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 Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]

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Matthias Køhler
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BeitragThema: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   So Feb 03, 2013 3:36 pm

Es gibt nichts, was so schlimm ist, als einen Krieg gegen den ehemals besten Freund. Nachdem Sverige aus der Kalmarer Union ausgetreten war, hatte es zwar immer mal wieder Auseinandersetzungen gegeben, aber keine hatte bisher solche Ausmaße angenommen. Danmark hatte auch geglaubt, dass sie sich irgendwann schon wieder vertragen würden…aber nun wollte Schweden ihn tot sehen. Er wollte, dass Danmark nicht mehr existierte. Aber warum? Was hatte er ihm denn getan? Vielleicht hatte er sich damals nicht korrekt verhalten, aber das war doch schon lange vorbei… wie konnte Schweden ihn nur so hassen?

Diese Sorgen schlugen sich auf seinen sowieso ungemein geschwächten Zustand. Kopenhagen, sein Herz, war belagert. Er glaubte einen unseligen Tod sterben zu müssen. Normalerweise würde er weinen, weil es ungerecht war, so jung zu sterben, aber dazu fehlte ihm die Kraft. Fast auch schon, um sinnvoll zu denken und nicht in Sorgen zu ertrinken.

Heute Nacht hatte er wieder vom Tod geträumt. Wie sollte er es nur weitergehen, wenn er nicht mehr da war? Klar, dann wäre er weg und alles wäre egal. Aber was würde mit denen geschehen, die er zurückließ? Norge und Island würden an Schweden gehen. Wie damals, als sie ihn aus den Unionen ausgeschlossen hatten. Danmark glaubte, das fünfte Rad am Wagen zu sein, und nun nicht mehr nötig. Vielleicht war er sogar Norge egal. Wahrscheinlich nicht. Immerhin waren sie doch zusammen… umso schlimmer war es ja, dass er gehen müsste. Und wie sollte er ihm das beibringen?

Danmark ertränkte seine Sorgen in Alkohol, bis er nichts mehr fühlte. Aber irgendwie betäubte es nur kurz. Ansonsten lag er krank und schwach in seinem Bett, wirkte schon mehr tot als lebendig und bemitleidete sich und fühlte sich zu schwach, um auch nur aufzustehen. Seine Gedanken waren bereits auch verwirrt. Norge kümmerte sich nach Kräften um ihn, aber es half nichts, weil Danmark längst fast aufgegeben hatte. So wie noch nie in seinem Leben.

Auch heute starrte er nur teilnahmslos an die Decke und bemerkte gar nicht, dass jemand das Zimmer betrat. In seinem Kopf hallte immer noch der Traum vom Tod wieder. Er würde sterben. Sehr bald. Vielleicht könnte er dann endlich seinen Frieden finden. Der Krieg fraß allmählich seine Seele auf.
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Lukas Bondevik
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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Mo Feb 04, 2013 1:11 am

Lukas hatte Berwald und Matthias immer als Freunde betrachtet. Immer.
Er hat sich rausgehalten wenn sie sich mal wieder gestritten haben und nie richtig Partei ergriffen, höchstens geschlichtet.
Er mochte sie beide sie waren die wichtigsten Menschen in seinem Leben, von seinem Bruder mal abgesehen.
Er hatte die beiden ja sogar beide am gleichen Tag kennenglernt und er ist mit beiden groß geworden.
Aber Dinge ändern sich.


Doch sogar als Berwald ihn in die Union gezwängt hatte, hat Lukas immer an ihrer Freundschaft festgehalten.
Er hat Berwald nie als Feind betrachtet und versucht ihn zu verstehen.
Er hat versucht nicht böse auf ihn zu sein.
Aber Dinge ändern sich.


Denn irgendwann ist aus ihm und Matthias mehr geworden als nur Freundschaft, etwas Schönes, unbeschreibliches…
Was vollstes okay war, denn da hatte Berwald ja Tino. Sie waren glücklich. Sie hatten die Kalmar Union, es war perfekt.
„Aber Dinge ändern sich!“, fluchte Lukas und trat gegen den Stuhl, von dem er vor wenigen Momenten frustriert aufgesprungen war.
Mit einem Scheppern viel der Stuhl zu Boden.

Lukas seufzte. Er wollte den Stuhl aufheben, ließ sich stattdessen neben ihn auf den Boden sinken.
„Dinge ändern sich…“, flüsterte er nun.
Dann zwang er sich, sich zusammenzureißen. Davon wurde es auch nicht besser.
Aber es hat sich geändert! Protestierte es in ihm.


Lukas stand auf und stellte den Stuhl wieder hin.
Diese Verzweiflung machte ihn wahnsinnig.
Er machte sich Sorgen. Große Sorgen, wie er sie sich noch nie zuvor gemacht hat.
„Berwald“, zischte er und nahm dann das Tablett mit der warmen Suppe.
Er musste jetzt stark sein, stark für ihn.

Lukas setzte, so gut er konnte ein Lächeln auf, und ging in Matthias Zimmer.
„Hast du schon wieder getrunken?“, fragte er überflüssiger Weiße als er das Tablett auf den Nachttisch stellte.
Natürlich hatte er das.
Lukas ging zum Fenster und öffnete es. „Lass doch mal etwas Luft herein.“, sagte er.
Am liebsten hätte er gesagt: Werd doch wieder gesund!

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Matthias Køhler
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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Mo Feb 04, 2013 2:43 am

Danmark starrte an die Decke und alles schien ihm egal zu sein. Nicht alles. Bei weitem nicht. Aber nach außen hin wirkte er so. Er schaffte es, seine Maske aufzuziehen, wenn er genug trank und alles darin ertränkte. Er hörte eine Stimme – realisierte erst einen Moment später, dass es Norge war. Er hatte ihn gar nicht reinkommen hören.

Weil es ihm so schlecht ging, und er kaum noch etwas spürte, so schwanden auch seine Gefühle für Lukas allmählich, ob er es wollte oder nicht. Matthias wurde immer mehr zum Todgeweihten, dem alles egal war. Der nur noch ein Ende seiner Qualen wollte. Der nicht mehr denken konnte, was passieren würde, wenn etwas passieren würde. Er verstand die Welt bereits seit langem nicht mehr.

Und so hörte er auch jetzt Norges Frage und hörte sie doch nicht. Als Reaktion darauf zuckte er nur ganz schwach mit den Schultern. Früher hätte er gelacht und angefangen Norge vollzureden. Doch jetzt war alles anders. Nichts war mehr wie früher.
Teilnahmslos blickte er nun von der Decke zu Norge und beobachtete ihn, während er das Fenster aufmachte. Der Duft der Suppe stieg ihm in die Nase, doch er wollte nichts davon essen. Er fühlte sich einfach nur noch leer. Und dann waren da die Gedanken… und obwohl er sich so abwesend fühlte und wirkte, hatte er trotz allem Angst – Angst, diese Nacht nicht zu überleben.

