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 Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]

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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   So Apr 07, 2013 1:05 am

Arthur ging mit Yao raus aber dieser meinte der nächste Arzt wäre zu Fuß eine Stunde entfernt und Arthur zog ein Gesicht. Aber was sollte es? Dann würden sie halt eine Stunde laufen. Obwohl…ist das nicht zu viel für Yao? Arthur konnte nicht einschätzen, wie sehr der Chinese verletzt war und wie groß seine Schmerzen waren. Schließlich grinste oder lächelte der Chinese auch zwischendrurch, obwohl sie am Kämpfen waren oder Yao verletzt wurde.
„Gibt es keine andre Möglichkeit da hin zu kommen? Oder einen Arzt zu rufen?“, fragte Arthur. Er selbst würde Yaos Arm verbinden und mit dem richtigen Material auch eine Schiene legen können, aber ihm wäre wohler dabei, wenn dies ein richtiger Arzt tun würde.
"Lass uns einfach zurück... das heilt schon von alleine...", meinte Yao aber Arthur schüttelte den Kopf. „Dann wächst das nur schief zusammen…“, murmelte er monoton, denn er war nachdenklich, außerdem sollte Yao dies mit seinen hervorragenden medizinischen Kenntnissen doch wissen. Irgendwie machte sich Arthur immernoch etwas Sorgen um die geistige Gesundheit des Chinesen.

Und da kam dem Briten eine andre Idee. Was, wenn Yao keinen Arzt wollte? Viellicht hatte er Angst, dass seine Vorgesetzten irgendwas mitbekamen, wenn sie zu einem Arzt gingen? Es konnte ja sein, dass er dann ziemliche Probleme bekam.
Arthur könnte das sogar irgendwie verstehen und unterdrückte ein Seufzten. Was für eine dumme Situation das war. Und über all das Chaos hatte Arthur ganz vergessen, dass Yao eigentlich sein Feind war.
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Wang Yao
Drache des Ostens
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   So Apr 21, 2013 5:12 pm

"Wir könnten mit dem Auto fahren...", meinte der Chinese auf die Frage von Arthur. "Aber mit meinem Arm werde ich nicht fahren können und du kennst dich hier nicht aus...", erklärte er dann.
Schwerfällig ging er weiter und sah dabei zu dem Briten. Warum kümmerte dieser sich so um ihn. Sie waren doch Feinde und das was letzte Nacht passiert war, war doch nur des Alkohols wegen... Oder?
Yao war sich nicht ganz sicher, aber er wusste, dass sie das nicht so weiter machen durften, dass würden ihre Regierungen nicht gut heißen. Außerdem wahren sie gerade im Krieg.
"Ich kann meine Arm zu Hause verbinden... Das ist kein Problem. Lass uns zurück gehen...", schlug der Chinese dann vor. Er wollte nicht so verletzt durch die Öffentlichkeit gehen. Es wäre ihm ehrlich gesagt unangenehm sich so zu zeigen, gar nicht dran zu denken was wäre, wenn ihn jemand sah, der in kannte.
Nach außen hin versuchte er immer stark zu wirken. Zu wirken wie China es zu sein hatte.
Yao konnte er nur zu Hause sein und das müsste auch so bleiben.
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Mi Apr 24, 2013 1:37 am

Arthur schöpfte zunächst Hoffnung als Yao meinte, man könne mit dem Auto fahren. Die Hoffnung blieb allerdings nicht allzu lange. "Aber mit meinem Arm werde ich nicht fahren können und du kennst dich hier nicht aus...", meinte Yao und fuhr fort er könne seinen Arm auch zuhause behandeln.
Arthur betrachtete seinen Gegenüber neugierig. Eigentlich hätte er vorgeschlagen, zu fahren, während Yao im sagte wo lang, was ja durchaus eine Möglichkeit gewesen wäre. Aber Yao schien definitiv nicht zu einem Arzt zu wollen. Wenn Arthur an Yaos Vorgesetzte dachte, konnte er sich auch schnell denken warum. Wenn sie Yao mit dem Arm sahen…Sie würden es nicht gutheißen wenn er ihn verletzt hätte und sie würden es wohl erst recht nicht hören wollen, das Yao sich selber verletzt hat. Arthur seufzte „Na gut…du hast gewonnen…“, murmelte er und sah skeptisch auf Yaos Arm. „Sicher, dass du das hinbekommst?“, obwohl Arthur zugeben musste, das Yao seine Hand auch ganz gut behandelt hatte.
„Sollen wir dann wieder rein gehen?“, fragte der Engländer, in dessen Gesicht deutlich stand das es ihm so ganz und gar nicht passte keinen Arzt aufzusuchen. Aber er machte sich eben Sorgen um Yao. Was letzte Nacht passiert war, war schließlich nicht nur auf den Alkohol zurückzuführen.
„Aber wenn eine Schiene oder so gelegt werden muss“, meinte Arthur mit einem weiteren kritischen Blick auf Yaos Arm, „dann helfe ich dir.“
Wenn der nächste Arzt um die Ecke gewesen wäre, hätte er vielleicht mehr darauf bestanden, aber so machte es sowieso wenig Sinn. Arthur schüttelte noch einmal den Kopf, aber er konnte Yao auch verstehen, also ging er zurück zum Haus.
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Wang Yao
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   So Jun 16, 2013 10:13 pm

Yao lächelte leicht, als der Brite nachgab. "Ja...", gab er nickend zurück und folgte Arthur zurück zum Haus. Dann bat Arthur ihm an, ihm zu helfen, sollten sie eine Schiene legen müssen. Der Chinese erwiderte darauf ein leises "Danke." und trat in das Haus.
Immer noch den Arm haltend ging er in sein Badezimmer und holte Verbandzeug und eine Salbe. Danach schlenderte er ins Wohnzimmer wo er sich nieder ließ. Vorsichtig ließ er seinen Arm auf das Sofa sinken und betrachtete ihn kurz.
Yao holte die Salbe hervor und begann vorsichtig sich den Arm damit einzureiben.  Kurz zuckte er zusammen und der Schmerz zog sich seinem Arm entlang übers Gesicht.
Danach legte der Chinese die Salbe zur Seite und wollte gerade den Verband nehmen. Wurde jedoch durch ein Klopfen an seiner Tür unterbrochen.
Leise seufzte er, stand dann jedoch auf, dabei seinen gebrochenen Arm stützend und ging zur Tür. Bevor er sie öffnete versteckte er seinen Arm leicht hinter seinem Rücken, was jedoch wohl nicht viel brachte. Nachdem er die Tür geöffnet hatte sah er auch schon einem seiner Vorgesetzten ins Gesicht, welcher sogleich eintrat und Yao mit einem Wink aufforderte ihm zu folgen.
Ein leises Murren überkamen die Lippen des Chinesen worauf er seinem Vorgesetztem widerwillig folgte.
 
"Was ist mit deinem Arm passiert?", fragte der Vorgesetzte mit einem leicht überheblichem Unterton und warf dem anderen einen abschätzigen Blick zu während er sich hinsetzte.
"Den habe ich mir beim Training verletzt...", gab Yao nur zurück, seinen Blick zu Boden gewandt.
Der Blick des Vorgesetzten wurde leicht skeptisch. "Training? Du sollst kämpfen, gegen Arthur. Nicht trainieren... Was erlaubst du dir eigentlich?"
Kurz sah Yao auf, wandte dann jedoch wieder seinen Blick ab. "Ich weiß... Ich dachte nur es könne nicht schaden-", setzte er an, wurde jedoch von seinem Gegenüber unterbrochen. "Es interessiert niemanden was du denkst!", gab der Vorgesetzte Yao, begleitet mit einer Ohrfeige, zu wissen. "Du sollst tun, was man dir sagt. Mehr nicht. So wurdest du nicht erzogen..."
Yao ballte die Hände zu Fäuste und sah den Vorgesetzten mit einem Hass erfülltem Blick an.
Aber er sagte nichts, er wusste nicht was. Er konnte nichts tun und das machte ihn wahnsinnig. "Ich weiß schon, von wem die beiden das haben..."
Yao sah fragend auf, zu seinem Gegenüber. "Was meinst du?", erwiderte er darauf etwas irritiert. Dem Vorgesetzten huschte ein leichtes Lächeln auf die Lippen. "Ich rede von Kanton und Hong Kong... Die beiden werden älter... wollen mehr von der Welt sehen...", fing er an zu erklären und Yaos Blick wurde zunehmend verwirrtet. "Für Kanton ist es eigentlich schon zu spät... Der Junge ist schon genauso verkorkst wie du und ebenso abhängig von diesem Mist, den die Briten ständig hier einfahren..."
Der Chinese verengte die Augen zu Schlitze als er das hörte. Was fiel ihm ein, so zu reden nur, weil er sein Vorgesetzter war? Außerdem beschlich Yao ein ungutes Gefühl, welches bestätigt wurde, als der andere weiter sprach.
 
