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 Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]

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AutorNachricht
Wang Yao
Drache des Ostens
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Mo Feb 04, 2013 10:04 pm

Yao nahm einen Schluck von seinem Tee, stellte dann die Tasse wieder beiseite. Er nahm die Suppenschüssel in die Hand, schlürfte langsam die heiße Brühe aus dem Löffel. Ein leises Seufzen überkam seine Lippen und er richtete seinen Blick auf den Briten vor sich.
"Ich verstehe dich auch nicht...", erwiderte er dann, auf die Aussage Arthurs, dass dieser ihn nicht verstehen würde.
Verlor dann aber kein weiteres Wort. Genüsslich aß er die Suppe, trank hin und wieder einen Schluck seines Tees.
Nebenbei sah er wieder in die Speisekarte, bestellte sich nun eine richtige Mahlzeit.


Vorsichtig nahm der Chinese die gebrochene Hand des anderen. Strich einmal behütet drüber ehe er eine Salbe, welche er von zu Hause noch mitgenommen hatte, herausholte.
Mit einer Hand hatte er die kleine Dose aufgeschraubt und nahm etwas von der Salbe auf seinen Finger. Langsam strich er die gebrochenen Finger des Briten. "Das müsste noch etwas besser helfen...", erklärte er ruhig. "Die Medizin des Jungen ist zwar ganz gut... aber nichts im Vergleich zu dem was ich zu Hause habe...", fuhr er dann mit einem Lächeln fort.
"Ich will nicht gegen jemanden Kämpfen, der sich kaum bewegen kann..."


Danach legte der die Dose wieder in seine Jackentasche und die Hand Arthurs sanft auf den Tisch. Yao aß nun erst mal seine Suppe weiter und dachte etwas über den Briten und den bald folgenden Krieg nach. Eigentlich sah er kaum Hoffnung, diesen zu gewinnen. Einen Kampf, Auge um Auge gegen Arthur...
Ja das würde er schaffen. Aber einen Krieg, in dem ihre Truppen sich bis aufs Blut bekämpfen würden?
Yao war sich unsicher, er wusste, was für eine Macht der Brite besaß und dass seine eigene Armee im Gegensatz zu dem des anderen wohl möglich nicht viel ausrichten könnte.
Doch er würde kämpfen. Aufgeben würde nicht in Frage kommen, damit würde er nur sich selbst verraten.


"Wenn es noch irgendetwas gibt, dass du brauchst...", setzte der Asiate an. "... sag mir bescheid... ich besorge es dir." Er hatte ja gesagt, er wollte keinen unfairen Kampf. Und dafür würde er alles nötige tun.
Und er würde solange kämpfen, bis der Brite aufgab. Natürlich wusste er, dass das Tage, vielleicht sogar Wochen oder Jahre dauern könnte, aber er selbst würde mit allem Kämpfen was er hat.


Dann schwieg er wieder für eine Weile. Nachdem er seine Suppe aufgegessen und auch den Tee ausgetrunken hatte, wartete er auf die Mahlzeit die er sich bestellt hatte. Etwas nervös tippelte er mit dem Fuß auf dem Boden herum. Eigentlich war er es ja gewohnt, dass man etwas länger warten musste, umso besser würde es schmecken. Trotzdem nervte ihn diese Warterei gerade. Vor allem, weil ihn diese Stille zwischen ihm und Arthur störte. Aber er wüsste auch nicht, was er hätte für ein Gespräch anfangen sollen. Wahrscheinlich hätten sie eh wieder angefangen zu streiten.
Wenigstens übertönte das ganze Gemurmel und das Geschirrklappern das Schweigen der beiden. Obwohl, für ihn war das ja normal.
In anderen Ländern hätte man dieses laute Gerede und Geschmatzte wohl als unhöflich empfunden und sich gestört gefühlt.
Er hatte sogar mal gehört, dass Chinesen in Deutschland einen eigenen Raum zum Essen bekamen, damit diese die anderen Besucher nicht störten.
Ein wenig beleidigt war er deswegen ja schon, was war so schlimm an seinem Essverhalten, dass die Deutschen das scheinbar als so schlimm empfanden?


Yao sah kurz zu dem Briten rüber. Ob er das ähnlich sah? Ein leises Grummeln überkam den Chinesen. Bestimmt! Der wehrte Gentleman war sich sicherlich zu fein für solche Dinge.
Dabei war sowas hier sogar ein Zeichen von Zusammengehörigkeit.
Manchmal erstand er die Europäer nicht...
Es gab Dinge, bei denen sie total offen waren. Zum Beispiel redeten sie über Sex oder einfach ihre Beziehung viel offener als es der Chinese jemals tun würde. Sowas war für ihn viel zu privat als auch nur mit irgendwem darüber zu reden.
Nicht mal mit seinen Geschwistern hatte er je ein Wort über ein solches Thema verloren.


Während er weiter auf das Essen wartete gab er sich ein wenig der Nostalgie hin. Er stütze seinen Kopf auf eine Hand ab und sah schweigend vor sich hin.
Dachte an seine Jungend zurück. An all die fröhlichen Zeiten die er damals hatte. Sicherlich, früher war einiges schwerer für ihn, nicht nur, weil sie sich damals vermehrt um ihn gestritten hatten. Dennoch gab es damals vieles für ihn, wofür er jetzt einfach keine Zeit mehr hatte.
Vielleicht war er auch einfach zu alt für sowas geworden.


Yao schloss die Augen. Mit einem Lächeln auf die Lippen dachte er an die Zeit der Unbekümmertheit zurück. An seinen ersten Kuss... die erste Beziehung... das erste Mal und die erste große Liebe. Das alles war schon so lange her und irgendwie machte das den Asiaten traurig. Vor allem wenn er an die vergangenen Beziehungen nachdachte. Beziehungen die oft auf Grund von Streitereien im Kaiserhaus endeten, weil er eine Zeit mehr hatte die Beziehung aufrecht zu erhalten oder auch, weil die Geliebte im Gegensatz zu ihm alterte und irgendwann vor ihm verstarb.


Schon zu oft hatte Yao mit ansehen müssen wie so eine seiner Beziehungen endete. Vielleicht war er ja deswegen auf eine Art resistent gegen solche Gefühle geworden, er wurde bereits zu oft enttäuscht als, dass er sich traute es erneut zu versuchen.
Ein wenig hatte er auch das Gefühl, er hätte es vielleicht auch einfach verlernt. Richtig geliebt hatte er seit tausenden von Jahren nicht mehr, er hatte auch kaum Zeit dazu.


Je mehr er darüber nachdachte desto trauriger stimmte ihn das Ganze. Langsam lief dem Chinesen eine Träne über die Wange, doch ein leichtes Lächeln trug er noch immer auf den Lippe. Langsam öffnete er die Augen, als er den salzigen Geschmack der Tränen wahrnahm. Etwas verwundert über sich selbst, wischte er diese schnell weg.
Eine leichte Röte stieg ihm in die Wangen, dass er so sehr in der Vergangenheit geschwelgt hatte, dass ihm sogar zu weinen zu Mute geworden ist, war ihm schon etwas peinlich.
Hoffentlich fragt Arthur nicht nach..., dachte er für sich, während er auf den Tisch sah.
Langsam begann er mit den Fingern die Musik, welche im Restaurant gespielt wurde nachzuspielen um die aufgekommene Stille zu überbrücken. Kurz blickte er auf, in das Restaurant hinein und hoffte, dass der Kellner bald kommen würde um ihnen ihr Essen zu bringen, dann wären sie wenigstens beschäftigt und Arthur würde so vielleicht einfach übergehen, was der Chinese gerade von sich preis gegeben hatte.


Er war sich nicht mal sicher, was er antworten sollte, würde ihn der Brite darauf ansprechen. Darüber reden wollte er nicht so gerne, aber nicht zu antworten empfand der andere vielleicht als unhöflich.
Yao seufzte. Was gibst du dich auch so deiner verflossenen Liebe hin?, fragte er sich selbst etwas ärgerlich. Du hättest doch ein Gespräch anfangen sollen...
Denn eine Streit hätte er wohl jetzt besser gebrauchen können als unnötige Gefühle, die ihm wohlmöglich noch im Weg standen. Denn Yao wusste wie schwer das war, wenn er erst einmal etwas altes aufgegriffen hatte, wieder die Gedanken davon loszubekommen.
Denn der Chinese war da nicht anders wie andere alte Männer. Wenn er anfing an früher zu denken, konnte sich das lange hinziehen.
Auch zu Hause hatte er schon Tage nur in Erinnerungen geschwelgt, ging damit sogar mal seinem Kaiser auf die nerven... Und ob das jetzt so hilfreich war?
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Mo Feb 04, 2013 11:54 pm

Arthur sah zu wie Yao anfing zu essen und war gleich dankbar, dass er ihm auch eine Suppe bestellt hat, denn jetzt wo er das so vor sich sah bemerkte er, was er eigentlich für Hunger hatte.
Also fing er auch langsam an zu löffeln und ließ den Chinesen dabei nicht aus den Augen.
"Ich verstehe dich auch nicht...", war seine ernüchternde Antwort. Arthur hatte sich von der Antwort etwas mehr erhofft, aber vielleicht hätte er seine Frage auch präziser formulieren, müssen.

Er öffnete den Mund um was zu erwidern, schloss ihn dann aber wieder. Er wollte Yao ja nicht schon wieder verärgern und wählte eine andere Formulierung.
„Ich meine…“, setzte er an, „Also nachdem wir rausgegangen sind…“, sagte er um es so neutral wie möglich zu halten und erwähnte zum Bespiel nicht das Ghetto.
„Und dann auf der Bank im Park saßen…Da dachte ich…Naja ich weiß auch nicht was ich dachte aber es wirkte so als hätte sich die Lage wieder beruhigt und dann bist du ausgeflippt und das verstehe ich nicht.“, es viel ihm schwer seine Stimmer ruhig zu halten, aber irgendwie schaffte er es doch.