Ein kleines Fünkchen Leben erwachte dadurch in ihm. Er blickte Norge an und erhob seine Hand.
„Kom her, Norge“, sagte er und lächelte schwach. Eventuell würde er wieder weinen und Norge würde ihm sagen, dass er sich zusammenreißen sollte… bis zum Schluss. Weil er es auch tat. Woher nahm er nur diese Stärke? Vielleicht würde er aber trotzdem danach daran kaputt gehen, wenn er nicht mehr war… Danmark fühlte sich noch schlechter, er wollte nicht der sein, der ihn mit in den Tod riss…

Aber er konnte nichts daran ändern, dass er wahrscheinlich bald gehen musste. Vielleicht würde es das letzte Mal sein, dass er seine Hand halten konnte. Er wollte nicht weinen. Keine Tränen… nicht heute. Er wollte nicht alles noch schwerer machen.
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Lukas Bondevik
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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Mi Feb 06, 2013 12:39 am

Lukas betrachtete Matthias der nur kurz mit den Schultern zuckte.
Wie lange sollte das noch so weiter gehen?
Erst hatte Lukas gar nicht gemerkt das es Matthias immer schlechter ging.
Ihm war nur aufgefallen, dass er immer ruhiger geworden war. Dann hatte er zunächst gedacht, der Däne erlaubt sich einen schlechten Scherz mit ihm und auch wenn Lukas mittlerweile weiß, das es Matthias ernsthaft schlecht ging hoffte er doch immer noch, dass sein Freund aufspringen würde und mit dem Lachen, das Lukas so liebte rufen würde: „War nur Spaß!“, dann würde Lukas ihm eine runter hauen, aber nicht feste, einfach so und danach würden sie rumalbern, raus gehen…

Lukas schüttelte den Kopf. Nein so durfte er nicht denken. Das deprimierte ihn nur, denn es würde nicht passieren.
Matthias war ja nicht einfach krank es war viel schlimmer.
Lukas hatte alle seine Bücher durchstöbert und alle möglichen Heilkräuter ausprobiert, aber nichts hat geholfen.
Deswegen billigte er auch mehr oder weniger, dass Matthias so viel trank was sollte er auch sonst tun?


Lukas schaute ausdruckslos durch die Gegend, ein lächeln brachte er jetzt nicht zustande, er wollte sich nur nicht anmerken lassen wie verzweifelt er war.
Wenn er mit Matthias sprach war es, als redete er gegen eine Wand.
Lukas glaubte wenn Matthias seine Einstellung ändern würde, mal aufstehen und mit ihm raus gehen würde, würde es vielleicht besser werden. Aber er weigerte sich.
Ein Schleier der Melancholie bedeckte das Zimmer, aber erneut riss Lukas sich zusammen und ging zu Matthias, als dieser ihn dazu aufforderte.


„Du isst jetzt erst mal was.“, sagte der Norweger bestimmt.
ER setzte sich aufs Bett, nahm er den Teller Suppe und tunkte den Löffel ein, kurz pustete er und führe ihn dann zum Mund des Dänen.
Er hatte gestern schon das Essen verweigert.
„Wenn du heute wieder nichts isst, schütt‘ ich dir die heiße Suppe über deinen verdammten Dickschädel, klar?“, sagte er
Das war eben seine Art. Entweder so oder er hätte angefangen zu weinen und letzteres hätte dem Dänen Schuldgefühle breitet, die er nun so gar nicht brauchte.
Also setze sich der Norweger gerade hin und hielt dem Dänen energisch den Löffel hin.

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Matthias Køhler
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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Mi Feb 06, 2013 8:34 pm

Danmark ließ seine Hand sinken, als Norge diese nicht nahm und sich einfach nur aufs Bett setzte. Stattdessen wollte er ihn nötigen, von der Suppe zu essen. Aber dann würde ihm nur wieder schlecht werden. Matthias hatte es satt, irgendetwas zu nehmen. Zig Tränkchen, die verdammt nochmal widerlich geschmeckt hatten, hatte er sich von Lukas einflößen lassen, weil er ihm vertraute. Aber nichts davon hatte geholfen. Jetzt wurde ihm nur bei jedem Essen schlecht und das letzte Mal hatte er sich wieder übergeben müssen. Vielleicht auch wegen dem Alkohol. Aber egal, was er machte, es ging ihm von Tag zu Tag schlechter.

Und so schüttelte er nur den Kopf und selbst als Norge ihm den Löffel an die Lippen stupste, drehte er wie ein kleines Kind den Kopf weg. Doch Lukas gab natürlich nicht auf.
„Ich will nicht“, sagte Matthias, ohne wirklich zugehört zu haben, was sein Freund gerade gesagt hatte. Er konnte ihm ja doch nicht helfen. Niemand konnte das. Genau das war ja das schlimme daran. Danmark hatte sich nie ausgesucht, dass es so werden würde. Und er hatte alles versucht, damit es nicht so würde, aber jetzt war er in ein schwarzes Loch gefallen, aus dem ihn niemand mehr herausholen konnte.

So zu sehen, wie Norge sich immer kümmerte, weil er wollte, dass er wieder gesund wurde und weil er anscheinend das auch dachte, ohne die Wahrheit zu kennen, ließ Danmark wieder so traurig werden… nicht direkt traurig, aber er konnte diese Leere spüren… wie gern er gelacht hätte und gesagt hätte, dass alles in Ordnung war, aber er hatte schon vergessen, wie Lachen überhaupt funktionierte. Die Bilder in seinem Kopf aus glücklichen Zeiten wirkten so alt und verblasst. Alles flog an ihm vorbei, sein ganzes Leben in unzähligen Bildern, unaufhaltsam…

Seine Hand griff nach der freien Hand von Norge und er blickte ihm nun in die Augen. Atmete tief durch, doch irgendwelche Schmerzen ließen ihn zusammenzucken. Sein Herz würde das nicht mehr lange mitmachen.
„…Ich glaube, morgen werde ich nicht mehr hier sein“, machte er eine vage Andeutung und eigentlich wollte er Norge sowas nicht sagen. Aber er musste. Wenn er schon gehen müsste, dann wollte er sich wenigstens verabschieden.
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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Mi Feb 06, 2013 11:25 pm

Matthias benahm sich wie ein kleines Kind. Er drehte den Kopf weg und weigerte sich zu essen.
Das ging jetzt schon seit ein paar Tagen so. Lukas war so verzweifelt, dass er kurz davor stand Matthias das Essen mit Gewalt einzuflößen.
„Ich will nicht“, sagte er. Für einen kurzen Moment huschte Besorgnis über das Gesicht des Norwegers dann fand er wieder zu seiner ausdruckslosen Miene zurück. „Wer trinken kann, der kann auch was Essen“, meinte Lukas und hielt ihm den Löffel weiter hin.

Lukas betrachtete Matthias er hatte schrecklich viel angenommen. Er seufzte und seine Stimme wurde weicher.
„Bitte. Iss was, wenigstens mir zu liebe“, sagte er schließlich. Früher hatte Matthias so einen Appetit gehabt, dass das Essen kaum gereicht hat und nun?
So konnte es doch nicht weiter gehen.

