabei machte er sich wieder Gedanken über ihre, zumindest aus seiner Lage, übereilten Flucht. Allerdings wäre es gelogen, zu behaupten, dass Tino noch nie darüber nachgedacht hatte abzuhauen. Auch ihm war Dänemark auf die Nerven gegangen, nur war das etwas anderes gewesen als zwischen diesem und Berwald. Aber mit Blick auf die ganzen starken Ländern um ihn herum, war der Finne doch ganz froh jetzt nicht alleine durch die dunkle Nacht zu laufen.
 
Irgendwann wurde es doch anstrengender mit Berwald Schritt zu halten. Sie waren schon eine ganze Weile gelaufen und das auch ohne wirklich was zu sagen. Viel bot sich in der Situation aber auch nicht an zu reden und Tino driftete auch immer wieder in seine Gedanken ab, weswegen er gelegentlich etwas zurück viel, dann aber seine Schritte beschleunigte. Aber irgendwann merkte er, dass er eine Pause brauchte. Nur wusste er nicht, wie der Berwald sagen sollte, er wollte nicht schwach wirken, schließlich konnte der Schwede auch noch weiter laufen. Außerdem war Tino sich sicher, dass wenn sie jetzt halt machen würden,  er sich mit Sicherheit schlafen legen würde. Auf der anderen Seite hatte er aber noch nicht geschlafen und war deshalb sehr müde. Was tat er denn jetzt? Unsicher starrte er in die Dunkelheit hinein und seufzte kaum hörbar, ohne zu merken das er immer langsamer lief.
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Berwald Oxenstierna
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BeitragThema: Re: We're going home [Der Austritt Schwedens aus der Kalmarer Union 1523]   Di Dez 17, 2013 2:04 am

(ist schon okay ^^)


Eigentlich war Berwald ja gar nicht böse. Ja eigentlich war er sogar ein wenig besorgt, als seine Begleitung plötzlich auf der Nase gelandet war. Aber er konnte eben mit Gefühlen noch nie wirklich richtig umgehen, geschweige denn sie zeigen, so das er seinen üblichen ernsten Blick aufgesetzt hatte. Und eigentlich sollten seine Worte auch nicht böse klingen, er konnte einfach nur nicht seine Sorge in dem Moment richtig ausdrücken, so kam es vielleicht ein wenig harsch und genervt rüber. Aber eigentlich war Berwald nicht wirklich wütend oder anderes. Er war auch nicht genervt, im Gegenteil. Eigentlich war er ja auch froh, das Tino ihn begleitete, denn er hatte ihn ja auch zu Dänemark geschleppt und nun war es nur gut, das sie gleichzeitig wieder diesen seiner Meinung nach schrecklichen Ort verliesen.

Aber erst mal kamen sie ja mal nicht wirklich weit, denn kaum waren sie ein Stück gelaufen, war Tino auch schon hingefallen. Und Berwald wollte einfach auch nur, das er schneller wieder seinen Kram zusammen gekramt hatte, damit sie wieder weiter konnten. Bis ihm dann einfiel, das Tino vielleicht erschöpft sein könnte und deswegen hingefallen war. Also äußerte er seinen Vorschlag, das sie erst noch eine Pause machen konnten, bevor sie weiter gingen. Nein, nein ist schon in Ordnung, wir können noch weiter laufen. So schnell brauche ich keine Pause. Wir sind ja auch noch gar nicht so viel gegangen…“, war allerdings die Antwort von Tino und Berwald war damit nur zu gerne einverstanden. Er wollte ja auch so schnell wie möglich aus dieser Umgebung weg, in der Matthias sie schnell finden konnte. Zwar bezweifelte auch Berwald, das Matthias helle genug im Köpfchen war, um sie jetzt zu finden, weil es ja auch dunkel war und alles, aber dennoch, man konnte ja bekanntlich nie wissen. Also war es nur gut, wenn sie schnell weiter kamen und wenn Tino keine Pause brauchte, konnten sie auch einfach weiter gehen.

Dies tat Tino bereits, denn er ging einfach plappernd voran, was Berwald doch etwas wunderte und er ertappte sich selbst dabei, wie bei ihm die Mundwinkel ein wenig zuckten. Es war ein angedeutetes Lächeln, was allerdings dann doch bald wieder verschwand, als Berwald sich entsann, das der Finne schon ein Stück voraus war. Somit beeilte er sich, ihn wieder einzuholen, was auch nicht wirklich schwer war, da er ja größere Schritte machte. Er hatte bald wieder die Führung übernommen und ging in seinem normalen Tempo durch die Nacht. Das sie schwiegen,machte Berwald nicht wirklich was aus, er war sowieso recht schweigsam, redete nur das nötigste. Das Tino still war, wunderte ihn zwar innerlich ein wenig, aber vermutlich war der einfach müde.

