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 They're all out without you having fun [zur Union Norwegen-Schweden 1319 / in Dänemark]

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Matthias Køhler
Northern King
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BeitragThema: They're all out without you having fun [zur Union Norwegen-Schweden 1319 / in Dänemark]   So Jan 20, 2013 11:08 pm

[Einstiegspost]

[Norge && Danmark]


Du warst mal so stark…, ging es Matthias durch den Kopf und er fühlte sich im Moment ein wenig schwach. Auch wenn er das natürlich nie offen zugeben würde. Sein Gesicht wurde immer noch von einem Lächeln geziert. Doch einzig und allein die Erinnerung ließ ihn aufrecht in die Zukunft schauen. Im Moment lief es nämlich nicht so gut. Die Gebiete an der Ostsee, die er letztes Jahrhundert ganz allein und ruhmreich erobert hatte, wurden nun von den Deutschen belagert. Ja, sie machten sich einfach auf seinem Gebiet breit, nur weil sie einen Krieg gegen ihn gewonnen hatten. Und Danmark konnte gegen diese Landplage auch nicht viel tun.

Also richtete er seinen Blick nach Norden, zu seinen alten Wikingerfreunden. Es war etwas Seltsames passiert. Denn seit die Wikingerzeit vorbei war und sie nicht mehr ständig miteinander auf Beutezug gingen, hatten seine alten Kumpels das Interesse an ihm verloren. Sie hatten jemand anderes gefunden, Berwald einen Jungen namens Tino und Lukas so ein kleines nerviges Kind namens Emil. Und Matthias? Er hatte keine Person gefunden. Nur Gold und Eroberungen. Es schien ihm wichtiger als alles zu sein und zunächst lenkte es auch von seinen alten Freunden ab. Doch nun, als es nicht mehr richtig funktionierte, er dauernd verlor und nur noch Ärger mit den Deutschen hatte (und davon war dieser teutonische Orden am schlimmsten) fühlte er sich nicht mehr so gut. Gerne würde er so tun, als wäre alles wieder wie früher. Zu den anderen nordischen Staaten gehen. Einfach mit ihnen reden.

Doch wir schrieben nun mal das Jahr 1319 – und leider war es das Unglücksjahr für Matthias. Denn so erhielt er heute die Zeitung von seinem Regenten, die er sonst eigentlich selten las, zum fünften Mal, damit er endlich einen Blick reinwarf. Und nun erfuhr er, bevor er mit seinen alten Freunden reden konnte, auch zu allem Übel noch, dass Schweden mit Norwegen eine Union gegründet hatte. Seine beiden alten Freunde gründeten also einfach eine Union mit ihren kleinen Anhängseln und schlossen ihn aus.
„Papa, Mama, Kindermädchen und Kind… was soll diese Scheiße, ich könnte dir eine reinhauen, Sve“, sagte Danmark und es war ihm egal, dass es niemand hörte – das musste jetzt einfach mal gesagt werden. Es gefiel ihm auch gar nicht, dass Schweden Norwegen jetzt quasi ‚heiratete‘, falls man das so bezeichnen könnte. Denn bereits gegen Ende der Wikingerzeit hatte er angefangen sich für Norge zu interessieren – natürlich noch ganz oberflächlich. Aber er dachte, wenn er nur genug Gebiete und Geld anhäufte, dann würde Norge sehen, dass er stärker war und cool und… doch Norge zeigte keine Reaktion, es war ihm schlichtweg egal, anscheinend. Oder er wartete … zu lange. Denn Danmark konnte den Ruhm nicht halten und stürzte in einen Abgrund.

Etwas traurig (was für einen Dänen sehr selten ist) lief er nach draußen und lief an der Küste entlang. Blickte aufs Meer hinaus und dachte weiter über die Angelegenheit nach.
„Und genau jetzt wo es mir so schlecht geht, geht er eine Union mit Schweden ein… das ist alles so unfair“, redete Danmark einfach drauf los und genehmigte sich ein Bier, das er mitgenommen hatte. Was er nicht wusste, war, dass Norwegen zu dieser Union gezwungen wurde – und auch nicht, dass er ihm in diesem Moment zuhören konnte.
So lief er weiter den Strand entlang. Spürte den Wind in seinem Haar und nahm einen weiteren Schluck von seinem Bier. Eigentlich war er fast zu jung um davon viel zu trinken, als Mensch hätte er vielleicht 15 Winter gezählt, aber das war ihm egal.

Er kam an einem kleinen verlassenen Strandhaus vorbei, achtete aber nicht näher darauf und sah so auch nicht, dass sich dort jemand versteckte. Er drehte sich zum Meer und blieb stehen, um die Wellen zu betrachten. Irgendwo Richtung Norden, dort waren jetzt seine alten Freunde, und sie waren glücklich ohne ihn. Er hätte sich denken müssen, dass sich alles ändern würde, wenn er sie für Eroberungen in Europa so lange links liegen lassen würde. Doch so schlau ist man immer erst hinterher. Vor allem Norge fehlte ihm sehr.

Matthias trank sein Bier aus und warf die Flasche in die Wellen. Vielleicht hätte er eine Flaschenpost schreiben sollen. Doch die würde ja doch nie ankommen. Und so drehte er sich um, um den Heimweg anzutreten – und blickte plötzlich in zwei bekannte tiefblaue Augen…
„Norge!“, rief er überrascht aus, „Was machst du denn hier?“
Damit hätte er wirklich nicht gerechnet. Norwegen musste ja schon hinter ihm gestanden haben, und dabei wusste er nicht mal, warum er hier her gekommen war. Wo er doch gerade vor kurzem eine Union mit Schweden eingegangen war. Er freute sich natürlich unheimlich, dass er hier war, aber verstehen konnte er es natürlich nicht.
„Ich dachte, du bist jetzt in einer Union mit Schweden und superglücklich“, fügte Dänemark sehr gelassen klingend hinzu und grinste schief. Doch er war nicht gelassen. Und er war keineswegs gut gelaunt.
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Lukas Bondevik
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BeitragThema: Re: They're all out without you having fun [zur Union Norwegen-Schweden 1319 / in Dänemark]   Mo Jan 21, 2013 9:14 pm