"Bei Hong Kong jedoch... sieht das Ganze noch anders aus... Er ist ein braver Junge... Allerdings denke ich, dass es 'Erziehungsmaßnahmen' fordert, damit es auch so bleibt."
Mit einem Ruck was Yao zu seinem Vorgesetzten gesprintet und hatte ihn an dem Armen gepackt, dabei den Schmerz ignorierend, der durch seinen eigenen Arm zog. "Das könnt ihr nicht machen!", schrie er wutentbrannt und leicht verzweifelt seinem Gegenüber ins Gesicht, welcher daraufhin Yao eine verpasste. "Komm mir nicht so nah!", gab er angewidert zurück und wandte sich ab. Er ging auf die Tür zu, warf Yao noch einen Blick zu. "Ich möchte sehen, dass du gegen Arthur kämpfst... Wenn nicht, weißt du was passiert!", darauf verschwand er wieder und ließ den anderen alleine im Zimmer zurück.


Zuletzt von Wang Yao am Do Jun 20, 2013 8:18 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Do Jun 20, 2013 12:50 am

Arthur ging schweigend neben dem angeschlagenen Chinesen ins Haus, wobei er seinen Blick abwechselnd auf den Weg  oder besorgt zu ihm richtete. Eigentlich hatte der Engländer gehofft sich nützlich machen zu können, aber Yao ging direkt ins Badezimmer, holte Verbandszeug und Salbe und ging an Arthur vorbei ins Wohnzimmer. Etwas unbeholfen schaute dieser Yao nach, bevor er ihm ins Wohnzimmer folgte und sich neben ihn auf das Sofa setzte. Arthur beobachtete, etwas zerknirscht weil sie nicht zu einem Arzt gegangen waren, wie Yao sich selbst um seinen Arm kümmerte, als es plötzlich an der Tür klopfte. Arthur stand als erstes auf und wollte anbieten, die Tür zu  öffnen, so dass Yao sich weiter um seinen Arm kümmern könnte, entschied dann aber, dass der Besuch wahrscheinlich alles andere als erfreulich war und verharrte einen Moment in seiner Position. Dann folgte er Yao und bemerkte, wie dieser seinen Arm hinter dem Rücken versteckte. Im ersten Moment irritierte diese Geste den Briten, aber als er darüber nachdachte erschien es ihm logisch. Wer außer Yaos unsympathischen Vorgesetzten würde wohl vorbei kommen? Arthur viel auch auf, dass seine Anwesenheit sicherlich nicht zu Yaos Gunsten ausfallen würde und verschwand deshalb sicherheitshalber im nächsten Zimmer.

Allerdings war der Engländer viel zu neugierig um geduldig im nächsten Zimmer zu warten und deswegen schlich er sich wieder zum Wohnzimmer und lugte vorsichtig um die Ecke.  Die beiden begannen sich zu unterhalten und erneut verfluchte Arthur die Tatsache, dass er kein Chinesisch konnte. Wenn er wenigstens so viel Chinesisch verstehen würde, wie Französisch. Er versuchte dann anhand der Stimmlagen irgendwas zu deuten aber außer der Tatsache, dass ihm Yaos Vorgesetzter mit jedem Wort unsympathischer wurde, konnte Arthur dem Wortwechsel nicht viel entnehmen.
Dementsprechend zuckte Arthur erschrocken zusammen als Yaos Vorgesetzter auf einmal ausholte und Yao eine scheuerte.  Arthurs erster Instinkt war auf Yaos Vorgesetzten los zu gehen, er besann sich dann aber eines Besseren und blieb schweigend mit geballten Fäusten stehen, während er im Kopf etliche Verwünschungen murmelte und Yaos Vorgesetzten verfluchte. Wer weiß, ob es ohne diesen Bastard den Krieg überhaupt gegeben hätte?
Die beiden setzten ihr Gespräch fort, als ob nichts passiert wäre und das Thema schien zunehmend heikel zu werden Und Arthur schaute interessiert zwischen den beiden hin und her. Er kannte Yao mittlerweile gut genug um dessen Stimme zu entnehmen das dieser wütend wurde.

Plötzlich ging Yao auf seinen Vorgesetzten los worauf er sich noch eine fing. Geschockt und mit großen Augen starrte Arthur zu den Chinesen herüber. Das Yao so etwas tat musste etwas zur Ursache haben was Yao wirklich aus der Fassung brachte und Arthur wüsste gerne was das war. Nach einem weiteren  Wortwechsel  verließ Yaos Vorgesetzter das Zimmer und dann auch das Haus. Arthur sah ihm durch die offene nach und kämpfe gegen das innere Bedürfnis ihm von hinten eins über den Schädel zu ziehen.
Als der Engländer die Tür schließen wollte, weil Yaos Vorgesetzter anschneidet nicht mal das für nötig gehalten hatte, vernahm Arthur ein „Pssst.“   Irritiert blickte Arthur sich um und trat ins Freie. „Hier rüber.“ Normalerweise wäre Arthur, gerade in dieser Situation, vorsichtiger gewesenen, aber er hörte deutlich einen britischen Akzent heraus deshalb ging er entschlossen auf den Busch zu, aus dem das Geflüster kam. Arthur hatte einen Briten erwartet, stattdessen sah er einen Chinesen mit traditionell Chinesischer Kleidung und einem großen Hut aus Stroh den er tief ins Gesicht gezogen hatte. Irritiert blinzelte Arthur seinen Gegenüber an bis sich dieser den Hut aus dem Gesicht zog und Arthur keck angrinste. Es war doch ein Brite, aber gut verkleidet. „Mein Name ist John Murphy.“, meinte dieser nun und reichte Arthur die Hand. Dieser schüttelte sie und blickte John an. „Ich bin ein Spion. Also auf deiner Seite.“, fing dieser an zu erklären und erntete von Arthur immer noch einen fragenden Blick. Dann erschrak er. Wenn dieser Kerl ein Spion war…wie viel hatte er gesehen? Arthur schluckte kaum merklich und bedeutete John fortzufahren, der nach einem kurzen skeptischen Blick weiter vor sich her grinste. „Ich wurde geschickt um dir eine Nachricht zu überbringen. Und es war verdammt schwer dich zu finden. Aber ein Brief wäre wohl kaum angekommen oder? Ein Europäischer Postbote wäre hier wohl nicht so weit zu kommen und diesen Chinesen“, dabei machte John eine abwertete Handbewegung, die Arthur irgendwie ärgerte, „kann man auch nicht über den Weg trauen. Aber genug davon.“ Arthur verschränkte die Arme, als John zu seiner Nachricht kam. „Für unsere Schiffe steht es gut. Gestern ist Verstärkung gekommen und wir sind den Chinesen so wie es aussieht überlegen. Also…Sie wollen“, mit sie meinte er Arthurs Regierung, „Wollen einen Schritt weiter gehen.“, meinte John enthusiastisch, als begeisterte ihn diese Idee unglaublich. „Sie wollen es denen jetzt ordentlich zeigen, aber dafür brauchen wir dich. Kurzum du sollst dir Hong Kong holen.“ Entgeistert sah Arthur seinen Gegenüber an. Das hatte er nicht erwartet. Wie sollte der Krieg so ein Ende finden? Außerdem war Hong Kong doch noch ein Kind, was gar nichts damit zu tun hatte. Aber wenn das der Wille seiner Queen war… Murphy, als geübter Spion, entging Arthurs nachdenkliche Miene nicht und skeptisch legte dieser den Kopf schief. „Du hast dich doch nicht etwa mit dem Chinamann angefreundet? Moment, du bist auch gerade aus einem Haus gekommen.“ Von seinem anfänglichen Lächeln war nichts mehr zu sehen. „Was glaubst du wie deine geliebte Queen das finden würde, wenn du dich mit dem Feind verbündest? Willst du uns alle verraten?“ John hatte einen Schritt auf Arthur zugemacht der nun ein trotziges Gesicht zog. „Natürlich nicht.“, protestierte dieser sichtlich in seinem Stolz verletzt.  „John guckte immer noch skeptisch bevor  er sich abwandte, im Gehen meinte er noch: „Also, kämpfe und gewinne! Für die Queen.“, dann verschwand er. „Für die Queen…“, murmelte Arthur leise vor sich her und ging schließlich zurück zum Haus.
Sollte er jetzt zu Yao gehen? Mit ihm reden? Ihn direkt angreifen oder lieber doch verschwinden? Etwas verwirrt und vor allem überfordert setzte Arthur sich auf die Treppe vor Yaos Haus und schaute genervt in die Luft.
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Wang Yao
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Do Jun 20, 2013 8:48 pm