Die Meine des Dänen änderte sich irgendwie und er nahm Lukas Hand. Fragend blickte er ihn an.
„Ich glaube, morgen werde ich nicht mehr hier sein“, sagte Matthias. Lukas starrte ihn an und öffnete den Mund bekam aber kein Wort heraus.
Panik kam in ihm hoch, meinte er das ernst? Er…er konnte doch gar nicht…naja nicht mehr da sein oder? Da viel Lukas ein, dass es früher zum Beispiel aber auch Germanien und so gegeben hat und die gab es auch nicht mehr…
Nein, er schüttelte den Kopf hin und her. So was durfte er gar nicht denken.


Lukas kuschelte sich an Matthias und vergrab das Gesicht in seiner Brust, damit dieser nicht seinen entsetzten Gesichtsausdruck sah.
„Sag…sag doch so was nicht…“, murmelte er.

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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Do Feb 07, 2013 1:43 pm

Er wollte nicht, dass das passierte. Aber was, wenn er es nicht aufhalten könnte? So schlecht hatte er sich nie im Leben gefühlt und er glaubte, wenn man bereits sein ganzes Leben in den Erinnerungen vor sich sah, dann war man vom Tod nicht mehr weit entfernt… nur wollte er sich an alles nochmal erinnern, falls er wirklich sterben sollte.

Norge wollte immer noch, dass er von der Suppe aß, aber wenn er nun mal ‚Nein‘ sagte, dann meinte er auch ‚Nein‘. Die Suppe war jetzt auch nicht mehr wichtig. Höchstenfalls eine Henkersmahlzeit, wenn er diese Nacht nicht überleben würde. Leicht drückte er seine Hand und blickte ihn an. Die Aussage, dass er vielleicht nicht mehr da zu sein, schien ihn ziemlich zu treffen. Danmark wollte ihn nicht so sehen. Am liebsten hätte er nun geheult und hatte ein schlechtes Gewissen, es gesagt zu haben. Aber blieb ihm denn eine Wahl?

Im nächsten Moment spürte er, wie Norge sich an ihn kuschelte und musste nach einem Moment husten, weil er so auf seiner Brust lag und die Schmerzen dadurch nicht gerade besser wurden. Aber nie im Leben würde er Lukas wegschieben.

„Bedank dich bei Schweden“, sagte er etwas verbittert und versuchte den Arm um Norge zu legen, wo er eher leblos auf dessen Rücken liegen blieb. Er schloss die Augen, atmete tief durch, was aber nur darin endete, dass er wieder husten musste.

„Es tut mir so leid, Lukas“, sagte er schließlich, nachdem er glücklicherweise eben noch nicht erstickt war.
„Eigentlich wollte ich noch etwas länger an deiner Seite sein“, hauchte er und fühlte sich spätestens jetzt so schlecht wie noch nie zuvor.
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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Do Feb 14, 2013 11:43 pm

Lukas hatte eigentlich die ganze Zeit gedacht und fest daran geglaubt, dass es Matthias bald wieder besser gehen würde. Aber jeden Tag, jede Sekunde die Matthias so vor sich her lebte, steigerte Lukas Befürchtung, dass es nicht besser, sondern schlechter werden würde. Und je mehr er sich nicht länger weigern konnte, dass endlich einzusehen, desto mehr kam die Panik.
Was machte er, wenn Matthias wirklich…verschwand? Dann fragte sich der Norweger ob das nicht egoistisch war so zu denken. Natürlich machte er sich Sorgen um Matthias, Sorgen wie er sie sich noch nie gemacht hat, aber ein Bisschen dachte er auch an sich. Was er tun würde wenn Matthias nicht mehr da war…

Er wollte nicht weiter so denken, sonst würde er noch anfangen zu weinen, aber da riss ihn Matthias mit seinem Husten auch schon von diesen Gedanken weg.
„Bedank dich bei Schweden“, meinte Matthias und Lukas Blick wurde unergründlich. Sie waren mal Freunde gewesen, aber jetzt war sich Lukas nicht mehr sicher was sie waren. Er wusste nur was sie waren wenn Matthias wegen Berwald tatsächlich streb….verschwinden würde.
Matthias legte den Arm um ihn, aber als er erneut husten musste, sprang Lukas auf.
„Entschuldig…“, murmelte er leise.

Dann entschuldigte sich Matthias plötzlich und als ob Lukas nicht schon so fertig genug gewesen wäre, riss Matthias ihm mit seinem nächsten Satz etngültig den Boden unter den Füßen weg „Eigentlich wollte ich noch etwas länger an deiner Seite sein“, Lukas öffnete den Mund aber konnte nichts sagen.
Einen Moment starte der Norweger einfach nur in den Raum rein ohne überhaupt etwas zu sehen.
„Ich komm sofort wieder. Ess die Suppe.“, haspelte er und lief aus dem Zimmer.“, während er den Flur entlang lief wischte er sich die Tränen weg, die über sein Gesicht liefen.
Dann setzte er sich ins Wohnzimmer und schrieb erneut einen Brief an Berwald. Er hatte ihm schon mehrmals geschrieben und gebeten den Krieg zu beenden. Lukas Hand flog praktisch über das Papier.
Er las den Brief noch mal durch und schüttelte den Kopf. Ein Haufen Beleidigungen und Drohungen.
Er zerknüllte das Papier und warf es auf den Boden, schrieb etwas vernünftiges und ging schließlich zurück zu Matthias, der ihm hoffentlich nicht anmerkte, wie aufgewühlt er war.

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Matthias Køhler
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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Sa Feb 16, 2013 5:54 pm

Matthias blickte zu Lukas auf, doch es endete nur darin, dass er irgendwie zurückwich und ihn mit großen Augen anblickte. Er wollte es zurücknehmen, aber das ging nun mal nicht. Was gesagt war, war gesagt. Er hatte nur nicht damit erreichen wollen, dass Lukas wegging.
Er nahm all seine Kraft zusammen und hob seinen Arm.

„Geh nicht“, sagte er noch, doch Norge war bereits aus dem Zimmer geeilt und hatte ihn allein zurückgelassen. Was, wenn er jetzt bald starb? Und Norge einfach weg war… er hatte sich ja quasi schon von ihm verabschiedet, aber er wollte nicht allein sterben… er müsste sich zumindest noch so lange zusammenreißen, bis Norge wieder kam. Falls er wirklich gehen musste, wollte er noch seine Hand halten.

Danmark hatte, trotz der Tatsache, dass er sich mehr oder weniger damit abgefunden hatte, weil er nur noch wollte, dass die Schmerzen ein Ende fanden, eine ziemliche Angst vor dem Tod. Und der Einsamkeit. Doch er würde schon nicht jetzt sofort sterben…hoffte er zumindest. So lehnte er sich zurück und schloss die Augen. Am besten keine Bewegungen und Gedanken, die ihn überfordern könnten.