Neugierig sah er Yao an bestellte dann aber auch was zu Essen, was hoffentlich was Normales war, er hatte versucht einfach das gleiche zu bestellen wie Yao.
Ich muss unbedingt mehr Chinesisch lernen, dachte er sich. Schade unter anderen Umständen, hatte Yao ihm bestimmt dabei geholfen.


Und kurz schweiften die Gedanken des Engländers ab, er sah sie beide in einem Garten sitzen, im Schatten eines Baumes, am Tee trinken , um sie herum Pergament und Schriftrollen auf dem Boden verteilt... Aber das würde nicht passieren. Sie konnten keine Freunde mehr werden. Oder doch?
Für einen Moment gab Arthur sich der Hoffnung hin, denn Frankreich war doch auch sein Freund. Irgendwie. Manchmal. So in die Richtung. Und das obwohl sie sich hundert Jahre bekriegt haben und immernoch taten.
Also war es zumindest nicht komplett aussichtslos.


Dann griff Yao nach seiner Hand, aber anders als vorher und fing an diese noch mal zu verarzten.
Arthur merkte, wie der Schmerz schon mehr nach ließ. Yao erklärte ihm etwas über die Salbe und lächelte sogar dabei.
Für einen kurzen, schönen Moment glaubte Arthur das vielleicht doch alles gut war. Sie saßen in einem Restaurant, aßen zusammen, Yao verarztete ihn…


Doch der nächste Satz riss ihn wieder runter auf den harten Boden der Realität.
"Ich will nicht gegen jemanden Kämpfen, der sich kaum bewegen kann..."
Also hatte er sich nicht vertan. Er meinte es also ernst. Er wollte kämpfen.
Die Miene des Briten verfinsterte sich.
„Also…Behandelst du gerade meine Hand, um sie gegebenenfalls nachher wieder zu brechen?“, ungläubig starrte er seinen Gegenüber an.


"Wenn es noch irgendetwas gibt, dass du brauchst sag mir bescheid, ich besorge es dir.", sagte Yao.
Arthur rutschte etwas unruhig auf seinem Stuhl hin und her.
Er wollte nicht kämpfen. Klar, seine Seemacht war stark aber jetzt gerade stand er ziemlich alleine da und er war auch nicht in bester körperlicher Verfassung.
Aufgeben wollte er aber auch nicht.
Wenn er jetzt also nach den dementsprechenden Waffen fragte, willigte er automatisch einem Kampf ein, verlangte er keine Waffen, lief er in die Gefahr am Ende ohne alles da zu stehen.
Mehr als ein „Hm.“, konnte er nicht von sich geben.


Yao verfiel wieder in sein Schweigen, einmal kurz grummelte er, dann schien er mit den Gedanken weit weg zu sein und zum zweiten Mal an diesem Tag, fand Arthur, sah man ihm sein Alter an.
Er brach das Schweigen nicht, sondern löffelte nur seine Suppe weiter.
Um sie herum herrschte richtiger Trubel. Ein paar junge Mädchen lachten laut. Unbeschwert. Im totalen Kontrast zu ihnen beiden.
Ein Bisschen beneidete Arthur sie, solche Probleme wie Yao und er hatten kannten sie nicht, würden sie nie kennenlernen.

Als der Brite wieder zu Yao sah, bemerkte er wie ihm eine Träne über die Wange lief.
Arthur stutzte und überlegte was der Grund dafür sein könnte.
Aber hatte Yao Arthur nicht erzählt, dass seine Regierung oft über seinen Kopf entschied? Vielleicht wollte Yao ja auch nicht kämpfen? Vielleicht wurde er dazu gezwungen? Vielleicht hatte er ihn auch deshalb verarztet und gab ihm was zu essen?
„Wenn du nicht kämpfen willst…“, setzte er vorsichtig an. „Wir müssen nicht. Wir können uns da bestimmt irgendwie raushalten…“



Das Essen wurde gebracht. Es sah normal aus.
Arthur dankte dem Kellner und lehnte sich zurück.
„Weißt du Yao…“, sein Gesichtsausdruck war schon fast freundlich, „Du bist…“
Wie sollte er das sagen?
„Weißt du. Ich habe schon gegen einige Leute gekämpft…“
Jetzt lächelte er aufrichtig. „Aber mir ist noch nie jemand begegnet wie du.“, sagte er.
„Wenn ich mit einer gebrochener Hand, gefesselt in einem abgelegen Stadtteil bei einem dieser Leute gewesen wäre…“, kurz hielt er inne.
„Aber du…du verarztest mich und gibt’s mir was zu Essen…und ja…“
Er sah kurz auf seinen Teller bevor er weiter sprach „Warum? Du bist auf der einen Seite so…nett und auf der anderen Seite…Willst du wirklich kämpfen? Du als Yao…nicht als China?“, neugierig betrachtete er den Asiaten.
Und fing an zu essen, es schmeckte gut. Henkersmahlzeit..., dachte er mit seinem britischen Humor.
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Wang Yao
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Di Feb 05, 2013 1:10 am

Yao hatte noch kurz zu dem Briten aufgesehen. "Deine Flotte ist bereits hier... und du wunderst dich, dass ich wütend werde..?", hatte er auf Arthus Aussage nur gefragt.
Dass das Essen gekommen war, hatte er gar nicht gemerkt, erst, als er von dem Briten aus seinen Gedanken gerissen hatte.
Die Frage des Briten hatte seinem Herzen ein Stich versetzt... Erneut lief ihm eine Träne über die Wange. "Es... gibt nur China...", erwiderte er nur darauf.


Mit einem leeren blick sah er auf sein Essen. Erst stocherte er etwas mit seinen Stäbchen im Fleisch rum, nahm dann jedoch schließlich ein Stück und aß dieses.
Yao dachte über die Frage des Briten nach. Wollte er wirklich kämpfen? Natürlich nicht... aber er musste... Für sein Volk und sein Kaiser... Und wenn es etwas gab, für das er zu kämpfen hatte, dann hatte er auch zu kämpfen wollen.
So hatte man ihn einfach erzogen.
Er war von niemandem dazu gezwungen worden. Ganz im Gegenteil, seine Regierung wusste bis jetzt noch gar nichts von dem, was heute alles so vor gefallen war. Sie glaubten, Yao würde noch immer mit Arthur im Konferenzraum sitzen und verhandeln.


Wüsste sein Kaiser, was alles passiert war, würde es vermutlich Anschiss geben. Sie sollten ja nur verhandeln und sein Kaiser und vor allem der Rest der Regierung konnten da sehr pingelig sein. Wehe Yao machte irgendetwas, was andere provozieren konnte. Aber so war er nun mal. Daran konnte er auch nichts ändern, auch wenn man das von ihm verlang. Er hatte nicht Yao zu sein, er hatte China zu sein. Nicht mehr und nicht weniger.
Erneut überkam ein Seufze dem Chinesen. Was hätte er auch dagegen tun sollen? Seine Gefühle spielten in dieser Welt nun mal keine Rolle. Alles was er tun könne musste, war es den Befehlen seiner Regierung Folge zu leisten.
Kurz strich er sich einen Strähnen seines Ponys zurück, lies sein Blick durch den Raum schweifen. Sah zu den Mädchen, welche auch Arthur eben kurz beobachtet hatte.
Habt ihr es gut... Danach wandte er seinen Blick wieder ab, schaute zu dem Briten vor sich.


Irgendwie fragte er sich gerade, wie es dem anderen wohl in China gefiel. Aber irgendwie traute er sich gerade nicht, dies zu fragen. Er hielt es für unangemessen und so aß er lieber weiter still seine Peking Ente. Langsam schob er sich ein Stück Fleisch mit den Stäbchen in den Mund. Da fiel ihm etwas ein, richtete seinen Blick wieder gerade auf Arthur.
Konnte er überhaupt mit Stäbchen essen? Nicht, dass er kaum dazu kam etwas zu essen und Yao kaute ihm hier ein vor.


Etwas skeptisch beobachtete er den Europäer dabei. Er bekam es wie es schien, einiger Maßen hin. Yao nickte nur kurz bestätigend und aß dann ohne Bedenken weiter.
Nochmal ließ er alles, was Arthur vorhin gesagt hatte durch den Kopf gehen. Aufgrund der letzten Frage war er zu abgelenkt gewesen um sich genau darüber Gedanken machen zu können.


Ja... er hatte ihn behandelt um ihm später womöglich die Hand erneut zu brechen. Aber das stand ja noch gar nicht fest. Vielleicht ging das ganze dieses Mal ja anders aus... Wer weiß?
Auf jeden Fall stand für ihn fest, dass er gegen niemanden kämpfe wollte, der verletzt war. Ob er nun wirklich kämpfen wollte oder nicht spielte dabei keine Rolle, es war etwas, was er seiner Meinung nach tun musste.
Und schon wieder war er bei der letzten Frage angekommen.


" Willst du wirklich kämpfen? Du als Yao…nicht als China?“


Yao gab es nicht... Es gab nur China. Zumindest sollte das so sein und als China wollte er kämpfen. Er wurde von niemandem gezwungen, es war seine Entscheidung. Leicht kniff er die Augenbrauen zusammen. Was denkst du großartig darüber nach?, fragte er sich selbst genervt. Es ist eine entschiedene Sache!
Doch irgendwie konnte er seine Gedanken nicht abwenden, na immerhin dachte er nicht mehr an seine alten Beziehungen... aber auf das hier konnte er auch verzichten. So einen Konflikt konnte er nun gar nicht gebrauchen. Yao und China. Er hatte diese Diskussion zu oft gehabt. Mit sich selbst, mit seiner Regierung mit seinem Kaiser und auch mit den Kaisern davor.
Es lief immer auf das selbe hinaus und der Chinese war es leid, das zu hören. Wieso durfte er nicht auch er selbst sein? Wieso konnte er nicht Yao sein? War es für alle so unmöglich, Arbeit und Privatleben zu trennen? Gab es für sie nur eines?
Yao lies den Kopf etwas hängen. "Denke nicht drüber nach..!", befahl er sich leise.
Doch er schaffte es wie so oft nicht, das Thema ruhen zu lassen. Gerade jetzt in dieser Situation war es schwer. An dem heutigen Tag hatte er viel zu oft als Yao gehandelt, dabei wurde er doch im Auftrag Chinas geschickt. Aber er hatte sich halt einfach nicht unter Kontrolle gehabt.


