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 You are still alive [11.September 2001, America]

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Alfred F. Jones

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BeitragThema: You are still alive [11.September 2001, America]   Fr Feb 15, 2013 1:44 am

Einstiegspost

[US/UK]


Eigentlich begann der Tag für Alfred so wie immer. Er stand früh morgens auf - gut, diesmal etwas früher als sonst, weil er eigentlich zu einem Meeting der G8 Staaten sollte. Große Lust hatte der Amerikaner da nicht drauf, aber was sein musste, musste nun mal sein. Nachdem sein Wecker geklingelt hatte, stand er etwas murrend aus dem Bett auf. Irgendwie hab ich keine Lust auf die ganzen Deppen, allen voran hab ich keine Lust, Arthur über den Weg zu laufen, dachte er bei sich, während er sich für das Meeting, welches in Washington war, fertig machte. Aber was sein musste, musste eben bekanntlich nun mal sein. Als er seinen Anzug angezogen hatte, frühstückte er ein paar Hamburger - denn die vertrieben bekanntlich Kummer und Sorgen am Morgen.
„Also auf geht’s...“; murmelte er dann schließlich, als es Zeit war, los zu gehen. Es war noch ziemlich früh, und er wollte aber nicht zu spät kommen und sich ein blödes Kommentar von Arthur einfangen. Darauf konnte er nämlich gut und gerne verzichten. Gerade als er den Türe öffnen wollte spürte er aber plötzlich einen stechenden Schmerz in seiner Brust, der sich schnell in seinem ganzen Körper ausbreitete und er musste sich irgendwo anlehnen, weil seine Knie plötzlich das Zittern anfingen und nahe dran waren, nachzugeben.

„Wow...was ist das denn bitte?“; murmelte er verwirrt, während er sich zitternd an die Wand lehnte um nicht umzufallen. Er spürte auch, wie plötzlich die Tränen ihm über die Wange liefen- scheinbar ohne Grund. Doch dann sah er es... vor seinem inneren Auge... Ein Flugzeug, wie es in das World Trade Center krachte. Nun konnte selbst die Wand Alfred nicht mehr stützen. Die junge Nation sank zu Boden, verwirrt, geschockt...überwältigt von dem unbekannten Schmerz, der immer stärker geworden war in den letzten Sekunden.
„Das kann nicht sein...nur ein Unfall..es ist sicher nur ein Unfall..klar, was soll es auch sonst sein..“; murmelte er vor sich und versuchte wieder aufzustehen. „Ich muss zum Meeting..:“; erinnerte er sich selbst daran. Sein Boss würde sich wohl um diesen Unfall kümmern und ihm dann klare Informationen darüber geben, während er sich mit den G8 Staaten rumärgerte. Doch weit kam Alfred gar nicht, denn kaum hatte er sich einigermaßen wieder gefangen und war aus der Tür herausgegangen und hatte ein paar unsichere Schritte in Richtung des Konferenzgebäudes gemacht, spürte er erneut, wie sein Körper unter den Schmerzen erzitterte. Auch wenn New York weit weg war, Alfred spürte und sah alles so, als ob es direkt hier neben ihm passierte. Er hörte die Schreie, sah die Rauchwolken, fühlte die Schmerzen der Menschen, die nun um ihr Leben rannten, während das zweite Flugzeug in das World Trade Center stürzte. Die Schmerzen und die Tränen übermannten Alfred erneut und er sank ein zweites Mal auf die Knie. Er fühlte sich so schwach, so nutzlos, er konnte hier nur stehen und nichts tun-und so langsam wurde ihm auch klar, das es hier alles andere als ein Unfall war. Er wurde angegriffen. Direkt angegriffen und so etwas war der jungen Nation bisher noch überhaupt nicht passiert. Er hatte zwar schon einige Kriege nun geführt und war auch international mit seiner Armee vertreten - aber selbst wenn er da Leute verlor, fühlte dies sich dies ganz anders an, als das jetzt hier. Er wusste grade nicht, wie ihm geschah, so mies wie jetzt, hatte er sich noch nie gefühlt. Womit hatte er das verdient? Was taten sie ihm hier an? Er verstand es nicht....

„Scheiß auf das Meeting...“; murmelte Alfred, der nur noch einen Gedanken hatte....zurück nach Hause und ins Bett, unter die Bettdecke und am besten dort nie wieder raus kommen. Das schien Alfred am vernünftigsten und so kroch er schon auf allen Vieren zurück in seine Wohnung- denn Kraft hatte er im Moment nicht mehr wirklich. Unter größtem Schmerz erreichte Alfred das Bett und legte sich dort hin, zog sich die Bettdecke über den Kopf, rollte sich zusammen, lag nun zitternd da, und hoffte einfach ,das die schrecklichen Bilder auf seinem Kopf verschwanden, das der Alptraum endlich endete. Doch es sollte noch weiter gehen, denn weitere Flugzeuge stürzten ab,eines davon sogar im Pentagon. Und jedes mal wurde der Schmerz, den die junge Nation gerade erlitt größer. Am liebsten wollte er im Moment überhaupt nicht mehr existieren. Dieser Tag hatte einiges in dem jüngsten der Alliierten zerbrochen..im Moment war nicht mehr viel von dem stolzen Land übrig, das aus zwei Weltkriegen als Sieger hervorgegangen war. Alfred kümmerte sich auch gar nicht mehr um das Meeting oder andere Dinge. Er lag nur hier, zusammengerollt unter der Bettdecke, starrte einfach nur vor sich hin- hilflos, gebrochen- verzweifelt.
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Sa Feb 16, 2013 12:51 am

Arthur schnappte sich seinen Aktenkoffer und zog seine Jacke an. Kurz betrachtete er sich im Spiegel und verdrehte die Augen. Nicht etwa weil ihn irgendetwas an seinem Aussehe störte, sondern einfach weil er wenig Lust auf das heutige Treffen hatte. Wenn der verdammte G8 Gipfel wenigstens was bringen würde! Aber im Endeffekt trafen sie sich für mehrere Stunden, stritten fünf davon und beschlossen in den letzten zwei irgendwelche Sachen, die dann auch noch in der Umsetzung scheiterten. Stöhnend ging er zur Tür und trat ins Freie. „Bin dann in zehn Stunden oder so wieder da.“, rief er seinem Freund Flying Mind Bunny noch zu und schloss die Tür hinter sich.
Lustlos trottete der Brite zu seinem Flugplatz, wo ein Privat Jet der Royal Air Force schon auf ihn wartete, 2001 fand das Treffen nämlich in Italien statt. Das Flugzeug flog los und der Brite sah aus dem Fenster. Er hatte auch keine große Lust, die anderen zu sehen, die würden ihm nur wieder alle auf die Nerven gehen.

Dann landete das Flugzeug auch schon und Arthur ging in das Gebäude, in dem das Treffen stattfinden sollte.
Er sah sich um, konnte aber noch niemanden entdecken, was er gar nicht all zu schade fand.
Er betrat den Konferenzraum und stellte zu seiner Überraschung fest das Venziano und Romano bereits da waren, aber sie waren ja auch das Gastgeberland. Nach einer kurzen Begrüßung und nachdem sich die beiden wieder einer Katze zugewandt hatten, mit der sie spielten, setzte sich der Brite auf dem ihm zugewiesen Platz.
Kurz darauf kam, pünktlich auf die Minute Ludwig herein und gesellte sich zu den Italienern.
Nach und nach trudelten auch die andern so langsam ein.
Es fehlten nur noch Alfred, Matthew und Francis. Natürlich kam der dämliche Franzose mal wieder zu spät, ohne sich auch nur dafür zu entschuldigen. Hatten die Italiener sie eigentlich noch alle? Warum war Francis Platzt direkt neben seinem? Jetzt fehlten nur noch Alfred und Matthew und kurz machte Arthur sich Sorgen. Normalerweise wäre Alfred doch schon längst da…Aber vielleicht kam er ja zusammen mit seinem Bruder und der Kanadier war ja auch alles andere als berühmt für seine Pünktlichkeit. Als Matthew dann allerdings ohne Alfred eintraf und Arthurs skeptischen Blick, nicht weniger fragend erwiderte, stutzte der Engländer schon etwas.

Plötzlich wurde die Tür aufgestoßen und ein Mann trat hektisch in den Raum. Er versuchte Fassung zu befahren aber in seinem Gesicht spiegelte sich entsetzen.
„America wurde angegriffen!“, sagte er atemlos. Unsicher blickten sich alle an bis sie anfingen durcheinander zu reden.
„Seit alle still! Wir sehen uns das genauer an. Hier ist ein Fernseher. Ich schlage vor wir sehen mal was in den Nachrichten läuft.“, dieser Vorschlag kam natürlich von Deutschland, von wem auch sonst und die anderen Länder nickten zustimmend. Nur in Arthurs Kopf wurde immer noch versucht zu realisieren America…angegriffen? Aber wer sollte America denn angreifen wollen und warum? Russland hatte seit Jahrzehnten keinen Grund mehr dazu und war ganz nebenbei ja selbst anwesend. Nordkorea vielleicht? Arthur schüttelte den Kopf.

Da schaltete Romano den Fernseher ein, der im Konferenzraum stand.
Und was sie sahen war schrecklich. Die Türme. Leute in Panik. Die Asche, der Staub. Tod.
Alle waren einfach entsetzt unfähig zu begreifen, was sie sahen. Die Flugzeuge…es war grauenhaft.
Irgendwann ging Matthew zum Fernseher und schaltete ihn aus, Tränen in den Augen.
Arthur wusste nicht was er selbst für ein Gesicht zog, auf jeden Fall sahen die anderen ihn besorgt an. Vielleicht hatte er auch ein komisches Geräusch gemacht oder. „Arthur…“, mit beruhigender Stimme kam Francis auf ihn zu, aber da hatte sich der Brite auch schon ohne ein Wort umgedreht und rannte den Flur entlang nach draußen.
Das ist ein Scherz, dachte der Brite mit einem Anflug von Hysterie und gleich spring Alfred um die Ecke und lacht sich über mich kaputt… Aber seine Beine liefen weiter. So stand er auch schon vor seinem Jet.
„Nach America.“, sagte er knapp. Normalerweise setze er immer ein Bitte vor das und ein Danke nach dem was er sagte, aber Arthur war froh überhaupt etwas raus bekommen zu haben.
Vielleicht wusste der Pilot schon bescheid auf jeden Fall nickte er nur und flog los.

Es war der längste Flug in Arthurs Leben. In seinem eigenen Land gab es zwar auch Terroranschläge von diesen bescheuerten Iren, aber nie solchen Ausmaßes.
Immer wieder blitzen Bilder vor seinem geistigen Auge auf. Alfred. Die Türme. Alfred als kleines Kind. Menschen die hinunter vielen. Sein Lächeln. Die Panik.
Es war kaum zum Aushalten. Nach einer gefühlten Ewigkeit waren sie endlich da.
Arthur hoffte auch das Alfred wirklich zuhause war und nicht in New York und lief auf das Haus zu.


Die Tür stand einen Spalt offen. Irritiert und zunehmend besorgt trat der Brite ein.
„Alfred?“, rief er. War er vielleicht doch in New York? Arthur schaute in mehrere Zimmer, bis er zum Schlafzimmer kam.
Unter der Bettdecke bewegte sich was. Besorgt ging Arthur zu ihm. „Alfred?“, fragte und versuchte nicht allzu zitterig zu klingen.
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Alfred F. Jones

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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Sa Feb 16, 2013 1:57 am

Alfred wusste nicht, wie lange er unter der Bettdecke verweilte. Er wusste nicht, welche Tageszeit war, er wusste gar nichts. Sein Kopf war vollkommen leer. Er hatte auch keinen Hunger, oder Durst. Er war vollkommen fertig mit den Nerven. Und mit der Welt sowieso. Was die anderen Länder dachten, wollte er sich gar nicht vorstellen. Die wussten vermutlich schon längst bescheid und feierten irgendwo eine große fette Mega Party, weil sie sich freuten, das America auch mal eines auf den Deckel bekam. Vermutlich würde Arthur sogar ne Flasche Sekt springen lassen und einen Freudentanz aufführen.
Ja Alfred hatte im Moment eigentlich nur düstere Gedanken. Etwas anderes zu denken, war er gar nicht fähig, zu grauen haft waren die Bilder, die sich auch immer wieder in seinem Kopf abspielten. Wie als wenn jemand immer wieder einen Film zurückspulte und dann eine Stelle wieder abspielte. Aber es war kein Film. Es war die Realität, denn die Schmerzen und die Trauer, das Leid, was er gefühlt hatte- und immer noch fühlte, war echt. Zu echt. Warum hatte man ihn angegriffen? Er verstand es immer noch nicht. Sicher, es gab einige Länder, die wirklich gegen America waren, die ihm wirklich Hass entgegenbrachten. aber es hatte doch keinerlei Anzeichen für einen Angriff gegeben.


In der Zwischenzeit hatte auch Alfreds Boss angerufen,doch Alfred hatte nicht vernünftig mit ihm spechen können, weil seine Stimme zitterte und ab und an auch mal einfach weggebrochen war. . Inzwischen war klar, es war ein Terroranschlag gewesen. Das World Trade Center war in sich zusammen gefallen. Existierte einfach nicht mehr. Es war einfach nicht mehr da. Noch gab es zwar keine offiziellen Todeszahlen, aber Alfreds Boss meinte wohl schon, das es sicher nicht wenige sein würden. Blödmann, dachte Alfred bei sich, während er nach dieser Aussage seines Bosses das Handy wieder weg legte und sich wieder unter die Decke verkroch. Er wollte gar nichts mehr hören von all dem. Er wollte jetzt einfach sofort aus diesem Alptraum aufwachen. Sofort. Zwar waren die Schmerzen nicht mehr so schlimm, wie in den Momenten, in denen die Flugzeuge in das World Trade Center oder in das Pentagon geflogen waren, aber dennoch litt Alfred in dem Moment gerade sehr. Für ihn war das defintiv ein schwarzer Tag. Wohl der schwärzeste bislang. Er verstand auch weiterhin den Sinn hinter dem ganzen nicht. Warum mussten so viele Menschen sterben?