Zerknirscht sah Yao seinem Vorgesetztem nach. "Verdammt!", fluche er und schlug mit der Faust auf den Boden. Tränen rannen über seine Wangen und tropften auf den Teppich. "Verdammt! Verdammt! Verdammt!", wiederholte er laut und packe sich dabei ins Haar. Ich kann nicht zulassen, dass sie ihm etwas tun..., Yao war verzweifelt. Was sollte er jetzt tun? Eigentlich blieb ihm nichts anderes mehr übrig als gegen Arthur zu kämpfen.
Langsam erhob sich der Chinese wieder, seinen Blick noch zu Boden gewandt. Ein leises Seufzen überkam seine Lippen und er schritt langsam aus dem Zimmer. Ja, er würde kämpfen. Doch vorher musste er noch etwas erledigen. So ging er durch die Wohnung, schritt die Treppe hoch die am Ende des Flurs war.
Als er oben war ging er an einer Reihe leer stehender Zimmer vorbei. An der Tür des einen hing mitunter ein Schild auf dem 'Japan' stand.
Am Ende des Ganges blieb Yao stehen, wandte sich der Tür neben ihm zu. Kurz musterte er das Bild, welches an dieser hing. Mit vielen bunten Farben wurde 'Hong Kong' drauf geschrieben, umrahmt war das Ganze mit einer Menge Sternchen und unter der Schrift waren Hong Kong und Yao als kleine Strichmännchen zusehen.
Der Chinese lächelte. Vorsichtig, ohne einen Laut zumachen, immerhin war es schon etwas später, drückte er die Tür auf und trat in das Zimmer. Sein Blick wanderte zu Hong Kong, welcher in seinem Bett lag und schlief. Yao ging an das Bett heran, sah zu dem Jungen runter und hockte sich dann zu ihm. Sanft strich er ihm eine Haarsträhne seines braunes Haars aus dem Gesicht und gab ihm einen leichten Kuss auf die Wange. Dann richtete er vorsichtig die Decke, beobachtete ihn noch eine Weile während er schlief. "Ich werde nicht zulassen, dass man dir was tut...", hauchte er ihm leise zu, bedacht darauf ihn nicht zu wecken.
 
Der Chinese würde, so dann er den Kampf fortgeführt hat, ihn nicht mehr pausieren. Egal wie geschwächt und erschöpft er war, er würde weiter kämpfen so lange, bis einer den Krieg verloren hatte. Deswegen wollte er wenigstens noch ein bisschen Zeit mit dem Kleinen verbringen, auch wenn dieser schlief. Das war auch besser so. So lange er noch ein Kind war, sollte er nichts von Kriegen mitbekommen. Das Gleiche galt natürlich auf für Taiwan, sie jedoch wurde zum Glück ja nicht mit in die ganze Sache hineingezogen.
Langsam erhob sich Yao und warf Hong Kong noch einen kurzen Blick zu, danach verschwand er, leise wie er gekommen war, aus dem Zimmer und schloss die Tür. Anstatt, dass er sie jedoch nur zu machte schloss er sie wirklich ab. Verriegelte den Raum, dass keiner rein oder raus kommen würde. "Es ist besser so...", murmelte er leise zu sich selbst um sich ein besseres Gewissen einzureden.
Dass er dabei genauso handelte wie es seine Vorgesetzten damals taten, realisierte er nicht.
Damals hatte man die Große Mauer errichten lassen, mit dem Vorbehalt Yao vor Feinden zu schützen. Der Chinese jedoch hatte die Mauer immer als Fluch angesehen. Als Ketten die ihn hielten wo er war und als Käfig der ihn einsperrte.
Hong Kongs Zimmer war nun seine Große Mauer. Kurze Zeit noch betrachtete Yao die Zimmertür, ehe er wieder nach unten ging und sich erst einmal in den Garten setzte. Der Chinese hatte vorher noch schnell den Verband und seine Opiumpfeife geholt und währen er sich den Arm verband zog er an der Pfeife die er eben entzündet hatte. Ruhig nahm er erneut einen Zug, sah in dem Himmel und legte den Rest des Verbandes zur Seite. Ein leises Seufzen überkam seine Lippen und er wandte seinen Blick wieder zum Boden wobei ihm einige Haarsträhnen ins Gesicht fielen. Leicht genervt pustete er sie, zusammen mit dem Opiumqualm, von seinem Gesicht weg. Doch sogleich fielen sie ihm wieder vor die Augen. Es war das erste Mal in seinem Leben, dass er die langen Haare als nervig empfand. Vor allem, weil er daran dachte, dass sie ihm im Kampf ja auch ständig vor die Augen hingen. Bei dem Kampf jedoch, wollte er sich sowas nicht erlauben. Zumal der lange Zopf auch einen Angriffspunkt darstellte.
 
Nach kurzem innerem Schweigen holte Yao ein Messer hervor. Er packte seinen Zopf und zog ihn hoch, setzte das Messer am Ansatz an ehe er es hochzog und sich die Haare abschnitt. Der Chinese legte den abgetrennten Zopf auf die Wiese, betrachtete ihn kurz und stand auf.
Noch einmal zog er seine  Verband fest, zog an der Opiumpfeife ehe er sie ausdrückte und zu dem abgeschnittenem Zopf auf die Wiese schmiss.
Dann ging Yao eiligen Schrittes wieder in das Haus und suchte Arthur. Als er feststellte, dass dieser nicht im Wohnzimmer war sah er erst in der Küche nach, dann ging er vorne aus dem Haus wo der Brite auch schon auf der Treppe saß. Eine Zeit lang beobachtete er ihn nur, sagte kein Wort, bis er ihn dann jedoch mit dem Fuß die Treppen runter stieß. "Wir werden jetzt kämpfen...", hauchte er unheilvoll, sah den Briten mit einem kühlen Blick an. Daraufhin sprintete er sofort auf den anderen zu, packte ihn mit dem gesunden Arm am Bein und schleuderte ihn durch die Luft. Nach kurzer Zeit ließ er ihn wieder los, dass er in den kleinen Waffenschuppen flog und dadurch zertrümmerte.
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Di Jun 25, 2013 6:55 pm

Arthur dachte weiter nach. Er war in einer ganz schönen Zwickmühle. „Da hast du dich ja wieder super in etwas hereinmanövriert.“, ärgerte er sich über sich selbst. Warum schaffte er es eigentlich, es sich auf jedem verdammten Kontinent so richtig schön zu versauen? In Europa schon als Kind, in Amerika ja sowieso, und nun auch in Asien. Großartig dachte sich der Brite, wirklich großartig.  Vielleicht sollte er sich irgendwo in der Antarktis ein Loch buddeln und einfach nicht mehr heraus kommen.
Das Problem war, er mochte Yao. Und dieser schien ihn auch zu mögen, Arthur glaubte nicht, dass Yao ihn so verarschen würde, das konnte er sich nicht vorstellen. Hilflos schüttelte der Brite den Kopf. Es wäre fast schon einfacher, wenn er ihn verarscht hätte. Klar, es würde wehtun, sehr sogar. Aber irgendwann würde er schon damit fertig werden, wie mit allen andern Dingen auch und der Krieg würde sie beide nicht so auseinander reißen.
Aber sie mochten einander, sogar mehr als das. Und egal wie man es drehte und wendete, es schien gar keine andere Möglichkeit als einen Krieg zu geben. Arthur hatte schon einmal Krieg gegen jemanden geführt der ihm wichtig war und konnte eigentlich auf ein weiteres Mal verzichten. Bei solchen Kriegen gab es am Ende sowieso keine richtigen Gewinner…
Arthur seufzte und überlegte. Das Problem waren  ja nicht mal er und Yao. Sie verstanden einander, teilten ähnliche schmerzhafte Erfahrungen ebenso wie das Schicksal Länder zu sein. Diese dummen Menschen verstanden es nicht. Sie hielten sich für schlau und weitblickend. Aber am Ende mussten er und Yao ihre Entscheidungen ausbaden. Und das nicht dreißig vierzig Jahre sondern Jahrhunderte, Yao sogar schon Jahrtausende. Das würden sie nie verstehen. Sie trafen blöde Entscheidungen und starben einfach. 
Ein schmerzliches Lächeln huschte über Arthurs Gesicht. Die Situation erinnerte ihn irgendwie an Romeo und Julia. Die beiden die sich liebten und die anderen, die etwas dagegen hatten. Romeo und Julia hatten bekanntlich kein schönes Ende, denn beide starben ja. Aber Arthur beneidete sie dafür, denn Yao und er konnten nicht sterben.
Eine unglaubliche Wut stieg in dem Briten auf. Es konnte so einfach sein? Warum war es das nicht? Er war kurz davor loszubrüllen und auszurasten.
Er versuchte sich zu beruhigen und seine Gedanken auf etwas anders zu lenken. Erneut beschlich ihn ein leicht unruhiges Gefühl, wie viel der Spion von seiner Beziehung zu Yao mitbekommen hatte. Schließlich wollte er auch sein Land nicht verraten. Seine Soldaten kämpften tapfer für England, für die Queen, er konnte auch sie nicht verraten.
Also doch das Loch in Alaska, dachte Arthur betrübt, als er Schritte hinter sich hörte.


