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 Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]

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Wang Yao
Drache des Ostens
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Mi Feb 20, 2013 12:37 am

Yao musste etwas schmunzeln, als er diesen beeindruckten Gesichtsausdruck hatte. "Ja ich kannte ihn.", antwortete er dann auf seine Frage. "Er war damals einer meiner Handelspartner gewesen."
Dann wurde er jedoch wieder etwas verlegen und als Arthur auch noch die japanischen Geishas ansprach und fragte, ob es auch hier so etwas ähnliches gäbe räusperte er sich.
Eine leichte Röte schoss ihm ins Gesicht. "Naja ähm...", mehr konnte er darauf nicht antworten und blickte beschämend zur Seite.

Als er dann auf dem Briten gelandet war, sah er diesen an. Erneut liefen seine Wangen rot an, als Arthur ihn niedlich nannte. "Sag sowas doch nicht...", gab er verlegen aber dennoch etwas geschmeichelt zurück.
Dann setzte er sich auf und blickte weiter den Briten unter sich an, bis er realisierte wo genau er da eigentlich gerade saß.
Langsam wanderte er mit dem Blick nach unten worauf er hastig wieder wegsah. "Oh Gott..!", kam es leise von ihm und er schlug die Hände vor das Gesicht.

Dann stand er schnell wieder auf, hob kurz die leere Flasche. "Ich hole nach..!", erklärte er dabei leicht hastig. Durch die Geschwindigkeit beim Aufstehen verlor er erneut das Gleichgewicht und fiel sogleich wieder auf Arthur zurück.
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Do Feb 21, 2013 12:20 am

Arthur blickte weiterhin zu Yao, in der Hoffnung er würde noch etwas mehr zum Rom erzählen.
Als schließlich auf das Thema der Geishas kamen, erzählte ihm der Chinese jedoch nicht viel darüber, also eigentlich erzählte gar nichts und sah nur weg. Das hätte unter Umständen die Neugier des Briten geweckt, aber da er leicht angetrunken war nahm er es einfach hin.
Außerdem fand Arthur das irgendwie fast niedlich, wie sein Gegenüber verlegen den Blick senkte.

Genauso so niedlich fand der Brite das, als der Chinese auf ihm landete und gegen das ihm gerade zugeschriebene Attribut mit: "Sag so was doch nicht“, protestierte.
Als Yao „oh Gott“ sagte und sein gerötetes Gesicht in den Händen versteckte, musste Arthur lachen.
Viellicht hatte er es nur nie bemerkt, oder vielleicht lag es am Alkohol, aber seit wann war Yao so verdammt niedlich?

Dementsprechend war der Engländer etwas enttäuscht, als Yao aufstand und gehen wollte.
Das sie beide nackt waren, bedachte Arthur in dem Moment gar nicht.
Gerade, als er Yao auffordern wollte doch noch kurz zu bleiben, plumpste dieser ihm erneut in den Schoß.
Der Brite grinste breit.
„Na das ging ja schnell.“, scherzte er, sah Yao dann aber tief in die Augen und schob eine Haarsträhne, die dem Chinesen ins Gesicht gefallen war, hinter dessen Ohr.
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Wang Yao
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Do Feb 21, 2013 6:32 pm

Verlegen sah er zu dem Briten runter, als er wieder auf ihn gefallen war. Etwas irritiert blickte er zur Hand von Arthur. Vorsichtig nahm er sie in seine und zog sie von seinem Gesicht weg.
Dann jedoch erwiderte er den Blick den Briten. Er versank regelrecht in seinen Augen und er fragte sich, ob diese schon immer so schön waren. Unbewusst kam Yao dem Europäer langsam näher und legte irgendwann seine Stirn an die des anderen.

Obwohl er ja schon durch das warme Wasser so aufgeheizt war wurde ihm mit einem mal ziemlich heiß, als er den warmen Atem des Briten auf seinen Lippen spürte.
Yao lehnte sich gegen die Brust von Arthur, sah ihm weiter in die Augen.
Als er mit seiner Brust an der des Briten lag spürte er sanft den Herzschlag des anderen.
Erneut schoss ihm eine seichte Röte ins Gesicht und er schloss die Augen.

Vorsichtig nahm er das Gesicht Arthurs in die Hände und zog dieses näher zu sich. Er dachte nicht mehr viel nach als er seine Lippen auf die des anderen legte und langsam in seinem Kuss überging. Ein Kribbeln zog durch seinen ganzen Körper.
Dann lies er langsam seine Hände von den Wangen des Briten seinen Hals entlang gleiten und legte sie auf seinen Schultern ab.
Wäre er nüchtern gewesen, hätte er das jetzt natürlich niemals getan und wenn ich er sich Morgen daran erinnert, machte er sich vermutlich Vorwürfe. Immerhin war Arthur eigentlich sein Feind und was war, wenn einer seiner Vorgesetzten davon erfahren würde?
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Do Feb 21, 2013 9:39 pm

Yao saß immer noch auf dem Briten drauf. Aber irgendwie störte es Arthur nicht.
Neugierig betrachtete er Yao, der ihm nun tief in die Augen sah. Augenblicklich verlor der Brite sich in seinem Blick. Arthur fing an sehr ruhig zu atmen, obgleich sein Herz anfing immer schneller zu schlagen.
Als Yao seine Stirn an die des Briten legte, wurde Arthur ziemlich nervös, aber auf eine positive Art und Weise, und hielt für einen Moment den Atmen komplett an.

Dann lehnt sich Yao gegen die Brust des Briten und kam noch näher, als Arthur es überhaupt für möglich gehalten hätte. Langsam atmete der Brite aus und wieder ein.
Instinktiv, da sein Verstand durch den herrlichen Wein sowieso nicht mehr richtig arbeitete, legte der Engländer seine Arme um Yaos Hüfte. Und genoss einfach dessen Nähe.
Yao war die interessanteste Person, die Arthur je getroffen hatte. Er war unkompliziert auf der einen Seite, höflich und hatte einiges mit dem Briten gemeinsam.
Auf der anderen Seite war er aber auch unberechenbar, tiefgründig und vor allem machte ihn das mysteriös. Er forderte Arthur heraus, gleichzeitig wirkte er sehr beruhigend auf den Briten. Es war fair und Arthr hatte Respekt vor ihm, außerdem war es schön jemadnen zu kennen, der mehr oder weniger das gleiche durchgemacht hat wie man selbst.
Ein Lächeln umspielte die Lippen des Briten.

Als Yao Arthurs Gesicht in seine Hände nahm, färbten sich die Wangen des Briten leicht rot und sein Herz überschlug sich fast. Dann küsste Yao ihn und Arthur erwiderte den Kuss erst leicht, dann verlangender. Trotz der Wärme bekam der Brite eine Gänsehaut und zog Yao noch etwas enger an sich ran.
Arthur vergas alles um sie herum. Vergas das sie eigentlich Feinde waren. Vergas den Krieg. Und vergas, dass sie schon in wenigen Stunden wider gegeneinander kämpfen würden.
Das alles schien gerade nicht wichtig und so weit weg. Und hinter seiner Zuneigung für Yao steckte nicht nur der Alkohol.
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Wang Yao
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Do Feb 21, 2013 10:22 pm

Ihm überfuhr ein angenehmer Schauer, als der Brite seine Hände um die Hüften legte.
Als dieser dann noch den Kuss erwiderte, loderten längst verloren geglaubte Gefühle wieder in ihm auf. Gefühle der Liebe, die er schon so lange nicht mehr gespürt hatte, weil er einfach keine Zeit dazu hatte, oder nicht durfte.
Sanft drückte er seinen Oberkörper an die Brust des Briten und strich sanft über dessen Haut.
Sein Herz schlug wie wild und irgendwie begann er zu schwitzen.