Irgendwann hörte er etwas. Eine Stimme. Sie durchbrach die Stille des Hauses sprach ihn direkt an. Im ersten Moment konnte Alfred die Stimme nicht zuordnen, dafür brauchte er einen Moment. Schließlich erkannte er, das die Stimme zu Arthur gehörte. Was wollte der denn hier? Wollte er sich erfreuen, an dem Leid, welches die junge Nation gerade durchlitt? Wollte er mit dem Finger auf ihn zeigen und sagen 'Haha, das hast du verdient, Idiot' Immerhin war Alfred mit Arthur ja auch nicht gerade nett umgesprungen, vor allem im Unabhängigkeitskrieg nicht. Da hatte er ihn richtig fertig gemacht. Gründe genug, ihn einfach auszulachen, hätte Arthur somit genug. "Was willst du hier?"; fragte er schließlich, nachdem er sich eine Weile Zeit gelassen hatte, sich bemerkbar zu machen. Er bemühte sich zwar, mit fester Stimme zu sprechen, doch so ganz wollte ihm das nicht gelingen. Denn seine Stimme war doch ziemlich leise und auch nicht wirklich zitterte immer noch leicht. "Wenn du gekommen bist, um mich zu verspotten, kannst du gleich wieder gehen...", Er glaubte im Moment einfach nicht daran, das ihm irgendjemand Unterstützung geben würde. Er fühlte sich im Moment so ziemlich alleine und hilflos.

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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Mo Feb 18, 2013 12:56 am

Immer noch sehr besorgt sah Arthur auf das Bündel Bettdecke vor ihm.
Gleichzeitig war er aber auch etwas erleichtert, dass Alfred hier, in seinem Schlafzimmer war und nicht etwa in einem der Türme gewesen ist oder Ähnliches und jetzt den Umständen entsprechend relativ unversehrt in seinem Bett lag.
Zögerlich trat er noch einen Schritt auf ihn zu.
Arthur konnte sich vorstellen, dass diese Situation für Alfred der blanke Horror sein musste und doch konnte er es nicht.
Alleine der Gedanke sich vorzustellen wie ein Flugzeug in den Buckingham Palace reinfliegen würde, jagte ihm einen Schauder den Rücken hinunter. Und wäre bis vor kurzem auch undenkbar für ihn gewesen, aber jetzt schien alles möglich.
Dieser Angriff auf America stellte die Sicherheit der kompletten Welt in Frage.


„Was willst du hier?“, fragte Alfred. Meinte er das ernst? Sollte Arthur ihn einfach damit alleine lassen? Es war zwar das erste Mal, dass Alfred so etwas Schlimmes passiert ist, aber Arthur hatte ihn schon immer so eingeschätzt, dass er dann jemanden brauchte der ihn dann tröstete und das er seinen Unmut äußern musste und sich nicht wie der Brite selbst manchmal, der sich selbst einfach schweigend auf seine Insel zurück zog.
"Wenn du gekommen bist, um mich zu verspotten, kannst du gleich wieder gehen...", fuhr der Amerikaner fort. Ungläubig sah Arthur ihn an. Unter anderen Umständen hätte er ihm ordentlich Kontra gegeben, aber jetzt konnte Alfred ja mehr oder weniger gar nichts dafür was er sagte.


Nach einem erneuten Zögern setzte sich Arthur zu ihm auf das Bett und zog sanft die Bettdecke von seinem Kopf herunter.
Mit beruhigender und freundlicher Stimme antwortete er: „Keiner wird dich verspotten.“
Der Brite bemühte sich seine Besorgnis zu verbergen.
„Alles in Ordnung mit dir? Hast du Schmerzen oder so etwas?“
. Ihn selbst trafen die Bilder die er gesehen hatte sehr hart. Verdammt sie hätten ihn sogar hart getroffen, wenn das in Frankreich passiert wäre!
Und er hatte es nur in den Nachrichten gesehen und es war nicht in seinem eigenen Land passiert. Wie Alfred sich jetzt fühlen musste…
„Kann ich vielleicht irgendwas für dich tun?“, fragte Arthur noch.
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Alfred F. Jones

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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Mo Feb 18, 2013 7:42 pm

Auch wenn Alfreds Kopf noch immer unter der Bettdecke war, merkte er, wie sich Arthur zu ihm auf das Bett setzte und zwei Sekunden später war auf einmal seine Decke weg. "Nein, nicht die Decke weg ziehen.."; murrte er und klang eher wie ein kleines Kind, das morgens nicht aufstehen wollte. Er hatte sich hier unter die Decke geflüchtet, weil er gehofft hatte, hier sicher zu sein , hatte Schutz gesucht, hatte gehofft, wenn er sich nur lang genug hier versteckte, würde alles wieder gut werden. Und hier unter der Decke konnte man alles viel leichter als bösen Alptraum sehen und sich einreden, das die Welt noch in Ordnung war, wenn man wieder aufwachte.

Aber es war nicht vorbei, es war auch kein Traum. Es war die Realität, denn die Leere und der tiefe Schmerz in seinem Inneren, die Alfred in sich spürte, bewies das. Was aber am meisten schmerzte, war die Erkenntnis, das auch America nicht unverwundbar war.America, dem Land, das sich immer für unangreifbar gehalten hatte, diesem Land war das Gegenteil bewiesen worden. Und Alfred konnte damit einfach nicht umgehen. Er verbarg sein Gesicht im Kissen, denn in Wahrheit schämte er sich auch ein klein wenig vor Arthur, der nun sah, wie schwach America sein konnte. Das wollte Alfred nicht. Er wollte, dass ihn weiterhin alle als große starke Nation sahen und nicht so. Das die Welt sah, das auch America nicht perfekt war und angreifbar, tat fast noch mehr weh, als die Schmerzen welche der Terroranschlag verursacht hatte.

Erst als Arthur meinte, dass ihn niemand verspotten würde, drehte er sich um und sah Arthur das erste mal an, seit dem dieser hier war. In Alfreds Augen zeigte sich deutlich, was dieser in seinem Inneren fühlte, die Verzweiflung und den Schmerz, die Ratlosigkeit, so das sich die Antwort auf diese Frage wohl erübrigt hatte. "Ich weiß nicht mehr, wie es weiter gehen soll..."; flüsterte er leise. "Ich weiß es wirklich nicht...." Gestern noch hätte er jeden, der ihm erzählen würde, er würde vor Arthur zu geben, er wüsste nicht mehr, wie es weiter geht, ausgelacht und in die nächste Klapsmühle einweisen lassen. Aber so schnell konnte es sich ändern. So schnell war man unten, so schnell konnte die eigene Welt zusammenbrechen. Gestern noch der Held- und heute.....nichts....

„Kann ich vielleicht irgendwas für dich tun?" Auf diese Frage hätte Alfred am liebsten geantwortet 'Tritt diesen verdammten Pennern sonstwohin' Damit wäre ihm wohl am ehesten geholfen. Aber noch wusste man nicht, wer hinter den Anschlägen steckte und man konnte ja schlecht die ganze Welt verdächtigen oder angreifen, nur weil man den Feind noch nicht kannte. Außerdem glaubte Alfred, das selbst Arthur nicht wirklich etwas ausrichten konnte, auch, wenn es wünschenswert gewesen wäre. Arthur konnte auch nichts rückgängig machen, auch wenn er älter war als Alfred. "Könntest du mir einen Tee machen?"; fragte er leise statt den Antworten, die er eigentlich aussprechen wollte. Vielleicht half ihm das ja ein wenig, dass er sich beruhigte.
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Di Feb 19, 2013 1:30 am

"Nein, nicht die Decke weg ziehen...", meinte Alfred als Arthur die Decke trotzdem wegzog. Wahrscheinlich hätte das den Briten an früher erinnert, als Alfred noch klein war und er hätte ihn vielleicht sogar etwas damit aufgezogen, aber diesmal war die Situation zu ernst und Arthur unterdrückte ein Seufzten.
Mit wachsender Besorgnis betrachtete er den Amerikaner und versuchte abzuschätzen, wie schlecht es ihm jetzt wirklich ging, aber Alfred versteckte sein Gesicht im Kopfkissen, was dies nicht einfacher gestaltete.

Arthur rutschte etwas näher an ihn heran. Etwas unbeholfen zunächst strich er Alfred über den Rücken. Er sagte nichts von dem Blödsinn wie ‘alles wird wieder gut‘ weil er das für bescheuert hielt.
Es gab nichts das gut werden konnte. Die Leute waren tot und das konnte nicht mehr geändert werden. Und es war gezeigt, dass jedes Land der Welt, ja selbst America angreifbar war. Was wahrscheinlich einer der Gründe war, warum Alfred sich schlecht fühlte. Das Ganze war so unglaublich schrecklich das sogar der Brite noch geschockt war, und das obwohl er selbst schon viel gesehen hat und es nicht mal in seinem eignem Land passiert ist. Dafür fand er Alfreds Reaktion bis jetzt irgendwie fast…naja vernünftig. Vernünftig in dem Sinne das zum Beispiel nicht komplett ausgerastet und den Terroristen vor die Haustür marschiert ist um einen Krieg anzufangen.

Dann sah Alfred ihn doch an und so einen Blick hatte Arthur noch nie bei ihm gesehen. Für einen Moment erwiderte der Brite den Blick überrascht, bis sein Gesichtsausdruck sehr weich wurde.
Jetzt hätte er doch am liebsten gesagt, dass alles wieder gut wird. Aber dann meinte Alfred, dass er nicht wisse wie es weiter gehen soll. Arthur überlegte. Vorsichtig antwortete er: „ Zuerst ruhst du dich etwas aus und dann…“, ja und dann? Sollte er ihm jetzt sagen: und dann machst du weiter wie bisher? Diese Antwort erschien Arthur in dem Moment nicht angebracht, auch wenn es letztendlich darauf hinaus laufen würde. „Und dann schauen wir mal.“, beendete der Engländer seinen Satz.

Schließlich antwortete Alfred auf Arthurs frage ob dieser nicht einen Tee machen könnte.
Arthur nickte, „Natürlich. Ich bin sofort wieder da.“, mit diesen Worten huschte er in die Küche und kam kurz darauf mit einem Tablett zurück ins Zimmer. Er hatte außer Tee n noch ein paar Süßigkeiten mitgebracht, vielleicht holte er hinterher auch noch etwas Eiscreme.
Im Moment wollte er zunächst Alfred nicht so lange alleine lassen und stellte das Tablett auf den Nachttisch, bevor er sich wieder auf das Bett setzte.
„Wieder da.“, sagte er überflüssiger Weiße um keine unangenehme Stille aufkommen zu lassen, in der Alfred weiter darüber nachdenken konnte, was passiert ist.
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Alfred F. Jones

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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Di Feb 19, 2013 1:20 pm

Arthurs unbeholfener Versuch, ihn etwas zu trösten, in dem er ihm über den Rücken strich, schien Alfred tatsächlich zu helfen. Es war irgendwie gut zu wissen, das er nicht alleine war und er rechnete es dem Briten auch irgendwie an, das er da war, obwohl er natürlich auch sagen könnte
'Ne , geht mich nix an. War ja nicht bei mir oder in Europa'.
Der Amerikaner blieb eine Weile noch einfach so liegen, bis er sich dann doch entschied, sich umzudrehen. „Ich seh furchtbar aus....weiß schon..“; murmelte er, als er Arthurs überraschten Gesichtsausdruck sah. Aber der Brite hatte noch Glück, dass er ihn erst jetzt gesehen hatte und nicht vorher, als die Anschläge direkt waren. Da hatte er bestimmt noch schlimmer ausgesehen.

Arthurs Antwort auf seine doch verzweifelten Worte war, dass er sich zu erst mal ausruhen sollte. Das war leichter gesagt als getan, denn Alfred fand im Moment sowieso keine Ruhe. Wenn er die Augen schloss, sah er immer wieder ein Flugzeug in das World Trade Center stürzen. Es war wohl alles einfach noch zu frisch, als das er sich wirklich beruhigen konnte. Und Alfred hatte aus dem Grund noch nicht mal den Terroristen angedroht, sie bis ans Ende ihrer Tage zu verfolgen, weil er einfach selbst noch nicht wirklich begriffen hatte, was passiert war. Sicher, es gab inzwischen klare Fakten was passiert war, aber Alfred musste die dennoch erst mal verinnerlichen, sie verstehen und den Schmerz überwinden, der ihn gerade am Boden hielt. Irgendwann, wenn er sich einigermaßen wieder gefasst hatte, würde er den verdammten Terroristen schon mal die Meinung geigen. Aber soweit war es noch lange nicht. Im Moment war Alfred zu gar nichts in der Lage, er musste erst mal mit all dem klar kommen.
„Mh....“; antwortete er daher nur, als Bestätigung, das er die Worte des Briten wahrgenommen hatte. Es war wirklich leichter gesagt, als getan, aber wenigstens lies Arthur nicht die Standardsprüche ab, wie 'alles wird wieder gut'. Das würde es nämlich nicht. America würde sich verändern. Das spürte Alfred irgendwie.

„Danke...“; murmelte Alfred, als Arthur sich bereiterklärte, ihm einen Tee zu holen. Seufzend blieb der Amerikaner im Bett liegen und starrte einfach nur an die Decke, bis Arthur wieder kam. Er wandte seinen Blick wieder zu dem Briten, als dieser verkündete, das er wieder da war. Der Amerikaner richtete sich ein wenig auf und er Blick des jungen Mannes fiel auf das Tablett und er nahm sich dann die Tasse um einen Schluck von dem heißen Getränk zu trinken. Natürlich vorsichtig, er hatte schon genug Schmerzen, da wollte er sich nicht noch an dem heißen Tee die Zunge verbrennen. Wobei, das würde auch nichts mehr ausmachen.