Tief atmete er durch und versuchte an etwas Schönes zu denken und die Schmerzen zu vergessen. Er dachte an seine Kindheit, als sie Wikinger gewesen waren, an die Zeit, wo er mit Norwegen zusammen in der Union gewesen war und daran, als sie zusammen gekommen waren. Darüber bemerkte er gar nicht, dass er einschlief. Dass Norge wieder zurückkam realisierte er nicht mehr.
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Lukas Bondevik
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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Fr Feb 22, 2013 12:38 am

Das Matthias noch etwas gesagt hatte, hatte Lukas gar nicht gehört.
Er war zurück im Zimmer und die Stille erdrückte ihn fast. Er vermisste wie Matthias redete und redete, einem Wasserfall gleich. In letzter Zeit, war es nicht mal eine Pfütze.
Warum war er schon wieder so verdammt still?
Da bemerkt Lukas, dass der Däne schlief.
Aber ich habe ihn doch erst vor zehn Minuten geweckt, dachte der Norweger mir einem neunen Anflug von Besorgnis.
Früher war Matthias gar nicht ins Bett zu bekommen und heute konnte man froh sein, wenn er überhaupt mal aufstand, was er meistens nur tat um auszutreten, was, da er kaum aß oder trank auch nicht wirklich oft vorkam.

Lukas spielte immer mehr mit dem Gedanken ihn einfach zum Essen zu zwingen und starte wütend die Suppe an, die immer noch unangetastet da stand und kalt geworden war.
Leise seufzend nahm er den Teller und brachte ihn in die Küche, bevor er erneut das Zimmer betrat und seinen Blick auf den schlafenden Matthias richtete.
Sogar im Schlaf sah er krank aus.
Schnell wischte Lukas sich über die Augen, konnte aber nicht verhindern, dass ihm ein paar Tränen die Wange runterflossen.
Nach einer Weile hatte der Norweger sich wieder eingekriegt und kniete sich neben Matthias Bett auf den Fußboden. Er legte die Arme verschränkt auf das Bett und legte seinen Kopf drauf.
Eine Weile sah er Matthias nachdenklich zu wie er ruhig schlafend ein und aus atmete, bevor er selber, einfach erschöpft von Traurigkeit und Verzweiflung, in dieser Position ebenfalls einschlief.

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Matthias Køhler
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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Fr Feb 22, 2013 1:49 am

Lange geschlafen hatte er nicht. Matthias wurde von einem eigenen Hustenanfall geweckt – wo er doch Angst hatte, nicht mehr aufzuwachen, fühlte er sich für den Moment wieder sehr lebendig, weil er nun wieder mehr spüren konnte. Aber als es nicht aufhören wollte, hatte er plötzlich das Gefühl er würde sich die Seele aus dem Leib husten. Sein Körper schmerzte und es fühlte sich so an, als ob irgendetwas feststeckte. Vielleicht seine Seele, die hinaus aus einem kranken Körper ins Jenseits wollte?

Für einen Moment hielt er inne, als er bemerkte, dass Norge neben ihm den Kopf aufs Bett gelegt hatte und quasi vor seinem Bett eingeschlafen war – und durch den Husten jetzt sicher auch geweckt wurde. Doch er konnte nicht weiter darüber nachdenken, wie er es finden sollte, dass Norge an seinem Bett über ihn gewacht hat, das Stechen in seiner Brust wurde stärker und der nächste Hustenanfall kam sofort.

Nur war es diesmal anders und fast noch viel schlimmer. Als Matthias endlich aufhören konnte, sank er kraftlos zurück ins Bett. Es klebte Blut an seinen Händen. Und es lief auch ein wenig aus seinem Mundwinkel. Er hatte die Augen halb geschlossen und war für einen Moment einfach nur fertig.
Aber als er dann das Blut an seinen Händen erblickte fühlte er sich dem Tod plötzlich näher denn je… und hatte eine solche Angst, dass er sozusagen jetzt schon sämtliches Leben aus ihm weichen spürte. Die Angst schnürte ihn weiter ein, er konnte nicht mehr klar denken, er hatte einfach nur noch Panik…

„Norge… bitte… wenn ich sterbe… ich… möchte… bitte lass mich in deinem Herzen weiterleben!“, sagte er in Bruchstücken, während seine Stimme immer wieder wegbrach. Und griff nach Norges Hand, weil er irgendetwas brauchte, woran er sich halten konnte… und verschmierte sie mit Blut, aber das war in diesem Moment unwichtig.
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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   So Feb 24, 2013 4:13 am

Lukas träumte, wie so oft einfach nur davon, dass Matthias wieder gesund wurde. Manchmal träumte er auch von früher, als noch alles in Ordnung war. Oder er träumte, dass sie drei wieder Freunde waren und es den dummen Krieg gar nicht gegeben hat.
Wenn er dann aufwachte war er immer sofort deprimiert sobald er merkte, dass es nicht so war. Dann dachte Lukas traurig warum er nicht einfach noch etwas länger hätte schlafen können.
Schon morgens war es einfach nur beschissen, nämlich dann wenn Matthias das Frühstück verweigerte.

Lukas träumte also gerade wieder, dass alles in Ordnung war, als ihn Matthias Husten weckte.
Erschrocken riss der Norweger die Augen auf und sprang sofort auf die Füße. So schlimm hatte es sich noch nie angehört.
Entsetzt bemerkte Lukas das Blut an Matthias Händen klebte. Für einen Moment hielt er den Atmen an und konnte nicht verhindern, dass man ihm das Entsetzten auch ansah.

Noch schlimmer als das Blut allerdings waren Matthias Worte.
„Norge… bitte… wenn ich sterbe… ich… möchte… bitte lass mich in deinem Herzen weiterleben!“
Jetzt konnte Lukas nicht mehr verhindern, dass ihm Tränen über die Wangen liefen.
„Sag doch so was nicht.“, schluchzte er. Dann wischte er sich über die Augen und sprach mit trauriger Stimme weiter.
„Sag so was nicht. Du Idiot. Du wirst wieder gesund. Du wirst wieder gesund und alles wird gut.“
Das seine Hand jetzt auch voll Blut war, störte ihn nicht. Er wollte einfach nur, dass dieser Albtraum aufhörte.

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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Mo Feb 25, 2013 10:10 pm

Matthias drückte seine Hand und blickte zu ihm, jetzt realisierend, dass er weinte. So was hatte er noch nie gesehen, weshalb er ihn für einen Moment nur sprachlos anblickte.