"Wir werden jetzt kämpfen...", vernahm der Brite und es lief ihm eiskalt den Rücken herunter im nächsten Moment wurde er auch schon die Treppe herunter gestoßen und landete unsanft auf dem Boden. Arthur brauchte einen Moment um seinen Angreifer als Yao zu identifizieren. Er hätte nicht gedacht, dass der Chinese ohne seinen Zopf so anders aussehen würde. Viel Zeit sich zu fragen, warum Yao sich seine heiß geliebten Haare abgeschnitten hat, blieb Arthur allerdings nicht, denn schon im nächsten Moment  flog er durch die Luft und legte eine schmerzvolle Landung im Waffenschuppen hin.  Nach einem kurzen Moment und mehrmaligem tiefen ein und aus atmen rappelte Arthur sich hoch und schaute immer noch in den Trümmern sitzend zu Yao rüber.
„Also im Drama schleudert Julia Romeo nicht durch die Luft…“, murmelte er mehr zu sich selbst und stand dann ganz auf. Gott hasst mich, schlussfolgerte Arthur daraus, vielleicht hat Francis ja recht und Gott ist doch ein Franzose…Dann viel Arthur auf, wo genau er gelandet war. Immerhin kam er so an Waffen heran. Er bückte sich und hob ein Schwert und einen Dolch auf, lieber hätte Pfeil und Bogen gehabt, aber Yao kam ohnehin immer zu schnell an ihn heran.
Der Engländer atmete noch einmal tief ein, unterdrückte den Schmerz der sich an sämtlichen Körperstellen bemerkbar machte und trat auf Yao zu.
Der Blick des Briten wurde kalt. Er hatte keine Lust mehr auf dieses hin und her Gespiele. Wenn es Yao so leicht viel in hinterrücks so anzugreifen, bitte. Um sich selbst aber auch Yao hoch zu puschen, fing der Brite wieder an zu provozieren.
„Wo sind denn deine Haare geblieben?“, fragte er mit einem leicht schelmischen Unterton. „Wolltest du nicht mehr aussehen wie eine Frau? Ich finde…“ damit trat Arthur noch einen Schritt auf den Asiaten zu, „das tust du immer noch. Aber keine Sorge, das wird mich nicht davon abhalten dir eine Abreibung zu verpassen.“, mit diesen Worten ging Arthur auf  Yao los, seine Gefühle ausblendet. Er konzentrierte sich nur noch auf seine Wut und richtete sie auf Yao.
Für die Queen, war sein Gedanke, als er das erhobene Schwert auf Yao hinunter sausen ließ.
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Wang Yao
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   So Jul 07, 2013 3:28 pm

Yao warf dem Briten einen eiskalten Blick zu und schwieg. Er zuckte nicht mal mit der Wimper, als Arthur anfing ihn zu provozieren. Es war ihm egal. Kurz beobachtete er ihn dabei, wie er die Waffen aufhob und auf ihn zuging. Schnell wich der Asiate zurück, als der andere auf ihn lostürmte, und blockte das Schwert mit dem Arm ab. Dummerweise jedoch mit dem gebrochenen so, dass Yao zusammenzuckte und kurz nach hinten taumelte. Wütend sah er zu dem anderen auf und packte schnell, mit seiner gesunden Hand das Schwert und hob Arthur damit an nur um ihn sofort wieder auf den Boden zu knallen.
Danach war er schnell von Arthur weggerannt, in einen Bambushain hinein, welcher in der Nähe lag. Um Arthur daran zu hindern, ihm allzu schnell zu folgen schnitt er mit seiner Hand in schnellen Hieben das Bambus, dass es auf den Boden fiel und so den Weg ein wenig versperrte.
Danach war er schnell zur Seite abgebogen und einen Bambus hochgeklettert wo er auf den Briten warten würde.
Yao sah sich um, mit hastigen Blicken. Arthur war ja nicht doof, vielleicht würde er auch aus einer anderen Richtung kommen.

Ich muss dieses Kampf gewinnen... Alles andere kann ich nicht verantworten., leise grummelte er. Sie hatten angedroht ihm etwas zu tun, aber was würden sie erst machen, würde er den Krieg verlieren? Daran wollte er gar nicht denken.
Yao wollte ihn und auch die anderen um jeden Preis beschützen. Egal, wie lange er dafür kämpfen müsste. Und wenn es Tage, Wochen, Monate, gar Jahre dauern würde. Ein leises Seufzen überkam seine Lippen. Eigentlich mochte er Arthur doch. Aber er hatte sich das ja nicht ausgesucht. Das hätte eh nie passieren dürfen. Sie waren Feinde und Yao wusste das.
Der Brite hatte immerhin ihn und sein Land in so eine missliche Lage gebracht, das allein war schon Grund genug zu kämpfen. Und jetzt war noch ein viel wichtiger Grund hinzugekommen.
Von Arthur war bis jetzt keine Spur. Und solange dieser noch weg war, nutze der Chinese die Zeit seinen Verband zu wechseln.
Kurz blickte er seinen Arm an. Er seufzte. "Ich Idiot...", nuschelte er leicht, als er die nun mehr als ungesunde Farbe seines Arms erblickte. Schnell schüttelte er den Kopf, die Schmerzen wieder ignorierend. Jetzt ist es zu spät, sich darüber zu ärgern...

Arthur ließ sich wohl etwas Zeit. Dann würde Yao diese Zeit für etwas Bestimmtes nutzen. Es würde etwas dauern, denn es war lange her, dass er es getan hatte.
Der Chinese schloss die Augen und atmete einmal tief ein. Dann fing er an etwas auf Chinesisch zu murmeln. So leise wie möglich, damit Arthur ihn auf Keinen Fall schon hören konnte.
Langsam zogen sich dichte Wolken auf und es wurde windig. Das Bambus bog sich im Wind und je weiter Yao sprach desto stürmiger wurde es. Der Regen welcher nun fiel peitschte auf den Boden und es zogen sich immer mehr Wolken zusammen, welche eine tief schwarze Farbe hatten.
Mit der Zeit hatte der Chinese seine Stimme erhoben, die jedoch immer mehr von den Schreien des Unwetters verschluckt wurde. Dass sich der Verband durch den Regen wieder löste ignorierte Yao und sprach mit energischer Stimme weiter. Als er leise Schritte hörte, die sich nähersten ging er aus seiner Hocke raus und stand mit dem Sturm Angesicht um Angesicht entgegen.
Seine Stimme wurde immer lauter um gegen das Grölen des Regens und der Kreatur die sich anbahnte anzukommen. Gerade als der Chinese Arthur erblickte, welcher aus dem dicken Bambusdickicht hervor kam brach der Himmel auf und ein gewaltiger Blitz schlug vor ihnen ein.