Yao spürte das Verlangen des Engländers und auch er ließ den Kuss inniger werden.
Er hatte ganz vergessen wie schön sowas sein konnte. Das letzte Mal, dass er wem anderes so nah stand, war schon mehr als tausend Jahre her. In letzter Zeit hatte er immer nur Hass und Leid zu spüren bekommen.
Vielleicht musste er deswegen jetzt einfach alles raus lassen. Er hatte sich schon lange wieder nach dieser Wärme gesehnt. Es war ihm gerade sogar egal, dass es ein Mann war, mit dem er hier so in den Armen lag. Normalerweise hätte er das sonst natürlich nie gemacht und die Gefühle versucht zu ignorieren. Seine und auch die des Briten. Denn er spürte, dass mehr da hinter war und auch von seiner Seite aus war es etwas sehr inniges, was die beiden nun verband.
Irgendwann löste er den Kuss, aber nur um etwas Luft zu holen. Sofort vereinte er ihre Lippen wieder und er strich Arthur sanft durch das Haar.

Yao strich mit der Hand zu einer ganz bestimmten Stelle des Briten. Langsam richtete er seinen Oberkörper auf. Und er merkte, dass nun etwas ganz bestimmtes für ihn unausweichlich war. Er wollte mehr und er wollte, dass Arthur das wusste. Doch er traute sich nicht, es ihm zu sagen. Zumindest mit Worten würde er es nicht schaffen.
Doch er versuchte seine Taten für sich sprechen zu lassen.
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Fr Feb 22, 2013 1:44 am

Arthur genoss noch immer die Nähe des Chinesen. Es war ein unglaubliches Gefühl, als ob er das schon die ganze Zeit gewollt hätte, es ihm nur jetzt erst klar geworden ist.
Es war lange her, dass Arthur sich so wohl gefühlt hat und dass obwohl die beiden vor nicht allzu langer Zeit noch aufeinander losgegangen sind.
Der Alkohol hatte eine interessante Wirkung auf den Briten. Auf der einen Seite verdrängte alle Zweifel und wahrscheinlich auch die Vernunft.
Auf der anderen Seite jedoch nahm er alles ganz intensiv war, bzw. nahm er Yao ganz intensiv war.
Seine Körperwärme, seine Haut über die er sanft mit den Fingern strich, sogar seinen Geruch.

Und sie küssten sich erneut. Ein wunderbarer inniger Kuss. Arthur war überrascht. Er hätte nicht gedacht, dass es mit den beiden so enden würde. Das Yao ein Mann war, war etwas das er nur irgendwo hinten im Hinterkopf wahrnahm. Diese Erkenntnis würde, erst am nächsten Tag nach dem Kater den er haben würde, weiter in den Vordergrund rutschen.
Aber jetzt gerade war es nicht wichtig. Garnichts war wichtig und das war das Schöne daran.
Arthur hatte schon lange nach etwas gesucht, was alles andere unwichtig erscheinen ließ und in den Hintergrund rücken würde, er hatte nur nicht damit gerechnet, es in einer Person, noch dazu in Yao zu finden.

Als Yao signalisierte das er mehr wollte und Arthur lächelte leicht. Natürlich wollte er auch mehr. Er hatte wahrscheinlich schon vor Yao mehr gewollt.
Also küsste er den Chinesen ein drittes Mal und legte viel Leidenschaft in den Kuss um ihn zu zeigen, dass er auch mehr wollte.
Sanft zog er Yao also noch näher zu sich ran. Unter der Berührung des Chinesen kribbelte es in Arthurs ganzen Körper und er hielt den Kuss bei.
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Wang Yao
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Fr Feb 22, 2013 11:17 pm

Als er diesen leidenschaftlichen Kuss spürte konnte er sich noch kaum zurück halten.
Yao presste sich eng an den Briten und er spürte das Verlangen des anderen.
Nach dem Liebesakt welcher für den Chinesen einem Feuerwerk tief in seinem innerem glich, lies er sich erschöpft auf Arthur sinken.
Er atmete noch immer schnell aber er trug ein Lächeln auf den Lippen.
Müde schmiegte er sich an die Brust des anderen und schloss die Augen.
"Das war... schön~", hatte er noch leise gehaucht ehe er einschlief.
Und er schlief so gut wie lange nicht mehr.

Yao war erst am nächsten Morgen wieder aufgewacht und streckte sich einmal. Etwas irritiert sah er zu dem Briten runter, auf welchem er noch lag. "Wieso..?", begann er sich leise zu fragen, doch dann fiel es ihm seiden heiß wieder ein.
Der Chinese weitete erst seine Augen, dann sprang er auf und taumelte zurück. Schnell trocknete er sich ab und zog sich an.
Was habe ich getan?, fragte er, schockiert, sich selbst. Yao ging in die Küche und begann irgendetwas zu kochen, er musste sich irgendwie ablenken.
Plötzlich nahm er jemanden hinter sich war und er schreckte zusammen. Yao sah einen seiner Vorgesetzten, welcher ihm ein Besuch abstattete. Der Chinese verbeugte sich schnell und sah den anderen an.

Der Vorgesetzte hatte seinen Blick auf Yao gerichtet. "Was macht denn Herr Kirkland hier?", fragte dieser dann nun. "Und so wie es aussieht, habt ihr euch gestern Abend ja richtig vergnügt.", stellte er dann, im Bezug auf die leere Weinpulle, fest. Yao verstand das natürlich total falsch und lief knall rot an.
Unsicher sah er den anderen an. Was sollte er sagen? "Ich wollte nur sein Vertrauen gewinnen...", begann er dann. Er musste sich irgendwie rausreden. "... damit ich ihn besser besiegen kann."
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   So Feb 24, 2013 2:25 am

Nie hätte der Brite gedacht das es zwischen ihnen je so weit kommt.
Aber es war schön. Er schenkte Yao noch ein Lächeln, bevor dieser einschlief. Arthur betrachtete Yaos Gesicht, auf das das Mondlicht Schatten warf. Er war so niedlich wenn er schlief.
Sein Lächeln auf den Lippen behaltend schlief Arthur ebenfalls ein, auch wenn irgendwo im Hinterkopf Alarmglocken schrillten, aber der Brite war gut darin so etwas zu ignorieren. Was sie beide nun hatten war etwas Besonderes. Und egal wie sehr sich ihre Vorgesetzten darüber aufregen würden, das konnte ihnen keiner mehr nehmen.

Durch die Bewegung des Chinesen wurde Arthur langsam wach und bemerkte gerade noch wie Yao verschwand.
Irritiert öffnete Arthur die Augen und blinzelte gegen das Sonnenlicht.
Und dann viel ihm alles wieder ein. Erschrocken schlug er die Hand vor den Mund. Oh my god, dachte er bestürzt, bekam sich aber schnell wieder ein. Er wollte nichts bereuen. Yao wäre wahrscheinlich viel mehr geschockt als er selbst, also beschloss Arthur ihn erstmal zu beruhigen und stand auf. Irgendwie schaffte er es, trotz der Hand zumindest seine Unterhose wieder anzuziehen, die irgendwo auf dem Boden lag.
Er nahm die beiden Weingläser, die ebenfalls noch da waren in die Hand und ging zum Haus.

Aus der Küche vernahm Arthur zunächst Geklapper, also kochte Yao wohl was und dann Stimmen.
Moment, Stimmen?
Arthur ging zur Küche und blieb unschlüssig vor dem Türrahmen stehen.
Er hörte alles was sie sagten.
"Ich wollte nur sein Vertrauen gewinnen..." Arthurs Augen wurden groß.
Die Gläser vielen ihm aus der Hand und schlugen klirrend auf dem Boden auf, aber er hatte sich schon umgedreht und war wieder hinaus gelaufen.
Er konnte einfach nicht glauben, was er da gerade gehört hat.
Wie dumm er gewesen ist. Aber er hätte nicht gedacht das Yao so hinterhältig ist. Was sollte er denn jetzt tun?
Arthur würde einfach das tun, was am einfachsten war, statt traurig würde er einfach wütend sein. So wie es aussah würden sie eh gegeneinander kämpfen müssen.
Trotzdem war der Engländer gerade unglaublich verletzt.
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Wang Yao
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   So Feb 24, 2013 1:22 pm

Dem Vorgesetzen kam ein breites Grinsen im Gesicht. "Braver Junge~", gab er dann darauf zurück und kniff Yao wie bei einem kleinen Kind in die Wange.
Yao sah ihn leicht wütend an, dann etwas irritiert, als er die Gläser klirren hörte. Arthur war wohl auch schon wach. Der Vorgesetzte sah nur kurz zur Tür und verschwand dann wieder.
Der Chinese legte den Kochlöffel bei Seite und ging aus der Küche raus. Im Flur sah er die kaputten Gläser auf dem Boden, ignorierte sie jedoch zu nächst und suchte nach Arthur.
"Arthur?", rief Yao durch das Haus und sah sich um.