Naja, jetzt war es ja eh zu spät und ändern konnte er es nicht mehr. Dann würde er wenigstens jetzt so viel wie möglich nur als China handeln. Auch wenn ihm das unglaublich schwer fiel. All die kleinen netten Gesten waren Dinge, die ihm seine Regierung nachtragen würde. Arthur war immerhin sein Feind, zu ihm hatte er nicht nett sein sollen. Doch der Chinese war nicht kaltherzig genug um nur so zu sein wie man es manchmal von ihm erwartete. Würde es nach seiner Regierung gehen, wäre der Brite vielleicht schon längst tot, zumindest, wenn sie wüssten wie es um die jetzige Sitation stand und auch wenn Yao vorhin kurz davor stand, Arthur einfach den Kopf abzureißen, wer weiß, was für Vorwürfe er sich dann gemacht hätte.


Während er sich wieder in seinen Gedanken verloren hatte, stocherte er weiter im Essen rum, nahm nur hin und wieder etwas Reis zwischen die Stäbchen und aß diesen.
Yao packte sich in die Haare, leise grummelte er vor Wut. Was musste ihm der Engländer auch so eine doofe Frage stellen?
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Di Feb 05, 2013 2:10 am

Ungläubig sah Arthur seinen Gegenüber an. Die Flotte ist schon da?
„Das ging ja schnell.“, bemerkte er.
Yao sah darüber ziemlich wütend aus, und dann setzte sein Verstand langsam eins und eins zusammen.
Der Brite zog ein Gesicht, jetzt verstand er, jetzt machte es einen Sinn.


„Oh nein, Yao…“, setzte er an. Arthur hatte beschlossen Yao und China gedanklich ab jetzt voneinander zu trennen.
„Jetzt verstehe ich…Das hatte ich noch sagen wollen.“
Toll, wenn er eher daran gedacht hätte, hätte sie so einiges vermeiden können.
„Die Flotte ist nicht hier um zu kämpfen.“, erklärte er.


„Es gibt nur China.“, sagte Yao und erneut lief ihm eine Träne über die Wange.
Arthur hatte immer geglaubt das alle Länder mehr oder weniger gleich waren, zumindest was ihre Beziehung zum Staat an sich betraf und vielleicht auch die zu den Oberhäuptern.
Er wusste zwar, dass es bei China etwas anders war, aber er war sich nicht über die Ausmaße bewusst gewesen.
Wie sollte er denn jetzt noch sauer auf Yao sein können?
Was er durch machen musste war unvorstellbar für den Briten.


Yao sah alles was in seinem Land passierte, innenpolitisch und außenpolitisch und konnte rein Garnichts dagegen tun?
Okay Arthur war auch schon mal in das ein oder andere Bündnis gezwängt worden, aber meistens aus militärischen Gründen und nie von langer Dauer.
Gegen das was Yao durchmachen musste war das nichts.



Das einzige Mal wo Arthur mit seiner Regierung wirklich in einen Konflikt gekommen ist, war als es um America ging. Das er ihn nicht so oft besuchen konnte und natürlich der Unabhängigkeitskrieg, für den Arthur seiner Regierung die Schuld gab.
Als der Krieg verloren war, war der Brite am Ende gewesen. Er hat seine Sachen in die Ecke geworfen und sich der Verzweiflung hingegeben.
Er hatte kein Land mehr sein wollen, sie hätten ihn, noch in der roten Independence-War-Uniform lebendig begraben können, es wäre ihm egal gewesen, vielleicht sogar noch lieber als so weiter zu leben. Denn manchmal war die Unsterblichkeit auch für ihn eine Last.
Ein unheilvoller Gedanke beschlich Arthur, was wenn Yao sich die ganze Zeit so fühlte?


Arthur schluckte und versuchte sich an dem Essen. Mit Stäbchen hatte er schon öfter gegessen und es klappte einiger maßen.
Nachdem er zum zweiten Mal versuchte ein Stück von dem Fleisch, was er mittlerweile als Ente identifiziert hat, zum Mund zu führen beobachtete er weiter Yao, der wieder in Schweigen verfallen war.


"Denke nicht drüber nach..!" murmelte er kurz leise und Arthur war sich sicher, dass das nicht an ihn gerichtet war.
Und auf einmal packte ihn eine unbeschreibliche Wut.
Yao und China. China und Yao. Das waren zwei unterschiedliche Sachen!
Und jetzt war er sauer auf China, richtig sauer. Diese Leute von der Regierung, was bildeten die sich eigentlich ein?


Wütend knallte der Engländer die Stäbchen auf den Tisch.
Es würde Krieg geben, ja. Und er würde kämpfen, ja. Aber nicht gegen Yao.
Er verstand immer noch nicht warum Yao unbedingt einen Kampf wollte.



„Wir wissen beide das ein Krieg unausweichlich ist. Ob wir wollen oder nicht.“
Sagte er mit fester Stimme und ohne die Miene zu verziehen.
„Wenn du mit mir kämpfen willst, bitte. Ich will es nicht.“, sagte er und nach einer kurzen Pause fuhr er fort: „ Wenn du kämpfen willst, geh ich mit dir da raus und stell mich dahin. Aber du kannst nicht erwarten, dass ich die Hand gegen dich erhebe, wir wissen beide, dass du mich nicht töten kannst“, stellte er klar.
„Du hast mich, deinen Feind, verarztet und versorgt und wahrscheinlich schon fünf Mal die Chance gehabt mir den Rest zugeben, gegen dich zu kämpfen wäre unehrenhaft von mir.“
Mal ganz davon abgesehen, dass ich so, jetzt, eh keine Chance hätte.


Auch wenn der Chinese ihm die Hand gebrochen hat, so hat er sich doch Arthurs Respekt verdient.
„Ja es wird einen Krieg geben…Aber zwischen China und England, nicht zwischen Yao und Arthur.“, wiederholte er sich.
„Wenn ein Kampf das ist was DU willst…Ich werde nichts dergleichen tun.“
Dann nahm Arthur all seinen Mut zusammen und holte tief Luft und hielt er Yao seine gesunde Hand hin.
„Dann kannst du mir die auch gleich brechen.“, sagte er um zu unterstreichen, dass er es ernst meinte. Wenn er jetzt daraus ging und gegen Yao kämpfte, würde er nie wieder ruhig schlafen können.
Arthurs Hand zitterte etwas, ein wenig hatte er doch Angst, weil er den Chinesen immer noch nicht einschätzen konnte, er hoffte auch das er sein Gesagtes wirklich einhalten konnte, aber es ging nicht.
Er konnte nicht mit ihm hier sitzen und im nächsten Moment auf ihn schießen.
Nein, er konnte und würde nicht.
Der Brite schluckte und wartete ab, was als nächstes passiert.
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Wang Yao
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Di Feb 05, 2013 8:20 pm

Weiter war Yao dem Schweigen verfallen, stocherte nur etwas mit den Stäbchen in seinem Essen rum. Plötzlich zuckte er zusammen, als der Brite die Stäbchen auf den Tisch geknallt hatte. Fragend sah Yao zu diesem auf. Ohne etwas zu sagen hörte er dem anderen zu.
Er seufzte. "Ich habe das nicht zu entscheiden weißt du...", sagte er schließlich. "Und außerdem...", fuhr er fort legte seine Stäbchen auch auf den Tisch. "...fände ich es unfair meinen Soldaten gegenüber."


Yao sah zu der Hand, welche ihm der Brite hingehalten hatte. Der Chinese legte seine eigene auf diese, drückte sie sanft auf den Tisch. "Ich kann nicht von ihnen erwarten in den Krieg zu ziehen und selber nur zusehen..."
Dann nahm er seine Hand wieder von Arthurs, faltete seine über seinem Schoß zusammen.
"Wenn sie kämpfen, werde auch ich kämpfen... das bin ich ihnen schuldig."


"Es geht dabei nicht um mich und was ich will... Es ist meine Pflicht zu wollen. So einfach ist das.", gegen Ende hatte Yao etwas lauter gesprochen, er hatte sich wieder im Griff und war auch nicht mehr so in Gedanken versunken wie eben noch.
Mit Verwunderung stellte er fest, dass es erstaunlich ruhig im Restaurant geworden war. Fragend sah er in den Raum hinein, erblickte einen seiner Regierungschefs, welcher an dem Tisch der beiden stand und Yao mit erstem Blick taxiert hatte. Mit einem Ruck war der Chinese aufgesprungen, hatte sich vor dem anderen verbeugt.


Kurz lies Yaos Vorgesetzter seinen Blick zu dem Briten wandern ehe er sich wieder seinem Land zuwandte. "Ich habe nicht erwartet dich hier zu sehen... Yao...", begann dieser, sah mit erhobener Nase zu dem sich noch immer verbeugendem Chinesen runter.
Yao erwiderte darauf erst mal nichts. Wunderte sich nur, warum der andere in Englisch mit ihm sprach, wollte er, dass Arthur die beiden verstand und ihn so eventuell provozieren?
"Ich habe...", setzte der Vorgesetzte an. "... von eurem kleinen... Streit im Konferenzraum gehört."
Leicht erschrocken hob Yao seinen Blick, senkte ihn jedoch sofort wieder. Woher wusste er davon? Hat ihm etwa Junge davon erzählt?, fragte er sich nun. Der Chinese seufzte auf.
"Du hast damit, wie es scheint, ganz schön was in Bewegung gesetzt... Die Kriegsschiffe des werten Herrn Kirkland sind schon hier eingetroffen."