Dicke Wolken lagen nun auch über dem Boden und mit einem Ruck wurde das Bambus weggepeitscht. Ehe der Bambusstrauch auf dem Yao sich befand zertrümmert wurde sprang er auf und landete auf dem Kopf der Kreatur, welche eben erschienen war und sich langsam zu erkennen gab.
Aus dem tiefen Schwarz der Wolken leuchteten erst zwei große Augen golden auf, danach die von Yao in derselben Farbe, worauf die Wolken von einem heißen Atemhauch weggepustet wurde und dem Briten einen Drachen auf dessen Kopf Yao stand, zu erkennen gab.
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Arthur Kirkland
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Di Jul 09, 2013 12:42 am

Arthur traf Yao mit dem Schwert. Zuerst hatte er fast schon damit gerechnet, dass der Chinese in einer seinen flinken Bewegungen ausweichen würde, stattdessen schien er die Waffe eher zu blocken. Arthur spürte den Ruck als die Klinge auf Yaos Arm traf. Irgendwo im Hinterkopf realisierte der Brite, dass es Yaos gebrochener Arm gewesen ist , kümmerte sich aber nicht weiter darum und wollte weiter angreifen. Allerdings startete Yao nun seiner seits einen Angriff und ließ Arthur mithilfe seines  Schwerstes unsanft auf den Boden knallen. Bevor Arthur weiter darüber nachdenken konnte, dass so bestimmt noch kein Schwert gegen ihn eingesetzt wurde, drehte Yao sich auf einmal um und rannte davon. Den Bruchteil einer Sekunde zögerte Arthur, setzte dann aber dem Asiaten nach, das Schwert nahm er mit. Auf der einen Seite wäre es bestimmt angenehmer gewesen, sich selbst auch erstmal zurückzuziehen aber Arthur war zu aufgebracht. Außerdem würde in der Zeit, in der er sich erholte auch Yao die Möglichkeit haben sich zu erholen und da dieser im Moment ziemlich angeschlagen war, gab das einen Vorteil, auf den der Engländer nur ungern verzichten würde.

Arthur sah gerade noch wie Yao in einer Art Bambuswald verschwand, bevor ihm eben dieser Bambus den Weg versperrte, da der Chinese ein paar der Bambusstängel mit gezielten Hieben abhackte. Arthur blieb zunächst stehen. Den Vorteil den er sich erhofft hatte sah er schwinden, denn jetzt waren sie definitiv in Yaos Terrain.  In der britischen Armee lernte man guter Soldat zu sein, vor allem bei Schlachten zur See und natürlich auf offenem Feld. Darin war die britische Arme unschlagbar, aber auf Kämpfe im Wald wurde man weniger vorbereitet, erst recht nicht auf einen Kampf in einem Bambuswald. Dementsprechend war der Engländer nun vorsichtig. Behutsam lief er ein paar Meter nach rechts und durch die Bambusstämme durch, möglichst bedacht darauf keinen Laut von sich zu geben, in dem er zum Beispiel auf heruntergefallene Zweige trat.
Die aufsteigenden Zweifel und das Bedürfnis aus dem Wald zu verschwinden, unterdrückend lief Arthur weiter. Yao konnte in jede Richtung gelaufen sein. Arthur drehte sich einmal um die eigene Achse und beobachtete aufmerksam die Umgebung. Dann entdeckte er am Boden einen kleinen Grashalm der umgeknickt war, es war ein kleiner Hinweis aber alles was er hatte, also lief Arthur vorsichtig in eine der beiden Richtungen die von dem Grashalm aus der Weg seinen  könnten, den Yao gegangen war. Aber der Engländer fand seinen Feind nicht, ebenso wenig irgendwelche Anzeichen, dass dieser dort lang gelaufen war  und das Wetter schien auch schlechter zu werden. „Regen in China…“, murmelte Arthur vor sich her und lief zurück zu seinem Ausgangspunkt. Von dort lief er ein Stück in die andere Richtung, bis er mit dem Donnergrollen auch eine altbekannte Stimmer vernahm.

Arthur machte noch einen weiteren Schritt und plötzlich erblickte er Yao, in dessen Blick lag nichts freundliches mehr. Yao hatte ihn hintergangen wie alle andern auch. Reichte es nicht, dass Arthur Krieg führen musste? Musste es auch immer gegen die sein, die im etwas bedeuteten? Er konnte den plötzlichen Sinneswandel des Chinesen nicht wirklich nachvollziehen, hatte er doch eigentlich auf eine friedlichere Lösung gehofft. Nein, die Dampflock war abgefahren. Arthur konzentrierte sich und wandelte die aufsteigende Enttäuschung in Wut um. Eine starke, wenn auch gefährliche Emotion. Der Blick des Briten wurde kalt und er musterte Yao mit eiserner Miene, keiner von beiden blinzelte auch nur, während ein ungewöhnlich kalter Windstoß sie umwehte. Sie starrten einander an, Bernsteinbraun zu Smaragdgrün, und obwohl Arthur dieser Moment wie eine Ewigkeit vor kam und ihm tausend Gedanken und hunderte von Fragen durch den Kopf rasten, dauerte es in Wirklichkeit nur einen kurzen Moment, bis der Blitz einschlug.

Dann ging alles ganz schnell wenn auch gleichzeitig wie in Zeitlupe, das wird wohl an der Unfassbarkeit des nächsten Ereignisses gelegen haben. Der Regen und der Nebel verschleierten die Sicht. Aber Arthur nahm eine Veränderung war, eine Veränderung, die von andern vielleicht sogar unbemerkt geblieben wäre. Er bemerkte eine Veränderung in der Atmosphäre, wie eine Verschiebung der Machtverhältnisse, etwas ungreifbares, etwas…wie…Magie.
Dann wurde es warm, Arthur hörte ein Schnaufen und sah vier gelb leuchtende Lichtpunkte. Im nächsten Moment, geschah es auch schon.


Yao stand auf dem Kopf eines Drachen! Das konnte doch unmöglich war sein! Hatte er ihn heraufbeschworen?  Arthur hatte den Asiaten ja murmeln hören, aber hatte Yao wirklich so viel Macht? Arthur selbst konnte sich verschwommen an einen Drachen erinnern, den er gesehen hatte als er noch ein Kind gewesen ist. Ganz aufgeregt hatte er Frankreich davon erzählt, der ihn belächelt und natürlich nicht geglaubt hat. Der Drache war wirklich da gewesen, aber er war ganz anders als das atemberaubende Exemplar, dass Arthur nun vor sich hatte. Ehrfürchtig starrte der Engländer zu der riesen Echse hoch, fing sich aber dann wieder. Der Drache war sein Feind, ebenso wie Yao. Und auch wenn dank dem Blitz um sie herum nun kein Bambus, sondern quasi ein offenes Feld war, war Arthur in überhaupt keinem Vorteil mehr. Er zwang sich, sich zu beruhigen und versuchte ein Zittern zu unterdücken, als er kampfberiet das Schwert hob. Ein Flammenstoß und das war’s, trotz des anhaltenden Regens. Der Drache war so riesig. Und es war schon nicht leicht gegen Yao alleine zu kämpfen...Der Engländer schluckte. Trotzdem schaffte es Arthur irgendwie mir erhoben Schwert einen Schritt auf den Drachen zuzugehen, auch wenn seine Hand dabei leicht zitterte.  Er konzentrierte sich darauf, Yao in die Augen zu gucken, auch wenn diese nun gelb anstatt braun waren, was den Briten etwas irritierte.
Hastig begann Arthur sein Wissen über Magie und magische Wesen abzurufen, ob irgendetwas nützlich war. Ihm selbst würde es wenig bringen eine Kreatur heraufzubeschwören, wenn es klappen sollte hatte er besten Falls ein geflügeltes Kaninchen oder eine alte, wenn auch große Fee, es musste also anders gehen.

Arthur überlegte ob er den Zauber brechen konnte, es würde vielleicht reichen, Yao nur genügend ablenken. Dieser wirkte aber unglaublich konzentriert.  Arthur fing an etwas hin und her zu laufen um im Falle eines Angriffes kein festes Ziel zu bieten und dachte weiter fieberhaft nach. Was könnte Yao emotional total aus dem Konzept bringen? Arthur dachte an ihre Gespräche und die vergangen Tage zurück.
Und dann hatte er eine Idee, weil es ihn so selbst wohl auch am meisten treffen würde.
Arthur ließ seinen Blick von Yao zu dem Drachenkopf wandern und wieder zurück. Es passte, es würde Yao, wenn er Glück hatte, aus dem Konzept bringen und letztendlich auch noch im Interesse seines Landes sein, schließlich war dies sein Auftrag.
"Kein Wunder, dass Japan dich damals verlassen hat, so hinterhältig wie du bist.", begann Arthur einfach um Yao zu ärgern, denn in Wahrheit tat ihm dieser Umstand leid, schließlich kannte er das nur zu gut. "Du wirst diesen Kampf verlieren, ob die dieses Wesen nun an deiner Seite hast, oder nicht", fuhr Arthur mit einem Blick auf den Drachen fort, bemüht selbstbewusst in Angesicht dieser riesigen Echse zu klingen. "Du bist nur so stark wie dein Land gerade ist und ich merke wie meine Jungs, deine fertig machen, du musst es doch auch spüren...", Arthur legte setzte Großteil seiner Hoffnung auf seine Seemacht, die sich letztendlich aber immer bewährt hatte. Und so hoffte er den Kampf am Ende zu seinen Gunsten enden lassen zu können, auch wenn Yao nun den Drachen an seiner Seite hatte, auf diesen Arthur, sich selbst Mut zuredend, mit erhobenen Schwert einen Schritt zu machte.
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Fr Okt 18, 2013 2:12 pm