Irgendwann ging er raus und suchte weiter nach dem Briten. Warum war er weggelaufen? Hat er etwa gehört, was ich gesagt habe? Yao seufzte. Was denkt der denn von mir?, etwas wütend darüber, dass Arthur ihn vermutlich für so hinterhältig hielt suchte er weiter.
Irgendwann fand er den Briten welcher dort nur in Unterhose rumstand. Yao zog sein Oberteil aus und legte es Arthur über. Kurze Zeit schwieg er noch, bevor er zu sprechen begann. "Komm rein... Du erkältest dich sonst noch...", setzte er an und führte den Briten leicht zum Haus. "Das Frühstück ist auch gleich fertig.", beendete er dann seinen Satz.
Yao wandte dann jedoch seinen Blick ab. Irgendwie konnte er dem Briten nicht in die Augen sehen. Das was Gestern passiert war, schockierte ihn noch immer.

Er hatte Sex mit einem Mann gehabt und dann auch noch mit Arthur. Mit seinem Feind mit dem er schon bald wieder kämpfen müsste.
Und er war sich nicht sicher ob er das jetzt noch konnte. Denn irgendwie wusste er, dass das nicht nur eine einmalige Affäre war. Es steckte mehr dahinter und das spürte er.
Und dem Briten ging es da bestimmt nicht anders.
Yao fragte sich, wie dieser sich jetzt wohl fühlte.
Er war bestimmt genau so durch den Wind wie er selber. Wie denn auch nicht? Aber andererseits, war man in Europa dem gegenüber nicht viel offener als hier?
Dem Chinesen überkam ein schweres Seufzen. Er wusste einfach nicht, was der denken sollte und vor allem wie er mit dem Briten umgehen sollte.
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Mo Feb 25, 2013 10:34 pm

Arthur hörte wie Yao ihm nachrief, blieb aber nicht stehen .Schon war er wieder aufgebracht und die Kopfschmerzen die sich so langsam meldeten, hebten seine Stimmung auch nicht unbedingt.
Wütend trat er gegen einen Stein der im Graß lag, was nicht ganz so klug war, schließlich war er noch barfuß. Arthur fluchte vor sich her.
Plötzlich stand Yao aber vor ihm, zog sein Oberteil aus und streifte es Arthur über, ehe dieser überhaupt begriff, was er da tat.
Unwillkürlich trat der Brite ein paar Schritte zurück und betrachtete den Chinesen mit einem Blick, in dem nicht unbedingt Freundlichkeit lag.

Dann forderte Yao ihn auf mit ins Haus zu kommen und zu frühstücken. Weiß er nicht das ich ihn gehört habe?, fragte sich Arthur. Aber er hatte doch die Gläser fallen lassen. Oder denkt er, er kann mir weiter so einen vorspielen? Irgendwas stimmt doch an der Sache schon wieder nicht. Er muss wissen, dass ich es gehört habe.
Mit einer Mischung aus Bitterkeit und Traurigkeit überlegte ob es Yao vielleicht auch einfach egal war, schließlich würden sie wieder gegeneinander kämpfen müssen. Aber dann könnte es Yao auch egal sein wenn Arthur sich erkältete. Er wurde einfach nicht schlau aus Yao.
Frustriert stapfte er zunächst über die Wiese und sammelte irgendwie seine Sachen ein, bevor er ins Haus ging. Dort legte er erstmal alles in eine Ecke und wartete das Yao nachkam, wobei er versuchte den leckeren Geruch des Essens zu ignorieren, eigentlich wollte er nur noch weg.

Aber dann dachte er an letzte Nacht und wollte plötzlich doch nicht mehr weg und je länger darüber nachdachte desto mehr wollte er doch weg. Wie konnte man nur so unentschlossen sein?
Arthur ärgerte sich über sich selbst und noch mehr über Yao.
Er verengte die Augen zu schlitzen und sah zu Tür, obwohl er nicht wusste, wie er sich gegenüber Yao zu verhalten hatte.
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Wang Yao
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Di Feb 26, 2013 7:56 pm

Ohne ein weiteres Wort zu verlieren ging Yao wieder in das Haus. Als er wieder in der Küche war, nahm er seinen Kochlöffel um das Frühstück fertig zu machen.
Der Chinese stocherte etwas wütend in dem Essen rum, warf kurz einen Blick zu Arthur.
Nachdem das Essen fertig war, tat er beiden etwas auf und stellte die Teller mit Wucht auf den Tisch. Er setzte sich mit einem Ruck und sah mit wütendem Gesichtsausdruck auf seinen Teller. Yao stocherte noch etwas mit den Stäbchen im Esse rum bevor er das Schweigen brach. "Was denkst du eigentlich von mir..?!", kam es aufgebracht von dem Chinesen.
Er nahm ein Stück und zerkaute es zwischen den Zähnen.
"Ihn habe das nur gesagt, weil ich ihm ja schlecht die Wahrheit sagen konnte oder?!"
Der Chinese war wütend, und das sah man ihm auch deutlich an. Wie konnte Arthur auch nur sowas von ihm denken. Yao würde doch nie mit jemanden schlafen, für den er auch nichts empfand und er dachte eigentlich, dass Arthur das auch wusste.

Yao seufzte einmal schwer auf und versuchte sich etwas zu beruhigen. Er nahm ein Stück Fleisch zwischen die Stäbchen und blickte es kurz schweigend an. "Wie hätte ich meinem Vorgesetzten das denn bitte erklären sollen..?", fragte er dann leise murrend. "Tut mir leid, aber ich habe mich in meinen Fein verl-", doch er brach ab, als er merkte, was er gerade beinahe gesagt hätte und lief leicht rot an. Beschämt blickte der Chinese auf seinen Teller
Yao schwieg und musste jetzt wieder an den gestrigen Abend denken und was alles passiert war.
Es war wirklich sehr schön gewesen, aber hatte er sich echt verliebt?
Das letzte Mal, dass er solche Gefühle hatte, war schon zu lange her, deswegen erinnerte er sich kaum daran, wie es war und konnte das nicht mehr einschätzen. Unsicher sah er wieder zu Arthur auf und er nahm ihn ganz anders war als er es früher immer getan hatte. Arthur war viel hübscher als sonst und seine Augen waren sternengleich. Der Chinese schüttelte den Kopf. Er konnte sich doch nicht wirklich in ihn verlieben. Der Brite war doch sein Feind. Ich darf nicht...
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Do Feb 28, 2013 9:26 pm

Arthur erwartete eigentlich, dass Yao etwas sagen würde, dies blieb zunächst aber aus. Wortlos stapfte dieser an Arthur vorbei und machte sich weiter an dem, gut riechendem, Essen zu schaffen.
Langsam setzte sich der Brite an den Küchentisch und beobachtete weiter Yao. Dieser wirkte irgendwie wütend. Ist er sauer, weil ich ihn gehört habe, was er gesagt hat?, fragte sich Arthur und schüttelte leicht den Kopf.
Am liebsten hätte er ein paar Mal mit dem Kopf auf den Tisch geschlagen, denn er wusste einfach nicht weiter. Was sollte das jetzt wieder? Er verstand vor allem Yao nicht, sich selbst aber genauso wenig. Warum saß er noch hier? Warum war nicht direkt verschwunden, sondern stehen geblieben?
Und was war das mit Yao jetzt? Dieser setze sich zu ihm an den Tisch, wobei er die Teller mit einem Knall auf den Tisch stellte. Arthur sah zu ihm und versuchte in seinem Gesicht zu lesen was in seinem Kopf vorging, vergebens. Am liebsten würde der Engländer einfach gehen, genauso gerne würde er aber auch da bleiben und das gerne ein für alle Mal klären.
Oh Gott, verfluchte sich Arthur, als er anfing zu essen, jetzt werde ich so seltsam wie Yao…