"Das ist nur-", begann Yao, wurde jedoch von einer Ohrfeige unterbrochen. "Habe ich dir erlaubt mit mir zu reden?", kam es nun mit bösem Tonfall von seinem Vorgesetzten. Leicht biss Yao die Zähne zusammen, beugte sich nun wieder und sah zu Boden. "Verzeiht...", erwiderte er darauf leise. "Wie dem auch sei... Nachdem ich gehört habe, was passiert war, rechnete ich eigentlich damit ihr seid euch schon bitter am bekämpfen... Stattdessen sehe ich euch gemütlich in einem Restaurant essen... Wie darf ich das verstehen? Rede..!", hatte er nun gefordert.


Yao blickte kurz zu dem anderen auf. "Ich dachte... bevor wir zu kämpfen beginnen sollten wir noch mal zu Kräften kommen... damit wir einen möglichst fairen Kampf haben...", erklärte er nun vorsichtig, senkte wieder seinen Blick. Sein Vorgesetzter hatte in der Zeit einen Fächer hervor geholt und wedelte sich damit etwas Luft zu. "Und wer hat dir gesagt, dass du das tun sollst?", fragte er mit einem bedrohlichem Blick hinter dem Fächer versteckt.
"Ich... verstehe nicht...", kam es ehrlich von Yao zurück. Ihn hatte niemand gesagt, dass er das tun sollte. Oder ging es ihm etwa genau darum?
Langsam hatte der andere seinen Fächer wieder zusammen geklappt, unter das Kinn von Yao gelegt und seinen Kopf leicht angehoben. "Ich habe dich etwas gefragt..!"


Yao sah dem anderen in die Augen. "Ich... hielt es für richtig...", gab er nun ehrlich zurück. Erneut spürte er einen Schlag auf seine Wange, doch dieses Mal war es der Fächer und nicht die flache Hand. "Und hat dich... irgendwer nach deiner Meinung gefragt?"
Für kurze Zeit schwieg Yao, hatte seinen Blick weiter auf ihn gerichtet. Leise seufzte er. "Nein... verzeiht...", gab er knapp zurück. "Wann bist du so ungezogen geworden Yao?", erneut wedelte sich der Vorgesetzte etwas Luft mit dem Fächer zu. "Müssen wir dich noch mal erziehen?", fuhr er dann mit besonderer Betonung auf das 'erziehen' fort.
Yao weitete die Augen, ruckartig hatte er zu seinem Gegenüber aufgesehen. Senkte, nachdem er ihn eine Zeit schweigend angesehen hatte das Kopf wieder, verbeugte sich richtig.
"Verzeiht...", gab er erneut nur zurück.


Leicht verkrampfte er seine Finger in seiner Hose, versteckte sein angespanntes Gesicht hinter seinem Pony.
Er verharrte in dieser Position bis sein Vorgesetzter das Restaurant wieder verlassen hatte. Aus dem Blickwinkel hatte er ihm nachgesehen. Langsam setzte er sich zurück an seinem Platz, seine Haut im Gesicht war etwas blass geworden. Langsam aß er ohne was zu sagen weiter. Das Essen war bereits kalt geworden, aber das war ihm egal. Kurz warf er einen Blick aus dem Fenster. Er hatte noch immer diesen Satz im Kopf und hatte Angst bekommen.
Er wusste wo das enden konnte und das wollte er nicht. Auch wenn es ihm gegen den Strich ging, allen Befehlen Folge zu leisten. Was sollte er sonst tun?
Er wusste, wie erbarmungslos seine Regierung sein konnte und er wollte es sich mit ihr nicht zu oft anlegen.
In solchen Momenten war er schon fast neidisch auf seinen Kaiser... Sicherlich er hatte da ähnliche Probleme, aber er war sie nach seinem Tod los und Yao konnte nur zu sehen wie das Ganze wie ein Jo-Jo hin und herpendelte, sich mal zum Guten und dann auch wieder zum Schlechten wandte.
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Di Feb 05, 2013 9:26 pm

Arthur zog ein Gesicht.
Yao ließ sich immer noch nicht davon abbringen zu kämpfen. Arthur nickte, irgendwo konnte er den Chinesen ja verstehen. Aber er war sich nicht sicher ob er selbst kämpfen konnte.
Und er war sich bewusst, dass wenn er einfach aufgab in dem Sinne, dass es auch Konsequenzen für sein Land haben würde.
Was also sollte er tun? Gedankenverloren trank er noch etwas Tee.

Yao drückte seine Hand wieder auf den Tisch. Fragend sah Arthur ihn an.
„Also wenn ich das richtig verstehe willst du nicht kämpfen und doch willst du…“
Ganz einfach: Yao nein und China ja.
Arthur hatte schon oft einfach neben seinen Soldaten auf dem Schlachtfeld gekämpft, aber dies schien auch keine Möglichkeit darzustellen.

Am liebsten würde er den Krieg einfach abblasen, dann wären sie beide jetzt nicht in dieser Situation.
Aber der Brite wusste, dass er darauf keinen Einfluss hatte.
Arthur hat nur einmal nicht gekämpft, obwohl er sollte. Da hat er Alfred sein Gewehr vor die Füße geworfen und sich geweigert weiter zu machen.
Aber er glaubte das, dass mit Yao etwas anderes war.

Dann bemerkte auch er die Stille und sah sich um.
Plötzlich stand ein Mann vor ihrem Tisch, der Arthur von der ersten Sekunde an unsympathisch war.
Yao sprang auf und verbeugte sich vor ihm. Also muss der Typ wichtig sein.
Kurz überlegte der Brite ob er ihn irgendwie grüßen sollte, den Fehler ihm die Hand zu reichen würde er bestimmt nicht noch mal machen. Also stand er zunächst mal auf.

Dann bemerkte er aber die Art wie der Mann Yao ansah und verengte die Augen zu Schlitzen.
Dann begann er zu sprechen und zu seiner Verwunderung stellte Arthur fest das er ja verstand was gesprochen wurde.
Skeptisch runzelte er die Stirn.
Er hatte davon gehört? Unauffällig lies Arthur seine verbundene Hand hinterm Rücken verschwinden, auch wenn es jetzt wahrscheinlich eh schon zu spät war.
"Du hast damit, wie es scheint, ganz schön was in Bewegung gesetzt... Die Kriegsschiffe des werten Herrn Kirkland sind schon hier eingetroffen.", fuhr der Mann fort. Arthur mochte ihn von Sekunde zu Sekunde weniger und irgendwie machte seine Präsenz ihn aggressiv, der Mann verkörperte quasi alles auf das Arthur gerade sauer war.

Der Brite räusperte sich.
„Das die Schiffe hier sind hat nichts mit Yao zu tun.“, setzte er an.
„So sehr ich meine lieben Seeleute auch schätze, aber sind nicht innerhalb eines halben Tages von Britannien in China.“, sagte er kühl.
„Sie sind nicht zum Kämpfen hier, trotzdem ist ihre Präsenz doch eher euer Verschulden, als das Yaos.“

Arthur sah zu wie der Kerl mit Yao umsprang und das, dass was Yao ihm entgegenbrachte viel eher Angst glich als Respekt und es machte ihn rasend.
Jetzt tat Yao ihm einfach nur noch leid. Arthur machte einen Schritt auf die beiden zu.
Mit wütendem Gesichtsausdruck stellte er sich einfach vor Yao und sah dem Mann in die Augen.
„Was fällt ihnen eigentlich ein?“, knurrte der Brite und bohrte den Finger in die Brust seines Gegenübers. Dafür würde er sich von der Queen zwar was anhören dürfen, aber das war nichts im Vergleich zu dem was Yao ertragen musste. Und dieser Mistkerl vor ihm konnte froh sein, dass Arthur ihm keine Ohrfeige gab.

Sie setzten sich wieder und Arthur beobachtete Yao.
Jetzt kam zu seinen Entscheidungsschwierigkeiten ein neues Problem hinzu.
Wenn er nicht kämpfte würde es Yao genauso schaden.
Gerne würde Arthur fragen, was es mit der Erziehung auf sich hatte, aber er wusste nicht ob es angebracht war, danach zu fragen.
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Wang Yao
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Di Feb 05, 2013 11:10 pm

Als Arthur sich zwischen ihm und seinem Vorgesetzten gestellt hatte, sah Yao den Briten flehend an. Doch der andere Chinese hatte das gekonnt ignoriert und war dann ja auch verschwunden. Nachdem er sich wieder hingesetzt hatte sah er zu Arthur auf. "Du hättest mich nicht verteidigen müssen...", kam es leise von ihm. Mit leerem Blick stocherte er im Essen rum. "Das macht es eher schlimmer..."


Danach bereitete er geistig auf den folgenden Kampf vor. Schweigend sah er auf den Tisch, hob hin und wieder sein Gesicht an, blickte jedoch schnell wieder von Arthur weg. Nach einiger Zeit legte er den Kopf auf seinen Händen ab, starrte weiter den Tisch an.
Er dachte zurück an die Zeiten in der man versucht hatte ihn zu 'erziehen'. Yao zitterte leicht, er hatte doch immer versucht all die schrecklichen Zeiten einfach auszublenden.
Reiß dich zusammen, Yao!, befahl er sich. Doch nun kam es wieder hoch.
Dann spürte er, wie eine warme Flüssigkeit durch seine Hände rann. Fragend nahm er seinen Kopf von diesen und starrte auf seine nun nassen Hände.