Es war schon eine ganze Weile her das Lukas den Dänen gesehen hatte und obwohl er mehr oder weniger wegen ihm, was er natürlich nicht zugeben würde, hergekommen war traf ihn sein Anblick doch irgendwie unerwartet. Instinktiv sprang er deshalb also hinter ein kleines Strandhaus zurück um nicht entdeckt zu werden, als Matthias den Kopf einmal gefährlich nah in seine Richtung drehte.
Mit schnell schlagendem Herzen lehnte er sich gegen das teilweise schon morsche Holz und ärgerte sich prompt über sein Verhalten. Was sollte das? Er tat doch nichts Verbotenes…Naja zumindest nicht direkt. Berwald wusste nichts von seinem kleinen Ausflug und Lukas war froh wenn das auch so bleiben würde. Seufzend blickte er in den Himmel. Die Union mit ihm war er ja gar nicht freiwillig eingegangen und das nervte ihn unglaublich, was natürlich keiner merkte schließlich sah er sowie so immer irgendwie genervt aus, trotzdem wäre er gerne unabhängig gewesen. Die Union brachte ihm zwar nicht nur Nachteile aber es gab schon ein paar Gründe warum er nicht glücklich mit ihr war. Und einer dieser Gründe spazierte gerade da unten am Strand entlang.

Kurz schweiften die Gedanken des Norwegers in die Vergangenheit hab und er sah sie drei sorglos als Wikinger durch den Schnee stapfen, drei Freunde, runter in Richtung Hafen, auf das Schiff zu….
Aber irgendwann hatten sie sich aus den Augen verloren, Lukas wusste das er nicht ganz unschuldig daran war, er war sich durchaus bewusst das er manchmal etwas abweisend sein konnte trotzdem stimmte ihn das irgendwie traurig. Irgendwann war dann also in diese Union geraten und nun? Berwald wollte nicht unbedingt das er viel mit Matthias zu tun hatte das wusste Lukas. Er hatte es zwar nie direkt gesagt und ihm verboten sich mit Matthias zu treffen aber Lukas konnte Berwald normales Gesicht durchaus von dem unterscheiden was er zog wenn er wirklich sauer war.

Dann hörte der Nordeuropäer wie Matthias etwas sagte. Hatte er ihn entdeckt? Vorsichtig lugte er hinter dem Haus hervor. Nein hatte er nicht. Aber Lukas sah auch niemand anderen. Aha. Also führte Matthias Selbstgespräche oder dachte zumindest laut.
Lukas wollte ihn nicht belauschen, trat deswegen ganz hinter dem Haus hervor und ging zum Strand runter. Einen kurzen Moment ließ er sich von dem Anblick der Natur fesseln. Es dämmerte bereits, die Sonnenstrahlen glitzerten in Wellen des Meeres und der Himmel nahm eine orange-rosane Farbe an.
Er riss sich von dem Naturschauspiel los und ließ seinen Blick zurück zu Matthias wandern. Irgendwie wirkte er anders als sonst, so…geknickt und weniger energiegeladen. Was er vorhin gehört hat bestätigte Lukas Vermutung nur „Und genau jetzt wo es mir so schlecht geht, geht er eine Union mit Schweden ein… das ist alles so unfair. “, hatte Matthias gesagt und von seinem Bier getrunken, War nicht noch etwas jung dafür? fragte sich Lukas jetzt. Aber das war gerade nicht wichtig. Schweigend ging er weiter in die Richtung des Dänen und stand schon fast hinter ihm. Mit skeptischem Blick verfolgte er wie der Däne die Flasche ins Meer warf. Gerade als Lukas sich wunderte warum Matthias ihn nicht hörte und er zu überlegen begann was er sagen, oder wie er zumindest auf sich aufmerksam machen sollte, blieb Matthias plötzlich stehen, drehte sich um und blickte ihm direkt in die Augen. Für einen kurzen Moment hielt Lukas den Atmen an, die Welt stand still…

„Norge! Was machst du denn hier?“, fragte er zu laut. Lukas öffnete dem Mund um etwas zu erwidern da redete Matthias auch schon weiter, wahrscheinlich hätte Lukas eh kein Wort herausbekommen.
„Ich dachte, du bist jetzt in einer Union mit Schweden und superglücklich“, bemerkte Matthias mit einem Grinsen. Der Norweger wusste nicht was er darauf erwidern sollte. Am liebsten hätte er nicht weniger laut als Matthias Nein gesagt, aber konnte nicht. Nachdem er den Dänen einen Moment prüfend angesehen hatte sagte er schlicht: „Hallo.“

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Matthias Køhler
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BeitragThema: Re: They're all out without you having fun [zur Union Norwegen-Schweden 1319 / in Dänemark]   Mo Jan 21, 2013 11:07 pm

Und so standen sie sich nun gegenüber. Gemeinsam am Strand, während die Sonne langsam unterging. Matthias blickte Lukas an und konnte immer noch nicht glauben, dass er wirklich hier war. Aber er stand direkt vor ihm und das konnte einfach kein Traum sein. Oder müsste er ihn erst berühren, um wirklich sicher zu gehen, dass er nicht träumte? Denn Norge antwortete zuerst nicht auf seine Frage. Und dabei war es nicht die einzige Frage, die dem Dänen in diesem Moment so durch den Kopf spukte. Er hätte ihn gern noch viel mehr gefragt und er wusste überhaupt gar nicht, wo er eigentlich anfangen sollte, so lange hatten sie sich nicht gesehen.