"Was denkst du eigentlich von mir!“, fuhr der Chinese ihn auf einmal an. Langsam lies Arthur die Stäbchen sinken. Was ich von dir denke? Um nichts Falsches zu sagen, denn er wurde schon wieder sauer, presste Arthur erstmal die Lippen zusammen. Du willst nicht wissen, was zur Hölle ich von dir denke…."Ihn habe das nur gesagt, weil ich ihm ja schlecht die Wahrheit sagen konnte oder?“, fuhr Yao fort. Jetzt reichte es Arthur.
„Was glaubst du denn was ich denke?“, entgegnete er aufgebracht. Dann sprach er sehr schnell und sehr Britisch weiter, so dass Yao ihn vermutlich nicht verstand. Arthur hielt inne und atmete einmal ruhig ein bevor er gedehnt ausatmete. „Ich habe keine Ahnung was ich von dir denken soll.“, sagte er zerknirscht. „Du bist so unglaublich wechselhaft das habe ich im Leben noch nicht gesehen.“
„"Wie hätte ich meinem Vorgesetzten das denn bitte erklären sollen..?", meinte Yao. In dem Punkt musste Arthur ihm Recht geben. Yaos Vorgesetzter war ein Mistkerl. Ein Teil von Arthur glaubte immer noch, dass da etwas nicht stimmte, der andere Teil gab sich der Hoffnung hin, dass Yao das wirklich nur wegen seinem Vorgesetzten gesagt hat.
Aber Yao sprach schon weiter: "Tut mir leid, aber ich habe mich in meinen Fein verl-"
Ver-was? Mit großen Augen sah Arthur seinen Gegenüber an. Ver-was? Wollte er sagen, was ich denke was er sagen wollte? Arthurs Herz begann sehr schnell gegen seine Brust zu schlagen und für einen Moment hielt er den Atmen an.
Gerade eben war Yao noch sauer gewesen und jetzt blickte er verlegen weg. Unruhig rutsche Arthur auf seinem Stuhl herum. Ihm war klar, dass Yao über so etwas nicht sehr offen sprach und meinte deshalb einfach: „Wäre das denn so schlimm?“
Dann lächelte er Yao an, denn wenn er da jetzt nicht etwas falsch interpretierte, machte es ihn sehr glücklich, was Yao gerade gesagt hatte.
Und ohne zu bemerken, dass seine eigen Wangen ebenfalls gerötet waren fügte er hinzu: „Vielleicht hat sich den Feind auch…“, stellte er einen ebenso offenen Satz in den Raum wie Yao.
Feind…Feind ist irgendwie nicht das richtige Wort, dachte er noch frustriert.
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Sa März 09, 2013 1:35 pm

Unsicher sah er den Briten an. Ein leises Seufzen überkam seine Lippen.
"Natürlich wäre das schlimm!", fuhr er Arthur, auf die Frage, ob es denn schlimm wäre, dass die beiden sich scheinbar mochten, an.
"Ich weiß ja nicht wie deine Queen das sieht, aber meinen Vorgesetzten ist das nicht egal, wenn ich mich in jemanden...", Yao hielt inne als er wieder kurz davor war es auszusprechen.
"Ich darf das halt nicht einfach so weißt du...", fuhr er dann leise fort und stocherte etwas in seinem Essen rum.
Danach schwieg er. Er wusste eh nicht, was er noch sagen sollte und hatte auch das Gefühl, Arthur würde ihn ohne hin nicht verstehen.

Außerdem war der Chinese zu verwirrt um einen klaren Gedanken zu fassen. Etwas abwesend kaute er auf seinem Essen rum, sah ab und an zu dem anderem. "Im Grunde ist das doch auch egal...", murmelte er dann leise. "Wir müssen eh gleich wieder gegeneinander kämpfen... Da sind solche Gefühle eh nur hinderlich."
Yao ließ seinen Blick aus dem Fenster schweifen. Nachdem er noch einige Zeit geschwiegen hatte stand er auf und holte seine Opiumpfeife. Dieses Mal würde er vorher daran denken, damit er im Kampf nicht wieder Entzugserscheinungen bekam.
Ruhig nahm er einen Zug, als er das Opium entzündet hatte und lehnte sich in den Stuhl zurück.
"Ich bin eh nicht für Beziehungen gemacht...", murmelte er dann leise vor sich her und sah dabei etwas an die Decke. Irgendwie machte es ihn wieder traurig, wenn er an früher zurück dachte. Auch wenn seine Beziehungen sehr schöne waren, so endeten sie meist doch damit, dass er verlassen und verraten wurde. Oft, weil er in irgendeinen Krieg ziehen musste, oder auf Grund von innerpolitischen Dingen einfach keine Zeit mehr hatte die Beziehung aufrecht zu erhalten.
So bald seine Regierung bemerkte, dass es jemanden gab, den Yao mochte, sorgte sie dafür, dass die Beziehung zu Bruch ging. Gedanken verloren sah der Chinese an die Wand und nahm hin und wieder einen Zug von seinem Opium.

Nach einiger Zeit stand er auf. "Lass uns den Kampf in 2 Stunden oder so fort führen...", kündete er dann an. "Wenn du dich also noch irgendwie vorbereiten willst, dann tu das jetzt..."
Danach stand der Yao auf und verließ den Raum. Er wollte erst mal seinen Kopf frei kriegen, vorher könnte er nicht gegen den Briten kämpfen.
Yao setzte sich in seinen Garten und sah etwas betrübt in den Himmel. Ein schweres Seufzen überkam seine Lippen. Er musste sich irgendwie ablenken, deswegen nahm er seine Èrhú und begann leise darauf zu spielen.
Musik konnte ihn immer ein wenig beruhigen und von seinen Gedanken abbringen.
Der Chinese schloss die Augen und lehnte sich nach hinten. Dann begann er noch zu der leisen Musik zu singen, so konnte er seinen Gedanken wenigstens mal freien Wind machen und sie einfach raus lassen.
Normaler Weise hätte er es wohl nicht gemacht, wenn noch jemand anderes bei ihm zu Haus war.
Aber er blendete das gerade einfach mal aus.
Er war eh viel zu durcheinander um das alles wirklich wahr zu nehmen und ignorierte es daher einfach. Und außerdem... Arthur hatte ihn nackt gesehen und dazu noch mit ihm geschlafen, also was spielte das noch für eine Rolle?
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Di März 12, 2013 12:34 am

Arthur sah schweigend zu Yao. Dieser meinte barsch "Natürlich wäre das schlimm!"
Der Brite zog skeptisch eine Augenbraue hoch. "Ich weiß ja nicht wie deine Queen das sieht, aber meinen Vorgesetzten ist das nicht egal, wenn ich mich in jemanden...", fuhr sein Gegenüber fort. Immer noch schwieg Arthur und ließ Yao fortfahren: "Ich darf das halt nicht einfach so weißt du...".
Arthur seufzte und sah ihm zu, wie er im Essen rum stocherte.
„Wer sagt, dass ich das darf?“, fragte Arthur darauf hin. „Ich…“, setzte er an. Er wollte sagen, dass er mehr Risikos einging und sich manchmal über Sachen hinwegsetzte. Aber Yaos Vorgesetzten waren auch anders seine. Oh man, wie sehr er Yaos Vorgesetzten hasste, sie waren auch Schuld, dass die beiden nachher wieder gegeneinander kämpfen mussten.

"Im Grunde ist das doch auch egal...Wir müssen eh gleich wieder gegeneinander kämpfen... Da sind solche Gefühle eh nur hinderlich.", sprach Yao Arthur Gedanken quasi aus.
Aber was sollte Arthur darauf erwidern? Denn eigentlich hatte Yao damit, ja irgendwo, Recht.
Yao verschwand und kam mit einer Opiumpfeife zurück und rauchte etwas. Arthur nahm noch einen Bissen als Yao meinte: "Ich bin eh nicht für Beziehungen gemacht...", und Arthur verschluckte sich.
Er hustete etwas und sah dann traurig zu Yao rüber, wusste aber erneut nicht, was er dazu sagen sollte.
Nachdenklich aß Arthur sein Essen auf und beobachtete wie Yao noch einen Zug seiner Pfeife nahm.