Tränen liefen über seine Wangen und er machte ein Gesicht, als sein jemand gestorben. Er konnte es nicht mehr zurück halten. Wütend packte er sich in die Haare, sah zu seinen Tränen, welche auf den Tisch tropften. "Hör auf zu heulen Yao..!", murmelte er leise zu sich selbst. "Du bist kein kleines Kind mehr!"
Danach stand er mit einem Ruck auf, sah kurz zu Arthur, wandte dann jedoch seinen Blick ab. Einige Male war er auf und ab gegangen ehe er eine Vase im Restaurant um trat. Warum war er hier hergekommen? Der Chinese überlegte, der andere hatte ihn nur wieder seine Überlegenheit demonstrieren wollen. Es machte ihn wütend, auf der anderen Seite auch traurig.


Yao sah zu der kaputten Vase, welche auf dem Boden lag. Er hockte sich hin, begann langsam die Scherben aufzusammeln. Gleich würde er da raus gehen müssen um gegen Arthur zu kämpfen.
Das an sich war eine Sache... Er hatte es ja vorher schon vorgehabt. Doch nun war er dazu gezwungen, er wusste, was ihm blühen würde, wenn er es nicht tat. Und daran wollte er nicht mal denken. Yao sah zu dem Guan Dao, den er mitgenommen hatte. Er trat an diesen heran und legte ihn mit einem Ruck über die Schulter. Danach legte er etwas Geld auf den Tisch und sah zu Arthur. Schnell hatte er seine Hand genommen und aus dem Restaurant gezogen.


Ohne ein Wort zu verlieren war er mit ihm abseits der Stadt gegangen, vor ihm breitete sich eine große Blumenwiese auf, auf welche der Chinese kurz lächelnd sah. Dann wandte er seinen Blick wieder dem Briten zu. "Gibt es noch irgendetwas, dass du brauchst?"; fragte er schließlich. Danach wandte er sich wieder ab.
Langsam ging er in die Hocke, betrachtete die Blumen. Ein leichtes Lächeln zierte seine Lippen und er strich sanft über die Blütenblätter.
Der Anblick beruhigte ihn etwas und er vergaß an eben zu denken.
Er hatte sich jetzt auf den Kampf zu konzentrieren, auch wenn er nicht wollte. Irgendwie wünschte er sich jetzt, dass das alles nie passiert wäre. Warum musste er auch zur Verhandlung mit Arthur gehen? Wieso konnte er nicht einfach zu Hause bleiben?
Dann hätte er diese Probleme jetzt nicht.


Noch immer betrachtete Yao die Blumen, vorsichtig hatte er eine gepflückt. Nahm langsam einen Atemzug. Der Geruch beruhigte ihn etwas.
Irgendwie war schon alles komisch. Vorhin waren sie beide so wütend, sie hätten sich womöglich ohne zu zögern getötet. Und jetzt... jetzt wo sie kämpfen sollten, hatten sie sich sogar mehr oder weniger vertragen. Jetzt war doch alles gut... Wieso konnte das nicht einfach so bleiben? Wieso mussten sie es wieder ändern? Warum... konnten sie nicht einfach alle in Frieden zusammen leben..?
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Mi Feb 06, 2013 1:20 am

Arthur sah Yao an. „Tut mir leid…“, murmelte er. Er hatte es nicht schlimmer machen wollen.
Dieser blöde vorgesetzte konnte froh sein das er aus Arthurs Reichweite war und er sollte beten ihm nicht abends in einer dunklen Gasse über den Weg zu laufen….
Arthur sah auf seinen Teller und aß schweigend weiter.

Irgendwie erschien ihm das alles so, als wäre es gar nicht echt und er würde es von ganz weit weg betrachten.
Er schob sich das letzte Stück Fleisch in den Mund und überlegte, dass es ihm so auch viel lieber wäre.
Er wär am liebsten weg. Weit weg. Ein gutes Stück in Richtung Westen und dann über den Ärmelkanal rüber.
Kurz seufzte er bei den Gedanken an zuhause und ließ seinen Blick wieder zu Yao schweifen.

Plötzlich weinte der Chinese und ärgerte sich offenbar über sich selbst.
Arthur hob die die Hände und öffnete den Mund um etwas zu sagen.
Ließ dann die Hände aber sinken und schwieg. Yao war nicht der Typ der getröstet werden wollte.
Nicht etwa wie Alfred oder Francis.
Also sah Arthur weg und zeigte plötzlich großes Interesse an einer Vase die in der Nähe stand.
Er konnte gut nachvollziehen, wie dem Chinesen zu Mute war und wollte warten bis dieser sich wieder von alleine beruhigt hatte.

Dann stand Yao plötzlich auf und trat gegen die Vase. Schweigend beobachtete der Brite ihn, wie er sich zu den Scherben bückte, bis dieser ihn plötzlich packte und nach draußen zog.
Toll, wenn er nicht gegen Yao kämpfte brachte er ihn in noch mehr Schwierigkeiten.
Was war schon ein Kampf, versuchte er sich einzureden, gegen Francis hatte er schon hundert gehabt.

Auf die Frage ob er noch etwas brauchte nuschelte der Brite nur: „Weiß nicht…Schwert? Pistole?“
Und sah zum Boden. Eigentlich wollte er immer noch nicht kämpfen.
Naja eigentlich schon. Nur nicht gegen Yao. Sondern gegen diese ekelhaften Vorgesetzten.
Wie gerne würde er diesen Mistkerl auseinander nehmen und ihm seinen europäischen Fuß in den Hintern rammen und noch viel schlimmere Sachen.

Da kam ihm der Gedanke, ob er nicht mal den britischen Geheimdienst auf ihn ansetzten könnte…
Ein kleines getarntes Attentat…
Der Brite schüttelte den Kopf. Was dachte er denn da?
Außerdem würde das nichts bringen. Genauso ein Mistkerl würde genauso weiter machen.

Konzentrier dich Arthur! Er hatte jetzt wohl erstmal, ob nun wollte oder nicht, einen anderen Gegner…
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Wang Yao
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Mi Feb 06, 2013 5:00 pm

Yao sah zu dem Briten auf. Er nickte bestätigend, als dieser nach einer angemessenen Waffe fragte. Langsam erhob sich der Chinese aus seiner Hocke. "Ich bin gleich wieder da...", teilte er dem anderen mit ehe er verschwand. Schnell war der Chinese nach Haus gesprintet, in sein Waffenlager gegangen. Yao nahm mehrere Sachen mit, damit sich der Brite selbst aussuchen konnte, womit er kämpfen wollte.


Danach war er so schnell er konnte wieder zu Arthur gerannt. Er blickte den anderen an, legte die Waffen die er mitgenommen hatte dem anderen vor die Füße. "Nimm was die beliebt...", sagte er nun setzte sich erneut auf die Blumenwiese, welche er stumm betrachtete.
Irgendwie war ihm gerade gar nicht nach kämpfen zu Mute. Vorhin wäre das kein Problem gewesen, als er noch so sauer war. Aber jetzt...


Yao dachte an die Geschehnisse des Tages zurück, versuchte sich in seine Stimmung von vorhin zurück zu versetzen. Er wollte wieder wütend werden, damit er kämpfen konnte. Der Chinese schlug die Beine übereinander, schloss die Augen. Er legte seine Hände auf seine Knie und begann zu meditieren. Er wollte seinen Geist frei von allen unnötigen Gefühlen halten.
Langsam atmete er tief ein und aus. Es fiel ihm schwer, seine Gedanken frei zu bekommen.
Yao legte den Kopf in den Nacken, genoss die Sonnenstrahlen, welche auf sein Gesicht fielen.


Den ganzen Chinesen umgab eine Aura, welche nach außen hin wohl etwas bedrohlich wirken musste. Er hatte es schon etwas geschafft, sich seiner jetzt überschüssigen Gedanken zu erleichtern. Er dachte an alles, was ihn wütend machen könnte. Ein leises Grummeln überkam ihn nun. Schon etwas hatte er seinen Zorn nähren können. Leicht verkrampfte er seine Hände in seiner Hose.


Nachdem er weiter so auf der Wiese gesessen hatte stand er auf, wandte seinen Blick dem Briten zu. Yao nahm seinen Guan Dao. "Ich bin bereit... Wie sieht es mit dir aus?", fragte der Chinese nun.
Gleich geht es los...
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Mi Feb 06, 2013 5:49 pm

Kurz sahen sie einander an, dann verschwand Yao und meinte er würde gleich wieder kommen.
Arthur nickte kurz und sah ihm schweigend nach.
Natürlich könnte er jetzt verschwinden, aber das würde nichts bringen. Weder ihm, noch Yao.
Also wartete er bis Yao wiederkam, was auch nicht lange dauerte.

Der Chinese kam zurück und legte Arthur ein paar Waffen vor die Füße.
Kurz zögerte Arthur noch.
„Du willst also wirklich…“, seufzte der Brite schließlich und nahm sich ein Schwert. Eine Schusswaffe hätte er, trotz seiner gebrochenen Hand, irgendwie unfair gefunden.
Er drehte das Schwert und beobachtete wie die Sonne Schimmer darauf warf, man sah es Arthur nicht an, aber er war insgesamt kein schlechter Kämpfer, nicht zuletzt weil er schon viel Übung hatte.

Er ließ seinen Blick zu Yao wandern, der nun meditierte.
Arthur schloss die Augen und konzentrierte sich.
Es ist nur ein einfacher Kampf, dass hast du schon hundert Mal gemacht. Keiner von euch wird sterben, also reiß dich zusammen! Ändern kannst du es sowie so nicht…
Der Brite seuzte.


Yao stand auf und sah ihn mit entschlossenem Gesichtsausdruck an .
Dann fragte er ob der Brite bereit wäre. Arthur kam nicht drum rum die Selbstdisziplin des Chinesen zu bewundern, er selbst kämpfte immer noch etwas mit sich, sich nicht einfach zu weigern, das Schwert auf den Boden zu schmeißen, sich umzudrehen und zu gehen.
Er versuchte sich einzureden, dass er Yao mehr damit half wenn er gegen ihn kämpfte, als wenn er es bleiben ließ. Und vielleicht stimmte das sogar. Ja wahrscheinlich war es so.
Das war so…grotesk. Aber immerhin frustrierte es den Briten genug um ihn um ihn wenigstens ein Bisschen wütend zu machen. Es tat ihm leid, dass er diese Wut auf Yao projizieren musste.