Und nun sahen sie sich ausgerechnet jetzt wieder, wo er doch diese Union mit Schweden gegründet hatte… Natürlich war es besser, als ihn gar nicht wieder zu sehen, aber Danmark wusste auch nicht, was er nun machen sollte. Reden sollte. Er wusste nicht, wie Norge nun zu ihm stand, es war so viel Zeit vergangen und Matthias fürchtete so, dass er ihm egal wäre, wo er doch jetzt Schweden hatte, ihm nun viel näher stand als vorher – aber warum war er dann hier? Bei ihm? Und warum antwortete er nicht auf seine Frage?

Das einzige was er sagte, war ‚Hallo‘ und Matthias war fast schon beleidigt darüber. Jedenfalls war er ziemlich enttäuscht. Schien sich ja nicht sonderlich zu freuen, ihn zu sehen. Nicht so wie er. Je länger Danmark Norge in die Augen blickte, war er langsam, trotz der Union-sache, die ihn ganz schön verstimmt hatte, plötzlich so nervös, aufgeregt und glücklich, dass er glaubte, dass man ihm das sicherlich ansehen würde.

„Du hast mir immer noch nicht verraten, was du hier machst“, sagte er nach einem kurzen Moment und langsam wurde aus seinem falschen Lächeln ein sehr echtes. Ein, zwei Schritte ging er auf Norge zu und fuhr sich leicht durchs Haar. Am liebsten hätte er ihn nun geknuddelt und nie wieder losgelassen, aber er wusste auch nicht, ob er das einfach so machen könnte. Phantastische Gedanken flogen durch seinen Kopf. In denen er Norge einfach an der Hand nahm, mit zu sich nach Hause und Schweden einen Brief schrieb, dass Norge jetzt eine Union mit ihm hatte und sich hier viel wohler fühlte. Aber das würde nicht gehen. Schon allein weil Norge sicher nicht wollen würde. Vielleicht hätte er früher auf die Idee kommen sollen, ihn mal vorher zu fragen, ob er nicht eine Union mit ihm wollte, aber Matthias hatte die Sache ganz schön schleifen lassen, weil er auch gedacht hatte, er dürfte ihm nicht so sehr auf den Keks gehen. Und so hatten sie sich nicht mehr so oft gesehen und er hatte ihm nur noch manchmal geschrieben. Danmark hatte halt auch keine Ahnung gehabt, dass man um jemanden näher zu stehen so etwas formelles wie eine Union bräuchte, aber anscheinend war das jetzt wichtiger und stand quasi über allem. Schweden hatte es schlauer gemacht und sich ihn gekrallt. Es war wohl zu spät…

Er blickte ihm in die Augen und lächelte trotzdem tapfer. Auch wenn er nicht zu ihm gehörte und es wohl auch nicht sein sollte.
„Ich bin froh, dich zu sehen“, sagte er schließlich ehrlich und sah ihn weiterhin an. Das Gefühl, dass er schon damals ein wenig gespürt hatte und bei dem er noch nicht richtig einordnen konnte, ob sich so vielleicht Verliebt-sein anfühlen musste, wurde plötzlich wieder sehr lebendig – beziehungsweise die Schmetterlinge in seinem Bauch oder wie man es wohl umschrieb. Das Gefühl beflügelte ihn manchmal und bewegte ihn einfach so zu Dingen, bevor er auch genauer darüber nachdenken konnte. Und so auch diesmal, als er noch ein, zwei weitere Schritte auf Norge zuging, ihn einfach in seine Arme zog und ihn fest an sich drückte…
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Lukas Bondevik
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BeitragThema: Re: They're all out without you having fun [zur Union Norwegen-Schweden 1319 / in Dänemark]   Di Jan 22, 2013 12:57 am

Und dann passierte es wieder. Plötzlich war Lukas wieder total verunsichert. Hatte er einen Fehler gemacht? Hätte er vielleicht doch nicht kommen sollen? Die Gedanken jagten nur so durch seinen Kopf. Nein. Es war richtig gewesen. Schließlich hatte er sich alles genau überlegt und sich bei der ersten sich bietenden Geneigtheit auf den Weg gemacht. Das brachte ihn in seinen Gedankengängen jedoch wieder zu seiner Ausgangsfrage zurück, die ihn schon den ganzen Weg hierher beschäftigt hatte.
Warum?

Er blickte Matthias an und stellte fest, dass er noch nicht mal gefragt hatte wie ihm geht oder so was in der Art halt. Und schon wieder ärgerte er sich über sich selbst, da hatten sie sich so lange nicht gesehen und er bekam nicht mehr raus als so ein dummes nullachtfünfzehn ‚Hallo‘.

Daraus resultierte natürlich das Lukas wieder ein genervtes Gesicht zog. Als er sich Gedanken machte wie er seiner knapp ausgefallenden Begrüßung noch etwas hinzufügen konnte beobachtete er wie sich die Mine des Dänen immer irgendwie veränderte die ganze Zeit, auch wenn es so aussah als wollte er es nicht zeigen, immer wechselte es, hinter einem Lächeln versteckt . So das Lukas ihm keine wirkliche Emotion zuordnen konnte.

Dann nahm Matthias die Aufgabe, das Gespräch weiter zuführen ab in dem er seine Frage wiederholte was Lukas hier mache.
Das frage ich mich auch gerade, hätte Lukas am liebsten geantwortet oder wenn er noch etwas ehrlicher gewesen wäre ich wollte dich sehen.
Aber alleine der Gedanke so etwas in die Richtung auszusprechen lähmte ihn fast und fror diesen distanzierten Ausdruck auf seinem Gesicht fest.