Während Alfred trank fiel ihm plötzlich das Meeting wieder ein, welches er ja versäumt hatte. „Was ist eigentlich bei dem Meeting rausgekommen? Irgendwas, was ich wissen sollte?“; fragte er, auch um sich selbst ein wenig abzulenken um nicht über die Anschläge reden zu müssen.
„Ich hab irgendwie verpeilt, dass das in Italien ist“; gab er zu und trank noch einen Schluck. Der Tee wärmte und half tatsächlich ein bisschen, die Nerven zu beruhigen. „Dachte das wäre in Washington und bin daher auch nicht in den Flieger gestiegen.....wobei ich ja nicht mal, bis nach Washington gekommen bin..“, murmelte er leise. Normal würde er niemals zu geben, wenn so etwas war. Dann kam er vielleicht zu spät und so, aber zugeben würde er es nicht. Aber heute, war sowieso alles egal. Und vielleicht war es auch ganz gut so, das Alfred nicht in ein Flugzeug gestiegen war.
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Do Feb 21, 2013 1:53 am

Alfred meinte er sähe furchtbar aus, worauf Arthur nur leicht den Kopf schüttelte. Wie sollte man in so einer Situation schon aussehen? Dafür hielt America sich noch recht gut. Eigentlich zu gut und Arthur trug Sorge, dass das Schlimmste vielleicht noch bevor stand. Nicht in New York. Nicht im World Trade Center. Aber hier, mit Alfred. Denn jetzt stand er, wie der Rest der Welt auch eigentlich, noch unter Schock. Aber wenn der Schock erst nach ließ, sah Arthur zunächst zwei Möglichkeiten, wie Alfred reagieren könnte. Die eine wäre blinde Wut, die sein sowieso schon unberechenbares Verhalten nur noch unberechenbarer gestalten würde, wodurch man nicht mal Kriegserklärungen ausschließen könnte.
Die andere Möglichkeit wäre wohl eine tiefe Depression in der der Amerikaner versinken könnte.
Und auch wenn Arthur Alfred schon sehr lange kannte, war es doch das erste Mal, dass America so etwas furchtbares passiert war, weswegen der Brite einfach schlecht abschätzten konnte, wie Alfreds Reaktion letztendlich ausfiel. Vielleicht auch komplett anders, als er wartete?
Und plötzlich hatte der Brite etwas Angst vor Amerikas Reaktion.
Und das war der Moment, in dem Arthur beschloss Alfred nicht mehr von der Seite zu weichen.
Also fürs Erste, zumindest so lange, bis es ihm wieder besser ging. Er würde sich auch nicht wegschicken lassen.

Klar, irgendwann würde Alfred sich wieder fangen, ganz gleich, wie er mit der Situation umgehen würde, denn, und so hart es auch klang, aber das Leben ging weiter.
Das hatte der Brite am eigenen Leib erfahren, nämlich damals als er den Unabhängigkeitskrieg verloren hat. Er war so verzweifelt gewesen, dass ihm einfach alles egal gewesen ist. Sie hätten ihn gleich, noch in der roten Uniform, lebendig begraben können, es hätte ihn nicht gekümmert.
Aber er war auch ganz alleine gewesen. Und Arthur wollte nicht, dass Alfred sich so fühlte. Nicht eine Sekunde. Er war nicht alleine. Arthur würde ihm nicht von der Seite weichen und ihm der Freund sein den Alfred jetzt brauchte, denn er verdiente.
Alfred bedankte sich kurz und meinte auf die Bemerkung des Engländers nur „hm“, also blieb er zunächst ziemlich wortkarg, was für ihn so schrecklich untypisch war und das machte den Briten fertig.

Plötzlich fragte Alfred aber nach dem Meeting, Arthur sah zu ihm und ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen.
„Ach das war wie immer…“, fing er an zu erzählen. „Die Hälfte kam zu spät und der übliche Mist halt…“
Alfred fuhr fort und erklärte warum er nicht gekommen war und auch Arthur war unglaublich froh das Alfred nicht in ein Flugzeug….Nein. Den Gedanken wollte er gar nicht zu Ende denken.
Arthur unterdrückte das Verlangen den Kopf hin und her zu schütteln bis alle diese Gedanken verschwunden waren und hielt irgendwie sein schiefes Grinsen aufrecht.
„Und da wir beide jetzt auch nicht da waren, werden die eh nichts auf die Reihe gekriegt haben.“, ergänzte Arthur seine Aussage zu dem Meeting noch.
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Alfred F. Jones

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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Do Feb 21, 2013 10:32 pm

Alfred hörte zu, während Arthur von dem Meeting erzählte. Natürlich. Als ob da etwas zu Stande gekommen wäre. Das wäre ja dann wohl das 8. Weltwunder oder so was. Da hatte er ja nun wirklich nicht viel verpasst. Und irgendwo war auch Alfred froh, das er das Meeting verplant hatte. Denn es wäre sicher eine noch größere Schmach für ihn gewesen, wenn Francis und die anderen ihn gesehen hätten, wie er zusammengebrochen war.
So hatte das zumindest niemand gesehen, denn zum Zeitpunkt der Anschläge war er alleine gewesen. Zwar bekamen sie nun mit, wie schlecht es America im allgemeinen ging, durch die Nachrichten, aber Alfreds persönlichen Zustand sah im Moment nur Arthur.
Und das reichte auch. Keiner von den anderen sollte ihn so sehen. Da hatte der Amerikaner doch noch seinen Stolz. Und vermutlich hätte auch nicht mal Arthur diesen Zustand zu sehen bekommen, wenn er nicht persönlich hier hereingeschneit wäre.
Auch, wenn er absolut nicht in der Stimmung dafür war, zeigte sich doch ein Lächeln auf seinem Gesicht nach den Worten des Briten. Allerdings war es ein trauriges Lächeln, nicht so, wie man es sonst von ihm gewöhnt war. Normalerweise war er laut und fiel auf, wie ein bunter Hund in rot karierten Socken, aber heute war er zurückhaltend, still, in sich gekehrt.
Aber gut, es war auch kein Wunder, nachdem, was geschehen war. „Da würde ich sogar drauf wetten, das die nichts hinkriegen...“; murmelte Alfred, nachdem Arthur gemeint hatte, das die anderen ohne sie beide auch nicht wirklich was hinbekommen würden. Gut, Ludwig würde vielleicht ein wenig Ordnung in das Chaos bringen, aber im großen und ganzen würde es nichts bringen...

Nachdem er gesprochen hatte, hatte Alfred den Tee leer getrunken und stellte die Tasse wieder zurück auf das Tablett. Auf dem Nachttisch lag auch noch sein Handy, welches auf einmal wieder anfing zu bimmeln. Skeptisch warf der Amerikaner einen Blick auf das Display und erkannte die Nummer von seinem Boss.
Klasse, was wollte der denn schon wieder? Vermutlich ihn wieder mit irgendwelchen Dingen zutexten, die die Anschläge betrafen. Oder am Ende wollte er ihn dazu bringen, das er heute noch arbeitete oder sonstige unangenehme Dinge.
Darauf hatte Alfred heute einfach keinen Nerv. Er ertrug es heute einfach nicht, von irgendwem mit irgendwas vollgelabert zu werden oder allgemein unter Menschen zu sein. Selbst Arthur ertrug er nur, weil dieser ihm ausnahmsweise mal nicht auf die Nerven ging, wie sonst. Es war merkwürdig... aber insgeheim war er doch froh, das er derjenige war, der hier bei ihm war, der ihm in seinen schwersten Stunden nicht alleine lies. Jeden anderen hätte er wohl schon längst rausgeworfen..
Alfred fragte sich aber, warum Arthur das tat. Glaubte er doch, das Arthur ihm den Unabhängigkeitskrieg immer noch nachtrug und sauer auf ihn war. Aber fragen wollte er ihn nun auch nicht so einfach...
Er verlor sich ein wenig in Gedanken, doch das Handy klingelte weiter und erst nach vielleicht knapp einer Minute schien Alfred darauf zu reagieren.
„Dummes Ding, hör auf damit..“ , murmelte er schließlich, denn es hatte ihn aus den Gedanken gerissen. Er lehnte den Anruf ab und schmiss das Teil in die nächste Ecke. Es war ihm egal, ob es dabei kaputt gehen würde, oder nicht. Hauptsache, es nervte ihn nicht mehr.
Dann verbarg er plötzlich das Gesicht in seinen Händen, fast, als hätte das Handy klingeln einen Schalter umgelegt und ihn wieder an die Ereignisse des Tages erinnert...
„Warum kann das nicht alles einfach nur ein verdammter Alptraum sein“;
Wenn er als Kind schlecht geträumt hatte, wäre er einfach zu Arthur ins Bett gekrochen, dieser hätte ihm gut zu geredet und alles wäre wieder gut gewesen. Jetzt wünschte er sich, diese Situation wäre genauso einfach zu handhaben.
Aber das war sie nicht. Es war wohl die schwerste Situation, mit der America bislang zu kämpfen hatte und es war auch kein Wunder, das Alfreds Zustand alles andere als ausgeglichen war. Hatte er vor wenigen Minuten noch ruhig und gefasst gewirkt,war es nun wieder das Gegenteil. Nun wirkte er wieder so, wie jemand, dem die ganze Situation einfach zu viel war.
„Ich frage mich, ob das meine Strafe ist....dafür, das ich immer so hoch hinaus will.....“; murmelte er noch und seufzte leise.. Wer hoch hinaus wollte, der fiel auch tief....und Alfred glaubte wirklich, das irgendjemand -wer auch immer- ihn dafür bestrafen wollte, wie er eben war.
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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Fr Feb 22, 2013 2:44 am

Alfred hörte zu und Arthur war froh, ihn wenigstens einen Moment lang ablenken zu können und übertrieb extra etwas bei seinen Erzählungen.
Als Alfred ihn dann allerdings so traurig anlächelte, versetzte es dem Briten einen Stich. Alfred sollte nicht so gucken. Dieses traurige Lächeln stand ihm nicht. Es sah so aus, als ob Alfred gerochen wäre und für einen Moment bangte Arthur, dass der Alfreds normales Lächeln nie wieder auf seinem sonst so fröhlichen Gesicht sehen würde.
Natürlich, manchmal war es nervig. Alfred lächelte und grinste fast durchgehend und lachte über jeden Blödsinn. Er lachte sogar wenn er irgendwelche Fehler machte. Außer vielleicht wenn er einen seiner dämlichen Horrorfilme sah.
Aber so unsinnig und nervig das auf der einen Seite auch war do aufbauend war es auf der andern Seite. Als sie als Alliierte im Weltkrieg gestanden haben und eine Schlacht verloren war und Arthur glaubte, das wäre das Ende und er anfing zu zweifeln ob sie noch gewinnen würden, hatte Alfred gegrinst, gelacht und gemeint sie schaffen das schon. Und das hatten sie letztendlich auch.
Und Arthur würde alles tun das Alfred sein Lächeln wiederbekam, koste es was es wolle.

Auf Alfreds Bemerkung, dass er darauf wetten würde, dass sie nichts hinkriegen, nickte der Brite nur.
Es schien auf den ersten Moment wie ein normales Gespräch zwischen ihnen beiden, aber es wirkte nicht echt. Es wirkte aufgesetzt und aufgezwungen. Aber es war wohl besser als eine bedrückende Stille. Und der Schock saß beiden ja immer noch tief in den Knochen. Und Arthur verstand durchaus warum Alfred seine Gefühle nicht offen aussprach. Sie beide hatten eine ereignisreiche Vergangenheit hinter sich und manchmal war es außerdem schwer Gefühle in Wörter zu packen.
Arthur wartete nur auf den Moment in dem Alfred wirklich auf die Ereignisse reagierte.
Und er würde da sein. Würde für Alfred da sein.

Plötzlich klingelte Alfreds Handy, aber der Amerikaner machte keine Anstalten ran zu gehen.
Fragend sah Arthur zu ihm, bis dieser das Handy plötzlich in die Hand nahm, den Anrufer wegdrückte und das Ding in die nächste Ecke warf wo es klappert zu Boden viel. Arthur konnte nicht sagen ob es kaputt war oder nicht, aber das war auch egal.
Dann verbarg Alfred sein Gesicht in den Händen und fragte warum nicht alles nur ein Albtraum sein könnte. Was sollte Arthur darauf erwidern? Das die Welt grausam war? Das sie scheiße war? Das es ihn unter Umständen sogar noch schlimmer hätte treffen können und auch immer noch kann?
Er setzte sich neben Alfred und hörte zu wie dieser sprach. Der Brite erschrak über Alfreds Gedankengang, dass es eine Strafe für ihn war. Er suchte wie viele Opfer die Schuld bei sich selbst.
Arthur schüttelte leicht den Kopf und nahm nach kurzem Zögern Alfred dann einfach in den Arm. Weil er glaubte das Alfred das jetzt brauchte. Und weil er, wäre er in der Situation gewesen auch gerne in den Arm genommen worden wäre. Es war einfach gut, wenn man wusste, dass man nicht alleine war. Der Kleine hatte außerdem früher mit ihm in einem Bett geschlafen, da konnte er ihn ruhig in den Arm nehmen.
„Du kannst überhaupt nichts dafür.“, sagte Arthur beruhigend, aber bestimmt.
„Du nicht. Und das ging auch nicht gegen dich persönlich. Das ist einfach eine Gruppe von sehr bösen und dummen Menschen gewesen, keiner hätte das kommen sehen, oder verhindern können.“
Immerhin waren auch die Attentäter tot, dachte Arthur mit einem Anflug seines bekannten schwarzen Humors. Allerdings war ihm bewusst, dass die eigentlichen Drahtzieher noch da draußen waren und immer noch eine Gefahr für Alfred darstellten. Und Gott oder Allah oder wer auch immer gnade denen, dass Arthur sie nicht in die Hände bekam.
Aber das war etwas anderes. In erster Line war es jetzt wichtig sich um Alfred zu kümmern.
„Möchtest du Icecream oder so was?“, fragte er Alfred.
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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Sa Feb 23, 2013 2:06 am