Arthur blickte mit ausdrucksloser Miene zu Yao und nickte knapp.
Dann nahm eine aufrechtere Haltung ein und wartete auf den Angriff des Chinesen.
Er selbst würde den Kampf mit Sicherheit nicht anfangen…
Gott steh uns bei...
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Mi Feb 06, 2013 6:25 pm

Kurz hatte er zu Arthur gesehen, als dieser das Schwert nahm. Nun nahm auch Yao seine Kampfstellung ein, verengte die Augen etwas.
Mit einem Satz war er auf den Briten zugesprintet.
Er hatte dabei seinen Guan Dao in die Lüfte geschwungen. Kurz vor Arthur hatte er inne gehalten, sah dem anderen in die Augen.
Ein Seufzen überkam den Chinesen und er war stehen geblieben.


Schweigend sah er den anderen an. Blickte dann zu seine Waffe, welcher er nun fallen ließ. Irgendwie empfand er es als unfair mit so etwas wuchtigem gegen den Briten anzutreten.
Danach hatte er seine Jacke ausgezogen, sie auf die Wiese geschmissen ehe er Bandagen aus seiner Hosentasche nahm und sich diese um die Hände band. "So erscheint es mir fairer...", gab er offen zu. Kurz musste der Chinese schmunzeln. Ob Arthur jetzt beleidigt wäre?


Immerhin hatte er ihm gerade gesagt, dass er glaube ihm frei Hand ebenbürtig zu sein, obwohl der andere mit einem Schwert kämpfen würde.
Kurz zuckte er mit den Schulter. Ist ja auch egal..., dachte er sich dann. Vielleicht wäre das sogar besser, so konnte er Arthur eventuell noch etwas provozieren bevor der Kampf richtig losging.
Schnell noch band er seine Haare fest zusammen.


Mit einem Ruck griff Yao nach dem Bein des Briten, er hatte es fest im Griff, begann den anderen einige Male in der Luft zu schleudern. Lies ihn dann jedoch los, wodurch Arthur einige Meter durch die Luft flog.
Ohne zu zögern war der Chinese dem anderen hinter her gesprintet und hatte ihm einen mächtigen Tritt in sein Gesäß verpasst.
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Mi Feb 06, 2013 8:36 pm

Schon lief Yao auf ihn los.
Und für einen Moment fühlte sich Arthur in die Zeit des Independence-War zurück versetzt unfähig zu kämpfen, weil er einfach nicht wollte.
Fast schon spürte er den kühlen Regen auf der Haut, ihn beschlich das gleiche leere dumpfe Gefühl und er bewegte sich nicht.
Da war es sein Glück, dass der Chinese inne hielt.
Arthur öffnete verwirrt die Augen, welche er zuvor zugekniffen hatte und sah zu Yao, der nun seine Waffe fallen ließ. Für einen kurzen Moment flammte Hoffnung in Arthur auf, dass es doch keinen Kampf gibt.

Da zog Yao aber plötzlich seine Jacke aus, und band sich Verbände um die Hände.
Er wollte so kämpfen. Arthur verengte die Augen zu Schlitzen, hielt er ihn für so schwach das er keine Waffe brauchte? Fairer das ich nicht lache…Vielleicht wollte Yao ja nach allem was Arthur heute gesehen hat, versuchen zu demonstrieren, dass er dennoch überlegen war?
Arthur konnte mit seiner Hand schlecht ohne Waffe kämpfen. Der Brite grummelte vor sich her.
Dem zeig ich was ein fairer Kampf ist…Eigentlich hätte Arthur Yao nun dankbar seinen müssen, denn mit diesem beabsichtigten, oder nicht beabsichtigten, Angriff auf den Stolz des Briten, hatte er dessen Kampfgeist wieder geweckt.

Diesmal würde Arthur die Kraft des Chinesen nicht unterschätzen und passte auf.
Trotzdem überrumpelte Yao ihn, als seine Hand die gerade noch seine Haare zu einem Zopf gebunden hat, plötzlich nach seinem Bein griff.
Dann wurde er auch schon durch die Luft gewirbelt und in den Hintern getreten.
Unsanft landete der Brite auf dem Boden, das Schwert noch immer fest umklammert.
Okay, jetzt war er sauer, zudem bot sich das erste Mal an diesem Tag wirklich die Gelegenheit sich gegen den Chinesen zu wehren.

Arthur rappelte sich mit einem bösen Blick hoch.
Ein Vorteil den Yao nutze war seine Geschwindigkeit, schon die ganze Zeit.
Also war es das wichtigste diese erstmal zu hemmen.
Also lief Arthur auf den Chinesen los, lies sich im Laufen nach unten rutschen und streifte mit dem Schwert die rechte Verse seines Gegners. Wenn er Yao mehr oder weniger bewegungsunfähig machte, würde er den Kampf gewinnen, ohne Yao großartig verletzten zu müssen.
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Mi Feb 06, 2013 10:56 pm

Yao musste etwas grinsen. Scheinbar hatte er den Kampfgeist des Briten wecken können. Und auch wenn er das vorhin nicht geglaubt hätte. Der Kampf begann ihm Spaß zu machen. Er hatte mal wieder einen Adrenalinkick gebraucht. Immerhin konnte er sich jetzt mal wieder so richtig austoben. Er sah wie sich Arthur wieder aufrappelt und da spürte er auch schon einen kühlen Schnitt in seiner Ferse. Leicht hatte er die Augen zusammen gekniffen. Ein dumpfer Schmerz zog sich seinem Bein hoch.
Dem Chinesen überkam ein Grummeln. Mit hastigen Blicken sah er über die Blumenwiese. Sein Gesichtsausdruck erhellte sich etwas. Schnell pflückte er eine Blume, zerdrückte sie in seiner Hand und lies den Blütensaft auf seine Wunde laufen.


Danach sprintete er wieder auf den Briten zu. Er war ein kleines Stück langsamer als vorher. Noch immer spürte er diesen stechenden Schmerz in der Ferse. Doch er hatte etwas abgenommen. Yao sprang in die Höhe, als er vor dem Engländer war, holte er mit seinem noch gesundem Bein weit aus, ehe er es dem anderen unter das Kinn rammte. Schnell war er dem nun erneut durch die Lüfte fliegenden Arthur hinterher, hatte sich über diesen gestellt, als er auf den Boden ankam.


Yao sah zu dem Briten hinab. Ein seichtes Lächeln zierte sein Gesicht. Er hatte lange nicht mehr so gekämpft. Mit Händen und Füßen.
Irgendwie war es ihm so tausend Mal lieber als irgendwelche Waffen zu benutzen. Es war nicht so, dass er nicht mit ihnen umgehen konnte.
Doch er hatte es noch nie gemocht unnötig Blut zu vergießen. Mit einem Schwert oder seinem Guan Dao fände er es zu einfach. Zack! Arm ab, Kopf ab... Und dann?
Wo blieb denn da der Spaß an der Sache?
Yao sah weiter zu dem Briten hinunter und sein Blick und das Lächeln auf den Lippen verrieten seine Stimmung.


Yao rückte seine Bandagen zurück und schnürte sie noch etwas fester. Danach sah er wieder zu dem andere runter, er wollte warten, bis dieser sich wieder aufgerappelt hatte und er weiter machen konnte.
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Mi Feb 06, 2013 11:46 pm

Arthur dachte im ersten Moment er sieht nicht richtig.
Mitten im Kampf pflügte Yao Blumen! Aber er zerdrückte und schmierte sie auf seine Ferse und Arthur verstand.
Der Brite wartete bis Yao damit fertig war, ihn jetzt anzugreifen erschien ihm irgendwie nicht richtig.
Da kam der Chinese auch schon wieder auf ihn zu, allerdings immer noch um einiges schneller als Arthur erwartet hätte.
Wirkten die Blumen so gut und vor allem schnell? Oder steckte da wieder diese enorme Selbstbeherrschung hinter?

Yao brachte es sogar noch fertig in die Luft zu springen, dann sah Arthur auch schon Yaos Fuß auf sich zukommen und flog erneut durch die Luft.
Hart landete er auf dem Boden. Fluchend setzte er sich auf und rieb sich das Kinn, er hatte diesen metallischen Geschmack im Mund und Blut tropfte ihm aus dem Mundwinkel.
Wütend funkelte er Yao an, welcher nun vor ihm stand und in aller Seelenruhe an seinen Bandagen rumfummelte.
Machte ihm das etwa Spaß? Warum zur Hölle lächelte er?

Arthur war eigentlich davon ausgegangen, dass Yao nicht hätte kämpfen wollen aber jetzt war sich da nicht mehr so sicher.
Oder vielleicht sah Yao sich auch schon als Sieger? Er hielt es ja nicht al für nötig Waffen zu nehmen.
Egal was es war, es provozierte ihn noch mehr.
Wütend und den Schmerz ignorierend sprang Arthur wieder auf die Füße, dabei holte er mit dem Schwert aus, aber Yao wich ihm aus.
So streifte ihn das Schwert, was ihn sonst hart getroffen nur hätte am Rücken und hinterließ einen Kratzer, dabei trennte Arthur auch das untere Ende von Yaos Zopf ab, was der Brite aber gar nicht merkte.