Er wusste nicht, was er sagen sollte. Auch nicht auf die Aussage, er sollte sowas nicht sagen, und dass er ein Idiot wäre, weil er wieder gesund würde. Wie gerne hätte er ihm zugestimmt. Wie gerne wäre er ein Idiot gewesen, der nur so dumm war, zu glauben, er würde nicht mehr aufwachen. Aber er wusste, dass das nicht so war. Es würde bald vorbei sein. Niemand konnte etwas dagegen tun. Er spürte, wie er immer schwächer und schwächer wurde, so als würde etwas das Leben aus ihm herausziehen. Noch versuchte er, es festzuhalten…

Aber jetzt weinte sogar schon Lukas. Der, der ihm immer geholfen hatte, einen kühlen Kopf zu bewahren, bis zum Schluss – es würde einfach nicht mehr weiter gehen… es würde so enden, und nicht mehr anders. Wahrscheinlich hatte Norge das nun auch erkannt. Danmark biss sich auf die Lippe. Er wollte es ihm nicht so drastisch sagen, aber ihm blieb doch keine Wahl.
„Norge…ich…es tut mir leid“, sagte er, denn es war das letzte, was er wollte… Dass Norge weinte, wegen ihm. Jetzt wusste er, dass er es wohl nicht so leicht nehmen würde, wie er tat. Wenn er gehen würde, dann wäre nichts mehr wie vorher. Er wollte es nicht zerstören.

Mit letzter Kraft versuchte er, sich irgendwie aufzurichten und nahm Norge in den Arm. Doch er konnte sich nicht lange halten, weswegen er ihn einfach mit sich zurück ins Bett zog. Aber er würde ihn nicht loslassen, er würde ihn niemals loslassen…

„Ich bleib immer bei dir. Auch wenn ich nicht mehr hier bin. Du darfst mich einfach nicht vergessen, ich bin irgendwo und seh‘ auf dich herab…- oh Scheiße!“, sagte er zunächst, fluchte schließlich und drückte Norge enger an sich. Für einen Moment vergaß er alles sonst. Seine Angst, sowie dass es ihm schlecht ging… und konnte in diesem Moment die Tränen ebenso wenig zurückhalten.
„Ich werde dich immer lieben“, sagte er, aber nun war es kein schönes Gefühl mehr, dieses Mal brach es ihm das Herz.
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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Do Feb 28, 2013 9:36 pm

Lukas ärgerte sich über sich selbst, wie konnte er vor Matthias nur weinen? Das würde ihm nur Schuldgefühle bereiten und das obwohl er gar nichts dafür konnte, dass es ihm so schlecht ging.
Und Matthias sah ihn auch noch mit so einem überraschten Blick an.
Du Idiot! Warum weinst du wie ein kleines Mädchen? Verdammt, verdammt, verdammt…
Er hatte doch versucht stark zu sein. Nicht für sich, sondern vor allem für Matthias. Und zeigte er Schwäche in dem er weinte. Wie musste das nur auf Matthias wirken? Lukas wollte ihm doch immer Mut machen und dann so etwas.


Aber die Wahrheit war Lukas hatte Angst. Angst wie er sie noch nie vorher im Leben gehabt hat. Dass sein Herz nicht einach stehen geblieben ist, als Matthias zu Husten anfing, wunderte ihn immer noch.
Lukas Gedanken schweiften für einen kurzen Moment ab. Wie schön es gewesen wäre, wenn sein Herz einfach aufgehört hätte zu schlagen…Dann wäre er vor Matthias gestorben und müsste diesem nicht beim Streben zusehen. Ein wundervoller Gedanke, so trist er auch sein mochte.
Aber sein Herz schlug weiter und es schlug für Matthias, und Lukas war sich sicher, sollte Matthias wirklich einmal nicht mehr sein, hört es auf zu schlagen.


„Norge…ich…es tut mir leid“, entschuldigte sich Matthias. Lukas atmete tief ein und unterdrückte ein Schluchzten.
„Es-es ist doch nicht deine Schuld, entschuldige dich doch nicht…“, erwiderte Lukas, als Matthias ihn plötzlich in den Arm nahm.
Lukas hielt für einen Moment den Atmen an.
Und Matthias sagte, dass er für immer bei ihm bleiben würde. Lukas wollte erwidern, dass das nicht stimmte wenn er starb. Oh bitte stirb nicht. Matthias sagte er würde immer von irgendwo auf ihn herab sehen. Seh nicht auf mich herab, stehe neben mir.
Dann fing Matthias an zu weinen und sagte „Ich werde dich immer lieben“.
Das war zu viel. Bei Lukas fing sich alles an zu drehen. Verzweifelt hielt er sich an Matthias fest und schloss die Augen, in die erneut Tränen stiegen.
Das war so unfair. Warum musste es Matthias so schlecht gehen? Am liebsten hätte Lukas, wenn Matthias schon nicht gesund werden konnte, einfach mit diesem getauscht und würde an seiner Stelle sterben. Er konnte nicht ohne Matthias leben und das würde er auch nicht.
„Ich werde nicht ohne dich leben.“, brachte Lukas irgendwie hervor.
War das jetzt falsch, dass er ihm das sagte? Nein das konnte er wissen, vielleicht würde Matthias dann weiter kämpfen den er wirkte auf Lukas so, als ob er schon lange aufgegeben hat und das war eigentlich viel schlimmer als alles andere. Denn Matthias war ein Kämpfer, ein Steh-auf-Männchen, warum also gab er auf? Geb nicht auf, kämpfe weiter. Kämfe für dich, kämpfe für dein Leben, kämpfe für mich, kämpfe für uns...
Lukas kuschelte sich an ihn und wartete was Matthias dazu sagen würde.


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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Fr März 01, 2013 9:45 pm

Während ihm die Tränen weiter unaufhörlich über die Wangen liefen, drückte Matthias Lukas enger an sich. Sie weinten gemeinsam und für einen Moment fühlte er sich wieder ein wenig lebendiger. Vielleicht weil Norge ihm nahe war. Vielleicht, weil er ihm Kraft gab. Er wollte so gerne für ihn stark sein, was er nicht mehr konnte. Offenbar blieb nur dieser eine Weg. Auch wenn er nicht wollte, er musste ihn gehen. Und er musste ihn allein gehen.

„Vergiss mich nicht, Norge“, sagte er und strich Lukas übers Haar, als dieser jedoch etwas sagte, nämlich dass er nicht ohne ihn leben wollte.
Matthias schaute einerseits überrascht, lächelte dann aber traurig. Er spürte einen Stich in seinem Herzen. Eigentlich wollte er sich doch freuen, dass er ihm damit zeigte, dass er ihn wirklich liebte… aber es tat einfach nur noch weh. Denn er würde ihn hier zurücklassen. Vielleicht würden sie sich nie wieder sehen…

„Red keinen Mist. Natürlich wirst du. Vergiss nicht, halt immer den Kopf hoch. Es reicht doch, wenn ich sterbe… Mach keinen Scheiß“, sagte er und seine Stimme klang fast wie früher, weil er sich Mühe gab, optimistisch zu klingen. Er berührte Lukas‘ Kinn dabei und hob es leicht nach oben, sodass er ihm in die Augen blickte. Allerdings war es unklar, was passieren würde, wenn es Dänemark nicht mehr geben würde. Vielleicht würde Schweden Norwegen und Island genauso zerstören, wer wusste das schon? Sie waren doch ohne ihn völlig schutzlos…