Trotzdem wuschelte sich sein gegenüber mit der Hand durch die Sturmfrisur und kam auf ihn zu.
„Ich bin froh, dich zu sehen“, und ehe Lukas antworten konnte Ich auch und eher er wusste wie ihm geschah fand er sich auch schon in den Armen von Matthias wieder. Seine Hände waren kalt aber in seinen Armen war es so warm...
Für einen kurzen Moment fühlte er sich geborgen, als ob alles andere egal war. Das sie sich so lange nicht gesehen hatten, das er die Union mit Schweden hatte…
Aber das überrumpelte ihn total. Wie sollte er damit umgehen? In einem Sekundenbruchteil stieg so etwas wie Panik in ihm auf. Was hatte er sich nur dabei gedacht? Er konnte ja auch nicht bei ihm bleiben oder? Und wollte er das überhaupt?
Also tat er, schon fast instinktiv, dass was er immer tat und schob Matthias weg von sich. Etwas grober vielleicht als beabsichtigt. Er wollte ihn damit nicht verletzen aber was sollte er tun?
„Was ich hier mache?“, setzte er schließlich an, zögerte aber weiter zusprechen, „Wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen.“
Er ließ sein Blick von Matthias zu dem Sonnenuntergang schweifen, „Und ich finde es auch schön dich zu sehen…“, fügte er, etwas leiser, hinzu.

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Matthias Køhler
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BeitragThema: Re: They're all out without you having fun [zur Union Norwegen-Schweden 1319 / in Dänemark]   Di Jan 22, 2013 4:02 pm

Norge in seinem Arm halten und seine Nähe zu spüren machte Matthias einerseits immer noch so ein wenig nervös, andererseits aber auch sehr glücklich. Erst jetzt merkte er, wie sehr er ihn all die Jahre vermisst hatte, wo sie sich nicht gesehen hatten. Und wie froh er war, ihn jetzt wieder zu sehen. Vorsichtig streichelte er über seinen Rücken. Er hätte ihn am liebsten nie wieder losgelassen.

Doch dann schob Lukas ihn weg. Und das sogar ziemlich fest für seine Verhältnisse. Norge sah immer so zerbrechlich und zart aus, aber manchmal glaubte Matthias, dass er sogar fast so stark sein könnte, als er. Jedenfalls war er darauf gerade auch nicht gefasst gewesen und war einen Schritt zurückgestolpert. Er brauchte erst mal einen Moment, um die Situation zu realisieren. Früher hatte er seine (damals zugegeben flachen) Annäherungsversuche auch immer irgendwie zurückgewiesen, aber das da war schon ziemlich heftig grade, wo er ihn doch auch nur umarmt hatte…

…doch Matthias brauchte nicht lange, um den Grund dafür herauszufinden – natürlich, die Union mit Schweden, was sollte es auch anders sein? Etwas geknickt blickte er aufs Meer hinaus. Es war wohl eine Sache, die man nicht weiter verdrängen konnte und die nun unweigerlich zwischen ihnen stand. Und ihre Beziehung zueinander hatte es wohl auch verändert. Er würde nie wieder so locker mit ihm umgehen können. Zusammen Hand in Hand durch den Wald streifen, gemeinsam auf einem Pferd reiten, sich zum Training bekämpfen und sich danach wieder in den Armen zu liegen… Die Zeiten waren vorbei und es könnte nie wieder so sein. Von nun an war ihre Freundschaft wohl einfach nur noch unterkühlt. So kühl wie Norge selbst. Und so kühl wie Danmark nun auch fürchtete zu werden, sollte sein Herz einfrieren…

Recht demotiviert ließ er sich in den Sand sinken und lauschte Lukas‘ Worten. Er sagte ihm, dass sie sich schon lange nicht mehr gesehen hätten. Klang so, als wollte er ihn wiedersehen… aber war das der einzige Grund? Vielleicht war er auch nur gekommen, um ihm all das zu sagen, was Matthias fürchtete. Und dass er ihn vielleicht zum letzten Mal hier sehen würde. Ohne zu lächeln blickte er aufs Meer hinaus. Er sah nicht direkt traurig aus, vielleicht nur ein wenig müde.
Und Norges Aussage, dass er es schön fand ihn zu sehen, nahm Danmark in diesem Moment auch gerade nicht sonderlich begeistert auf. So genervt wie er geguckt hatte und wie er ihn weggeschubst hatte… Höflichkeit, reine Höflichkeit, dachte er und warf einen Stein, der dort rumlag ins Meer.

Doch nun könnte er es weiterhin falsch machen und versuchen, Norge zu vergessen – was er nie könnte… oder versuchen, es richtiger zu machen. Auch wenn er nicht wusste, wie er gegen diese blöde Union ankämpfen sollte, immerhin konnte er in seinem Zustand nicht gerade Sverige wegbattlen, so konnte er doch jetzt nicht alles hinschmeißen – denn die plötzliche Angst, Lukas heute vielleicht das letzte Mal allein bei sich zu haben war schlimmer als alles andere. Er musste wissen, wie es sich mit dieser Union verhielt. Und ob sie wirklich so schlimm war, wie er fürchtete. Eigentlich wollte er es ja nicht wissen, falls es seine Vermutungen bestätigte. Aber er musste einfach. Irgendwo redete er sich wohl immer noch ein, dass es vielleicht gar nicht so schlimm war. Doch diese Sache machte ihn verrückt.
„Das freut mich“, sagte er schließlich und zwang sich zu einem Lächeln, „setz dich doch“, fügte er schließlich hinzu und deutete neben sich.

„Ich muss dich etwas fragen“, redete er schließlich weiter und blickte Norge an.
„Wie geht es dir? Bist du glücklich?“, fragte er ihn nun direkt und lächelte. Aber vielleicht könnte man sehen, dass es ein trauriges Lächeln war. Seine Augen glitzerten bereits verdächtig. Am liebsten hätte er geheult, weil er so Angst hatte, ihn zu verlieren. Und am liebsten hätte er Schweden eine reingehauen, dafür, dass er ihm Norwegen weggenommen hatte. Aber wenn er ehrlich war – eigentlich konnte Schweden ihm ja nichts wegnehmen, was Danmark nicht mal gehörte…
„Und, wie fühlt es sich an, verheiratet zu sein?“, fragte er weiter und biss sich auf die Lippe. Eigentlich wollte er keine Details wissen. Aber irgendwie wollte er trotzdem mehr über diese seltsame Union erfahren, wo er doch unfairerweise selbst keine hatte. Und nun ganz allein war.
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Lukas Bondevik
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BeitragThema: Re: They're all out without you having fun [zur Union Norwegen-Schweden 1319 / in Dänemark]   Di Jan 22, 2013 9:10 pm

Schon in der Bewegung Matthias wegzuschieben, hatte Lukas sie insgeheim bereut, auch wenn es gar nicht so geplant war. Aber er war so überrumpelt gewesen, nicht zuletzt weil er sich doch wohl dabei gefühlt hat auch wenn es nur so kurz gewesen war. Noch immer glaubte er Matthias Wärme spüren zu können und noch immer brachte ihn das er aus dem Konzept. Lukas schaute zu Matthias. Hoffentlich merkt er nicht wie sehr mein Herz klopft, dachte er mit einem Anflug Nervosität.