Arthur überlegte wie er das Gespräch weiter führen sollte, als Yao vorschlug in zwei Stunden zu kämpfen und mit den Worten "Wenn du dich also noch irgendwie vorbereiten willst, dann tu das jetzt...", den Raum verließ.
Arthur sah ihm nach. Sprang dann aber auf die Füße. Warum hatte er ihm nicht gesagt, dass er bleiben sollte? Das er nicht gegen ihn kämpfen wollte? Arthur lief ihm nach, bis er plötzlich Musik hörte. Augenblicklich blieb der Engländer stehen und lauschte.
Es hörte sich schon an, jemand fing an zu singen und von der ersten Sekunde an, wusste Arthur, dass das Yao war.
Arthur blieb stehen und lauschte bis die die Musik verstummte. Zögerlich trat er hinaus und setzte sich dann neben Yao.
Das war doch alles bescheuert und frustrierend. Arthur lehnte sich an Yao an und genoss es, wenigstens kurz neben ihm zu sitzen, auch wenn er ihn im nächsten Moment wegschupsen sollte.
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Wang Yao
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Di März 12, 2013 10:20 pm

Yao hatte die Zeit in den Himmel gesehen, der Anblick zusammen mit der Musik beruhigte ihn.
Irgendwann verstummte sein Gesang und es war ruhig. Überrascht sah er zu Arthur, welcher sich plötzlich an ihn gelehnt hatte. Yao blickte wieder in den Himmel.
Ein schweres Seufzen überkam seine Lippen.
"Manchmal wünschte ich... ich wäre ein ganz normaler Mensch und könnte einfach vor mich hinleben...", murmelte er leise vor sich hin.
Ein sanftes Lächeln stiel sich auf seine Lippen und er legte den Kopf in den Nacken.
"Als ich noch jung war...", setzte der Chinese an und blickte in den Himmel. "... kannte ich ein Mädchen. Wir verstanden uns sehr gut und ich habe ihr erzählt wer... oder eher was ich wirklich bin... Auch, wenn ich es natürlich nicht durfte.", erzählte er mit einem Lachen am Ende weiter.

"Sie meinte...", fuhr er langsam fort. "... sie bewundert mich dafür, dass ich das schon so lange aushalte und es noch immer schaffe richtig zu leben..."
Kurz hielt Yao inne. Sein Blick schweifte zum Boden ehe er weiter sprach. "Aber in Wahrheit... habe ich es schon damals nicht mehr ausgehalten. Und ich glaube... ich habe mich damit auch einfach nur abgefunden..."
Kurze Zeit schwieg der Chinese. Traurig blickte er Arthur an, setzte dann aber wieder ein leichtes Lächeln auf.
"Es wird sich eh nie ändern... deswegen habe ich einfach aufgegeben mir Hoffnung zu machen. Es bringt ja eh nichts..."
Im nächsten Moment stand Yao auf, sah zu dem Briten runter. "Ich werde mich etwas vorbereiten gehen...", sagte er dann noch, ehe er verschwand.

Der Chinese ging in einen großen Raum, welcher etwas abseits des Hauses stand. In einer kleinen Kammer daneben befanden sich aller Hand Waffen. Yao ging in den Raum und begann zu trainieren. Mit schnellen Schlägen und Tritten zerlegte er quasi die Innenausstattung des Raumes.
Irgendwann sah er sich schweigend im Raum um. Als er sah, dass es hier nichts mehr gab, gegen das er 'kämpfen' konnte ging er in ein kleines neben Zimmer. Von dort holte er einen Haufen Zementblöcke und stapelte sie menschenhoch.
Yao stand ruhig davor und holte tief Luft. Langsam hob er die Hand und fixierte den Stapel vor sich. Er hatte das lange nicht mehr gemacht, deswegen fragte er sich wie weit er es wohl schaffen würde.
Mit einem lautem Kampfschrei und einem Ruck zerschlug er die Zementblöcke bis zum letzten. Seine Hand kam erst zu stehen, als er sie in den Boden gerammt hatte.
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Mi März 13, 2013 11:53 pm

Ein Bisschen fand Arthur es schade, dass Yao aufgehört hatte Musik zu machen, es hatte sich schön angehört.
Er hatte schon befürchtet Yao würde ihn wegschieben, als er sich neben ihn setzte, dieser sah den Briten jedoch nur überrascht an, bis er seinen Blick in Richtung Himmel wante.
Dann begann Yao auch schon zu sprechen: "Manchmal wünschte ich... ich wäre ein ganz normaler Mensch und könnte einfach vor mich hinleben...", Arthur stutze, aber er verstand was Yao meinte. „Ja…“, antwortete er. „Vor sich hinleben…Und irgendwann streben“, fügte er leise hinzu.
Man könnte annehmen, und viele Menschen sahen das sicher auch so, dass Unsterblichkeit etwas Tolles war. Und es hatte gewiss seine Vorteile, aber leider auch seine Nachteile.
Es gab eine Situation, in der Arthur einfach gerne tot gewesen wäre, oder zumindest ziemlich nah dran war, sich den Tod zu wünschen. Und zwar am so um 1782 und 1783 rum, wann sonst.
Für die Unsterblichkeit zahlte man außerdem einen anderen Preis. Denn es war nicht immer besonders angenehm, dass die eigene Gesundheit und oft auch der Gemütszustand, die Lage des Landes wiederspiegelte, vor allem nicht, wenn es innen politische Probleme, wie zu Beispiel in Arthurs Fall, die Rosenkriege gab.
Und Yao war um einiges älter als Arthur, welcher gar nicht erst wissen wollte, welches Elend der Chinese schon miterlebt und ertragen hat.

Dann erzählte Yao etwas, mit dem Arthur eigentlich nicht gerechnet hätte, er erzählte von einem Mädchen, dass er früher mal kannte und offenbar auch sehr gemocht hatte.
Er wiederholte ihre Worte und fügt hinzu: "Aber in Wahrheit... habe ich es schon damals nicht mehr ausgehalten. Und ich glaube... ich habe mich damit auch einfach nur abgefunden...", fassungslos sah Arthur seinen Gegenüber an. Yao wirkte so…verletzt.
"Es wird sich eh nie ändern... deswegen habe ich einfach aufgegeben mir Hoffnung zu machen. Es bringt ja eh nichts...", sagte er und änderte den Eindruck nicht.
In dem Moment tat er Artur einfach nur leid und sein Gesicht nahm, unbewusst, einen mitleidigen Ausdruck an.
Er überlegte sich tröstende Worte, doch eher er sie aussprechen konnte, stand Yao auf und meinte er würde sich nun vorbereiten gehen, mit diesen Worten verschwand er und ließ Arthur alleine, etwas verwirrt und sehr nachdenklich im Garten zurück.

Nach einer Weile, die Arthur noch da gesessen hatte schüttelte der Brite den Kopf und stand auf.
Was für eine blöde Situation in der sie waren. Blöd, blöd, blöd…
Am liebsten hätte der Brite, wie ein kleines Kind, mit dem Fuß auf dem Boden aufgestampft und ich will nicht geschrien.
Aber er hatte keine Wahl. Yaos absolute Unterordnung und seine damit verbundene Melancholie, beindruckte, faszinierte und schockierte den Briten gleichermaßen. Yao stellte alles was er wollte, hinter das, was seine Vorgesetzten verlangten zurück.
Arthur tat zwar in der Regel auch was seine Vorgesetzten von ihm verlangten und er würde niemals Nein zu der Queen sagen, aber sie waren auch nicht so unhuman wie Yaos Vorgesetzten und drohten ihm und ähnliches. Mit de Queen konnte man sogar ab und zu, was viele sicher nicht glauben, herum albern. Aber Yaos Vorgesetzten waren regelrecht angsteinflößend.
Etwas Tröstliches fand sich aber an der Sache, so konnte Arthur wenigstens glauben, dass Yao nur mit ihm kämpfte, weil es ein Befehl, also ein Muss für ihn war.
Aber wie es aussah, würden sie so oder so kämpfen. Also brauchte Arthur in erster Linie eine Waffe.
Er glaubte immer noch, dass eine Schusswaffe die beste Wahl wäre, zumal Yao im Nahkampf deutlich einen Vorteil hatte, aber er bezweifelte wirklich auf den Chinesen schießen zu können.