So blickte er in Norges vor Tränen glitzernde Augen und streichelte ihm ein paar Tränen von der Wange.
„Ich will dich eigentlich nicht allein lassen. Und du bist der einzige Grund, warum ich immer noch kämpfe. Aber wenn ich es nicht schaffe… dann versprich mir bitte, dass du stark bist… du darfst nicht aufgeben…versprich es mir“, sagte er und versank vielleicht für ein letztes Mal in seinen wundervoll tiefblauen und dieses Mal sehr traurigen Augen.
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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Mo März 04, 2013 12:47 am

Die Situation war traurig. Lukas fühlte sich so einsam, obwohl er in Matthias Armen lag, vor allem aber fühlte er sich überfordert.
Gleichzeitig waren die beiden sich aber gerade körperlich und emotional so nah, wie schon seit Tagen nicht mehr. Aber genießen konnte er den Moment nicht.
„Vergiss mich nicht, Norge“, sagte Matthias. Wie könnte Lukas ihn je vergessen? Seit er ihn das erste Mal gesehen hat, kann er ihn nicht vergessen. Und dann lächelte Matthias auch noch. Wie konnte er so etwas sagen und dann lächeln? Aber es war trauriges Lächeln, kein echtes wie Matthias sonst an den Tag legte. Wie lange war es jetzt her, dass der Däne aus vollem Herzen gelacht hat?
Auf jeden Fall zu lange.
Langsam schüttelte Lukas denn Kopf. Nein vergessen würde er Matthias nicht. Nie. Weil er ohne ihn gar nicht sein wollte.

Als ob Matthias seinen Gedanken erraten hätte sagte er: „Red keinen Mist. Natürlich wirst du. Vergiss nicht, halt immer den Kopf hoch. Es reicht doch, wenn ich sterbe… Mach keinen Scheiß“
Matthias hob Lukas Kopf, so dass sie einander in die Augen schauten aber Lukas senkte den Blick.
„Ich will nicht ohne dich…“, murmelte er vor sich her.

Matthias wollte von ihm ein Versprechen. Ein Versprechen, dass Lukas ihm nicht geben konnte.
„Ich..“, setzte er an und stockte. Er konnte Matthias doch nicht sagen, dass er ohne ihn einfach nicht weiter leben würde, oder doch? „Ich kann nicht.“, sagte der Norweger mit gebrochener Stimme.
Dann sah er Matthias tief in die Augen und erneut stiegen Tränen in seinen eigen auf.
„Das kann ich dir nicht versprechen. Du musst einfach bei mir bleiben.“

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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   So März 17, 2013 5:34 pm

Matthias seufzte schwer. Wenn Lukas ihm das Versprechen nicht gab, dann wollte er einfach nicht von dieser Welt gehen. Nie wollte er diese Tränen, dieses Leid, diese Verzweiflung verursachen. Er wollte nicht daran schuld sein, wenn Lukas auch aufhören sollte, zu existieren. Danmark hatte in der Vergangenheit sehr viel Scheiße gebaut. Sehr viel Kriege gegen Schweden geführt, die vielleicht nicht sein gemusst hätten. Aber Norge war total unschuldig, er hatte nie etwas getan. Er hatte ihn vielleicht unterstützt, ja, aber auch weil er musste… er hatte den Tod nicht verdient.

„Du schaffst das, du bist stark… du bist stärker als ich, glaube ich“, erwiderte Danmark und blickte Norge eindringlich in die Augen. Er wollte so sehr glauben, dass er es schaffte und dass Schweden ihm nichts antat, weil er mit anderen Gedanken keinen Frieden finden könnte.
Ein trauriges Lächeln glitt langsam auf sein Gesicht, als Lukas ihm sagte, dass er einfach bei ihm bleiben musste.

„Wenn ich könnte… würde ich bis in alle Ewigkeit bei dir bleiben“, sagte Matthias, doch seine Stimme wurde bereits schwächer. Aber Danmark nahm trotz allem seine letzte Kraft zusammen, zog ihn enger an sich und küsste ihn zärtlich – wahrscheinlich zum letzten Mal.

Er versuchte den Kuss zu halten, aber plötzlich begann alles zu schwinden, als er im nächsten Moment in eine tiefe Bewusstlosigkeit sank.
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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Mi März 20, 2013 1:58 am

Noch nie hatte Lukas wirklich darüber nachgedacht, was er tun würde, wenn Matthias nicht mehr war. Er hatte es einfach für unmöglich gehalten, er wusste schließlich das Matthias und er, sowie auch Berwald anders waren und nicht einfach so sterben konnten.
Als Matthias krank geworden ist, war das schon ein Schock für den Norweger gewesen, weil er mit so was nicht gerechnet hatte.
Und als es Matthias immer und immer schlechter ging, hatte Lukas sich einfach geweigert darüber nachzudenken, er hatte sich regelrecht vor dem Gedanken versteckt, denn wie hätte er, wenn er erst erkannt hätte das Matthias vielleicht bald nicht mehr wahr, stark für sie beide sein sollen?
Außerdem hatte er nicht gewollt das Matthias selbst wusste das er starb, aber er schien es noch vor Lukas gewusst zu haben. Was aber, in Lukas Augen viel schlimmer war, war das Matthias seinen Tod anscheinend schon akzeptiert hatte, wahrscheinlich war das auch der Grund war, warum er nicht weiter kämpfte.

„Du schaffst das, du bist stark… du bist stärker als ich, glaube ich“, sagte Matthias und schaute Lukas dabei direkt in die Augen. Er erwiderte den Blick zuerst, wandte ihn dann jedoch ab.
Denn Matthias forderte von ihm ein Versprechen, dass er ihm nicht geben konnte.
Lukas merkte, dass das was er sagte nicht das war, was Matthias hören wollte, denn er sah die Traurigkeit hinter seinem Lächeln. Aber sollte er ihn anlügen? Nein. Matthias sollte wissen, dass mit seinem Tod Lukas quasi mitstarb. Denn der Norweger hoffte, Matthias so dazu anregen zu können weiter zu machen. Es war schon oft vorgekommen, dass Matthias zuerst für andere gehandelt hat, als für sich selbst. Das tat er nicht immer, aber manchmal schon, eine Eigenschaft, die Lukas an ihm sehr mochte.