Und weil es einfacher war als sich weiter mit den hunderten von Fragen zu beschäftigen, die ihm im Kopf herumspuckten, konzentrierte er sich wieder auf Matthias. Der Däne wirkte sehr ruhig fast schon traurig. Er war überhaupt nicht so wie Lukas ihn kannte und in Erinnerung hatte. Irgendwie fand Lukas das schade, denn auch wenn er Matthias laute Art manchmal nervig fand, mochte er sie in Wahrheit auch ein wenig, wahrscheinlich mehr als er zugeben würde, denn er selbst war sehr still und so übernahm Matthias einfach oft das Reden, wofür Lukas ihm insgeheim sogar dankbar war. Das machte es leicht mit ihm zusammen zu sein und er fand sie ergänzten sich gut.

Aber auch das gehörte zu den Dingen die ihm erst auffielen als er Matthias nicht mehr dauernd um sich hatte. Es gab viele Tage an denen er und Berwald, der ja auch unglaublich schweigsam war, sich einfach nur anschwiegen, natürlich Lukas mochte es normalerweise wenn es etwas ruhiger um ihn herum war aber manchmal hasste er diese Ruhe, die dann so erdrückend war, so sehr das er am liebsten einfach geschrien hätte. Wer hätte gedacht das er den Krach den Matthias manchmal veranstaltete je vermissen würde?
Jetzt gerade allerdings wirkte Matthias so als ob er mit den Gedanken weit weg wäre und erneut fragte sich der Norweger ob es so eine gute Idee gewesen war herzukommen.

Außerdem hatte er Matthias mehr oder weniger überrumpelt, er hätte sich auch vorher einem Brief ankündigen können, schließlich hatte er ja sorgsam geplant zu ihm zu gehen und es nicht spontan heute Morgen nach dem Frühstück entschieden. Aber vielleicht hatte er Angst gehabt das Matthias ihn nicht sehen wollte? Er wusste es nicht, zumindest nicht sicher. Manchmal sagten ihm die Leute er wäre so undurchschaubar für sie, was viele nicht wussten, das er sich manchmal selbst ein Rätsel war.

Der Norweger beobachtete weiterhin schweigend wie sich Matthias in den Sand setzte, nach einem Moment der Lukas wie eine Ewigkeit vorkam forderte er ihn auf sich dazu zu setzten und das tat nach kurzem Zögern dann auch.
War er nicht deswegen her gekommen? Um sich neben ihn zu setzen und zuzuhören wie er redete und redete? Aber Matthias redete und redete nicht. Er hatte nur ungefär drei Sätze gesagt und das hat den Großteil ihrer Unterhaltung ausgemacht. Außerdem es fühlte es sich irgendwie so komisch an, als ob sich eine unsichtbare Mauer zwischen ihnen aufgetan hatte. Warum? Daran, dass die Union mit Schweden ein Grund dafür sein könnte, dachte er nicht mal im Traum. Für ihn war das nicht weiter als ein dummes Stück Papier. Schließlich wollte er das auch gar nicht.

„Ich muss dich was fragen“, riss Matthias ihn aus seinen Gedanken. Lukas drehte den Kopf ihm.
Langsam als wollte er das Gespräch hinauszögern. Matthias hörte sich so ernst an. Was kam jetzt? Sagte er ihm, dass er wieder gehen sollte? Aber dann hätte er ihn doch sicher nicht umarmt oder? Obwohl das letzte Mal als er ihn umarmt hatte war es doch auch zum Abschied gewesen.
„Wie geht es dir? Bist du glücklich?“, fuhr Matthias fort. Damit hatte er nicht gerechnet und es kostete ihn Mühe nicht erleichtert auszuatmen.
Doch bevor er darauf etwas sagen konnte fügte Matthias noch etwas hinzu was seine Erleichterung platzen ließ wie eine Seifenblase.
„Und, wie fühlt es sich an, verheiratet zu sein?“, fragte er ihn.

Lukas schwieg einen Moment und lies seinen Blick zurück auf das Meer wandern.
Wie meinte er das? Ironisch oder tot ernst? Sie hatten nie wirklich über die Union gesprochen.
„Ich würde das zunächst nicht als verheiratet bezeichnen“, sagte er etwas kühl und das stimmte auch. Niemals würde ich das als verheiraten bezeichnen!
Dann zog er die Knie an schlang die Arme darum und antwortete, die Augen immer noch staar auf die Wellen gerichtet: „Ich habe mir das nicht ausgesucht.“ Irgendwie klang seine Stimme dünner und fast flüsterte.

„Ich…wollte das nicht…“, seine Stimme ging fast im Rauschen der Wellen unter. Also was glaubst du wie es mir dabei geht? Das und so viel mehr hätte er gerne noch gesagt, stattessen schaute er der Sonne zu wie sie langsam anfing zu sinken. Plötzlich wollte ein Teil von ihm aufspringen und wegrennen, ein anderer Teil wollte zurück in Matthias Arm und noch ein weiterer Teil wollte einfach in die Wellen ins Abendrot reinrennen bis er nur noch vom nassen dumpfen Wasser umgeben war, was so tröstend auf ihn wirkte….