Der Engländer strauchelte kurz, weil er zu viel Schwung in den Schlag gelegt hatte und ging nachdem er sein Gleichgewicht wieder hatte erneut erhobenen Schwertes auf seinen Gegner zu.
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Do Feb 07, 2013 12:05 am

Gerade noch hatte Yao sich die Bandagen zurecht gefummelt ehe er einen leichten Schnitt am Rücke spürte. Aus dem Blickwinkel sah er dort hin. Er verengte die Augen zu Schlitzen als er sah, wie ein Teil seiner Haare zum Boden wehte. Rasch hatte der Chinese die Klinge des Schwertes gegriffen. Er kniff die Zähne zusammen und ignorierte den Schmerz, welchen er sich so selbst beschert hatte.
Yao hatte dem Briten den Schwertgriff stoßartig in den Brustkorb gerammt. Danach packte er den anderen in die Haare und zog ihn zu sich. "Das wirst du bereuen~"; hauchte er ihm mit unheilvoller Stimme entgegen.


Danach folgte ein schneller Schlag in den Bauch des Briten und Yao konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
Ja, der Kampf machte ihm Spaß. Auch wenn er an sich eher friedlich war und Kriege verabscheute genoss er das Ganze. So konnte er all den Zorn und Frust, welcher sich die Jahre über angestaut hatte raus lassen und das würde er auch.
Und er würde das Ganze auch eher als eine Art Freundschaftsduell betrachten. So konnte er mit ruhigem Gewissen davon gehen.
Yao sah dem Briten mit einem Glanz in den Augen an, so lebendig würde er ihn wohl so schnell nicht wieder sehen.


Der Chinese hatte den anderen weiter hin im Auge, wartete seine nächste Reaktion ab. Kurz fasste er sich an die Haare. Auch wenn ihm der Kampf Spaß machte, dass hatte ihn echt sauer gemacht. Für die abgeschnittenen Haare würde Yao sich noch ordentlich rächen. Er könnte ja versuchen dem Briten eine Glatze zu rasieren, das sehe sicherlich lustig aus, würde wohl in dem Kampf nicht ganz funktionieren.
Schade eigentlich..., dachte er sich.
Dann musste er Arthur wohl doch gehörig in die Fresse schlagen um das Ganze auszugleichen.
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Do Feb 07, 2013 12:27 am

Arthur folgte Yao’s Blick und sah ebenfalls die Haare fliegen Ups…, dachte er sich, das isst keine Absicht gewesen.
Da packte Yao auf einmal in die Klinge und rammte ihn den Griff in den Brustkorb. Arthur schnappte nach Atem.
Wie konnte er einfach so in die Klinge greifen? Ehe Arthur sich weiter darüber wundern konnte, was für Kampfausbildung Yao demnach gehabt haben muss, riss dieser ihn an den Haaren zu sich und hauchte "Das wirst du bereuen“.
Arthur sah ihn an. „So was ist halt das Risiko wenn man kämpft .“, entgegnende er.
Er konnte schließlich auch nichts dafür, dass China so lange Haare hatte wie eine Frau.

Arthur stieß den Chinesen von sich, bekam dann aber schon einen Schlag in den Bauch.
Der Brite verzog das Gesicht und fluchte kurz.
Das Yao dabei die ganze Zeit lächelte oder grinste machte ihn rasend.
Er hatte das Gefühl der Chinese würde ihn überhaupt nicht ernst nehmen und jetzt hielt er noch nicht einmal mehr das Schwert in der Hand.

Gleichzeitig wirkte Yao vor allem im Vergleich zu vorhin viel jünger, allerdings wirkte das auf Arthur so, als würde er nur herumalbern.
Verdammt! Nehm mich als Gegner ernst!
Und da Yao direkt vor ihm stand holte Arthur aus und schlug ihm mit der Faust direkt ins Gesicht.
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Do Feb 07, 2013 12:44 am

Der Chinese taumelte etwas nach hinten, als er die Faust von Arthur ins Gesicht bekam, raffte sich jedoch schnell wieder. Noch immer hatte er das Grinsen im Gesicht. Dann begann Yao auf Arthur ein zu schlagen.
Er setzte ein paar gezielte Schläge in den Brustkorb des anderen, lies dann jedoch von ihm ab. Er wollte ihm ja nicht sofort den Rest geben.
Dann hatte er die Arme hinter dem Rücken verschränkt und beobachtete den Briten.
Was er wohl als nächstes machen würde?


Während er sich das fragte begann er leise vor sich hin zu singen. Ruhig schloss Yao die Augen, wog seinen Kopf im Takt seines Gesangs hin und her.
Auch wenn der Brite wohl kein Wort von dem verstand, was er von sich gab, so dürfte er dennoch an der Melodie und des Chinesen fröhlichen Gesichtsausdruck erkennen, dass es sich bei dem Lied um ein Kinderlied handelte.


Während er das Lied vor sich hin sang wurde sein Grinsen immer breiter. Wahrscheinlich würde er Arthur damit nur noch mehr provozieren und er fragte sich, wie dieser wohl darauf reagieren würde. Kurz schielte er zu dem Briten rüber, was wohl leicht arrogant rüber kommen musste.
Das konnte noch interessant werden.
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Do Feb 07, 2013 1:20 am

Noch immer hatte der Asiate dieses dämliche Grinsen in seinem verdammten Gesicht und das obwohl Arthur ihn geschlagen hat!
Arthur merkte wie er mehr und mehr die Kontrolle über sich verlor, konnte aber nichts dagegen tun.
Genauso wie er nichts dagegen tu konnte, dass Yao erneut auf ihn einschlug.
Sich mit der gebrochenen Hand zu verteidigen, war schwieriger als Arthur zunächst angenommen hatte.

Dann hatte Yao tatsächlich den Nerv die Augen zu schließen und zu singen! Und Moment…war das ein Kinderlied?
Das war zu viel, als der Chinese ihm dann auch noch diesen Arroganten Blick zu warf, knallte bei dem Briten auch die letzte Sicherung durch.
Jetzt war ihm alles egal. Er wollte Yao einfach nur dieses blöde Grinsen aus dem Gesicht wischen. Er war nicht mehr ganz er selbst.
Unbedacht lief er auf den Chinesen los und schlug zu, allerdings war er so in blinder Wut, das er Yao glatt verfehlte und auf den Boden knallte. Wütend bohrte er die Hand ins Graß.

Dann bemerkte er wie direkt neben ihm etwas im Graß lag: Yao‘s Guan Dao.
Der Brite zögerte nicht und mit einem Grinsen im Gesicht griff er danach.
So lief er mit einem Kampfchrei auf den Lippen auf Yao zu und holte, obwohl er mit der Waffe kaum umgehen konnte, aus.
Es lag nicht viel Kraft hinter dem Schlag aber das war egal. Es war auch egal wenn er Yao kaum verletzte, Hauptsache er hörte auf zu grinsen.
Ich treib dir dein blödes Grinsen schon noch aus…
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Do Feb 07, 2013 7:46 pm

Sein Grinsen beibehaltend beobachtete er den Briten, welcher nun mit dem Guan Dao auf ihn zu gerannt kam. Ein leichtes Lachen überkam dem Chinesen.
"Hat man dir nicht beigebracht, dass man nicht mit Waffen kämpft, mit denen man nicht umgehen kann?", fragte er dann mit einem leicht spöttischem Unterton. Ohne sich vom Fleck zu bewegen hatte er seine Hand gehoben und den Arm angespannt. Kurz darauf war auch schon die Klinge an diesem zersprungen.
Danach schnappte Yao nach dem Stil des Guan Dao und schleuderte Arthur damit einmal durch die Luft.


Langsam wandte sich der Chinese dem anderen zu, welcher wieder auf dem Boden lag. Immer noch mit einem Grinsen im Gesicht ging er auf den anderem zu. Dann begann er wieder auf ihn zu, zu sprinten und gerade als er hoch springen wollte hielt sein Körper inne.
Er spürte einen tiefen Schmerz welcher sich durch seinen ganzen Körper zog. Erst dachte er, es würde von der Ferse kommen, aber dieser Schmerz hatte etwas an sich, was er schon oft gespürt hatte. Es war nicht einfach nur Schmerz. Sein ganzer Körper zog sich zusammen und er wusste, was das zu bedeuten hatte.
Nicht nur der Kampf zwischen Arthur und mir... nein auch der Krieg zwischen England und China hat begonnen...


Yao verengte die Augen, das würde Arthur jetzt einen Vorteil verschaffen. Denn der Krieg in seinem Land würde auch ihm zu schaffen machen. Schnell wischte er sich etwas Schweiß von der Stirn, setzte wieder sein Grinsen auf. Arthur sollte ja nichts davon mitbekommen, nicht, das er sich nun überlegen fühlte.
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Do Feb 07, 2013 8:30 pm

Arthur lief trotz der Bemerkung mit der Waffe auf den Chinesen los, dieser zerstörte die Waffe aber kurzerhand.
Mit wütendem Gesichtsausdruck schaute der Brite zu wie Klinge zersprang.
Reflexartig schloss der Brite, auf Grund der umherfliegenden Splitter die Augen und wurde daraufhin erneut von Yao durch die Luft geworfen.
Woher nimmt er nur diese verdammte Kraft?
Vielleicht war es ja auch, weil sie in China waren? Vielleicht sähe das Kraftverhältnis in England ja ganz anders aus?

Arthur landete wieder auf dem Boden. Keuchend setzte er sich hin.
Sein Atmen ging schnell und er bemerkte jetzt langsam die Schmerzen.
Ich freu mich schon wenn der Adrenalinspiegel singt und ich wirklich alles merke…,dachte Arthur und richtete sich wieder auf.
Da kam Yao wieder auf ihn zu.