„Wenn ich könnte… würde ich bis in alle Ewigkeit bei dir bleiben“, sagte Matthias bevor er Lukas auf seinen, zu einem traurigen Lächeln verzogenen Mund küsste. Lukas erwiderte den Kuss, riss dann aber erschrocken die Augen auf, als Matthias in sich zusammen sagte.
„Matthias?“, sagte der Norweger erst leise, dann etwas lauter, bis er den Namen schrie und an Matthias rüttelte. Aber der Däne regte sich nicht.
Verzweifelt rief Lukas um Hilfe, bis ihm einfiel, dass die ja alleine zuhause waren. Erschüttert rutsche er neben das Bett auf den Boden und begann zitternd zu schluchzen. Er ist tot… Er ist tot...er ist tot.. Das kann nicht wahr sein...nein....
„Oh Gott, Matthias“, murmelte er vor sich her. , „Ich bring dich um Berwald…Ich…“
Da viel Lukas etwas ein. Mit einem Satz sprang er auf die Füße und betrachtete Matthias.
Nach einem Moment streckte er zögerlich die Hand und fühlte Matthias Puls.
ER LEBT NOCH. Wie konnte ich Idiot vergessen zuerst den Puls zu messen?
Die Erleichterung wich dann aber wachsender Sorge, denn Matthias atmete nur schwach. Offensichtlich schlief er nicht nur, sondern war bewusstlos. Was sollte Lukas tun?
Nachdenklich setzte er sich neben das Bett auf den Boden, schlang die Arme um die Knie und fragte sich, wie es weiter gehen würde.

Nach einer Weile drehte Lukas sich um, legte die Arme verschränkt auf das Bett und stütze den Kopf darauf ab.
So betrachtete er Matthias, dessen Brust sich beim Atmen kaum merklich hob und senkte. Lukas seufte und murmelte immer wider vor sich her: "Wach auf. Bitte wach wieder auf." Fast schon wie eine Beschwörung. Lukas wüdre sich in nächster Zeit bestimmt keinen Zentimeter weg bewegen.
Er achtete konzentriert darauf, das sich die Brust des Dänen auch schön weiter hob uns senkte und mochte gar nicht daran denken, was passierte wenn sie aufhörte das zu tun.
"Wach auf..." So verstrichen Minuten? Stunden? Lukas wusste es nicht...

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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Do März 21, 2013 10:36 pm

Matthias sah diesmal kein Licht, nur die Schwärze, die beruhigende Schwärze, in der die ganzen Schmerzen verschwunden waren. Er fühlte sich leichter als vorher. Vielleicht war er jetzt bereit zu gehen. Auch wenn Lukas dann immer noch ohne ihn sein würde und auch wenn er nicht wusste was passieren würde… er hatte sich von ihm verabschiedet, mehr konnte er nicht tun. Und dann sah er da auch schon, dass es heller wurde. Es war ein anderes Licht. Vielleicht hatte er sich das vorher ja nur zusammengereimt und er war jetzt wirklich an der Schwelle zum Jenseits… er fühlte sich jedenfalls lockerer und freier, sodass er gehen könnte.

Doch als er auf das Licht zugehen wollte, wurde es so hell, dass er das Gefühl hatte ‚wach zu sein‘. Er konnte nun auch seinen Körper wieder deutlicher spüren. Er war also einfach nur aufgewacht… aber sein Körper fühlte sich besser an. Wie konnte das sein? Und wie konnte es sein, dass in das Zimmer so helles Licht strahlte, nach so langem Grau? Ein Wolkenbruch. Von draußen hörte man aufgeregte Stimmen, dort passierte etwas.

Neugierig zog Danmark die Augenbraue hoch und wäre am liebsten aufgestanden um nachzuschauen. Aber schwach fühlte sich sein Körper schon noch an und er atmete immer noch etwas schwer. Deswegen traute er sich nicht, sich zu bewegen. Doch er wollte wissen, was das war. Wo war eigentlich Norge? Er blickte sich um, bis er ihn neben sich aufs Bett gestützt fand, wohl leicht eingenickt.

Vorsichtig tippte er ihn an.
„Was ist das?“, fragte er und nickte mit dem Kopf leicht zum Fenster. In der Zwischenzeit war eine Flotte aus Holland gekommen um die Kopenhagener zu unterstützen. Das Volk fasste neue Hoffnung, aus der Belagerung herauszukommen, ohne dass ihr Staat zerstört würde. Sie waren gleich sehr optimistisch, auch wenn noch nicht alles überstanden war. Ebenso ging es Matthias. Er verstand es nur noch nicht.
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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Mo März 25, 2013 12:03 am

Auch Lukas sah eine Schwärze, zumindest eine erdrückende Dunkelheit, die einfach durch diese Ungewissheit entstand, die Ungewissheit darüber, wie es weiter gehen würde. Er wurde panisch, wenn er nur daran dachte, aber auf dem Boden hockend, mit Matthias vor sich, der nicht viel mehr tat als atmen, blieb ihm nicht viel übrig. Einmal dachte Lukas tatsächlich Matthias hätte aufgehört zu atmen und hat vor Schreck selbst die Luft angehalten, bis Matthias Brust sich wieder regelmäßig hob und senkte.
Der Norweger verlor jedes Zeitgefühl, vielleicht ist er auch zwischendurch eingeschlafen, auf jeden Fall hatte sich der Stand der Sonne verändert, als Lukas das nächste Mal zum Fenster sah.

Dann zog allerdings Matthias seine Aufmerksamkeit wieder auf sich, als er anfing sich zu bewegen und Anstalten machte, aufzuwachen.
Und tatsächlich öffnete dieser kurz darauf die Augen und zog die Augenbrauen hoch und da bemerkte auch Lukas die Geräusche von Draußen.
Auch der Norweger wirkte etwas verschlafen, als Matthias ihn antippte und fragte, was das sei.

Etwas wiederwillig wandte Lukas seinen Blick von Matthias ab und schaute zum Fenster.
„Ich weiß nicht.“, murmelte Lukas, als er aufstand und zum Fenster ging.
Lukas blickte hinaus und erkannte die Holländer auf den ersten Blick. War das möglich?
Mit einem Lächeln auf den Lippen drehte er sich zu Matthias um.
„Es sind die Holländer.“
Irrte er sich, oder hatte Matthias’ Gesicht wieder etwas Farbe angenommen?

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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Mo März 25, 2013 12:25 am

Matthias blickte neugierig Richtung Fenster und im Moment waren alle Gedanken daran, dass er sterben könnte, weggewischt. Er fühlte sich zwar noch nicht gesund, aber mental fühlte er sich schon wieder so gut, dass er fast glaubte, alles wäre wieder beim Alten.

Er beobachtete Lukas, wie er zum Fenster ging, und wäre ihm am liebsten gefolgt, so gespannt war er, was da draußen los war. Es schien wieder Leben in Kopenhagen zu sein und ebenso war das Leben in ihn zurückgekehrt, auch wenn er es in diesem Moment gar nicht so realisieren konnte, weil er nur wissen wollte, was draußen los war.

Und dann drehte sich Norge um. Er lächelte, was Danmark überrascht schauen ließ, jedoch umso mehr überraschte ihn seine Aussage.
„Holland?“, fragte er erstaunt und lächelte nun auch. Holland war nach allem so etwas wie sein Freund, jedenfalls hatte er ihm schon öfter aus der Patsche geholfen. Aber irgendwie wollte er es nun selbst sehen, was da draußen vor sich ging. Und ohne nachzudenken, ob sein Körper es schaffen würde, stand er nun auf und ging – mit noch sehr wackeligen Schritten – zum Fenster.