Arthur entschied, dass es einfach das Beste war, Yao nach der Wahl seiner Waffe zu fragen. Außerdem hoffte ein kleiner naiver Teil in ihm immer noch, den Asiaten dazu bewegen zu können, auf den Kampf einfach zu verzichten.
Also ging der Engländer in die Richtung, in die Yao verschwunden war.
Ihn zu finden war nicht besonders schwer, denn Arthur hörte ziemlichen Krach aus einem Raum, hinter dem Haus. Er folgte der Geräuschkulisse und trat in eine Kammer, gerade noch rechtzeitig um Yaos Kampfschrei zu hören und zuzusehen, wie der Chinese einen Stapel Zementblöcke zerschlug.
Einen ganzen Stapel…Arthur wurde blass und verharrte in seiner Bewegung.
Dann machte er zögerlich ein paar Schritte auf Yao zu öffnete den Mund um sich bemerkbar zu machen, schließlich stand Yao mit dem Rücken zu ihm, aber dem Briten entfuhr nur ein seltsamer Laut. Mit immer noch großen Augen schaute er zu Yao und war einfach beeindruckt von der Kraft, die der doch eigetnlich kleine und schmale Chinese aufbrigen konnte.
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Do März 14, 2013 7:51 pm

(Es ist so unglaublich wenig D: Aber irgendwie konnte ich darauf ja so wenig antworten, weil Yao ja schon gegangen war...)

Der Chinese sah zu den Zementblöcken, welche zerteilt auf dem Boden lagen, dann nahm er erst mal ein Handtuch und wischte sich etwas Schweiß von der Stirn.
Yao blickte hinter sich, als er ein Geräusch wahr nahm und sah Arthur, welcher ihn leicht schockiert ansah.
Der Chinese musste etwas lachen. "Das hat eigentlich nicht viel mit Kraft zu tun...", fing er an zu erklären. Er konnte an dem Gesichtsausdruck des Briten erkennen, wie verwundert er wohl war.
Yao räumte die kaputten Zementblöcke bei Seite und holte dafür ein paar neue.
Er legte einen vor Arthur und ging um ihn rum.
Der Chinese nahm die gesunde Hand des Europäers und brachte sie in Stellung.
Dann fing er an zu erklären und erzählte ihm auch an sich etwas über verschiedene Kampfkünste.
Yao legte sich selber auch einen Zementblock bereit und demonstrierte es noch einmal.
Dann sah er zu Arthur auf.
"Und jetzt du!", forderte er mit einem Grinsen.
Interessiert beobachtete er den Briten. Er war gespannt ob dieser es schaffte und musste zurück an früher denken wo er das alles gelernt hatte.
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Do März 14, 2013 8:21 pm

Als Yao anfing zu lachen, sah Arthur leicht verlegen weg, erstecht als der Chinese auch noch erklärte, dass dies nicht viel mit Kraft zu tun habe.
Immer noch unsicher betrachtete Arthur die zertrümmerten Steine auf dem Fußboden.
Wenn er das schon mit Zementblöcken hinbekommt…, dachte Arthur und ihm beschlich ein leicht unbehagliches Gefühl. Wie würde denn dann sein Arm oder Bein aussehen, wenn Yao es richtig traf?
Der Brite beobachtete wie Yao den Haufen wegräumte und neue Zementblöcke holte.
Aber dieser schien nicht für Yao gedacht zu sein, sondern führ Arthur, denn Yao nahm seine Hand und hielt sie über den Block.
Der Asiate erzählte etwas von den verschiedenen Kampfkünsten und erklärte ihm auch, wie er den Block zerschlagen sollte. Mit großen Augen, sah Arthur ihn an und beobachtete wie Yao erneut einen er Blöcke zerschlug.

Yao grinste und meinte: „Jetzt du.“ Unsicher hielt Arthur seine Hand weiter über den Block. Das schaffte er doch bestimmt gar nicht.
„Brauch man dafür nicht jahrelanges Training?“, fragte er mit wachsender Unsicherheit. Nicht das er sich nicht viel zu traute, Arthur hatte ein vernünftiges Selbstbewusstsein, aber trotzdem, einen ganzen Zementblock einfach so aus dem Stehgreif in zwei Hälften schlagen?
„Na gut.“, meinte Arthur schließlich, er wollte ja auch nicht klein bei geben. Der Brite schlug feste auf den Block ein und versuchte sich dabei an das zu halten, was Yao ihm zuvor erklärte hatte.
Der Zementblock bekam tatsächlich ein paar Risse, aber Arthurs Hand auch. Na ja nicht wirklich, aber es fühlte sich für ihn zumindest so an, denn es tat höllisch weh. Arthur fluchte und trat den Block wütend um.
Ob Yao tatsächlich geglaubt hatte, das Arthur das Teil kaputt bekam? Oder wollte er sich einen Spaß erlauben, immerhin hatte er zuvor gegrinst, aber er hatte ihm auch alles erklärt.
Und Arthur musste zugeben, dass er es ziemlich interessant fand Yao zuzuhören, wenn er ihn in die asiatischen Kampfkünste einwies.
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Do März 14, 2013 9:59 pm

Yao beobachtete den Briten dabei und musste etwas schmunzeln. Arthur wurde so unsicher. Allein deswegen wusste der Chinese schon; Das konnte nicht gut gehen.
Er ließ die Arme sinken, welche er vorher verschränkt hatte und ging auf den Briten zu.
Vorsichtig nahm er die Hand von Arthur und betrachtete sie behütet. "Oh je...", kam es seufzend von seinen Lippen. "Wenn du dabei so unsicher bist, ist es kein Wunder, dass es nicht klappt.", begann er zu erklären. "Es kommt dabei auf den Willen an."
Yao bückte sich zu dem Zementblock und hob ihn hoch um ihn wegzuräumen. Dabei zerbröselte er jedoch in seinen Händen.
Mit einem Lächeln sah der Chinese zu dem anderem auf. "Na immerhin", gab er dann lachend zurück.
Dann holte er jedoch lieber schnell einen Verbandskasten und begann die Hand des Briten zu verarzten. "Das kann noch was werden...", murmelte er leise.

"Mit zwei kaputten Händen kämpfen wird wohl nicht wirklich was...", stellte er seufzend fest. "Das wäre zumindest ziemlich unfair..."
Kurz betrachtete der Chinese seine eigene Hand. Dann schloss er die Augen und stemmte sie gegen die Wand. Er holte einmal tief Luft ehe er sich mit der anderen Hand den Arm durchbrach und verkniff sich einen Schmerzensschrei.
"So...", Yao sah zu dem Briten und lächelte dann leicht. "Jetzt ist es wieder fair."
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Fr März 15, 2013 2:01 am

Arthur ärgerte sich ein wenig, denn er glaubte sich nun vor Yao lächerlich gemacht zu haben. Vielleicht hatte er das auch, wenn auch weniger durch die Tatsache dass er den Block nicht zerschlagen konnte, womit der Chinese bestimmt schon gerechnet hat, sondern wohl eher durch sein Rumgefluche und Umtreten des Blocks danach.
Dann nahm Yao seine Hand und seufzte „Oh je“, aha also ehrliche Anteilnahme. Wieder einmal war Arthur von Yao verwirrt.
"Wenn du dabei so unsicher bist, ist es kein Wunder, dass es nicht klappt. Es kommt auf den Willen an", meinte dieser nun. Arthur sah ihn fragend an. „Auf den Willen? Aber ich will mir doch nicht die Hand brechen, indem ich so feste da drauf haue.“, erklärte der Brite.
Dann räumte Yao den Block weg, welcher zerbröselte und meinte daraufhin lachend: „Na immer hin.“, Arthur konnte nicht ganz einschätzen ob das wirklich anerkennend gemeint war, oder ob sich Yao über ihn lustig machte, aber er lächelte ihn trotzdem an. Ja, immerhin.
Yao begann Arthurs Hand zu verarzten, aber so schlimm war es gar nicht und tat auch kaum noch weh. "Das kann noch was werden...", murmelte der Chinese. „ Wie meinst du das?“, fragte Arthur daraufhin.