Ein wenig überrascht, blickte Alfred zu dem Engländer, als er spürte, wie dieser ihn in den Arm nahm. Er hatte nicht damit gerechnet, denn immerhin war es ja doch ein paar Jährchen her, das der Brite ihn einfach so freiwillig in den Arm genommen hatte. Damals war er noch klein gewesen und es war, bevor dieser Graben zwischen ihnen aufgetaucht war, der durch den Unabhängigkeitskrieg entstanden war.
Und wieder fragte sich Alfred, warum Arthur hier war. War er hier, weil die anderen Länder ausgelost hatten und Arthur die Niete gekriegt hatte, und sich nun um ihn kümmern musste? Alfred konnte es sich fast bildlich vorstellen, wie die übrigen G8 Staaten Zettelchen zogen und Arthur ein mürrisches Gesicht zog, weil er die Niete gezogen hatte und nun zu America musste. Oder sorge er sich wirklich ernsthaft um ihn?
Wie der Brite nun wirklich zu ihm stand, konnte er nie einschätzen. Tatsache war aber, das die Kluft, die sich zwischen ihnen seit dem Unabhängigkeitskrieg aufgetan hatte, immer noch existierte. Er merkte das immer ganz deutlich, wenn Arthur immer mal wieder gegen ihn stichelte, wenn ihm sein Englisch nicht britisch genug war.
Alfred stichelte zwar dann zurück und meistens endete dies in einer größeren 'Debatte', naja wohl eher Streit, in dem Alfred immer merkte, wie sehr sie sich doch voneinander entfernt hatten.
Als er kleiner war, hatte es schließlich nie so etwas gegeben.
Aber wie auch immer. Egal aus welchem Grund auch immer Arthur nun hier war, er war hier und Alfred lies sogar zu, das er ihn zu sich in die Arme zog, obwohl er eigentlich niemanden hatte sehen wollen heute. Nachdem er einen kurzen Moment gezögert hatte, schmiegte er sich ein wenig an Arthur heran und verbarg sein Gesicht an seiner Schulter.
Dabei hörte er zu, wie er versuchte, ihm zu versichern, dass es nicht seine Schuld war. Er würde es gerne glauben. Er würde ihm wirklich gerne glauben, aber irgendwie schaffte es Alfred nicht, das an sich heranzulassen. Er schüttelte leicht den Kopf. „Ich versteh immer noch nicht warum“ murmelte er seufzend.. „Hätten die das dumme Flugzeug nicht einfach in einen See fallen lassen oder gegen einen Baum oder Ziegenstall fliegen lassen können“; murmelte er leise, während er sich mehr an Arthur kuschelte. Seine Nähe tat wirklich gut, sie war beruhigend, wie der Amerikaner feststellte.
Und er hätte das nie erwartet, dass ihm diese Umarmung eine gewisse Sicherheit gab und vor allem das Gefühl vermittelte, er musste mit dem ganzen nicht alleine fertig werden. Denn trotz Arthurs Anwesenheit war er sich bisher dessen nicht sicher gewesen. Und egal was Arthur letztendlich von ihm dachte, er würde ihm hier zur Seite stehen und diese Erkenntnis lies ihn sich schon ein klein wenig weniger verzweifeln. Arthur war im Moment für Alfred so was wie ein Rettungssanker, an den man sich klammerte um nicht ganz zu verzweifeln oder unterzu gehen.
Als Arthur ihn fragte, ob er Eiscream haben wollte, überlegte er. Einerseits merkte er doch langsam das er Hunger bekam, andererseits wollte er auch gerade seinen Rettungsanker nicht los lassen. Aber vielleicht half so ein bisschen Eis ja auch. „Eiscream wäre toll“; murmelte er und blickte zu Arthur hoch und sah ihn ein wenig bittend an.
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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   So Feb 24, 2013 3:12 am

Arthur war irgendwie froh, dass Alfred ihn nicht weg stoß, als er ihn in den Arm genommen hat.
Das hätte durchaus passieren können und natürlich wäre er dem Amerikaner nicht böse dafür gewesen. Trotzdem war er irgendwie erleichtert und so saßen sie einfach Arm im Arm auf dem Bett. Was sollten sie denn auch sonst tun?
Okay es gab Schwierigkeiten zwischen ihnen beiden, aber man sollte in solchen Zeiten für einander da sein. Alfred wäre auch zu ihm gekommen, wenn so etwas bei ihm passiert wäre, da war Arthur sich sicher.
Ab und zu sah der Brite zur Tür. Warum kam eigentlich keiner der anderen? Ein wenig ärgerte ihn das, Alfred wäre auch sofort zu jedem von ihnen gegangen um zu helfen. Das tat er immer. Sogar dem Russen würde er helfen und von denen hielt es jetzt keiner für nötig anzutanzen? Idioten, Arthur mochte Europa manchmal einfach nicht.
Aber irgendwie fand er es gar nicht so schlecht das die anderen weg blieben. Sollten die doch bleiben, wo der Pfeffer wächst. Alfred ging es gerade schlecht, er hätte wahrscheinlich eh nicht gewollt das ihn alle so sahen.
Traurig hörte Arthur dem Amerikaner zu, als er erklärte, dass er immer noch nicht verstand warum das alles passiert ist und warum das Flugzeug nicht einfach vorher hätte abstürzten können.
Alfred kuschelte sich noch mehr an ihn und Arthur strich beruhigend mit der Hand über dessen Rücken.

Irgendwie musste der Brite doch an früher denken, wenn Alfred als Kind geweint und er ihn getröstet hat. Aber das war etwas anderes. Jetzt hatte Alfred nicht einfach einen Albtraum gehabt, würde bei ihm im Bett schlafen und morgen wäre wieder alles gut. Nein der Albtraum war Realität geworden und Alfred würde wohl ziemlich lange darunter zu leiden haben. Aber er sollte dem nicht alleine gegenüber stehen.
Alfred antwortete das er gerne Eis hätte und sah Arthur an.
„Okay, ich hole welches.“, meinte der Brite. Er war ja trotz allem ab und zu bei Alfred zuhause gewesen und wusste wo das Eis war.
Nach kurzem Zögern, löste er dann leicht wiederwillig die Umarmung und stand auf.
„Ich bin gleich wieder da, also nicht weglaufen.“, sagte Arthur und huschte in die Küche.
Er holte mehrere Eissorten aus der Gefriertruhe und packte ein paart Kugeln von allem in eine Schale und tat noch Sahne und Schokostreusel oben drüber, beeilte sich aber dabei.
Dann ging er zügig mit der Schale in der einen und einem Löffel in der anderen Hand zurück zu Alfred und reichte ihm beides, bevor er sich wieder neben ihn setzte.

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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   So Feb 24, 2013 7:58 pm

Tatsächlich war es Alfred wirklich ganz recht, das keiner von den anderen sich hier blicken lies. Wären noch andere hier, würde er sich vermutlich verstellen. Dann würde er nicht zeigen, wie schlecht es ihm eigentlich ging. Vermutlich würde er alle Kraft zusammen nehmen, die er hatte, den Schmerz verbergen und so tun, als wäre alles nur halb so schlimm. Er würde doch niemals vor Francis oder gar vor Ivan Schwäche zeigen. Niemals.
Und trotz aller Komplikationen die zwischen Arthur und ihm bestanden, fiel es dem Amerikaner irgendwie doch leichter, bei ihm zu zeigen, wenn es ihm schlecht ging und es fiel ihm auch leichter, sich von ihm trösten zu lassen. Das war vielleicht auch der Grund, warum er die Umarmung zu lies. Von Ivan hätte er sich jetzt zum Beispiel auch nicht umarmen lassen, den hätte er sicher weggestoßen, wobei auch fraglich gewesen wäre ob Ivan ihn umarmt hätte. So war Alfred auch recht froh, das Arthur derjenige war, der hier aufgekreuzt war.

Dann meinte Arthur, das er ihm das Eis holen würde und Alfred nickte leicht, auch wenn das bedeutete, das er die Umarmung lösen musste. Der Amerikaner fand es direkt schade, denn die Umarmung hatte doch geholfen, das er sich besser fühlte. Und wenn man es genau nahm,hatte er sich zum ersten Mal an diesem Tag wenigstens ein bisschen wohl gefühlt. Arthur meinte dann, er solle nicht weglaufen und Alfred schüttelte den Kopf. "Wo soll ich denn hinlaufen?"; fragte er dann. Er wollte nicht nach draußen. Draußen würde er wahrscheinlich das komplette Leid, was sein Land im Moment fühlte noch mal abbekommen und davor fürchtete er sich im Moment noch. Draußen würde alles noch mehr zu spüren sein, als hier drinnen, wo man sich immer noch verkriechen konnte. Wobei Alfred wusste, das er sich nicht die ganze Zeit hier im Haus verstecken konnte. Er würde irgendwann sich dem ganzen stellen müssen.

Schließlich kam Arthur wieder und reichte ihm das Eis und den Löffel. "Sogar mit Sahne und Schokostreuseln. Du meinst es aber heute gut mit mir"; meinte er und versuchte sich an einem schwachen Grinsen, was ihm mehr schlecht als recht gelang. Normal war Arthur immer der erste, der meckerte, wenn Alfred seine Hamburger mampfte oder sonstiges Zeugs in sich hineinstopfte. Zwar ging es Alfred noch nicht wirklich besser- um genau zu sein, fühlte er sich immer noch miserabel- aber irgendwo wollte Alfred auch nicht, das sich Arthur zu viel Sorgen um ihn machte. Er schätzte es wirklich sehr, das er hier war und sich um ihn kümmerte, aber insgeheim machte sich Alfred natürlich auch Gedanken um Arthur und er wollte ihm nicht zu viel Mühe machen. Alfred wartete, bis Arthur sich gesetzt hatte, nur um dann wieder ein bisschen näher zu ihm zu rücken. Er fühlte sich einfach wohler in seiner Haut,wenn er näher bei ihm war.

Schweigend aß Alfred dann sein Eis auf und stellte dann die Schüssel auf das Tablett, welches ja immer noch auf dem Nachttisch stand. "Ich muss demnächst nach New York.."; meinte er dann plötzlich und eigentlich ohne großen Zusammenhang. Aber Arthur würde schon verstehen, was er meinte. Immerhin war er genauso eine Nation wie er und wusste, was das bedeutete. Als America wurde von ihm praktisch erwartet, dass er sich auch mal dort blicken lies, wo das Unglück stattgefunden hatte Es war nichts, was im Gesetz verankert war oder sonstiges, es war einfach auch für Alfred wichtig und er fühlte sich auch dazu verpflichtet, dass er zu den Leuten in seinem Land stand, egal, wie es ihm selbst ging. Und das ging eben am ehesten am Unglücksort. Alfred wusste nicht genau, ob er in der Lage war, die zerstörten Türme des World Trade Centers überhaupt anzusehen, aber er würde dorthingehen. Er musste es einfach. Er musste sich dem stellen. "Ich weiß aber nicht, ob ich das alleine schaffe.."; gab er dann zu und seufzte leise.
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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Di Feb 26, 2013 1:13 am

Alfred fragte wo er den hin laufen sollte. Eigentlich hatte Arthur versucht lustig zu sein, aber er konnte verstehen, warum dem Amerikaner gerade nicht zum Lachen zu Mute war. Oder er verstand seinen Humor nicht. Oder beides.
"Sogar mit Sahne und Schokostreuseln. Du meinst es aber heute gut mit mir", meinte Alfred, als Arthur mit dem Eis zurückkam. Aber das schwache Grinsen wirkte auf Arthur schon wieder so falsch.
Wenn ihm jemand noch vor einer Stunde gesagt hätte, er würde jemals Alfreds Lachen vermissen, hätte er diesen einfach ausgelacht. Aber jetzt, hatte er regelrecht Angst es nie wieder zu sehen.
Arthur konnte sich nicht länger dieses traurige Lächeln angucken und schaute zu dem Eis auf dem Nachttisch.
Tatsächlich aber war es eine ganze Weile her, dass Arthur Alfred so richtig ein Eis gemacht hat, oder überhaupt was zu Essen. Er überlegte, dass es ziemlich schade war, dass erst eine Katastrophe passieren musste bevor sie beiden wieder etwas Zeit miteinander verbrachten.
Gedankenverloren registrierte der Brite, wie Alfred wieder etwas näher rutsche, er hätte seinen Arm erneut um ihn gelegt, glaubte aber, dass er ihn so beim Essen behindern würde und rutsche deshalb zunächst erstmal auch ein Stück näher zu ihm, so das sie nun ganz dicht nebeneinander saßen.

Und erneut schweiften die Gedanken des Briten, wie schon viel zu oft eigentlich, ab und er dachte an früher, als Alfred noch ein Kind gewesen ist. Ihr Verhältnis zu einander hatte sich mit der Zeit, vor allem nach dem Krieg, zwar geändert. Aber er hatte Alfred immer irgendwie gemocht. Okay, er war natürlich zuerst sauer und auch traurig gewesen, aber er hat ihn nie wirklich gehasst oder so, auch wenn er gerne ab und zu so getan hat. Und manchmal war er auch furchtbar genervt von Alfred, sogar mehr als von Francis, was schon eine Leistung war, aber er hatte ihn immer gemocht, auch wenn er ihn mittlerweile irgendwie anders betrachtete als früher.
Aber eben, weil er ihn so mochte, tat es ihm selbst weh, Alfred so zu sehen. Nachdem er innerlich die Terroristen noch mal verflucht hat, wollte Arthur Alfred eigentlich das Eis geben was immer noch auf dem Nachttisch stand.