Und wirklich – da unten standen eine Menge Holländer und dabei stand auch Holland selbst. Danmark grinste breit und winkte ihm zu, musste sich dann aber an Norge festhalten, um nicht umzukippen.
„Scheiße, Holland rettet mir aber auch immer wieder den Arsch. Was für ein Typ …“, sagte er und lächelte leicht, während er sich an Lukas anlehnte.
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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Mo März 25, 2013 1:16 am

Lukas freute sich fast mehr darüber, dass Matthias tatsächlich aufgestanden und zum Fenster gelkaufen war, als über die Holländer draußen, obwohl ihm schon klar war, dass das vermutlich miteinander zusammen hang. Das Lächeln auf seinem Gesicht wurde breiter und er nickte auf Matthias fragte.
„Ja. Sieht so aus, als hätten sie ein paar Flotten mitgebracht.“, teilte Lukas dem Dänen mit.

Sie entdeckten Holland selbst unter den Leuten und Lukas bemerkte, dass Matthias diesem winkte.
Er war fast schon wieder so lebendig wie früher und auch, dass Matthias sich an ihm stützen musste, konnte die Freude des Norwegers nicht hemmen.

„Scheiße, Holland rettet mir aber auch immer wieder den Arsch. Was für ein Typ …“,meinte Matthias und es lag kein Hauch Melancholie mehr in seiner Stimme. Lukas hätte Freude fast weinen können.
Auch er hob die Hand kurz zum Gruß in Richtung des Niederländers, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder Matthias widmende.

Etwas besorgt war er noch immer. „Alles in Ordnung?“ , fragte er leicht lächelnd. Sie sollten zumindest erst dann raus gehen, wenn Matthias wieder richtig laufen konnte. Aber wie lange hatte er im Bett gelegen? Natürlich sprang er noch nicht herum, wie ein junger Gott, aber Lukas war einfach nur erleichtert, dass Matthias immer noch bei ihm war. Unbewusst griff er nach der Hand des Dänen und hielt sie fest.

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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Do März 28, 2013 4:05 pm

Matthias blickte weiter nach draußen, bis er schließlich spürte, dass seine Knie wieder so wackelig wurden. Verdammt, es war eben doch noch nicht immer alles beim Alten. Konnte er ja vielleicht auch noch nicht erwarten, wo es ihm letzte Nacht so dreckig gegangen war, dass er fast gestorben wäre.

„Das ist echt klasse von ihm“, sagte er, als Lukas auf die Flotte von Holland deutete und grinste breit, „ja geht schon“, hängte er hintendran, als er ihn sodann fragte, ob alles in Ordnung war. Lieber würde er hier stehen bleiben und schauen was passierte, selbst wenn er noch so wackelig war. Irgendwie wollte er jetzt nicht mehr so wie die letzte Zeit sein. Jetzt wo Holland schon hier war und vielleicht auch vorbei kommen würde, wollte er ihm nicht den Eindruck vermitteln, als wäre er ein totales Weichei. Dass er fast draufgegangen war, das sollte Holland auch nicht unbedingt wissen (wenn er es nicht schon wusste).

Als Norge seine Hand nahm, musste Danmark unweigerlich grinsen. Doch dann gaben seine Knie zu viel nach. Er lief wieder in unsicheren Schritten zurück zum Bett und ließ sich darauf fallen. Dabei zog er Norge mit. Im nächsten Moment zog er ihn etwas an sich und blickte Lukas an, lächelnd.
„Jetzt wird alles wieder gut“, sagte er und streichelte über Norges Wange. Für einen Moment blickte er ihn glücklich an, bevor er ihm näher kam und ihn sanft küsste.
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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Do Apr 04, 2013 1:34 am

Lukas schaute schon lange nicht mehr aus dem Fenster, sondern zu Matthias. Er konnte immer noch nicht fassen, dass es Matthias tatsächlich wieder besser ging. Und seine Freude darüber konnte auch nicht dadurch geschwächt werden, dass Matthias noch nicht rumsprang wie ein junges Reh. Schließlich hatte er lange genug flach gelegen und außerdem war Lukas sich sicher, dass es nun wieder bergauf mit ihm ging.

„Das ist echt klasse von ihm“ ,bezog sich Matthias auf das Erscheinen den Niederländers. Matthias versicherte ihm, dass alles in Ordnung war und Lukas lächelte. Wie weggeblasen war die Melancholie und man hörte echten Optimismus aus der Stimme des Dänen heraus.

Dann stolperten sie zusammen zum Bett. Lukas kuschelte sich an Matthias welcher immer noch mit diesem wunderbaren Optimismus in der Stimme sagte: „Jetzt wird alles wieder gut“.
Lukas erwiderte den Kuss und war einfach nur glücklich, wie schon seit Monaten nicht mehr.
Sie lagen noch eine Weile angekuschelt da, bis Lukas meinte: „Sollten wir nicht langsam raus gehen oder so?“, obwohl er liebend gerne liegen bleiben würde.
Aber er wollte sich zumindest einmal für die Unterstützung bedanken gehen.

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BeitragThema: Re: Ich hab heut‘ Nacht vom Tod geträumt…~ [Zweiter Nordischer Krieg/1658]   Di Apr 09, 2013 12:24 pm

Nachdem Danmark sich von ihm gelöst hatte, kuschelte er sich an Norge und schloss die Augen. Er lächelte glücklich und fühlte sich mit jeder Minute besser. Doch dann meinte Lukas, ob sie nicht rausgehen wollten. Matthias seufzte leicht. Naja, irgendwann wollte er sich auch bei Holland bedanken.

„Ja, gleich, warte“, sagte er zu Norge, grinste leicht, zog ihn aber nochmal an sich und in einen Kuss. Einen Moment später bequemte er sich schließlich dazu aufzustehen und etwas anderes anzuziehen. Seine Beine fühlten sich immer noch komisch schwach an, aber er hatte wenigstens nicht mehr das Gefühl, sofort wegzuknicken. Matthias zuckte mit den Schultern und holte sich ein Bier, nahm einen Schluck und blickte über die Schulter zu Lukas.
„In Ordnung, wir können“, sagte er grinsend und ging aus dem Haus und zu den Holländern.

„Hej, Holland!“, grüßte er ihn freudig, „danke, dass du vorbeigekommen bist, Mann. Ich konnte es brauchen. Echt, vielen Dank, Kumpel!“, bedankte sich Matthias gleich zwei Mal und klopfte dem anderen auf die Schulter, bevor er ihn umarmte, um seine Freude und Freundschaft auszudrücken.
Holland reagierte immer so wortkarg, aber das machte Matthias nichts. Er ließ ihn grinsend los und fügte hinzu:
„Weißt du was? Wenn wir heiraten, wirst du unser Trauzeuge“, beschloss er soeben, um Holland zu zeigen, dass er jetzt sein bester Freund war und zog Norge eng an sich.
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