Mit emotionslosem Blick folgte er dem Briten. Er konnte sein Herumgelaufe nicht zuordnen, also ignorierte er es weitestgehend. Erst als Arthur auf ihn zu kam machte auch Yao Anstalten sich zu bewegen und ging ebenfalls ein paar Schritte auf den anderen zu. Herabwürdigend sah er zu Arthur runter und verengte seine Augen zu Schlitzen als dieser anfing zu sprechen.
Und als der Name Japan fiel war es zu spät. Der Drache setzte einen großen Sprint zurück, flog schnell an dem Briten vorbei. Der Chinese hielt sich an dem Horn des Tieres fest und kurz bevor er bei Arthur angekommen war sprang er einen Satz in die Luft, holte mit den Beinen aus und spannte diese fest an. Arthur riss er dadurch kurze Zeit mit, eher er mit den Beinen ausholte und ihn durch die Luft tritt.
Yao sprang auf den Boden und sprintete dem Briten nach, der Drache folgte ihm und schlang sich halb um die beiden, als Yao bei dem anderem angekommen war. Langsam trat er einige Schritte an ihn heran und legte seine Hand um dessen Hals. Zudrücken tat er noch nicht.
Sein Blick war noch genauso emotionslos wie am Anfang, doch waren leichte Tränen über seine Wangen gerollt.

Das Arthur wieder Japan angesprochen hatte war zu viel. Es hatte ihn nicht aus der Fassung gebracht, aber dennoch ziemlich aufgewühlt.
Seine Konzentration reichte gerade noch so, den Drachen aufrecht zu erhalten, aber wirklich kämpfen konnte er kaum noch.
Hinzu kam, dass ihm der Schmerz in seinem Arm zu schaffen machte.
Eigentlich hatte er keine Hoffnung mehr auf einen Sieg, aber kampflos aufgeben wollte er auch nicht. Er wollte etwas beschützen, um jeden Preis.
Er konnte nicht zulassen noch jemanden zu verlieren. Wenn Yao jetzt so daran dachte, vermisste er die alten Zeiten sehr. Die Zeiten in denen er noch alleine war und er nichts zu verlieren hatte. Früher war er stark gewesen, fast ein Rebell. Zumindest hatte er sich das immer eingeredet. Um seine Schwächen zu verstecken war er damals lange allein und hatte die Menschen dazu gebracht ihn zu meiden. Erst, als er andere Länder kennen lernte änderte sich dies mit der Zeit. Die Menschen starben sowieso vor ihm, deswegen wollte er nichts mit ihnen zu tun haben. Als er damals die ersten Länder kennen lernte dachte er, es würde besser werden. Anfangs war das auch so, doch da diese auch unsterblich waren, konnte er Konflikten nicht mehr so einfach ausweichen. Kriege brachen aus, auch gegen Leuten die ihm etwas bedeuteten.
So wie jetzt auch. Anfangs hatte er Arthur nie leiden können, doch in der kurzen Zeit hier hatten sie sich etwas besser kennen gelernt und gemerkt, dass sie sich doch besser verstanden als anfangs gedacht. Dennoch mussten sie Krieg führen, ob sie wollten der nicht.
Und Yao wollte nicht. Wollte nicht mehr kämpfen, er hatte es sein Leben lang getan.

Doch er wusste, dass er kämpfen musste um seine Heimat, sein Volk und auch Hong Kong zu beschützen. Als er sich geweigert hatte zu kämpfen sah er ja, was seine Regierung davon hielt und sie setzten Druckmittel ein um ihn überreden zu können.
Es hatte geklappt und das machte Yao wütend. Früher hätte er nur verächtlich gelacht, wenn ihm ein Mensch etwas befohlen hätte. Doch die Menschen waren mit der Zeit stärker geworden und nahmen sich ziemlich viel raus.
Yao wusste gar nicht, warum er sich überhaupt beugte. Wenn er so darüber nach dachte, gab es eigentlich keinen Grund.
Er war doch viel stärker als die Menschen und länger leben als diese tat er ohne hin. Vielleicht war es auch gerade deswegen. Obwohl er zugeben musste, dass er mittlerweile sogar ziemlich schwach war.
Wenn er ehrlich war, war er ja auch nur so stark wie sein Volk es war. Und da musste er sich nichts vormachen, denn er wusste, wie schwach es war, weil es von der Regierung unterdrückt wurde, so wie er auch.

Im Kampf selber war er auch nur so stark, wie es seine Armee zu lies und er spürte, wie diese mehr und mehr zurück geschlagen wurde. Doch er würde nicht aufgeben. Er durfte nicht aufgeben! Solange es noch eine kleine Chance auf einen Sieg gab.
Weiterhin sah der Chinese Arthur in die Augen. Der gelbe Ton, welcher anfangs zusammen mit dem Drachen aufgetaucht war schwand langsam und seine Augen nahmen wieder eine braune Farbe an. Der Drache hatte sich zusammen gezogen. Auch er spürte den Schmerz, der durch Yaos Arm zog, dummerweise nämlich, waren Meister und Bestie mit einander verbunden.
Einer spürte das Leid des anderen und würde man Yao nur einmal am falschem Punkt treffen, würde auch der Drache schwinden. Andersrum ebenso.
Yao musste darüber nachdenken, ob Arthur darüber Bescheid wusste, dass zwischen den beiden solch eine Verbindung bestand.
Immerhin war der Brite ja auch etwas in Magie begabt, auch wenn es eine andere Art der Magie war. Der Chinese knirschte etwas wütend mit den Zähnen und sein Blick wurde etwas angespannt. Noch immer hatte er die Hand um Arthurs Hals gelegt und begann nun langsam zuzudrücken.
Schmerz zog durch seinen Arm, da er unachtsamer Weise den gebrochenen Arm genommen hatte. Ihn zurückziehen konnte er jetzt aber auch nicht mehr. Yaos Atem wurde etwas schwerer und auch der Drache musste etwas schnaufen. Er hatte seinen Arm, im Gegensatz zu Yaos, eingezogen um ihn etwas zu schützen. Auch sein Blick harrte auf dem Briten.
Etwas besorgt sah der Chinese kurz zu dem Drachen rüber. Er war sich nicht sicher was mehr schmerzte. Sein Arm, oder seinen Drachen leiden zu sehen?
Er musste den Kampf schnell beenden und so drückte er noch etwas fester zu, versuchte dabei den Schmerz in seinem Arm zu ignorieren.
Der Drache krümmte sich jedoch etwas, zog sich mehr zusammen und drückte so Arthur und Yao etwas näher aneinander, um welche er sich geschlungen hatte. Dann fixierte er mit seinen krallen Arthurs Beine auf dem Boden, damit dieser nicht abhauen konnte, was in Anbetracht der Situation wahrscheinlich eh nicht möglich gewesen wäre. Dennoch konnte man nie sicher genug gehen.