Doch als der Brite in Angriffsstellung ging hielt Yao plötzlich inne.
Und da merkte Arthur es auch. Er kannte dieses Gefühl, er hatte es ja schon oft genug Gefühlt.
Ein Grinsen umspielte die Lippen des Briten.
Wenn Arthur in eins schon immer vertraut hat, dann war es seine Seemacht.
Yao grinste immer noch.
Aber mal gucken wie lange noch…Erneut griff der Brite Yao an.
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Do Feb 07, 2013 9:30 pm

Yao hatte seinen Blick weiter auf den Briten gerichtet, welcher nun auf ihm zu kam. Schützend hielt er sich die Hände vor, wurde vom den Schlag Arthurs ein kleines Stück zurück gedrängt.
Etwas wütend sah Yao den Engländer an, ein leises Grummeln entkam seinen Lippen, dann jedoch holte er sein Grinsen zurück.
Erneut begann Yao auf den anderen einzuschlagen. Er versetzte ihm schnelle Hiebe und Tritte, seine Kraft hatte jedoch etwas abgenommen.
Der Schmerz zerrte etwas an ihm doch noch konnte er kämpfen.


Vor allem jetzt hatte er weiter zu kämpfen. Denn wenn seine Soldaten nun losgezogen waren um für ihn und sein Land ihr Leben riskierten so hatte auch er zu kämpfen.
Yao würde das schon aushalten, er war immerhin ein Kämpfer. Ihn machte auch mehr die Art des Schmerzes zu schaffen, als der Schmerz selber, weil er nun wusste, dass jetzt Leute seinetwegen sterben mussten.


Ohne inne zu halten schlug der Asiate weiter auf Arthur ein. Er wollte ihm jetzt keine Möglichkeit mehr geben sich zu wehren oder zurück zu schlagen, denn das könnte momentan vielleicht fatalere Folgen haben.
Doch plötzlich spürte der Chinese ein Stechen in seiner Lunge, weswegen er mit seinen Schlägen stoppte.
Verdammt..!
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Sa Feb 09, 2013 2:03 am

Auch Arthur kämpfte weiter.
Durch das Wissen, dass seine Soldaten hier ganz in der Nähe waren und ihm Namen ihrer Majestät ihr Bestes gaben, kam er zu neuer Kraft.
Gleichzeitig bemerkt der Brite wie Yao’s Attacken etwas an Kraft verloren, sie waren trotzdem noch heftig aber es entging Arthur auch nicht. Dennoch behielt Yao sein Grinsen im Gesicht.
Arthur hatte noch nie gegen jemanden gekämpft der so lange beim Kämpfen am Grinsen war. Aber er selbst grinste nun auch selbstbewusst übers ganze Gesicht.
Jetzt wo das Kräfteverhältnis, durch die Soldaten, mehr oder weniger ausgeglichen war, begann auch ihm der Kampf langsam Spaß zu machen, nicht zuletzt weil Yao ein unglaublich fairer Gegner war, auch wenn er ihn provozierte.

Auf einmal wurde Yao wieder wilder was seine Attacken einging und schlug schnell und hart auf ihn ein, dass Arthur Mühe hatte sich zu verteidigen.
Schützend riss er die Arme hoch und wich zu den Seiten aus, konnte aber nicht verhindern hier und da getroffen zu werden.
Scharf atmete der Brite ein, hielt seinem Gegner aber weiter stand. Ab und zu kam der Schmerz durch, vor allem in seiner Hand, die auch etwas abbekommen hat, obwohl Arthur versuchte hatte sie etwas zu schonen.
Aber der Engländer biss die Zähne zusammen und machte weiter. Genau wie Yao der weiter und weiter auf ihn einschlug.

Doch plötzlich hielt der Asiate kurz inne, und diesmal ließ es sich Arthur nicht zweimal sagen, so fest er konnte trat er Yao in den Bauch.
Rule Britannia!
Arthur traf genau, woraufhin Yao zu Boden flog.
Mit einem selbstgefällig Grinsen schritt der Brite auf ihn zu und sah zu ihm runter.
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Wang Yao
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Mo Feb 11, 2013 1:23 am

Dann auch wurde er schon in den Bauch getreten und flog auf den Boden. Yao stützte sich etwas mit den Armen nach oben und sah zu dem Briten auf.
Ein leises Grummeln überkam seine Lippen.
Langsam richtete sich der Chinese wieder auf, doch noch immer spürte er dieses Stechen in seiner Lunge.
Nun überkam ihm eine Hustenattacke. Verdammt!, dachte sich Yao, während er sich dabei die Hand vor den Mund hielt.
Irgendwann schaffte er es wieder sich zusammen zu raffen und sich aufzurichten.
Ohne weiter zu zögern begann er wieder auf den Briten einzuschlagen, doch der Schmerz in der Lunge hinderte ihn etwas.
Dann begann er auch noch zu zittern. Reiß dich zusammen!, befahl er sich.


Yao merkte, wie seine Tritte und Schläge immer schwächer wurden, er konnte sich nur noch schwer auf den Kampf konzentrieren.
Doch er wollte jetzt auch keine Pause auslegen. Es wäre ihm ehrlich gesagt unangenehm, jetzt danach zu fragen, ob er den schnell was rauchen kann. Mist... Ich hätte früher daran denken sollen..., fiel ihm dann ein. Sie waren doch vorher noch essen, da hätte er ja gemütlich einen Zug nehmen können. Jetzt war es zu spät.
Aber er hatte die Entzugserscheinungen auch noch nie so stark gespürt, wie in diesem Moment. Vielleicht lag es einfach an der Situation selbst, oder es war wirklich schlimmer geworden.
Als der Chinese so darüber nachdachte, machte ihn das etwas wütend. Mit bösem Blick sah er zu Arthur rüber. Das ist nur deine Schuld! Er legte in die Tritte und Schläge wieder mehr Kraft, durch den Zorn schaffte er es wieder, neue Energie zu schöpfen.
Nur... wegen dir... bin ich... abhängig... von diesem... Scheiß!!!
Der Chinese hatte mit jede weiterem Gedanken auch heftiger zu geschlagen und am Ende einen Tritt in dem Bauch den Briten verpasst.
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Di Feb 12, 2013 12:52 am

Arthur sah zu, wie Yao sich wieder aufrichtete, doch dann bekam dieser auf einmal eine Hustenattake.
Aber Arthur war zu wütend und aufgebracht in dem Moment, als das er sich darüber Sorgen machen könnte, zudem griff Yao ihn auch schon wieder an.
Arthur verteidigte sich und schlug manchmal zurück, bekam aber auch einiges ab, aber Yaos Schläge hatten etwas an Kraft verloren und er fing an zu zittern.
Natürlich, der Kampf zerrte an beiden. Sie waren schließlich schon den ganzen Tag zugange und natürlich zeigte sich das irgendwann.
Es ging bereits auf Abend zu und Arthur fragte sich, wie lange sie wohl noch zugange wären, eigentlich wollte er nur noch nach Hause.
Er wäre aber auch schon zufrieden mit einer schönen Tasse Tee, oder einem Becher oder wie auch immer man das in China nannte, irgendwo auf einer Veranda zu sitzen und einfach nur zur Ruhe zukommen.

Plötzlich wurden Yaos Angriffe wieder stärker und sein Blick hatte sich verändert.
Dann bekam Arthur einen harten tritt in den Bauch und viel zu Boden.
Was war jetzt los? Damit hatte er ehrlich gesagt nicht gerechnet. Er dachte, dass Yaos Karft irgendwann ausgeschöpt sein musste, aber er schien sich immer wieder zu fangen.
Wütend sah er zu Yao hoch. Er selbst war auch langsam erschöpft. Zudem kam mehr und mehr der Schmerz durch, vor allem in seiner Hand, die ja auch einiges abbekommen hat, was sich in einem Kampf ja auch schlecht verhindern lässt.
Aber es tat verdammt weh und Arthur biss die Zähne zusammen.
Ich muss das hier schnell beenden, dachte sich der Brite.
Also riss sich Arthur noch einmal zusammen und sprang auf die Füße. Da Yao gehustet hat, stellte sein Brustkorb einen potentiellen Schwachpunt dar.
Also nahm der Brite etwas Anlauf, stieß sich etwas vom Boden ab und trat Yao gegen en Brustkorb, hoffentlich so stark, dass ihm kurz die Luft wegblieb.
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Wang Yao
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Di Feb 12, 2013 1:18 am

Yao spürte einen tiefen Schmerz, als ihm der Brite einen kräftigen Tritt in den Brustkorb verpasst hatte. Er flog zu Boden und war für einige Zeit wirklich wie gelähmt.
Erneut begann der Chinese zu Husten jedoch schlimmer als vorher. Dann bekam er keine Luft mehr.
Yao krallte seine Hände in die Wiese als er verzweifelt versuchte nach Luft zu schnappen. Er merkte, wie sich seine Lunge zusammen zog.
Gerade als er das Gefühl hatte ohnmächtig zu werden kam der Husten wieder.
Langsam begann ihm nun auch der Hals davon weh zu tun. "Verdammt..!", gab er keuchend von sich ehe er wieder versuchte sich aufzurichten.
Mit wütendem Blick sah er Arthur an. "Mistkerl..", hauchte er leise mit kratziger Stimme.
Gerade wollte er wieder zurück schlagen, doch erneut wurde er durch das Husten unterbrochen.
Was soll das denn..? So schlimm war das noch nie...


Yao hielt sich die Hand von den Mund und war auf die Knie gesackt. Der Schmerz breitete sich in seinem ganzen Körper aus. Mit einer Hand wischte er sich etwas Schweiß von der Stirn, sah dann auf seine Hand welche stark zitterte.
Jetzt begann er auch nun unregelmäßig zu atmen.
Leicht verkrampfte er seine Hand in seiner Brust und er versuchte sich zu beruhigen. Jetzt reiß dich zusammen!, befahl sich der Chinese.
"Du musst kämpfen...", fuhr er dann leise fort.
Doch es wurde immer schlimmer, aber was sollte er machen?
Er konnte doch nicht Arthur fragen, ob es okay wäre jetzt kurz eine Pause einzulegen, nur damit er etwas rauchen könnte und es ihm etwas besser ginge.
Nein das kommt überhaupt nicht in Frage.
Da würde dem Chinesen auch mal sein Stolz m Wege sein. Er durfte jetzt nicht schwach wirken.
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Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]
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