Yao meinte, dass man mit zwei kaputten Händen nicht kämpfen konnte weil dies seiner Ansicht nach ziemlich unfair wäre. Arthur lächelte leicht. Sollte das heißen Yao wollte doch nicht mehr kämpfen? Das war ja super, Hoffnung flammte in dem Briten auf, bis Yao nachdem er seine eigene Hand betrachtet hat, plötzlich den Arm brach. Es ging ziemlich schnell und Arthur verstand erst gar nicht was Yao da machte, erst als er das markerschütternde Knacken hörte, verstand er was Yao da gerade getan hatte.
Arthur wurde kreidebleich und war mit einem Satz neben Yao, welcher meinte: „So. Jetzt ist es wieder fair."
Diese Selbstdisziplin…“Spinnst du?“, fuhr er Yao an und betrachtete besorgt dessen Arm. „So was kannst du doch nicht machen.“

Nachdem er kurz geschwiegen und Yao immer noch entsetzt angesehen hatte stutze Arthur und fing an laut nachzudenken.
„Also entweder bist so ein fairer Kämpfer, dass du dir selbst den Arm brichst…damit es ja nicht unfai wird...“, er schauderte leicht als er es aussprach und fuhr mit traurigerer Stimme fort:
„Oder du willst so gerne gegen mich kämpfen, dass du beriet bist alles dafür zu tun.“ War das so? Wollte Yao den Kampf so unbedingt? Aber warum denn?
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Fr März 15, 2013 11:08 pm

Schnell noch rückte der Chinese seinen Knochen zurecht und sah dann zu dem Briten rüber. Ein leichtes Lächeln überkam seine Lippen.
Es war beides. Er war einerseits ein fairer Kämpfer und er wollte nicht gegen jemanden antreten, der ihm durch Verletzungen so unterlegen war.
Aber, kämpfen wollte er auch und seine Augen flammten einmal auf.
"Ich will keinen Krieg...", setzte er an. "Und es wäre mir lieber, wenn unsere Soldaten ihre Waffen niederlegen würden..."
Ein leises seufzen überkamen seine Lippen, dann lies er kurz den Blick durch den Raum schweifen.
"Ich will nicht, dass noch mehr ihr Leben lassen müssen... Zu mal... ich denke, dass man das alles auch anders regeln kann."
Yao betrachtete kurz seinen Arm. Dann zog sich ein breites Grinsen in das Gesicht des Chinesen.
"Aber...", fuhr er fröhlich fort. Er streckte die Arme aus und hopste mehr oder weniger durch den Raum.
Der Chinese sah Arthur mit leuchtenden Augen an. "Ich weiß gar nicht mehr, wann ich mich das letzte Mal so lebendig gefühlt habe wie in dem Kampf mit dir."
Yao nahm den Gesichtsausdruck eines begeisterten Kindes an, sprang vor Freude durch den Raum und zertrat dabei die ein oder andere Sache.
"Mit den Schmerzen, die du mir zufügst...", fuhr er schon fast lachend fort. "... zeigst du mir, dass ich lebe."

Langsam kam der Asiate zum stehen und drehte sich dem Briten entgegen. Freudig breitete er die Arme aus. "Wenn schon mein Geist so abgestumpft ist, dann zeig mir wenigstens, dass mein Körper noch fühlen kann.", während er das sagte, wurde sein Grinsen immer breiter und die Augen des Chinesen strahlten vor Freude. Gleichzeitig aber wirkten sie leer und matt.
Yao ging auf Arthur zu bis er vor ihm stand und sah zu ihm auf.
"Schlag mich.", forderte er nun.
"Zeig mir, dass noch nicht alles verloren ist."
Ungeduldig wartete er auf die Reaktion des anderen.
Yao sah ihm in die Augen und er trug noch immer ein breites Grinsen im Gesicht.
Fröhlich wackelte er hin und her und summte ein Lied dazu.
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Sa März 16, 2013 12:04 am

Arthur zuckte zusammen, als er das Knacken in Yaos Arm hörte und sah ihn mit weit aufgerissenen Augen an. Wie schaffte es Yao keinen Schmerzenslaut von sich zu geben? Was hatte Yao früher alles gelernt? Arthur wurde klar, wie wenig er überhaupt über den Chinesen wusste.
Yao erklärte dass er keinen Krieg wollte und fügte hinzu: "Ich will nicht, dass noch mehr ihr Leben lassen müssen... Zu mal... ich denke, dass man das alles auch anders regeln kann."
Arthur nickte, genauso sah er das auch und erneut flammte Hoffnung ihn ihm auf, dass es einfach keinen Kampf geben würde.
Aber die Hoffnung starb so schnell wie sie aufgekommen war, als Yao anfing zu Grinsen und ansetzte: „Aber…“ Ohje, das Wort aber hieß in so einem Kontext nichts Gutes.
Ungläubig sah er dem Chinesen zu der anfing, mit ausgestreckten Armen durch den durch den Raum zu springen.
„Hast du denn gar keine Schmerzen?“, entfuhr es dem geschockten Briten. Unsicher machte er ein paar Schritte auf Yao zu. „Du musst verarztet werden!“
"Ich weiß gar nicht mehr, wann ich mich das letzte Mal so lebendig gefühlt habe wie in dem Kampf mit dir.", meinte Yao. Arthur erinnerte sich an den traurigen Gesichtsausdruck den der Chinese vor dem Kampf gehabt hat, er hatte tatsächlich nicht gedacht Yao einmal Lächeln zu sehen, wie ein kleines Kind. Irgendwo in Arthurs Hinterkopf tat sich die Frage auf, ob ihr nächtliches Getue nicht auch zu Yaos Lebendigkeit beigetragen hat.

"Mit den Schmerzen, die du mir zufügst zeigst du mir, dass ich lebe.", sagte Yao unvermittelt.
Arthur hielt in seiner Bewegung inne und starte Yao an. Bei jedem anderem hätte er das wohl für einen Scherz gehalten, aber Yao wirkte so, als ob er das was er sagte tatsächlich ernst meinte.
Yao sprach weiter und Arthur konnte nicht glauben was Yao da von sich gab.
„Was?“ Was zur Hölle ist nur los mit Yao, fragte sich Arthur. Und er merkte immer mehr, dass er den Chinesen einfach kaum kannte, der nun einen seltsamen Gesichtsausdruck annahm.
Yao kam ein Stück auf ihn zu und meinte plötzlich: „Schlag mich“, Arthur klappte die Kinnlade herunter. "Zeig mir, dass noch nicht alles verloren ist.", fuhr der Chinese fort.
Arthur wich unwillkürlich einen Schritt zurück und sah weiter zu Yao der wie ein Kind herumwippte und vor sich her summte.
Er ist irre, absolut irre…, schoss es dem Engländer durch den Kopf. Er bekam fast Angst vor dem Chinesen, aber noch mehr tat Yao ihm leid.
„Yao“, setzte er an und versuchte so beruhigend wie möglich zu klingen. „Ist alles in Ordnung mit dir?“, aber seine Stimme klang unsicher, zu tief saß der Schock noch in seinen Knochen.
Verzweifelt suchte Arthur für irgendwelche Ursachen, die Yaos Verhalten erklären würden.
Er musste doch Schmerzen haben? Und Yao benahm sich doch sonst so reif und nicht wie ein Kind…
„Ich verstehe“, sagte Arthur mit einem hysterisches Lachen „ Du-du verarschst mich, richtig? Haha“
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Sa März 16, 2013 12:46 am

Noch immer hatte der Chinese das Grinsen auf dem Gesicht.
Dann sah er jedoch etwas fragend zu Arthur, als dieser anfing hysterisch zu lachen.
Yao legte den Kopf schief, ließ die Arme sinken.
"Nein...", sagte er nun mit leiser Stimme. "Ich meine das ernst..."
Der Chinese sah Arthur mit einem undurchdringlichem Blick an und ging weiter auf ihn zu.
Vorsichtig nahm er dessen Hand und zog sie zu seinem Brustkorb. Langsam legte er sie auf. "Spürst du es..?", fragte er hauchend und sah zu dem Briten auf.
Yao schloss die Augen und lauschte seinem aufgeregtem Herzschlag.
"Es ist lange her...", sagte er darauf eher er sich den gebrochenen Arm hielt.
"Wenn ich irgendwie fühlen will... dann geht das nur so...", fing er an leise zu erklären.