Er ging weiter und irgendwann fiel ihm nicht auf, das Tino Schwierigkeiten hatte, mit ihm Schritt zu halten. Erst,als er zufällig stehen blieb, fiel ihm auf, das Tino nicht vor, nicht hinter und auch nicht neben ihm war. Wo war er? Er drehte sich einmal im Kreis, doch er war nicht zu sehen. Berwalds Augen hatten sich derweil auch an die Dunkelheit gewöhnt, so das es ihm hätte auffallen müssen, wenn Tino noch in Sichtweite gewesen wäre.  „Tino?“; rief er dann in die Dunkelheit hinein und beschloss dann, als niemand antwortete, den Weg zurückzugehen. Immerhin glaubte Berwald ja nicht, das Tino so weit zurückgeblieben war, oder sich gar verlaufen hätte. Bestimmt hätte der Finne da schon auf sich aufmerksam gemacht.

Er ging also den Weg zurück und tatsächlich fand er schon nach kurzer Zeit den Finnen, der wohl doch ziemlich langsam lief. "Okay, wir machen eine Pause..."; sagte er jezt bestimmt und in einem Ton, der keinen Widerspruch duldete. "Sonst schläfst du mir ja noch im Stehen ein..."
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Tino Väinämöinen
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BeitragThema: Re: We're going home [Der Austritt Schwedens aus der Kalmarer Union 1523]   Mi Dez 18, 2013 11:48 pm

Tino fragte sich manchmal, ob Berwald vielleicht die ganze Zeit böse war. Zumindest sah er meistens so aus. Aber kein Mensch konnte durchgehend böse sein, meinte Tino. Anderseits, wenn einem die ganze Zeit jemand wie Matthias auf die Nerven ging…. Dennoch hat Tino ein paar Mal geglaubt so etwas wie den Anflug eines Lächelns auf dem Gesicht des Schweden gesehen zu haben. Wie der Finne es auch drehte und wendete, Berwald war wie ein versiegeltes Buch für ihn. Seine Mimik war undurchdringlich und er sprach dazu auch nicht viel. Das verleitete Tino öfters dazu in seiner Nähe zu reden und zu reden und zu reden. Diese Charaktereigenschaften machten Berwald nämlich zu einem guten Zuhörer. Auch wenn Tino meistens versuchte sich die Nervosität, die ihn manchmal in der Gegenwart des Schweden beschlich, von der Seele zu reden. Manchmal sprach Tino auch über Sachen die ihm ernst waren und er hatte, nicht nur bei Gesprächen zwischen sich und Berwald, sondern auch bei anderen mit Berwald beobachtet, dass der Schwede, wenn er denn was sagte, meistens genau die richtigen Worte fand.

Tino war es auch irgendwie peinlich hinzufallen und seine Sachen auf dem Boden zu verteilen. Klar, so was könnte jedem passieren. Trotzdem, was dachte Berwald denn dann wen er sich da mitnahm?Also tat Tino, was er meistens in solchen Situationen machte. Er lächelte Verlegen und redete viel. So lief er dann auch, als sie alles wieder eingesammelt hatten, vor.
Wenn der Finne nicht so nervös wegen der Situation gewesen wäre, hatte er das bestimmt mit mehr Humor genommen und über sich selbst gelacht. Aber gerade hielt das halt einfach nur auf.

Tino verlor sich in seinen Gedanken und bemerkte zunächst nicht, dass er hinter Berwald zurück viel. Erst als die Stimme des Schweden die Stille der Nacht durchschnitt „Tino?“, der Finne schreckte aus seinen Gedanken auf. Die Stimme des Schweden klang so weit weg. Er sah sich um, konnte seinen Kameraden aber nicht sehen. Panik überkam den Finnen. Wie konnte er nur verloren gehen? Tino sah sich weiter um. Als er sich erneut umdrehte stand aber auch schon Berwald vor ihm. Zuerst äußerte Tino seine Überraschung in einem erstickten Schrei, dann kam der Finne aber nicht umhin erleichtert auszuatmen. Immerhin hatten sie sich wieder gefunden. Bevor Tino sich jedoch für seine Trödelei entschuldigen sollte, meinte Berwald: "Okay, wir machen eine Pause...", Tino nickte langsam während der Schwede fortfuhr: "Sonst schläfst du mir ja noch im Stehen ein...".
„Ja…klar. Lass uns eine Pause machen.“, stimmte Tino ihm zu. Und da der Platz an dem sie waren sich sogar zum Übernachten eignete ging Tino ein Stück vom Weg runter und legte seine Sachen ab. Dann rollte er seinen Schlafsack aus. Während der ganzen Zeit, kam vom Berwald wieder kein Ton. Die Stille machte den Finnen wieder nervös.
„Uhm…“, Tino suchte irgendein Gesprächsthema und fing deshalb einfach an, dass auszusprechen was ihm so um Kopf herum schwirrte. „Ganz schön schwierige Situation, oder? Mit diesen ganzen starken Ländern um uns herum. Sowie Dänemark oder das Königreich Polen-Litauen. Ich bin schon irgendwie besorgt.“ Er hielt kurz inne und vor schnell fort, weil er irgendwie das Gefühl hatte etwas Falsches zu sagen. „Also, also ich meine jetzt nicht wegen dir, sondern so allgemein, äh du weißt schon…Uhm, der Mond ist schön heute, nicht wahr?“ Unsicher lächelte Tino und hatte das Gefühl, es je mehr er sagte, schlimmer zu machen. Warum war Berwald auch so gruselig?
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Berwald Oxenstierna
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BeitragThema: Re: We're going home [Der Austritt Schwedens aus der Kalmarer Union 1523]   Sa Jan 18, 2014 11:50 pm