Nun verengte Yao seine Augen wieder etwas, er musste sich wieder konzentrieren. Auch der Drache spannte seinen Blick etwas mehr an und ein warmer Atemhauch verlies sein großes Maul.
Leicht blies der Atem Yao und Arthur ins Gesicht, er war so warm, dass sogar die Haarspitzen leicht verkohlten und sich Schweiß auf ihren Stirnen bildete. Zugegebener Maßen machte diese Hitze den Schmerz in Yaos gebrochenem Arm nicht besser, doch er schaffte es noch weitestgehend den Schmerz zu ignorieren.
Er machte seine Gedanken frei von allem Unnötigem. Es durfte jetzt nur noch dem Kampf geben. Nur Arthur, Yao und das stolze Tier hinter ihm. Denn der Chinese wusste, dass der Kampf schon bald entschieden war. Vielleicht war schon die letzte Minute angelaufen. Genau konnte er es nicht sagen und dass, obwohl er schon viel Erfahrung in Kämpfen gesammelt hatte.
Dieser hier war ein ganz anderer, von Anfang an schon. Arthur wusste es wohl auch, er auch immer den nächsten entscheidenden Schritt machte würde gewinnen.
Yao hatte eine Vorahnung, dass er es nicht sein würde, doch er versuchte die Zweifel zu verdrängen. Er durfte nicht so pessimistisch sein.
Er musste an den Sieg denken und ihn sich vor Augen halten.
Nur so könne er auch gewinnen, das war schon immer so und es würde auch so bleiben.
Auch Arthur konnte daran nichts ändern.
Ganz gleich, welche Macht dieser besaß. Yaos Willen war stark und schon immer hatte er es geschafft, mit seinem Willen siegreich zu sein. Yao atmete tief ein und aus. Sein Drache ebenfalls und immer wieder stieß er einen heißen Windhauch in die Luft, der bereits die Kleidung der beiden angegriffen hatte.
Auch die Wiese und die Reste des Bambushains unter ihnen hielten der Hitze nicht stand. Die kleinen Flammen auf dem Boden färbten die Atmosphäre rot-orange.
Der entscheidende Moment war gekommen.
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Do Feb 20, 2014 12:03 am

Etwas irritiert nahm Arthur irgendwo in seinem Unterbewusstsein war, wie ausdruckslos Yaos Gesichtszüge waren. Hätte er nicht unglaublich aufgebracht sein müssen? Diese starke Wut hätte sich doch in seinem Gesicht, ebenso wie in seiner Körperhaltung abzeichnen müssen. Aber nichts der Gleichen war der Fall. Dies war vielleicht etwas sonderbar, aber im Moment nicht weiter von belang, weswegen der umherlaufende Brite eher darauf acht, gab nicht zu stolpern, anstatt auf Yaos Blick zu achten.

Das hätte ihm in dem Fall aber auch nicht viel gebracht. Normalerweise konnte man einen Angriff im Blick des Gegners schon erahnen, die Augen weiteten sich für einen Moment oder blitzen unheilverkündend auf, bevor zum Angriff übergegangen wurde. Aber der Chinese zeigte keine einzige Gefühlsregung, weswegen Arthur von dessen Tritt völlig unvorbereitet getroffen wurde.

Den aufkommenden Schmerz so gut es ging ignorierend, verfluchte sich Arthur innerlich. Er hätte doch ahnen können, dass Yao auf seine Provokation reagieren würde, andererseits hatte der Engländer nicht damit gerechnet, dass sein Gegner sich so weit von dem Drachen weg bewegen würde. Yaos abruptes und unberechenbares Handeln war gefährlich, aber gefährlich für sie beide, fand Arthur.

Unsanft schlug der Brite auf den Boden auf und gab dabei einen gedehnten Laut von sich. Langsam spürte er die Folgen des Kampfes im ganzen Körper, auch an Stellen von denen er vorher nicht einmal gewusst hatte, dass sie da waren.

Ein leises Stöhnen kam Arthurs Lippen, doch ehe er sich aufsetzten konnte, stand Yao über ihn und legte seine Hände um den Hals des Briten. Dieser machte sich auf das unangenehme und luftabschnürende Gefühl bereit, das man nun mal bekam wenn jemand einen würgte und seine Hände schnellten hoch bei dem Versuch, die Finger des Asiaten von seinem Hals zu lösen.
Allerdings verharrte Yao zunächst in seiner Bewegung und Arthur starrte ihm ins Gesicht. War das da eine Träne? Verdammt, was war hier eigentlich los?

Erst in diesem Moment bemerkte Arthur, dass auch der Drache wieder neben ihm war. Er schluckte. Damit er eine Chance hatte, müsste er den Kampf schnell beenden, aber seine Chancen standen nicht gerade gut. Zumindest im Moment. Aber er wäre doch kein richtiger Engländer, wenn er nicht irgendeinen Auswege suchen und auch finden würde.

Arthur betrachtete seinen Gegner, der mit den Gedanken weit weg zu sein schien und bemerkte wie seine Augen langsam wieder zu ihrem ursprünglichen Braun zurück fanden und ihm blieb die Luft weg. Allerdings nicht, weil Yao so unglaublich schöne Augen hatte, sondern weil dieser begann nun zuzudrücken. Überrascht japste Arthur nach Luft und sein Körper bäumte sich auf, in dem Versuch, seinen Gegner abzuschütteln.

Arthur wehrte sich mit allem was er hatte und gerade als er es schaffte Yaos Griff um seinen Hals etwas zu lockern, mischte sich der Drache wieder ein. Das waren zwei gegen einen. Fieberhaft überlegte Arthur, wie er die Situation zu seinen Gunsten ändern konnte, oder zumindest zu verhindern, dass dies ein letzter Kampf war. Vielleicht wäre er nervöser gewesen, wenn er hätte sterben können. Trotzdem war der Brite sich durchaus bewusst, dass der Ausgang dieses Kampfes wohl mehr Einfluss auf die Geschehnisse haben würde, als er sich in diesem Moment ausmalen konnte. Ganz davon abgesehen würde sein sowieso bereits angeschlagener Stolz ziemlich unter einer Niederlage leiden. Nein, es gab keinen anderen weg, er musste gewinnen.

Der Drache hatte sie beide enger aneinander gedrückt und es wurde unerträglich heiß. Das Gras um sie herum fing an manchen Stellen schon Feuer. Die Situation wurde immer schlechter.
Und da sah er es. Ein kleines Aufblitzen im Gras. Ein Gedanke. Und eine Bewegung die alles entscheiden konnte.
Eins der Schwerter, nämlich das, welches Arthur in der Hand gehalten hatte, als Yao ihn getreten hatte. Arthur sah zwischen dem Drachen und Yao hin und her. Wenn seine Vermutung stimme, waren sie auf irgendeine Art mit einander Verbunden. Und diese Tatsache könnte aus seinem Nachteil ganz schnell einen Vorteil machen. Zwei Gegner waren auf dem ersten Blick natürlich ziemlich ungünstig. Aber zwei Gegner bedeuten auch zwei potentielle Ziele. Yao konnte nicht sie beide beschützen und der Drache konnte nicht viel anrichten ohne auch Yao zu gefährden, außer dieser war immun gegen die Flammen, was Arthur jedoch für unwahrscheinlich hielt.

Also die Idee war ziemlich simpel. Yao würde davon ausgehen das Arthur ihn angriff und nicht den Drachen, es würde schnell gehen und hoffentlich funktionieren, den mit diesem Schritt setzte Arthur alles auf eine Karte.
Der Engländer nahm seine ganze Kraft zusammen, griff plötzlich nach dem Schwert und rammte es mit allem was er hatte in den Drachen.
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Sa Feb 22, 2014 7:49 pm

Einen Moment war Stille und die Zeit verging wie in Zeitlupe. Wer auch immer den nächsten Schritt machte hätte gewonnen. Yao war angespannt, irgendwie wusste er, dass er es nicht sein würde.
Er sah noch ein leichtes Aufblitzen ehe er einen tiefen Schmerz spürte. Irritiert stellte er dann jedoch fest, dass Arthur gar nicht ihn, sondern den Drachen angegriffen hatte.
Darauf war er gar nicht gekommen. Das Tier verschwand und Yao selber sackte auf die Knie.

Schmerzverzerrt hielt er sich den Oberkörper. Doch eigentlich fühlte sich sein ganzer Körper taub an. Selbst der Schmerz im Arm war verschwunden. Schweigend sah er zu Boden. Sein Blick war leer. Er konnte sich kaum noch bewegen. Er hatte verloren.
Schwach krallte er seine Finger in das verkohlte Gras und einzelne Tränen rannen ihm über die Wange.

Was würde jetzt passieren? Was sollte er tun..?
Langsam wandte er seinen Blick wieder zu Arthur hoch und sah diesen leicht traurig an. "Arthur...", seine Stimme klang schwach. Langsam versuchte er sich wieder aufzurichten, hielt sich dann jedoch unsicher an dem anderen fest. "Arthur... Du... musst mir... einen Gefallen tun...", wie komisch das jetzt klingen musste. Aber er hatte keine andere Wahl.

Man hatte ihn gezwungen zu kämpfen, ihm angedroht, sie würden vielleicht Hong Kong etwas antun, würde er sich weigern. Aber... Was würden sie erst tun, wenn sie sehen, dass er verloren hatte? Yao wollte es gar nicht wissen. Er hatte einen Weg zu finden, wie er Hong Kong beschützen konnte. Und der einzige Weg den er gefunden hatte, war der nach England.