Ein kurzes Stechen durchzog seinen Arm, was er jedoch ignorierte. So wie die Tatsache, dass sein Arm, durch den Bruch und den dadurch sonstigen Verletzungen, eine leichte lila Farbe angenommen hatte.
Yao spürte, wie ihm der Schweiß von der Stirn lief und er langsam anfing unregelmäßig zu atmet.
Verdammt..!, verfluchte er sich innerlich.
Er hatte wohl eine falsche Stelle erwischt, er hätte besser darauf achten sollen, wo er sich den Arm brach.
"Mir wird schon...", begann er leise. "... jede Art von Gefühl verwehrt..."
Der Chinese sprach mit einem Zittern in der Stimme. Hätte Arthur ihn nicht einfach schlagen können? Dann wäre er nicht wieder aus der Fröhlichkeit gedriftet. Diese Momente der Unbeschwert- und Verrücktheit waren meist nur von kurzer Dauer.
Und danach war er oft noch melancholischer als eh schon.

"Verwehr du nicht auch noch das letzte was mir bleibt...", Yao sah ihn fast flehend an. Wackelig sackte er auf die Knie und blickte nach oben zu dem Engländer.
"Oder...", setzte er unsicher an. "... jag ganz China mit Raketen in die Luft..."
Der Chinese schluckte und er spürte, wie er am ganzem Körper zitterte. Tränen liefen über seine Wange. "Dann bin ich nicht mehr... und das alles hat endlich ein Ende... Ich will nicht mehr... Ich halte das nicht mehr aus..."

Yao verkrampfte seine Hand, sein Blick fiel zu Boden. "Dann ist auch dieser Krieg zu Ende...", murmelte er leise vor sich her.
"Dann geht es den Menschen in meinem Land nicht mehr so schlecht..."
Ein verzweifeltes Lächeln zog sich durch sein Gesicht. "Dann werden wir einfach alle wiedergeboren... Und können irgendwo leben wo es uns besser geht als hier..."
Der Chinese merkte schon gar nicht mehr, wie sein Körper mehr und mehr nachgab und er schon fast auf dem Boden lag.
"Vielleicht... Vielleicht werde ich ja als Panda wiedergeboren...", fuhr er mit einem Lächeln fort. "Dann... Dann kann ich einfach den ganzen Tag faulenzen... und essen... und... ich... ich werde geliebt... und bin nicht einsam..."
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Sa März 16, 2013 2:01 am

Arthur beobachtete weiterhin Yao, der ihn auf diese ganz bestimmte Art und Weiße Angst einjagte, bis dieser dann doch die Arme sinken ließ und murmelte: „Nein, ich meine das ernst.“
Arthur vermutete, dass Yao ihm nun die Erklärung liefern würde, die er brauchte um den Chinesen nicht für komplett geisteskrank zu halten und sah neugierig und schweigen zu ihm.
Yao kam noch einen Schritt auf ihn zu, aber Arthur blieb stehen und ließ es zu, dass Yao seine Hand nahm und auf dessen Brustkorb legte.
"Spürst du es..?", fragte er den Engländer. Arthur konzentrierte sich, einen kurzen Moment merkte er nichts, dann fühlte er Yaos Herz schnell schlagen. Sein Gesicht nahm einen fragenden Außdruck an.
Einen Moment verharrten sie so und Arthur wunderte sich erneut über die Wechselhaftigkeit des Asiaten. Er konnte binnen von Sekunden in seiner Stimmung so rapide und konsequent umschlagen, dass es einer Achterbahnfahr glich, mit ihm zusammen zu sein. In einem Moment war man oben, im nächsten Moment sauste man wieder nach unten nur um in einem Looping zu enden. Und wenn man ganz viel Pech hat, hörten die Schienen nach dem Looping auf und man stütze hinunter indem Yao sich zum Bespiel selbst den Arm brach.

"Es ist lange her...", riss Yao ihn aus seinen Gedanken. "Wenn ich irgendwie fühlen will... dann geht das nur so...", leicht fragend blickte Arthur seinen Gegenüber an. Er war sich nicht sicher ob er das verstand. Wie nur so?
Aber Arthur konnte sich nicht weiter überlegen wie Yao das meinte, denn sein Arm erregte nun die Aufmerksamkeit des Briten. Es sah gar nicht gut aus. Besorgt ließ er seinen Blick von Yaos Schweißbedeckter Stirn und dem Arm hin und her wandern. Er merkt also doch was…
"Mir wird schon jede Art von Gefühl verwehrt...", sagte der Chinese nun mit nicht mehr fester Stimme, traurig betrachtete Arthur diesen nun und machte sich zunehmend Sorgen. Große Sorgen.
"Wie meinst du das genau?", fragte der Brite vorsichtig. Er wollte Yao besser verstehen. "Bitte erklär es mir."

Yao sprach weiter über, in Arthurs Ohren unsinniges Zeug. Als ob er ein Land zerstören könnte. Warum sagte Yao so was? In einem Moment war er der absolute Kämpfer und hoch motiviert und im nächsten Moment gab er einfach auf. Wobei er viel mehr aufgab als nur den Kampf, nämlich sich selbst. Arthur konnte sich nicht ansatzweiße Vorstellen wie viele Jahrhunderte von Traurigkeit Yao schon durchlebt haben muss. Und seine Skepsis wich mehr und mehr dem mitleid für Yao, dass in ihm aufkam.
Er hörte Yao weiter zu, war aber nicht in der Lage auf das zu antworten, denn was er gehört hat schockierte ihn immer noch zu sehr und er musste sich erst sammeln und das gehörte verarbeiten. So eine Situation hat er vorher noch nie erlebt.

Aber nach Yaos letztem Satz, tat Arthur instinktiv einfach das, was er für richtig hielt und nahm Yao in den Arm, wohl darauf achtend, nicht an seinen gebrochenden Arm zu kommen.
„Du bist nicht einsam, ich bin bei dir.“, sagte Arthur und versuchte ein aufmunterndes Lächeln, während er den Chinesen weiter im Arm hielt. „Und ich mache mir Sorgen.“, fügte er ihn zu. „Dein Arm tut weh. Er ist gebrochen. Und das überschreitet meine medizinischen Fähigkeiten, du solltest zum Arzt.“, betonte er.
Der Engländer nahm Yao bei dem gesunden Arm an die Hand und zog ihn ins Freie, während er versuchte die Traurigkeit, die sich in seinem Inneren, aufgrund von dem was Yao gesagt hatte auftat, zu verdrängen.
„Tja, wie du weißt, kenn ich mich hier nicht so gut aus…Also wo ist ein guter Arzt in der Nähe?“, fragte Arthur während er Yao mit sich die Straße runter zog.
„Das es…dir…so geht…tut mir leid…“, murmelte er etwas leiser und ernster, während er mit ihm weiter die Straße entlanglief, immer noch seine Hand haltend.
Ein Panda, also wirklich… Obwohl Arthur zugeben musste, etwas verlockendes hat der Gedanke doch....
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Wang Yao
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Sa Apr 06, 2013 7:03 pm

Ein Lächeln überkam dem Chinesen als er so sanft in den Arm genommen wurde. Erwiderte darauf jedoch erst mal nichts weiter.
Dann wurde er aber auch schon rausgezogen und Yao sah etwas fragend zu dem Briten auf.
"Der nächste Arzt ist zu Fuß eine Stunde entfernt...", erklärte er. Der Chinese lebte einfach lieber außerhalb des ganzen Getümmels, in der Stadt war es ihm viel zu eng und zu laut.
"Lass uns einfach zurück... das heilt schon von alleine...", kam es mit einem leichtem Lächeln von dem Asiaten.

Er wollte nicht, dass sich der Brite groß um ihn sorgte. Um seine Feinde macht man sich keine Sorgen. Zumindest hatte man das Yao oft so gesagt. Er hielt sich allerdings ja nicht selbst dran, doch genau deswegen wusste er ja, was für Konsequenzen das Ganze haben konnte.
Dass Arthurs Vorgesetzen nicht ganz zu skrupellos waren, bedachte er in dem Moment gar nicht. Für ihn war das ja normal so.
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