Es war nicht so, das Berwald sauer auf Tino war, im Gegenteil. Er war nun mal eben ein schweigsamer Geselle, der nur manchmal aus seiner Haut ging. Eben dann, wenn ihn jemand wie Dänemark begegnete un ihn bis aufs Blut reizte mit diversen dummen Sprüchen und anderen blöden Dingen, dann konnte er schon mal ausflippen und die Meinung geigen und dabei auch auf seine Stärke zu vertrauen. Denn Schweden sah sich als starkes Land...beziehungsweise, würde wieder ein starkes Land werden, jetzt, wo er endlich wieder sein eigenes Ding drehen konnte. Aber mal abgesehen davon, war Berwald auch schon immer ruhig gewesen, auf manche wirkte das zwar beängstigend, aber er war noch nie jemand gewesen, der gut kommunizieren konnte. Vor allem nicht, wenn es so um alltägliches ging. Bei politischem sah das anders aus, da konnte er doch schon mal viel reden und diskutieren. Aber so war er sich eben auch unsicher, was er antworten sollte. Vor allem gerade auch bei Tino, dieser redete und redtete und redete ja manchmal ohne Pause. Etwas gegen ihn hatte Berwald auch nicht. Er war eben ein ruhiger Mann und daher wirkte er auf andere auch ein wenig ernst. Vielleicht auch auf Grund seiner Größe, welche Berwald ernster wirken lies. Dennoch blieb er meist sachlich und auch wenn man es nicht ansah oder er es selten zeigte, kümmerte er sich doch um die um sich herum- wenn sie ihm nciht gerade auf den Wecker fielen.

So war es auch mit Tino jetzt, zwar zeigte er es nicht, aber Berwald machte sich doch Sorgen, ob ihm eventuell etwas passiert war, oder ähnliches. Und ein wenig erleichtert war er dann doch schon, als Tino wieder aufstand und seine Sachen zusammensuchte, die herunter gefallen waren. Nachdem sie alles wieder beeinander hatten, konnten sie auch weiter gehen.

Auch wenn Berwald noch ein gutes Stück hätte gehen können, ohne eine Pause zu machen, wollte er doch sehen, das Tino mitkam und nicht zu sehr zurückblieb oder wieder hinfiel, weil er erschöpft war, oder ähnliches. Auch wenn Tino durchaus eigenständig agieren konnte, fühlte sich Berwald nun doch irgendwie dafür verantwortlich, das dieser sicher war. Aber natürlich hatte Berwald keine Augen im Hinterkopf und hatte angenommen, das Tino noch dbei war. Aber er hatte sich geeirrt, denn der andere war doch nach hinten zurückgefallen und nach einiger Suche hatte er ihn auch gefunden. Vom Pause machen an sich war der Schwede nicht begeistert. Zu nah waren sie noch an dem Haus von Matthias dran und der Schwede würde sicherlich die Nacht über mehrr weniger aufmerkam darauf achten, das sie nicht bemerkt werden würden. Eine ruhige Nacht war also undenkbar.

Nun hatten sie also ihr Nachtlager vorbereitet und sich hingelegt. Berwald dachte eigentlich, das Tino so müde war, das er nun schlafen würde und somit sagte er auch nichts, sondern blickte ruhig und leise in den Himmel, da er eh noch nicht vorhatte, zu schlafen. Aber nein, der Finne neben ihm, fing plötzlich an zu plappern. "Ich würde mi da nicht so den Kopf machen. Die wissen nicht, das wir hier unterwegs sind und so spät in der Nacht wird wohl kaum jemand unterwegs sein, zumal das hier ja auch ein wenig abgelegen ist."; sagte er nur und seufzte leicht, als Tino jezt meinte, das er besorgt war. Moment mal, wie war das gewesen? Tino war besorgt wegen ihm? Berwald wusste selbst, das er nicht der gesprächiste war, aber war das ein Grund gleich besorgt zu sein oder hatte Tino Angst vor ihm? Das ging dem Schweden so durch den Kopf, während er Tinos Geplapper lauschte, welcher allerdings jezt sagte, das er wohl nicht wegen Berwald besorgt war. "Es gibt wirklich keinen Grund, besorgt zu sein"; antwortete Berwald, ehe ihm auffiel, das er auch in den letzten zwei Minuten wesentlich mehr gesagt hatte, als den ganzen Abend. Er war wirklich nicht gesprächiger geworden, auch wenn er das Gefühl gehabt hatte, Tino antworten zu müssen. Und was sollte das jezt mit dem Mond? Berwald verstand es nicht so wirklich. "Mh.."; stimmte er daher einfach nur zu. "Aber du solltest jezt wirklich versuchen, ein wenig zu schlafen. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns und du bist sonst immer noch müde dann"; sagte er ernst und schloss dann auch die Augen, weil er nun für alles geklärt hielt.

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