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Matthias Køhler
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BeitragThema: Re: They're all out without you having fun [zur Union Norwegen-Schweden 1319 / in Dänemark]   Do Jan 24, 2013 7:30 pm

Danmark beobachtete, wie Norge sich endlich neben ihn setzte und hatte das Gefühl, als würde alles in Zeitlupe ablaufen. So unwirklich und surreal. Vielleicht war es auch falsch, nun mit ihm zu reden, vielleicht war es falsch gewesen, ihm diese Fragen zu stellen, aber Matthias musste einfach.
Und Norge spannte ihn auf die Folter. Blickte ihn erst an, sah dann wieder aufs Meer… Danmark hätte ihn anschreien können. Gerade jetzt, wo er so sehr auf eine Antwort brannte, schien Lukas sich totzuschweigen und nachzudenken, was er sagen sollte? Matthias fragte sich schon mal, ob er sich nicht auf eine Lüge einrichten müsste, wenn er so lange nichts sagte. Vielleicht dachte er an Schweden und daran, wie er es ihm am besten beibringen konnte, was jetzt mit ihnen war.
„Sag schon“, sagte Matthias schließlich, mit allem rechnend. Hätte er sonst gefragt, wenn er nicht stark genug wäre, die Antwort zu ertragen? Aber schon wieder glitzerten seine Augen verdächtig und er blickte lieber weg, während er blinzelte.

Und dann sagte Norge plötzlich, dass er es nicht als verheiratet bezeichnen würde. Aber auf dem Flugblatt hatte das doch von der Union gestanden und es war ein offizielles Dokument. Danmark hatte auch immer gedacht, dass eine Union so aussah. Er war sich aber auch nun nicht mehr sicher. Vielleicht war er zu jung um das zu verstehen. Vielleicht konnte man das bei manchen Ländern mit einer Hochzeit vergleichen aber nicht bei allen?
Doch vielleicht bezeichnete es Schweden als ‚heiraten‘? Vielleicht klang Norge deswegen so genervt? Oder nur, weil er sich über seine Dummheit aufregte, nicht wirklich zu wissen wie es ist, eine Union zu haben. Aber wie sollte er es wissen, wo er nie eine hatte?

„Nicht? Wie fühlt es sich denn an in einer Union zu sein? “, fragte Danmark, „ich dachte, man gründet nur eine Union mit jemand, den man mag. Ich weiß, Schweden ist unser Freund, aber ich wusste nicht, dass…-“ ‚du so viel mehr für ihn fühlst‘, wollte er den Satz vollenden aber Norwegen sprach bereits weiter – er hätte sich das nicht ausgesucht, also musste das ja bedeuten, dass es nicht mal seine Idee gewesen war und er da rein geraten war, weil…

„Sverige“, sagte Danmark ziemlich verächtlich und er glaubte noch nie den Namen seines ehemals besten Freundes so ausgesprochen zu haben. Aber jetzt musste er plötzlich glauben, dass dieser ihm Norge absichtlich weggenommen hatte. Immerhin wusste er möglicherweise davon, er hatte ihn damals mal etwas gefragt, seine Gefühle betreffend. Vielleicht mochte Schweden denken, dass es seit er sich nach der Wikingerzeit dem Norden fortgewandt hatte, nicht mehr bestand. Doch das stimmte nicht. Und er konnte ihm nicht einfach Norge wegnehmen. Norge, wie er nun so traurig neben ihm saß und sagte, dass er das nicht wollte. Und dabei hatte Matthias gedacht, er wollte ihn nie mehr wieder sehen. Ich bin so doof…, dachte er sich, atmete aber erleichtert auf und lächelte schon wieder. Norge war gekommen um ihm zu sagen, dass er das eigentlich nicht so wollte wie es auf dem Dokument stand und vielleicht hatte er ihn nun nicht ganz verloren.
„Wenn du das nicht willst… dann bleib bei mir Norge!“, setzte er alles auf eine Karte, legte seinen Arm um ihn und zog ihn an sich.

„Ich sag Schweden einfach, dass du keine Lust auf die Union hattest und wenn ich mich mit ihm schlagen muss… mir geht es im Moment zwar nicht so blendend, aber ich lass dich nicht dort, wenn es dir nicht gut geht. Ich will dir helfen. Ich will, dass du glücklich bist“, sagte er und lächelte fröhlich, auch wenn der Gedanke vielleicht ganz schön unrealistisch war. Er konnte es sich nicht leisten, einen Krieg gegen Schweden zu führen, schon gar nicht wegen einer Union die ihn im Grunde nichts anging. Aber Danmark hörte nur auf sein Herz.
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Lukas Bondevik
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BeitragThema: Re: They're all out without you having fun [zur Union Norwegen-Schweden 1319 / in Dänemark]   Fr Jan 25, 2013 1:01 am

Lukas richtete seinen Blick weiterhin auf das Meer.
Er liebte es, es war unendlich weit, gleichzeitig so mysteriös, wandelbar und unbändig. Er kannte viele Geschichten und Mythen rund um das große Blau und er las und hörte gerne davon.
Außerdem hatte er sich als sie in flachen Wikingerschiffen durch die Wellen gebrochen sind immer so ungezwungen und frei gefühlt, aber frei fühlte er sich schon lange nicht mehr.
Aber manchmal wenn er alleine an der Ostküste stand, die Augen schloss und ihm der salzige Wind durch die Haare wehte, konnte er sich wenigstens für einen kurzen Moment vorstellen es wäre alles wie früher. Und ganz, ganz selten konnte er sich sogar kurz vorstellen er wäre unabhängig und könnte hingehen wo er wollte, Zeit verbringen mit wem er wollte…

Verdammt, was machte er da? Er war doch nicht extra zu Matthias gekommen um sich neben ihn zu setzten, in seiner Melancholie zu versinken und sich dann bei ihm auszuheulen.
Anderseits schien Matthias durchaus interessiert daran wie es ihm ging und sie waren Freunde. Und Freunde konnten einander doch alles erzählen oder?
Allerdings war das Bild von Freunden welches Lukas gehabt hatte ziemlich durcheinander geraten, denn Freunde zwangen einen nicht eine Union mit ihnen zu gründen und bei ihnen im Haus zu wohnen. Warum war das alles nur so kompliziert?
Vielleicht gab es unterschiedliche Arten von Freunden? War Matthias für ihn ein anderer Freund als Berwald? Irgendwie hat er für sie nie das gleiche empfunden, aber es war letztendlich doch immer Freundschaft gewesen.