Dann fing Alfred allerdings völlig unvermittelt an zu reden: "Ich muss demnächst nach New York.."
Arthur sah zu ihm. Er verstand sofort und nickte verständnisvoll, obgleich Besorgnis in seinem Blick lag. Es hatte im Fernsehen alles schon so schlimm ausgesehen und der zweite Turm war wohl, als er im Flugzeug gesessen hat, auch noch eingestürzt.
Dieser Anblick würde den Amerikaner bestimmt von den Füßen reißen. Der Beschützerinstinkt von früher kam in Arthur hoch und am liebsten würde er Alfred verbieten sich das anzusehen und ihm sagen, dass er sich schon darum kümmern würde.
Aber es war Alfreds Land und Alfred würde sich darum kümmern müssen. Alles was Arthur tun konnte, war ihm dabei zu stehen und zu helfen.
Da fuhr Alfred auch schon fort: "Ich weiß aber nicht, ob ich das alleine schaffe..", sagte er.
Mit einem Hauch Ungläubigkeit sah Arthur zu dem Amerikaner rüber. Für ihn war klar gewesen, dass er Alfred begleiten und unterstützen würde, aber das dieser nun einfach aussprach, dass er es alleine nicht schaffe, brachte das den Briten doch kurz aus der Fassung.
„Ich komme mit.“, sagte er mit ruhiger Stimme und einem leichten Lächeln.
„Wenn du willst komm ich mit, du musst das nicht alleine machen.“
Arthur schwieg einen Moment, nah dann das Eis und reichte Alfred den Löffel in die Hand.
„Uhm..wann willst du los?“, fragte er vorsichtig. „Ess erstmal und dann sehen wir mal weiter…“
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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Di Feb 26, 2013 10:47 pm

Es fiel Alfred allgemein auch wirklich schwer, irgendwas heute lustig zu finden. Immerhin war das schließlich ein rabenschwarzer Tag für ihn und zum Scherzen war er nicht aufgelegt und auch Humor zu verstehen, fiel ihm schwer. Normal war er ja jemand, der eigentlich immer -und war es auch der größte Mist- lachte.
Nur heute ging es irgendwie nicht. Daher fiel es ihm auch schwer, etwas lustiges hinter Arthurs Worten zu erkennen. Während Arthur das Eis holte, war er im Zimmer geblieben und wartete darauf, das er wieder kommen würde, was dann auch bald scho wieder der Fall war. Der Engländer setzte sich wieder neben ihn und beide saßen nun ganz nah beieinander,was Alfred nur wieder half, mit der ganzen Situation besser umgehen zu können und innerlich ruhig zu werden. Tatsächlich wirkte er nun wieder recht gefasst, wobei ihm das schwerste noch bevor stand.

Nachdem er verkündet hatte, das er nach New York musste, war der Amerikaner doch erleichtert, das Arthur sofort seine Worte richtig gedeutet hatte und sich bereiterklärte, mit nach New York zu kommen. Er wusste nicht, ob er es geschafft hätte, ihn direkt danach zu fragen. Auch wenn er irgendwie schon geahnt hatte, das Arthur auf jeden Fall mitkommen wollte, war es irgendwie einfacher, die Frage zu umschreiben und zu hoffen, das Arthur verstand, was er eigentlich ausdrücken wollte.
Und Arthur schien zu wohl zwischen den Zeilen auch lesen zu können.
Da war Alfred doch direkt froh, das der Brite sich sofort bereit erklärte, mit ihm mitzugehen, ihn zu unterstützten, ihn nicht alleine zu lassen. Denn er hätte schließlich auch einfach auch sagen können, das er nur heute hier blieb und dann nach Europa zurückging bzw zurück musste. Immerhin hatte er dort auch Jobs zu erledigen und er konnte nicht die ganze Zeit hier sein, auch wenn Alfred sich das im Moment vielleicht wünschte.
Als Kind hatte Alfred mit Unverständnis reagiert, wenn Arthur gegangen war, war wütend und traurig, enttäuscht gewesen, hatte geglaubt, das Arthur ihn aus purem Egoismus alleine lies. Das er lieber bei anderen war, als bei ihm. Aber jetzt, da er eine eigenes Land war, mit den selben Pflichten und Aufgaben, verstand er wesentlich besser, warum Arthur damals immer verschwunden war. Und eben weil er jetzt besser verstand, wäre er vermutlich auch nicht nachtragend, wenn der Brite keine Zeit mehr haben würde.
Aber da Arthur ihm schon erklärt hatte, das er mitkommen würde, war Alfred doch erleichtert und einen kurzen Moment glücklich darüber.
Und genau deswegen konnte doch dieses Mal Arthurs Lächeln mit einem kurzen echten Lächeln seinerseits erwidern Ein Lächeln ohne traurigen Blick. Ein Lächeln, das fast dem glich, welches Alfred vor den Terroranschlägen immer gezeigt hatte. Dies zeigte, das er auf jeden Fall wollte, das Arthur mit ihm mitkam.
Der Amerikaner konnte die Unterstützung auch wirklich gebrauchen, denn wenn er ehrlich war, hatte er auch ein wenig Furcht, nach New York zu gehen und dort seine Pflicht zu tun.
Vermutlich würde er Arthur auch brauchen, damit dieser ihm in den Hintern trat, das er überhaupt losging. Es würde doch ein sehr schwerer Gang für ihn werden und wenn er alleine wäre, würde Alfred sich vermutlich drücken, weil er den Anblick -oder genauer schon Gedanken an den Anblick des zerstörten World Trade Centers- nicht ertragen konnte.

Allerdings erlosch sein Lächeln doch schon nach kurzer Zeit, nämlich genau bei der Frage von Arthur, wann er denn los gehen wollte. Denn darüber musste sich der Amerikaner noch Gedanken machen. Er wollte es so schnell wie möglich hinter sich bringen und am besten, dann, wenn es ihm selbst auch noch schlecht ging. Dann, so hoffte er, würde es ihn nicht ganz so runterziehen, weil er eben schon unten war. Dann würde der Anblick vielleicht nicht so weh tun. "Ich dachte an Morgen..."; murmelte er leise, blickte zu ihm und seufzte leise. "Ich kann das nicht ewig hinauszögern.....und es ist besser, es jetzt zu machen, als später" "; sagte er und nickte dann auf Arthurs Worte und nahm das Eis vom Nachttisch um dieses dann zu löffeln. Während er dies tat, fiel ihm plötzlich etwas ein. "Wenn du Hunger hast, kannst du dir auch ruhig was aus dem Kühlschrank nehmen..."; meinte er dann leise. Er wusste ja nicht, wann Arthur das letze Mal was gegessen hatte und der Flug von Europa bis hier her war sicher lang gewesen. Aus Erfahrung wusste er zumindest, das ihn lange Flüge immer hungrig machten. Und er wollte auch ein klein wenig andeuten, das er sich auch um ihn ein wenig Gedanken machte.
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Do Feb 28, 2013 9:27 pm

Ab und zu sah Arthur zu Alfred rüber. Für einen kurzen Moment befürchtete er schon Alfred würde sagen, dass er ihn nicht dabei haben wollte. Das er jetzt groß war und so was alleine Regeln konnte. Oder das er lieber Matthew oder gar Francis mitnehmen würde. Das er ihm sagen würde, dass er ihn nicht brauchte.
Dann aber lächelte Alfred und diesmal war es nicht diese falsche Lächeln wie vorher. Es war zwar noch nicht dieses breite Grinsen, welches Alfred sonst an den Tag legte, aber schon um einiges besser als gerade eben.
Und alle Zweifel Arthurs, waren aus dem Weg geräumt. Alfred schien es glücklich zu stimmen, dass der Brite ihn begleiten würde. Alleine für dieses Lächeln, und dafür zu sehen, dass Alfred nach den Ereignissen überhaupt noch, richtig, Lächeln konnte, war es wert gewesen von Europa hier her zu fliegen.
Leider hörte Alfred, jedoch viel zu früh mit dem Lächeln wieder auf und fast bereute Arthur seine Frage.
Aber natürlich musste Alfred irgendwann nach New York und je eher desto besser, das war auch Arthur klar. Und er war froh, dass er Alfred dabei unterstützen konnte, der Gedanke er könnte dem Ganzen, aufgrund seines Ich-bin-der-Held-Denkens alleine gegenüber treten, ertrug der Brite nicht.
Wie könnte jemand alleine mit so etwas umgehen ohne bedingungslos daran zu zerbrechen?
Nein, gerade jemand wie Alfred sollte in so einer Zeit nicht alleine sein. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, war Arthur selbst alleine gewesen und das war nicht leicht für ihn gewesen, ganz und gar nicht. Und er hat lange gebraucht damit umgehen zu können und irgendwann ist er, mehr oder weniger, damit klar gekommen. Aber Arthur schätze Alfred, natürlich, anders ein als sich selbst und er glaubte, dass Alfred mit so etwas nicht so gut alleine umgehen konnte. Nicht weil er glaubte, dass Alfred alleine nicht klar kam sondern einfach weil Alfred seinen Frust eher in Kommunikation abbaute, als in Isolation, wie er selbst.

"Ich dachte an Morgen...", setzte Alfred an und fuhr fort: "Ich kann das nicht ewig hinauszögern.....und es ist besser, es jetzt zu machen, als später". Arthur nickte. Dass klang einleuchtend. Keiner konnte von Alfred erwarten, dass er nachdem er von der Attacke gehört hat, sofort vor Ort eilte, am besten noch in einem Flugzeug. Und einen Tag durfte er sich ja wohl Zeit nehmen um den Schock zu verarbeiten und sich zu sammeln. Also Morgen. Gut. Aber Arthur glaubte, dass Alfred immer noch unter Schock stand und seine eigentliche Reaktion noch ausstand. Vielleicht dann wenn sie in New York waren? Arthur wurde immer froher darüber, dass er sofort nach America geflogen ist und Alfred morgen begleiten konnte.
Alfred fing an, das Eis zu essen und irgendwie wie war Arthur erleichtert darüber. Auf der einen Seite weil der der Brite schon befürchtet hat, er würde Essen einfach verweigern. Auf der anderen Seite weil, dass das Alfred aß halt typisch für ihn war. Denn Arthur hatte Angst, dass Alfred nach den Attacken nicht mehr der gleiche seinen würde wie vorher. Natürlich würde es irgendwas an Alfred ändern, denn an keinen würde so ein Ereignis einfach vorüber ziehen, aber er wollte nicht das Alfred eine hundert Achtzig gerad Drehung machte.
"Wenn du Hunger hast, kannst du dir auch ruhig was aus dem Kühlschrank nehmen...", riss Alfred ihn aus seinen Gedanken. Arthur nickte, erst jetzt merkte er, wie hungrig er eigentlich war.
Etwas widerwillig stand er auf. „Danke. Soll ich dir noch irgendwas mitbringen?“, fragte er als er in Richtung Küche ging.
In der Küche seufze Arthur einmal und sah auf sein Handy, welches er ausgeschaltet hatte.
Fünfzehn Anrufe in Abwesenheit, Arthur verdrehte die Augen und ging die Liste durch, zwei Anrufe waren von Matthew, einer von Francis, einer von Ludwig, wahrscheinlich stellvertretend für alle vom G8 Treffen, noch ein Anruf von Matthew und die restlichen von seinen Vorgesetzten aus Groß Britannien. Die wollten sich wahrscheinlich beschweren, dass er einfach nach America abgehauen ist und dafür das G8 Treffen sausen lies, was ohne Alfred ohnehin eh nur ein G7 Treffen wäre.
Arthur zögerte und rief zuerst Mal Matthew zurück, schließlich war dieser Alfreds Bruder. Er erklärte Matthew, dass es Alfred so weit gut ging und dass er sich um ihn kümmern würde. Dann fragte Matthew ob er auch kommen sollte. Arthur überlegte kurz und verneinte es dann. Er klärte Matthew noch darüber auf, dass sie morgen nach New York fliegen würden und dass er sich melden würde sobald es etwas Neues gab. Matthew erzählte das auf dem, nachdem Arthur gegangen war G6 Treffen, nicht viel rumgekommen ist und es auch ziemlich schnell zu Ende war.
Sie verabschiedeten sich voneinander und Arthur legte auf. Er seufzte und rief bei seinen Vorgesetzten an, nachdem er eine Weile rumdiskutiert hat, hatte er klären können, dass er eine Zeit lang in America bleiben würde. Wenn sie America helfen würden, würde das international einen guten Eindruck machen, bla bla. Als das Gespräch beendet war, schüttelte Arthur kurz den Kopf und blickte dann in den Kühlschrank und nahm sich einen Vanillepudding raus.
Mit dem Pudding in der einen und einem Löffel in der Hand, kam er zurück und setzte sich wieder zu Alfred aufs Bett.

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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Fr März 01, 2013 1:47 am

Unter anderen Umständen hätte Alfred vielleicht gesagt, Arthur solle sich zum Teufel scheren und ihn das alleine machen lassen. Aber im Moment hatte er ihn lieber an seiner Seite, als Francis oder sonst wen. Matthew war zwar sein Bruder, aber dennoch konnte sich Alfred nicht wirklich vorstellen, das dieser ihm jetzt die Unterstützung geben könnte,die er brauchte. Wahrscheinlich würde sein Bruder selbst überfordert sein mit dem ganzen. Alfred selbst kam ja mit der Situation kaum klar, wie sollte dann Matthew damit klar kommen, der doch vom Charakter her das genaue Gegenteil von ihm war. Selbst wenn es ihn nicht direkt betraf, würde er wohl einfach überfordert sein.
Da wäre er wohl keine große Hilfe.
Und was Francis betraf, Alfred mochte ihn manchmal einfach nicht. Er war so komisch. Mochte sein, das er ihm wohl helfen würde in dem Falle, aber der Amerikaner würde sich wahrscheinlich nicht von ihm helfen lassen. Bei Arthur hätte auch er vermutlich sich nicht getraut, ihn um Hilfe zu bitten, oder zu fragen, ob er her kommen würde, daher war er erleichtert, das der Brite selbst alles stehen und liegen gelassen hatte, um her zu kommen. Auch wenn sich ihr Verhältnis doch geändert hatte, seit früher, spürte Alfred einfach, das er Arthur im Moment wirklich brauchte. Er merkte, das ihm seine Anwesenheit ihm gut tat, seine Nähe ihm doch Trost spendete und vor allem wusste er, das er nicht alleine war. Das machte schon viel aus, denn Alfred war tatsächlich jemand, der wahrscheinlich noch kaputter gegangen wäre, wäre er in dieser Situation jetzt alleine gelassen worden.
Dann hätte man America wirklich begraben können, das ganze Land wäre dann wohl in eine tiefe Depression gefallen, wenn es nicht vielleicht sogar ganz zerbrochen wäre. Jetzt ging es der USA zwar auch nicht wirklich gut, aber mit der Zeit würde es sich bestimmt wieder erholen. Aber bis dahin war noch ein langer Weg, bis man sie wieder als die Großmacht sehen konnte, die sie einst gewesen war. Und auch bis es Alfred persönlich wieder besser ging, würde noch eine ganze Weile Zeit vergehen. Im Moment war er einfach nur froh, das Arthur an seiner Seite war. Es war so beruhigend, jemanden bei sich zu haben, der einen unterstützte.