"Du musst... Hong Kong mitnehmen... Bitte... Kümmere dich um ihn... Beschütze ihn... Der Rest ist mir egal...", schwach zog er sich wieder auf beide Beine und sah Arthur noch mal ernst an. "Wenn du in mein Haus gehst... Die Treppe hoch, das letzte Zimmer am Ende das Ganges... Da findest du ihn... Bitte..."
Etwas zittrig torkelte er einen Schritt zurück und sackte kurz darauf auch wieder zusammen.

Schwer atmend lag er im Gras und sah in den Himmel hinauf. Sein Blick fiel auf die dunklen Wolken, die im nächsten Moment aufbrachen und ein starker Regen auf die Erde prasselte.
Das Wasser vermischt mit Dreck und Blut wischten die letzten Spuren das Kampfes hinfort und in Yaos Herzen blieb ein einsamer Fleck übrig, unfähig zu fühlen. Denn er wusste nicht, was er fühlen sollte.

War er traurig? Weil er den Kampf verloren hatte? Nein... Eher enttäuscht... unzufrieden mit sich selbst und er spürte einen tiefen Hass, gegenüber seiner eigenen Schwäche. Nicht wegen des verlorenen Krieges, sondern wegen des verlorenen Kindes, das er wohl nie zurück bekommen würde. Arthur würde sich bestimmt gut um ihn kümmern, das bezweifelte er nicht. Aber allein bei dem Gedanken daran, das Kind gehen lassen zu müssen, zog sich sein Herz zusammen.

Yao kniff die Augen zusammen, aber er konnte die Tränen nicht unterdrücken, die vom Regen weggespült worden. Sein Anblick musste erbärmlich sein. Wie er, ohne sich richtig rühren zu können auf dem Boden lag, die Hand in die letztens Fetzen des Stoffes seines Oberteils gekrallt und in Tränen ausgebrochen war.
Es war kein tonloses Weinen. Nein... Er weinte und schrie sich die Seele aus dem Leib. Er weinte um den Verlust, den er erlitten hatte.
Ein Verlust, den er nicht akzeptieren konnte oder wollte. Aber ein Verlust den er hinnehmen musste und nicht mehr ändern konnte.
Er hatte das Gefühl, als würde er an seinen eigenen Tränen ersticken, mehr noch, als am strömendem Regen, der diese davon wusch.

Schlug sein Herz überhaupt noch? Es fühlte sich eher an, als wäre es schon zerbrochen und würde elendig verbluten. Als wäre er schon Tod und alles, was ihn im Diesseits hielt, war die Tatsache, dass es etwas gab, dass er nicht zurück lassen konnte.
In ihm schnürte sich alles zu und er hatte nich mal mehr genug Kraft um Tränen zu vergießen. Sein Körper war komplett taub. Er konnte sich nicht bewegen und seine Augen konnte er nur noch flackernd offen halten.
War das... eine Strafe? Für die Fehler die er in seinem Leben begangen hatte? Er wusste es nicht. Er konnte nicht mehr denken...
Langsam fielen seine Augen zu und sein Kopf sackte zur Seite. Und auch, wenn er noch schwach atmete... Tief in ihm drin war etwas gestorben und ob das irgendwann wieder zu neuem Leben erwachen würde, war ungewiss.
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BeitragThema: Re: Gefährlicher Handel~ [Erster Opiumkrieg ,China 1839-1842]   Mo Feb 24, 2014 11:58 pm

Durch seine Ruckartige Bewegung knallte Arthur zunächst unsanft mit dem Kopf auf die Erde. Als er sich einen Fluch unterdrückend wider aufsetzte, bemerkte er, dass der Drache verschwunden war. Das irritierte ihn zunächst. Es war so leicht gewesen, das Schwert in das Fabelwesen zu rammen. Der Engländer hatte irgendwie mehr wiederstand erwartet, wie etwa wenn man in die ledrige Schuppenhaut eines Krokodils stach, viel mehr aber schien der Drache unter der bloßen Berührung des Schwertes verpufft zu sein.
Allerdings war er wohl, ebenso wie Yao einfach am Ende gewesen. Wie stark mochten die beiden wohl sein, kämpfen sie bei vollen Kräften. Aber Yao hätte den Drachen auch am Anfang rufen können, oder? Wollte er einen fairen Kampf oder musste er erst angeschlagen sein, bevor er zu so etwas fähig war? Am liebsten würde Arthur dem Chinesen auf der Stelle hundert Sachen zu dem Drachen fragen, aber im Moment waren sie ja noch am Kämpfen.

Wo war Yao überhaupt? Suchend blickte Arthur, der bis dahin nur mit großen Augen auf die Stelle geschaut hatte wo der Drache bis vor einigen Moment noch gewesen ist, sich um. Dann bemerkte er, wie der Asiate mit schmerzverzerrtem Gesicht neben ihm auf die Knie sank.
Und ein Stich fuhr dem Briten durchs Herz. Gegen jemanden wie Yao hatte er zuvor noch nicht gekämpft, er war mit so viel Leidenschaft dabei, wie es noch bei keinem seiner Gegner gewesen ist. Aber genauso intensiv schien jetzt die Niederlage auf dem Gemüt des Chinesen zu lasten.

Zuerst hatte Arthur gedacht, dass Yao nur körperliche Schmerzen hatte. Aber als er dessen Blick gesehen hat traf es den Briten härter als so manchen Schlag, den er heute abbekommen hatte.
Eigentlich hatte er sich doch freuen müssen. Immerhin hatte er gewonnen. Aber der Blick auf Yao gab ihm eher das Gefühl verloren zu haben. Sonst, vor allem wenn sein Gegner der nerv tötende Franzose gewesen ist, hüpfte Arthur fast vor Freude und lachte sich kaputt. Aber nun hatte er eher das Gefühl sich entschuldigen zu wollen.

Als Yao stumm zu weinen begann und sich ins Graß krallte machte Arthur unbeholfen einen Schritt auf den Asiaten zu, verharrte aber in seiner Bewegung. Das hier war falsch, das hier war alles so was von falsch. Er schüttelte den Kopf und atmete gedehnt aus. Er hatte gewonnen. Für England, für die Königin. Das war doch gut.

Dann tat Yao etwas unerwartetes indem er das Wort an den Briten richtete. "Arthur... Du... musst mir... einen Gefallen tun.“, ungläubig starrte er seinen Gegenüber an. Was?
Und dann sprach der Asiate seine unglaubliche Bitte aus. Stumm hörte Arthur zu. Und mit einem Mal schien sich alles um ich herum zu drehen. Das war eine Bitte, die er ebenso wenig ablehnen, wie er sie erfüllen konnte.
Ungläubig starrte er den Chinesen an. „Yao…ich…“, mehr brachte er nicht raus.

Kurz darauf öffnete sich der Himmel und ein Regen spüle alles Weg außer der Verzweiflung, die wie eine schwere Wolke über ihnen in der Luft hängen blieb.
Plötzlich begann Yao zu weinen und zu schreien, dass Arthur erstmal erschrocken zusammen zuckte.
Zunächst wandte er den Blick ab. Aber das war es, war Arthur noch gebraucht hatte, der letzte Anstoß sich selber zu überzeugen, Yaos Bitte nach zu kommen.

Im Stillen bewunderte er Yao dafür. Dafür das er bereit war Hong Kong z dessen Schutz gehen zu lassen, nein. Nicht gehen zu lassen , sondern regelrecht fort zu schicken. Denn er wusste nicht ob er, bei Alfred, auch zu so einer Tat bereit gewesen wäre.

Schnell verwarf Arthur den Gedanken und sah mit entschlossenen Augen zu Yao.
„In Ordnung. Ich mache es.“, unterstützend nickte er. „Aber ich lasse dich hier nicht einfach liegen.“
Mit diesen Worten stand Arthur langsam auf und zog sein Oberteil aus. Es war zwar auch nicht mehr im besten Zustand, aber immer noch besser als Yaos Fetzen. Er zog dem Asiaten das Kleidungsstück über und nahm ihn Huckeback. Er war überraschend leicht.
„Gut dann gehen wir jetzt zu Hong Kong. Wie heißt er überhaupt?“, mit diesen Worten lief Arthur los und ließ den Walde hinter ihnen, an denen nur einige verbrannte Stellen und umgeknickte Bambusstäbe auf einen Kampf schließen ließen, ohne sich noch einmal umzudrehen.
Irgendwann erreichten sie das Haus, des Chinesen. „Da wären wir.“, sagte Arthur aber seine Stimme klang etwas weit weg.
Nervös wartete er ab, was nun passieren würde. Das alles ein Trick von Yao war, glaubte Arthur nicht. Er meinte das ernst. Aber wenn er nun einen Rückzieher machen würde, würde Arthur das auch verstehen.
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