Matthias hörte ihm zu als er sprach und das motivierte ihn fast noch mehr zu erzählen und er sah ihn an.
Da stellte Matthias ihm eine Frage, die er sich selber schon oft gestellt und um deren Antwort er sich gerne rumgeschummelt hat.
„ Wie fühlt es sich denn an in einer Union zu sein? “ Lukas seufzte. Er wollte nicht jammern aber er wollte auch nicht alles in sich hineinfressen und mit wem sollte er reden, wenn nicht mit Matthias?


Vielleicht würde er ihn ja verstehen. Er ließ ihn weitersprechen.
„Ich dachte, man gründet nur eine Union mit jemand, den man mag. Ich weiß, Schweden ist unser Freund, aber ich wusste nicht, dass…-“ Ja das dachte ich auch…du wusstest nicht das was?
Lukas holte tief Luft und schaute wieder auf das in rot und orange getauchte Wasser. Irgendwie viel es ihm leichter über so etwas zu sprechen wenn er Matthias dabei nicht direkt ansah.
Er wollte nicht lügen. Was er nicht sagen wollte, würde er einfach auslassen.


Wie sollte er anfangen.
„Also…“, setzte er an und ein unsicheres Lächeln umspielte seine Lippen, „weißt du noch als wir drei zusammen umhergezogen sind…und so?“, fragte der Norweger.“ So ist es nicht.“, das Lächeln verschwand.
„Ich wollte es nicht“, wiederholte er und in seiner Stimme schwang ein Hauch Bitterkeit mit, irgendwann wanderte sein Blick vom Meer den Horizont hinauf.
„Ich finde nicht mal, dass es eine Richtige Union ist. Ich meine in einer Union, ein Zusammenschluss …da ist man doch Partner oder? Jeder mit dem gleichen Recht. Aber so ist es nicht. Ich muss ja sogar in seinem Haus wohnen.“
Er hielt inne. Sagte er zu viel? Dachte Matthias jetzt vielleicht er war eine Heulsuse oder so?
„Es…es ist nicht toll.“, murmelte er schließlich.


„Svergie“, sagte Matthias plötzlich mit einer Stimme, die Norge innerlich zusammenzucken ließ.
Auf der einen Seite weil es sehr böse klang auf der anderen Seite weil dieser Wortlaut genau wiederspiegelte wie er sich gegenüber dem Schweden manchmal fühlte.
Er sah zu ihm. Das Sonnenlicht schimmerte leicht in Matthias Haaren und er wirkte so ernst, fast schon reif. Also etwas anders als sonst, trotzdem gleichzeitig irgendwie vertraut.
Da legte er plötzlich seinen Arm um ihn und Lukas könnte schwören das sein Herz einen Moment aufhörte zu schlagen als er sagte „Ich sag Schweden einfach, dass du keine Lust auf die Union hattest und wenn ich mich mit ihm schlagen muss… mir geht es im Moment zwar nicht so blendend, aber ich lass dich nicht dort, wenn es dir nicht gut geht.“, das hatte der Norweger beim besten Willen nicht erwartet.
Und obwohl er sich erneut unglaublich geborgen fühlte wurde ihm so komisch und er meinte gleich weinen zu müssen, als Matthias etwas sagte das ihm endgültig den Boden unter den Füßen wegriss und seiner Emotionalen Achterbahnfahrt den finalen Looping schenkte.
„Ich will dir helfen. Ich will, dass du glücklich bist“, Lukas hätte ihn vermutlich total aus der Fassung gebracht angestarrt, wenn er nicht gemärkt hätte das ihm eine Träne die Wange runter lief, schnell wandte er das Gesicht ab.


Er konnte sich nicht daran erinnern, wann das letzte Mal, oder das überhaupt schon mal jemand so was zu ihm gesagt hat.
Lukas war bei weitem kein Egoist. Aber wann hatte sich das letzte Mal jemand darum geschert, was nur er wollte? Sein dämlicher König als er die Union mit Schweden eingegangen war bestimmt nicht.
Matthias war sein Freund. Schon immer hat er Däne ihm das Gefühl gegeben das er ihm nicht egal war und dafür hat er ihn von Anfang an gemocht. Natürlich hatte er ihn auch mal genervt oder anders rum. Aber letztendlich hatte die Rumstreiterei manchmal sogar Spaß gemacht.


Einfach bei Matthias bleiben der Gedanke schwirrte eine wunderbare Sekunde in seinem Kopf herum bevor er sich selbst auf den harten Boden der Tatsachen zurückzog… „Ich kann nicht.“, nuschelte er kaum hörbar. Lukas sprang auf und wischte sich dabei geschickt über die Augen.

Er machte ein paar Schritte auf das Wasser zu, bückte sich nahm einen Stein und schleuderte ihn so fest er konnte in die Fluten. Mit hängenden Schultern drehte er sich um und wiederholte, diesmal mit etwas festerer Stimme „Ich kann nicht.“ Diesmal schaute er ihm direkt in die Augen „Und du auch nicht.“
Ihm war nicht entgangen das es um Matthias schon mal besser gestanden hatte und das letzte was er wollte war das Matthias einen Krieg wegen ihm anfing. Einen Krieg gegen, ihren doch eigentlich gemeinsamen Freund, Berwald.

Lukas betrachtete Matthias noch etwas länger. Warum war es so wie er war? Warum hatte er fast geweint und warum zu Hölle ärgerte er sich, dass er nicht noch etwas in Matthias Arm sitzen geblieben ist?