Nachdem er Arthur gesagt hatte, dass er sich ruhig auch was aus der Küche zu essen holen konnte, stand dieser auf und fragte, ob er ihm noch was aus der Küche mitbringen sollte. Der Amerikaner schüttelte den Kopf. "Nein danke..."; meinte er dann und sah dem Engländer dann nach, wie er in die Küche ging. Da die Küche in der Nähe von seinem Schlafzimmer war, die Wände ohnehin recht dünn waren und es im Haus allgemein ziemlich leise war, konnte Alfred hören, wie Arthur in der Küche mit jemandem sprach. Er konnte nicht direkt jedes Wort verstehen, er hörte nur Gemurmel durch die Wände, aber er wunderte sich doch, mit wem er redete. Nun ja, er würde ihn einfach fragen, auch wenn es ihn nichts anging, jede Ablenkung war ihm recht. Es dauerte eine Weile, bis Arthur mit einem Vanillepudding und einem Löffel bewaffnet, wieder zu ihm zurückkam und sich aufs Bett setzte. "Mit wem hast du denn da gerade geredet in der Küche?"; fragte Alfred nun doch neugierig. "Sind deine imaginären Freunde etwa auch hier?"; fragte er und sah sich etwas skeptisch um, wobei das sinnlos war, denn Flying Mint Bunny und die anderen konnte er ja sowieso nicht sehen, selbst, wenn sie im Raum wären. Aber wie gesagt, es war ihm jede Ablenkung recht und daran, das er telefoniert haben könnte, daran dachte Alfred gar nicht. Nachdem der Brite sich gesetzt hatte, rutschte Alfred einfach wieder näher zu ihm und legte einfach den Kopf auf seine Schulter. "Danke Arthur.."; murmelte er dann einfach, weil er auch das Gefühl hatte, sich bei ihm bedanken zu müssen, denn es war ja nicht selbstverständlich,das er hier war. Immerhin bestanden ja auch zwischen ihnen gewisse..Schwierigkeiten.
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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Mo März 04, 2013 3:05 am

Arthur glaubte, dass die meisten der anderen überhaupt nicht in der Lage gewesen wären, Alfred zu helfen. Matthew hätte wohl sein Bestes versucht, aber was hätte er schon ausrichten können? Von Francis brauchte man gar nicht erst anfangen. Und die anderen kannten Alfred doch überhaupt nicht gut genug. Der einzige dem Arthur noch was zugetraut hätte, wäre Kiku gewesen, aber dieser würde gar nicht genug aus sich raus kommen um etwas zu unternehmen.
Und wenn Ivan her gekommen wäre….Den Gedanken wollte Arthur lieber gar nicht erst zu Ende denken.
Überhaupt kannte er Alfred am besten und auch am längsten wenn man so wollte. Schließlich hat Arthur mach ruhige Stunde im America verbracht, während die Deppen in Europa sich die Köpfe eingeschlagen haben.
Und da Alfred ihn noch nicht rausgeschmissen hatte, was Arthur unter den Umständen schon verstanden hätte, schien seine Anwesenheit den Amerikaner nicht zu stören, im Gegenteil. Arthur wusste, dass es sich um eine ernste Situation handelte, trotzdem freute es ihn irgendwie, dass genau er der richtige war Alfred zu helfen und er sich wenigstens für einen Moment einbilden konnte Alfred würde ihn brauchen.
Deswegen war er froh, dass seine Vorgesetzten keinen Stress wegen dem Umstand machten, dass er ein paar Tage in America bleiben würde, anstatt nach Europa zurück zu kehren.

Als er zurück ins Zimmer kam sah Alfred ihn neugierig an und fragte mit wem er gesprochen hatte und ob seine, nach Alfreds Definition imaginären, Freunde hier wären.
Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen schüttelte Arthur den Kopf.
„Nein, ich habe telefoniert.“, erklärte der Brite und sah kurz zu Alfred Handy, welches, vermutlich kaputt, in der Ecke lag.
Dann rutsche Alfred wieder näher an ihn heran und legte plötzlich seinen Kopf auf Arthurs Schulter.
Dem Briten stieg unwillkürlich eine leichte Röte ins Gesicht, es war lange her das sie so nebeneinander gesessen haben. Er legte den Arm um ihn.
Dann bedankte sich Alfred bei ihm.
Arthur sah ihn mit einem freundlichen Lächeln an. „Du brauchst dich nicht zu bedanken.“, sagte er immer noch Lächelnd und zwinkerte Alfred kurz zu.
„Für mich hättest du das Gleiche getan. Für mich und für jeden andern hier auf der Welt. Das macht dich so besonders.“, meine der Engländer, mit dem Hintergedanken, dass ein Kompliment, welches gleichzeitig an das Ich-bin-der-Held-Denken des Amerikaners appelliert, dessen Stimmung hebt und ihm Mut macht.

Nachdenklich fing Arthur dann an, seinen Pudding zu löffeln. Ein wenige graute es auch ihm vor morgen. Der Anblick würde gewiss kein leichter sein, sein Land hin oder her. Und für Alfred würde es umso schwerer werden. Aber da war es gut, dass sie zu zweit waren, so konnte man sich gegenseitig trösten.
Obwohl Arthur immer noch gespannt auf Alfreds Reaktion war. Jetzt kam aber erstmal die Nacht, die Alfred überstehen musste. Und Albträume konnten schlimm sein. Gut das Arthur dann auch in der Nähe wäre, überlegte der Brite und dachte erneut an früher zurück wo der Kleine, nach Alpträumen bei ihm mit im Bett schlafen hatte.
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Alfred F. Jones

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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Di März 05, 2013 1:23 am

Auf seine Frage antwortete Arthur, das er nur Telefoniert habe, sagte allerdings auch nicht, mit wem. Normal hätte Alfred wohl nachgebohrt, aber dieses Mal... nahm er die Antwort einfach so hin, wie sie war. Auch, weil er Arthur nicht auf die Nerven fallen wollte. Er hatte nämlich ein wenig Sorge, das der Brite einfach wieder verschwand, wenn er genug hatte oder genervt war. Und das wollte Alfred nicht. Arthurs Anwesenheit war gerade das einzig positive an diesem Tag und das einzige, was ihn gerade auch von diesem ganzen Mist ablenkte. Da wollte er ihn nicht unnötig verärgern oder nerven, in dem er zu neugierig war.

Nachdem sich der Brite wieder gesetzt hatte, rutschte Alfred eben wieder zu ihm heran und hatte seinen Kopf auf dessen Schulter gelegt. Einfach, weil er im Moment dessen Nähe auch wirklich brauchte und sich somit einfach wohler fühlte. Er war doch irgendwie erleichtert, als er spürte, wie Arthur den Arm um ihn legte. Das dieser leicht rot wurde, bekam er nicht mal mit, zu sehr konzentrierte er sich auch darauf, wie der Brite darauf reagierte,als er sich bedankte. "Na dem Franzosen würde ich wahrscheinlich nicht helfen"; murmelte er leise, aber jeder von ihnen beiden wusste,das das nur eine kurze übliche Stichelei gegen Francis war. Alfred war eben gerade danach.
Auch wenn er sich mies fühlte, den Franzosen konnte man doch immer ärgern. "Und doch hab ich das Gefühl, dass ich mich bedanken muss...immerhin....hast du doch sicher genug zu tun....und ich halt dich nur davon ab..."; murmelte er leise, denn er empfand es nicht als selbstverständlich, das Arthur hier war und morgen sogar mit nach New York kommen würde. Er wusste ja nicht, das Arthur mit seinem Boss ausgemacht hatte, das er länger hier bleiben konnte. Jeder von ihnen hatte Pflichten, aber Alfred dachte im Moment nicht mal an diese. Er hatte nur eine im Sinn, das er morgen nach New York musste. Alles andere war nicht wichtig und würde wohl warten können. Wie es bei Arthur aussah, wusste er ja im Moment nicht.

Bei Arthurs Kompliment blickte der Americaner zu dem älteren und zeigte doch einen Moment, das er erstaunt war. Immerhin kamen solche Worte selten aus seinem Mund. Seit dem er erwachsen geworden war, eigentlich gar nicht mehr. Wenn sie sich auf irgend einem Meeting trafen, war ihr Zusammentreffen nie wirklich positiv und sie gerieten häufig in Streit, weil Arthur immer irgendwas an Alfred nicht gepasst hatte und der Brite deswegen gemeckert hatte. Mal war es das Englisch gewesen, mal das Essverhalten, mal das allgemeines Auftreten von Alfred. Dieser lies sich das natürlich nicht gefallen lassen und hatte gekontert, bis es immer eskalierte und es krachte.
Und außerhalb von Meetings sahen sie sich eigentlich nicht. Alfred fand das doch ein wenig schade, denn auch, wenn er es wohl nicht wirklich zu geben würde, vermisste er es schon ein wenig, Arthur um sich zu haben. Er merkte es jezt ganz deutlich, wo dieser ihm so sehr half und ihn unterstützte.
Die erste Zeit nach dem Unabhängigkeitskrieg war auch für Alfred nicht leicht gewesen. Er hatte zwar erreicht, was er wollte, war ein eigenständiges Land, aber der Bruch mit Arthur hatte ihm doch die ganze Zeit leid getan. Und er hatte sich schon immer gefragt, ob es wohl möglich war, das sie das irgendwie wieder hinbekamen. Zwar würde er niemals wieder als Kolonie zu England zurückgehen,die Zeit der Kolonien war ja auch so ziemlich vorbei, aber vielleicht gab es eine Möglichkeit, dass sie wieder besser miteinander auskamen.

Moment. Warum dachte er eigentlich jetzt darüber nach? Er war verwirrt. Bestimmt waren das die Anschläge, die ihn nun ein wenig sensibel für solche Dinge machten. Oder das er und Arthur mal nicht in einem Meeting aufeinander trafen, das sie mal nicht stritten. "Du kannst ja auch nette Sachen über mich sagen.."; nuschtelte er leise und sein Gesicht erhellte sich ein bisschen. "Ist man gar nicht mehr gewohnt....", setzte er leise hinzu und löste sich dann ein wenig von ihm, damit er seinen Pudding in Ruhe essen konnte,aber dennoch blieb er nah bei ihm. Allerdings glitt sein Blick auch mal aus dem Fenster. Draußen war es schon dunkel. Wo war überhaupt die Zeit abgeblieben? Alfred hatte überhaupt kein Zeitgefühl an dem Tag und er hatte gar nicht bemerkt, das es jetzt schon spät war. "Wo willst du später eigentlich schlafen?"; fragte er dann leise. "Im Gästezimmer? Oder Wohnzimmer?" Das Wohnzimmer erwähnte er deswegen, weil es näher an seinem Schlafzimmer war, denn auch Alfred graute es ein wenig vor der Nacht, und er wollte Arthur in der Nähe wissen. Und ja, er würde ihn am liebsten fragen, ob er hier bei ihm schlafen würde- aber irgendwie traute er sich das dann doch nicht so ganz. Immerhin war er ja schließlich kein Kind mehr, da ging das doch nicht....
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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Mi März 06, 2013 2:35 am

Arthur saß also wieder neben dem Amerikaner auf dem Bett. Er hatte Alfred den ganzen Tag irgendwie nur auf dem Bett sitzen gesehen. Normalerweise war er aufgedreht und hielt keine fünf Minuten still, aber Arthur fühlte sich wohl, so neben ihm zu sitzen.
"Na dem Franzosen würde ich wahrscheinlich nicht helfen.“, meinte Alfred und Arthur wusste, dass das nicht ernst gemeint war, aber es war lustig seinen Frust an Francis auszulassen. „Wer würde das schon tun? Dämlicher Froschfresser“, erwiderte Arthur grinsend.
Dann meinte Alfred aber er habe trotzdem das Gefühl sich bedanken zu müssen und merkte an Arthur habe ja auch genug andere Dinge zu tun.
Für einen Moment schwieg der Brite. Dann meinte er: „Weißt du….manchmal gibt es Dinge…die wichtiger sind.“ Und mit einem Grinsen fügte er hinzu: „Die kommen auch mal eine Woche oder so ohne mich klar.“ Spätestens jetzt sollte Alfred wissen, dass sich Arthur mehr als nur einen Tag Zeit für ihn nehmen würde. So lange wie möglich, wenn er das irgendwie regeln konnte.
Arthur überlegte ihn zur Not dann mit rüber nach Europa zu nehmen, um ihn so auch auf andere Gedanken zu bringen. Aber in solchen Zeiten würde Alfred wohl in seinem Land gebraucht werden.
Trotzdem, sie sollten ihm nicht zu viel aufbürden, fand Arthur, und war froh Alfred unterstützen zu können, auch mit Kleinigkeiten, wenn er einfach nur bei ihm saß oder etwas zu Essen brachte.

Alfred schien überrascht über das Kompliment und Arthur musste leicht grinsen. Er wusste, dass er meistens nicht sehr nette Dinge zu Alfred sagte, aber die sagte er zu keinem außer Kiku vielleicht.
Da fing Arthur an sich zu wundern, warum er sich eigentlich so oft mit Alfred stritt. Das er sich mit Francis oder Antonio in die Haare bekam war ja klar und blieb auch nicht aus, aber warum immer mit Alfred?
Irgendwie viel ihm Alfred immer auf. Noch in einer Menschenmasse von tausend Leuten würde er den Amerikaner sofort erkennen. Natürlich, er war laut und nervig…Aber andere Leute wie Preußen waren auch laut und nervig. Aber irgendwie anders als Alfred halt. Überhaut nahm Arthur Alfred ganz anders als alle anderen wahr.
Und warum stritten sie? Alfred ärgerte den Engländer auch ziemlich oft und er ging jedes Mal darauf ein, nicht selten hat er den Amerikaner quer durch den Konferenzraum gejagt.
Aber warum?, fragte sich Arthur und fand im Moment keine Antwort darauf. Manchmal ging Alfred ihm gar nicht aus dem Kopf. Er hatte sich mit der Zeit so verändert…

"Du kannst ja auch nette Sachen über mich sagen.."; murmelte Alfred und riss Arthur damit aus seinen Gedanken . "Ist man gar nicht mehr gewohnt....", dabei schaute er etwas weniger geknickt. Arthur lächelte erneut und meinte: „ Manchmal sollte das so sein…“, während er den leeren Puddingbecher beiseite stellte.
Danach rutsche er wieder etwas näher an Alfred heran und folge seinem Blick aus dem Fenster.
Plötzlich fragte der Amerikaner, wo Arthur schlafen wollte. Im Prinzip war das dem Briten egal, aber wollte Alfred ungern die Nacht alleine lassen, wer wusste schon, wie er auf einen Albtraum, den er mit Sicherheit haben würde, reagieren würde?
„Hm.“, überlegte Arthur laut. „Wo wär es dir denn am liebsten? Man könnte auch die Matratze von dem Bett aus dem Gästezimmer hier auf den Fußboden legen…Und ich schlafe hier.“
Arthur fragte sich, ob er auch zusammen in einem mit Alfred schlafen würde, so wie früher…
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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Do März 07, 2013 3:12 am

Die Ereignisse hatten ganz schön an Alfreds Kraft und Nerven gezerrt, so das er einfach nicht so aufgedreht sein konnte, wie sonst. Er musste erst mal wieder sich erholen, denn der Schock saß ja noch tief. Zwar hatte der Amerikaner inzwischen keine Schmerzen mehr -oder zumindest fühlte er sie nicht mehr so extremst, wie am Morgen- aber er fühlte sich immer noch nicht wirklich in der Lage, sich so zu verhalten, wie als ob nichts geschehen wäre. Daher war er nur froh, das er hier sitzen konnte und das es auch einfach mal nichts wirklich wichtiges zu tun gab, was die Arbeit oder so betraf. Darauf hätte sich Alfred eh nicht konzentrieren können. So war er ganz froh darüber, das er einfach hier nur mit Arthur sitzen konnte und er hatte die Hoffnung, das mit seiner Hilfe alles wieder besser werden würde. Und das wurde es tatsächlich,wie Alfred doch feststellte. Denn Arthur schaffte es wirklich, ihn zum lächeln zu bringen und ihn abzulenken, sich tatsächlich besser fühlen zu lassen. Man konnte fast sagen, dass er im Moment sein Fels in der Brandung war und Alfred würde es wohl wieder den Boden unter den Füßen wegreißen, wenn Arthur gehen müsste. Alleine zu sein, konnte er sich im Moment einfach nicht vorstellen.
Diese Anschläge waren alles andere als leicht zu verkraften für Alfred, daher war er doch froh, das er jemanden an seiner Seite hatte, der so viel bewirken konnte, auch wenn es seltsam war, da sie sich doch die meiste Zeit immer gezofft hatten. Aber nun ja. Darüber wollte Alfred im Moment nicht nachdenken. Sie stritten nicht. Und das war auch gut so.
Alfred schmunzelte leicht, als Arthur dann auf seine Aussage reagierte und mit gegen den Franzosen stichelte. Geschah Francis aber auch recht. Was war er auch so doof.
"Ja wundert mich, das ihm die Frösche noch nicht aus den Ohren raus gekommen sind"; murmelte er und ein Lächeln huschte über sein Gesicht.

Arthur meinte dann, das es auch manchmal wichtigere Dinge gab und Alfred blickte ihn an und lächelte leicht. Es fühlte sich gut an, zu wissen, das Arthur so dachte. Und irgendwie schaffte es der Brite auch, immer genau die richtigen Worte zu sagen. So,dass sie Alfred auch erreichten und ein klein wenig den Kummer vertrieben. Nicht ganz, dazu saß alles noch viel zu tief. Aber sie brachten Licht ins Dunkel, auch wenn es nur ein schwaches war.
Warum hast du das früher nie gesagt?; fragte er sich in Gedanken, als er hörte, was Arthur dann sagte. Früher war Arthur immer sofort nach England zurückgegangen ,wenn ihn die Pflicht gerufen hatte. Damals hätte er sich wohl auch gefreut, wenn Arthur gesagt hätte, das seine Regierung wohl noch eine gewisse Zeit ohne ihn auskommen würde. Aber weil Arthur immer gegangen war, hatte dies den kleinen Alfred doch auch immer enttäuscht.
Aber der große Alfred war nun glücklich darüber, diese Worte zu hören, er war erleichtert, das Arthur jetzt erst mal an seiner Seite blieb. "Ich bin wirklich froh darüber, das du länger hier bleibst"; meinte er ehrlich und das stimmte wohl auch. Er wusste nicht, was er ohne ihn tun würde. Im Moment klammerte sich Alfred wirklich ziemlich an den Briten- vor allem auch emotional- als wäre er wirklich so eine Art Rettungsring. Auch wenn sie sich oft stritten, in diesem Moment schien alles erst mal vergessen.
"Du bist ja doch gar nicht so übel, wie du immer tust...; flüsterte Alfred schließlich leise, nachdem ihm der Brite auf seine Reaktion geantwortet hatte. und der Amerikaner lächelte immer noch. Auch gerade, als Arthur gemeint hatte, das es manchmal auch wichtigeres gab, hatte Alfred gezeigt, das der Brite doch auch anders sein konnte, auch wenn besagter Engländer immer recht gegen ihn stichelte, in den Meetings und sich so verhielt, als würde er gegen ihn agieren und ihn nicht mögen, so sah Alfred das im Moment jedenfalls ganz anders.

Nun blieb allerdings noch die Frage mit dem Schlafplatz zu klären. "Mir wäre es am liebsten, wenn du in meiner Nähe wärst"; murmelte Alfred, denn auch er vermutete stark, das die Alpträume doch kommen würden. Er bekam ja schon Alpträume, wenn er Horrorfilme ansah, aber das hier war kein Horrorfilm. Das hier war die Realität und Alfred konnte sich schon ausmalen,das die Alpträume wohl wesentlich heftiger ausfallen würden, weil noch ein Teil des realen Schmerzes dazu kommen würde, den er jetzt versuchte zu verdrängen. Arthur machte dann einen Vorschlag, an den Alfred persönlich noch gar nicht gedacht hatte. Er hatte ja gleich daran gedacht, das Arthur bei ihm im Bett schlafen würde, aber wie gesagt. Er war kein Kind und so. Aber Arthurs Vorschlag klang ganz vernünftig. So war er in seiner Nähe und vielleicht würde das Alfred ein wenig beruhigen. "Dann lass uns gleich mal die Matratze umräumen..."; meinte er, womit der Vorschlag auch angenommen war. Alfred blickte dann zu dem Älteren. "Schlafzeug und so kannst du von mir haben- auch wenn meine Sachen, dir wohl ein wenig zu groß sein werden" Er wusste nicht ob Arthur was mitgenommen hatte, ob er überhaupt was mitgenommen hatte, aber vermutlich nicht. Immerhin war das ganze ja überraschend gekommen.
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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Fr März 08, 2013 1:46 am

"Ja wundert mich, das ihm die Frösche noch nicht aus den Ohren raus gekommen sind", meine Alfred zu Arthurs Kommentar über Francis. Man konnte ihn aber auch so herrlich auf die Schüppe nehmen.
Der Brite fing an zu Lachen. „Stell dir das mal bildlich vor…“, brachte er zwischen den Lachern hervor und schüttelte leicht den Kopf. „Das würde ich zu gerne mal sehen.“
Vor allem freute sich Artur aber darüber, dass Alfred lustig war und Witze machte, so konnte der Brite auch daran glauben, dass Alfred irgendwann wieder ganz normal lachen und rumalbern konnte.
Und vor allem freute ihn, dass Alfred bei dieser Aussage lächelte, was Arthur auch erwiderte.

Über Arthurs Aussage lächelte Alfred erneut. Arthurs Herz machte einen Satz. Warum war ihm vorher nie aufgefallen, wie gerne er Alfreds Lächeln sah? Obwohl, wenn er darüber nachdachte, und ehrlich dabei war, hat ihn Alfreds Lächeln schon immer irgendwie aufgeheitert. Warum denke ich gerade an so was?, wunderte sich Arthur.
„Ich bin wirklich froh darüber, das du länger hier bleibst", sagte Alfred und stoppte Arthurs Gedankengang. Dieser fing dann unwillkürlich an zu lächeln. „Na, sobald ich nerve kannst du mich ja rauswerfen.“, meinte er scherzhaft. In Wahrheit aber, machte es ihn unglaublich froh, so was von Alfred zu hören. Sonst rieb ihm der Amerikaner ja immer seine Unabhängigkeit unter die Nase, weswegen sich Arthur auch so schnell aufregte. Am schlimmsten war ja der vierte Juli…Jedes verdammte Jahr…
"Du bist ja doch gar nicht so übel, wie du immer tust..., Alfred hatte wirklich ein Talent dafür Arthur aus seinen Gedanken zu reißen. Zuerst wollte er fragen, was der Amerikaner damit meinte, verstand es aber dann. Erneut lächelte der Brite: „Manchmal ist das so…“, erst wollte er hinzufügen, dass Alfred auch nicht wahr wie immer, aber das lag an ganz anderen, deprimierenden, Umständen, weswegen Arthut lieber nicht dazu sagte.
Trotzdem empfand der Engländer es, abgesehen davon warum die Situation war wie sie war, als ganz angenehm einfach mit Alfred auf dem Bett zu sitzen und zu reden, und rutsche noch ein Stück näher an ihn ran. Sonst bekamen sie sich ja immer sehr schnell in die Haare, und auch wenn Arthur es, zugegeben, manchmal ganz lustig fand, meistens nervte es doch. Deswegen war es, irgendwie schön gerade.

"Mir wäre es am liebsten, wenn du in meiner Nähe wärst", meine Alfred. Arthur nickte. Das war verständlich. Wer würde in so einer Situation gerne alleine schlafen? Das war echt mies und das wusste er. „Okay, dann bleib ich die ganze Nacht in deiner Nähe, versprochen.“, meinte Arthur, schon wieder halb mit den Gedanken in der Vergangenheit.
Daraufhin schlug Alfred vor die Matratze zu holen. „Ich mach schon“, meinte Arthur und ging ins Gästezimmer.
„Uhm.“ Ungläubig sah er das Bett an, was im Gästezimmer stand, es war, typisch amerikanisch eben, sehr groß.
Zögernd ging Arthur auf das Bett zu und nahm die Matratze runter um sie zum Türrahmen zu hieven.
„Die Amerikaner und ihre King-size-Betten“, murmelte er vor sich her. „Wie zu Hölle hat er das Ding hier reinbekommen?“
Die Matratze passte nicht durch den Türrahmen. Seufzend legte Arthur sie wieder aufs Bett und wischte sich den Schweiß von der Stirn.
Dann ging er zurück zu Alfred.
„Die Matratze passt nicht durch den Türrahmen.“, klärte er diesen auf. „Wie hast du die da reinbekommen, durch das Fenster?“, das wurde ja durchaus mit manchen Möbelstücken gemacht.
Arthur hatte ihm nun aber schon versprochen hat, die Nacht bei ihm zu bleiben und das wollte er auch, aber der Engländer hatte auch wenig Lust auf dem Boden zu schlafen.
„Ich uhm…könnte natürlich auch bei dir mit im Bett schlafen…“, setzte er vorsichtig und etwas verlegen an, denn er wusste ja nicht was Alfred davon hielt, „Groß genug ist es ja…“.
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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Sa März 09, 2013 12:40 am

Auch wenn die Vorstellung, das Francis Frösche aus den Ohren kamen, durchaus witzig war, brachte Alfred nicht mehr als ein kurzes Grinsen zu stande. Wenn alles normal gewesen wäre, hätte er nun wohl laut los gelacht und sich ewig nicht mehr eingekriegt -und würde Arthur damit wahrscheinlich schnell wieder auf die Nerven fallen. Aber dafür noch war es zu früh. Alfred fühlte sich einfach noch nicht so, als ob er wirklich befreit darüber lachen konnte, dass er überhaupt lachen durfte. Irgendwie fühlte es sich noch so verkehrt an, nach allem was passiert war, und vor allem er fühlte sich einfach noch immer mies und unbehaglich in seiner Haut.

Aber Arthur lachte über die Vorstellung. Und es war ein schönes Lachen, wie Alfred mit einem Mal auffiel. War das schon immer so gewesen? Oder hatte er einfach noch nie so darauf geachtet?
Alfred wusste es nicht, es war nur klar, das dieses Lachen ihm ein wärmendes Gefühl in sein Inneres brachte.
"Nein, das will ich mir lieber nicht vorstellen, wäre wohl zu eklig"; murmelte er leise. Das wäre wohl wirklich eine eklige Vorstellung, zumal Alfred sich nicht entscheiden konnte, wer wohl schleimiger war- die Frösche, oder Francis-wobei bei Francis es ja nur im übertragenen Sinn gemeint war, aber nun ja. Die Vorstellung war trotzdem ein wenig seltsam.

Als Arthur dann meinte, dass er ihn wohl rauswerfen könnte, wenn er nerven würde, schüttelte Alfred den Kopf. "So sehr kannst du gar nicht nerven, als das ich dich rauswerfen würde", gab der Amerikaner dann als Antwort. Er würde ihn sicher nicht rausschmeißen, denn im Augenblick war er der derjenige, der für ihn da war, der ihm half, das alles zu überstehen und vor allem, in dessen Nähe er sich einfach wohl und sicher fühlte. Er war auch der einzige, den er im Moment ertrug Das Alleine sein, wohl eher weniger.
Gut, er band dem Briten wirklich immer auf die Nase, das er nun unabhängig war und alles, aber das war einfach nicht wichtig im Moment. Er war einfach nur froh, das Arthur da war und er wollte nicht, das sich das änderte.
Der Brite wiederholte sein "Manchmal ist das so" , als Antwort auf die Worte von Alfred und dieser lehnte sich wieder an ihn, als dieser näher gerutscht war. "Das könnte doch auch nicht nur manchmal so sein.."; murmelte er dann leise und ja es war wirklich ganz nett, mal einfach so nebeneinander zu sitzen und in Ruhe zu reden. Ohne gleich den anderen anzugiften oder anzustänkern. Das fand auch Alfred.

Das der Brite zustimmte, die Nacht über bei ihm zu bleiben, machte Alfred doch glücklich und er war auch erleichtert. Alleine schlafen unter diesen Umständen war bestimmt der Horror und Alfred wollte es sich besser nicht ausmalen,ob und wie schlimm es wohl werden würde. Wie gut, das Arthur hier sein würde, vielleicht würde dies die Alpträume nicht ganz so schlimm machen.
Eigentlich wollte der Amerikaner noch was erwidern, als Arthur dann aber auch schon aufgestanden war und verkündete, das er die Matraze holen wollte.
Wir sollten das doch lieber zusammen machen, dachte er bei sich, weil er ja der Größe der Matratze auch bewusst war. Arthur würde wohl Schwierigkeiten haben, das Ding überhaupt tragen zu können. Es dauerte auch nicht lange, da kam der Brite auch schon wieder zurück und veirkündete, das die Matratze nicht durch die Tür passte. Als er die Frage des Brtiten nickte er. "Ja- und weil das durch die Tür nicht geht, meinte ich ja eigentlich auch, das wir das zusammen machen sollten."; meinte Alfred, aber sein Ton war nicht vorwurfsvoll oder sonstiges. Eher im Gegenteil, es war eher ein neckischer Unterton dabei. Und jetzt und musterte er sogar den Briten kurz besorgt, ob dieser in Ordnung war. Immerhin war die Matratze doch deutlich größer als Arthur und hätte locker auf ihn drauffallen können oder ähnliches. Aber zum Glück schien alles in Ordnung zu sein.

Alfred wollte schon vorschlagen, das sie jezt doch die Matratze zusammen aus dem Fenster hieven und hier her bringen könnten, doch bevor er das aussprechen konnte, kam von Arthur die Idee, das er ja auch bei ihm hier im Bett schlafen könnte. Um ehrlich zu sein, dies hatte Alfred schon in Betracht gezogen, vor der Matratzen Idee, aber er hatte es sich eben nicht getraut das auszusprechen, weil er sich eben auch nicht sicher war, wie der Brite reagieren würde. Aber nun, da die Idee von Arthur selbst kam, war es doch irgendwie was anderes...denn immerhin hatte er ja schon durch den Vorschlag seine Zustimmung gegeben.
Auch Alfred wurde ebenfalls ein wenig verlegen. Als Kind war es ganz normal für ihn gewesen, da war er auch einfach mal auf Arthurs Schoß eingeschlafen und alles. Oder Arthur hatte ihn von sich aus auch mit ins Bett genommen und sie waren aneinander gekuschelt eingeschlafen. Nun war er erwachsen....und die Umstände waren naja anders als früher.. wie würde es jetzt sein, mit ihm in einem Bett zu schlafen? Und warum mach ich mir Gedanken über sowas?, fragte er sich und wunderte sich über sich selbst. Es war ja im Prinzip nichts dabei...das Bett war wirklich groß genug und er hatte ja gewollt, das Arthur bei ihm war.
"Warum nicht...", murmelte er dann schließlich leise und sah ihn an.
"Aber wenn du mir die Bettdecke wegziehst, werf ich dich aus dem Bett wieder raus"; meinte er mit einem leichten Lächeln. Eigentlich müsste Arthur erkennen, das er es nicht ernst meinte.


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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Sa März 09, 2013 2:24 am

Natürlich lachte Alfred nicht. Schade wie Arthur fand, aber durchaus verständlich. In der Tat wäre es unangemessen sich jetzt einen Partyabend oder ähnliches zu gestalten, aber ein Bisschen ablenken wollte er Alfred schon, und etwas Lachen war auch okay, Anteilnahme würde man Morgen wohl genug von dem Amerikaner sehen und keiner hätte was davon, wenn Alfred in Depressionen versank, außer vielleicht den Wankern von Terroristen.
"Nein, das will ich mir lieber nicht vorstellen, wäre wohl zu eklig", meinte Alfred und Arthur nickte.
Er hätte noch angefügt, dass es überhaupt eklig war an Francis zu denken, aber irgendwie wollte er nicht mehr über diesen reden, über keinen mehr eigentlich.

Dann meinte Alfred, dass Arthur ihn gar nicht so sehr nerven könnte, als das er ihn raus werfen würde und ein Lächeln huschte über das Gesicht des Briten. „Wollen wir wetten?“, scherzte Arthur.
Aber natürlich würde er es heute und auch die nächsten Tage vermeiden irgendetwas zu tun, was Alfred irgendwie verärgern könnte oder ähnliches, das war ja wohl das letzte was dieser nun brauchte und er würde wissen, dass Arthur das nicht ernst meinte.
"Das könnte doch auch nicht nur manchmal so sein..", gab der Amerikaner schließlich von sich und lehnte sich wieder an den Engländer. Wie sollte er das denn jetzt deuten? Vielleicht empfand Alfred die Situation zwischen ihnen beiden ja genauso angenehm wie er selbst? Wäre das möglich? Es könnte wirklich öfter so sein und für einen Moment überlegte Arthur wie schön es wäre häufiger von den ganzen Europa-Idioten wegzukommen. Dank der europäischen Union und dem ganzen Mist musste er sich nämlich öfter als ihm lieb war mit denen rumärgern und er hatte in Europa nun mal nicht so viele Freunde. In Asien, ja Kiku. Und in America halt Alfred und Matthew. Das war auch der Grund warum Arthur die G8 Treffen und NATO Treffen lieber mochte, da war er nicht nur mit den ganzen Europäern zusammen. Und wieder ab und an nach Amerika zu fahren war wirklich eine tolle Idee. Warum bin ich nicht mehr so oft gefahren? Ach ja…Aber ich kann doch nicht ewig sauer deswegen sein…
Das könnte doch nicht nur manchmal so sein… „Ich weiß bei der Hälfte unserer Streits eh nicht wirklich warum wir uns streiten…“, meinte Arthur und lehnte unbewusst seinen Kopf an Alfred an.

Blöde, olle Matratze dachte Arthur, als er zurückkam. "Ja-und weil das durch die Tür nicht geht, meinte ich ja eigentlich auch, das wir das zusammen machen sollten.", meinte Alfred dazu nur und der Engländer hörte den spöttischen Unterton deutlich heraus. Stimmt, daran hatte er gar nicht gedacht, aber er wollte halt das Alfred heute so wenig wie möglich machen musste, obwohl es für den Amerikaner wohl ein leichtes gewesen wäre, gleich das ganze Bett herzutragen, schließlich bekam dieser auch Büffel und Autos hoch.
Aber nun hatte Arthur den Vorschlag, sie könnten zusammen im Bett schlafen schon ausgesprochen und Alfred erwiderte nur warum sie es nicht tun sollten.
Auf seine nächste Aussage grinste Arthur nur, denn er verstand das es nicht ernst gemeint war.
Nachdem er dann zumindest das Schlafzeug aus dem Gästezimmer geholt und auf Alfreds Bett gelegt hatte, räumte er noch das Geschirr und den Puddingbecher weg, es sollte ja nicht aussehen wie Gott weiß was, und kam dann wieder zurück zu Alfred.
„So…“, sagte er. „Wie spät ist es eigentlich?“, suchend blickte sich der Brite nach einer Uhr um, irgendwie hatte er gerade jedes Zeitgefühl verloren.
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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   Sa März 09, 2013 9:40 pm

Natürlich würde es nicht schaden, wenn Alfred wenigstens ein wenig lachen würde und es würde ihn sicher niemand dafür anklagen, wenn er jezt lachen würde, aber der Amerikaner fühlte sich wie gesagt noch nicht wirklich dazu in der Lage. Und auch, wenn es vielleicht nicht wirklich toll war, an Francis zu denken, war es doch wesentlich besser, an die Anschläge denken zu müssen und somit hatte zumindest das Ablenken ein wenig funktioniert.
Aber auch Alfred wollte nicht wirklich mehr an den Franzosen denken, der ging ihm schon auf die Nerven, obwohl er gar nicht da war.
Also lieber nicht an ihn denken. das würde seiner inneren Genesung nicht wirklich gut tun.
"Wollen wir wetten?"; kam dann von Arthur aber Alfred schüttelte den Kopf und musste grinsen. Er verstand natürlich, das er nur scherzte. "Vielleicht ein ander mal"; antwortete Alfred aber. Er wollte heute einfach nicht, das irgendwas Arthur dazu veranlasste, zu verschwinden. Sei es nun, dass er von ihm genervt war, oder das Arthur von Alfred genervt war. Nein, der Brite sollte hier bleiben, er brauchte ihn einfach und es war wirklich schön, das sie hier nebeneinander saßen und redeten, ohne zu streiten, das fand auch Alfred.

"Ich weiß bei der Hälfte unserer Streits eh nicht wirklich warum wir uns streiten…“, gab Arthur dann von sich und ja so ähnlich ging es dem Amerikaner auch. Die meisten ihrer Streits waren total sinnlos und waren teilweise wirklich überflüssig, denn sie stritten über Dinge, über die andere wahrscheinlich nur den Kopf schütteln konnten.
Alfred fragte sich natürlich- und das schon länger- ob der Grundstein dafür im Unabhängigkeitskrieg gelegt worden war. Immerhin hatten sie sich seitdem nicht mehr wirklich gut verstanden und sich auch ziemlich voneinander entfernt.
Arthur trug ihm dies vielleicht immer noch nach und mit ihm zu streiten, war seine Art, dies zu zeigen.Er wusste es nicht genau, aber es war auch ein ziemlich sensibles Thema und Alfred wollte dies nicht ansprechen. Eben weil er Arthur nicht verletzen wollte, immerhin war er ihm doch dankbar, das er hier war und sich um ihn kümmerte, trotz allem. Da wollte er nicht alte Wunden aufreißen oder vergrößern, je nachdem. Immerhin reichte es ja schon, wenn es ihm so mies ging, wenn auch aus anderen Gründen.
Aber außer dieser Geschichte gab es da noch andere Gründe, warum sie sich stritten? Alfred wusste es nicht wirklich. "Da sind wir schon zwei.."; murmelte er leise.
Als Arthur dann seinen Kopf an ihn lehnte, blickte Alfred kurz zu ihm und ein leichtes Lächeln huschte über seine Lippen, genauso wie sein Herz einen kleinen Hüpfer machte. Irgendwie war das doch gerade sowieso viel besser, als zu streiten, fand der Amerikaner.

Arthur holte dann schon das Schlafzeug aus dem Gästezimmer und räumte das Geschirr weg. Alfred würde ja sagen, das er es ruhig stehen lassen konnte, immerhin störte es ihn nicht. Aber der Brite sah das wohl anders, also lies er ihn das machen. In der Zwischenzeit erhob sich der Amerikaner mal von dem Bett und holte sein Handy wieder aus der Ecke um zu probieren, ob es noch funktionierte. Tatsächlich lies es sich noch anschalten, nur das Display hatte einen leichten Kratzer. "Mh.."; murmelte er denn auch bei ihm waren massig Anrufe in Abwesenheit auf dem Handy zu sehen. Er schüttelte den Kopf, als er die Liste durchging. Matthew war derjenige, der ihn am meisten angerufen hatte, dicht danach kam sein Boss. Kiku hatte auch ein paar mal angerufen..
Bei Matthew und Kiku konnte er ja noch erahnen das diese sich Sorgen um ihn machten, sein Boss wollte ihn sicher nur wieder mit Dingen zu texten, für die er heute einfach keinen Nerv hatte. Ich werd die alle morgen anrufen oder so, dachte er bei sich. Ich will heut mit keinem außer Arthur reden.....
Arthur kam auch schon wieder zurück und fragte dann, wie spät es war. Da der Amerikaner auch gerade sein Handy in der Hand hielt, konnte er ihm auch sagen, wie spät es war. "Wir haben kurz vor 23.00 Uhr "; meinte er dann und wunderte sich ebenfalls darüber, wo die Zeit hingekommen war. Gut, er hatte heute auch nicht wirklich auf die Uhr gesehen und alles. "Wir sollten vielleicht bald schlafen gehen.. ", murmelte er dann, schaltete sein Handy wieder aus und legte es auf den Nachttisch, denn es sollte bloß keiner auf die Idee kommen, nachts anzurufen. Normal ging er zwar nicht so früh ins Bett, aber da sie morgen nach New York wollten, musste er ja einigermaßen fit sein und er war doch ziemlich geschafft von dem ganzen Tag. Und morgen würden sie ja auch nicht nur Just for fun nach New York gehen...da musste er wirklich Kraft haben, dafür..
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BeitragThema: Re: You are still alive [11.September 2001, America]   

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You are still alive [11.September 2001, America]
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