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BeitragThema: Re: They're all out without you having fun [zur Union Norwegen-Schweden 1319 / in Dänemark]   Fr Jan 25, 2013 2:07 am

Matthias konnte es nicht sehen, dass Lukas so unglücklich war und nur aufs Meer starrte. Noch schlimmer war es, vielleicht nichts dagegen tun zu können. Dass er nichts tun konnte, verdrängte er gerne und so hatte er ihm einfach mal versprochen zu helfen. Weil Norge sein Freund war. Und mehr als das. Er hatte nur immer gedacht, Sve wäre auch ihr Freund, aber ja anscheinend nicht, wenn er Norge zu einer Union zwang, wenn er das gar nicht wollte und ihn quasi ihm wegnahm. Sverige… machte alles kaputt und Danmark wusste nicht mal warum. Er hatte doch Finnland.

Er zog Norge näher an sich und lächelte. Aber Norge war nun trotzdem hier und vielleicht würde alles anders werden, wenn er einfach bei ihm blieb… über den möglichen Krieg mit Schweden mochte er nicht nachdenken. Er hoffte immer noch, dass er vielleicht mit ihm verhandeln konnte. Immerhin waren sie doch Freunde… gewesen?

Doch dann erzählte Norge von der Union und dass es so viel schlechter war als damals, als sie noch zu dritt unterwegs waren und dass er bei Schweden wohnen musste und dass er sich nicht wohlfühlte. Danmark nickte zustimmend, als er ihn zwischendrin fragte, ob man in einer Union gleichberechtigte Partner war. Ja, das hatte er sich auch so vorgestellt. Und für ihn war eine Union auch vielleicht etwas romantisches, auch wenn er keine Ahnung davon hatte, das hatte er mal irgendwo aufgeschnappt.

Er wollte nicht, dass Norge sich schlecht fühlen müsste. Wenn er bei ihm blieb, müsste er das nicht. Hoffte er zumindest. Er würde ihn nie schlecht behandeln. Und er hasste Schweden dafür, dass er es anscheinend tat und sein Glück zerstörte. Auch wenn Lukas zuerst wegsah und Matthias sich fragte, ob er sich denn wirklich besser um ihn kümmern könnte, oder ob der Norweger das überhaupt wollte. Er würde es zumindest gerne versuchen. Denn dann wäre er auch glücklich.

Doch plötzlich passierte etwas Unvorhergesehenes. Lukas murmelte plötzlich etwas und sprang einfach weg. Überrascht blickte Matthias zu ihm auf. Was hatte er denn jetzt schon wieder falsch gemacht? Wollte er nicht bei ihm bleiben? Dachte er, er würde ihn genauso behandeln wie Schweden? Und dann sagte er ihm klar und deutlich, dass er nicht konnte. Aber warum? Weil er Angst vor Schweden hatte? Oder weil er nicht bei Dänemark sein wollte?

„Warum?“, fragte er, wo doch tausend Fragen durch seinen Kopf schwirrten. Doch dann blickte Norge ihm in die Augen und sagte ‚Du auch nicht‘. Matthias schwieg für einen Moment, dann nickte er und sah betreten weg. Offenbar hatte er seine Schwäche erkannt und gemerkt, dass es nur große Worte gewesen waren, dass er Schweden schlagen würde. Irgendwie tat es ihm nun fast leid sowas gesagt zu haben…
„Ich verstehe“, erwiderte er und blickte für einen Augenblick aufs Meer, nachdenkend.

Im nächsten Moment aber stand Danmark einfach auf, sodass er ihn besser ansehen konnte und trat einen Schritt auf ihn zu. Natürlich hatte Norge leider recht. Er konnte nicht. Doch Matthias wollte sich nicht unterkriegen lassen. Und so nahm er einfach seine Hand und blickte ihm direkt in die Augen.
„Ja, du hast recht. Noch bin ich vielleicht zu schwach, um Schweden plattzumachen. Aber ich versprech dir, wenn es mir erst wieder besser geht, dann hol ich dich da raus“, sagte er entschlossen.

Möglicherweise waren es ebenfalls nur große Töne, weil es ihm ja wirklich nicht gut ging und auch keine Besserung in Sicht war. Aber selbst wenn er noch länger nichts gegen die Union tun konnte, so könnte er Norge vielleicht wenigstens Hoffnung schenken.
„Und dann finden wir es vielleicht sogar heraus, wie es ist, eine richtige Union zu haben, in der man auch glücklich ist“, fügte er hoffnungsvoll hinzu, drückte sich aber nicht genauer aus, weil er sich gerade nicht traute, Lukas direkt zu sagen, dass er gerne eine Union mit ihm hätte. Aber er hätte es ihn bestimmt wissen lassen. Und vielleicht verstand Lukas ja, wie er es gemeint hatte. Er war immer so aufgeregt, wenn er länger in seine Augen sah…
„Ich versprechs dir“, sagte er stattdessen nur, drückte leicht seine Hand und küsste ihn schließlich sanft auf die Wange.
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Lukas Bondevik
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BeitragThema: Re: They're all out without you having fun [zur Union Norwegen-Schweden 1319 / in Dänemark]   Sa Jan 26, 2013 12:44 am

Lukas war noch immer verwirrt.
Mit Matthias über die Union zu sprechen machte es ihm schwer zu verdrängen wie unwohl er sich darin fühlte.
Es war gar nicht mal so schlimm bei Berwald zu sein, schließlich war er sein Freund. Es war vielmehr die Tatsache, dass das alles gegen seinen Willen passierte und er kein Mitspracherecht hatte.

Er fühlt sich einfach so…hilflos. Und es machte ihn wahnsinnig so mittellos und dem Schicksal so ausgeliefert zu sein.
Es gab Tage da lief er in seinem Zimmer, also dem Zimmer welches Berwald ihm zugewiesen hatte was er trotzdem hasste, auch wenn dieser sogar darauf geachtet hat das Lukas von da aus auf das Meer blicken konnte, wie ein Tiger im Käfig hin und her lief, immer kurz davor die Wand einzuschlagen.
Er konnte natürlich auch raus gehen, er war nicht einem Kerker eingesperrt oder so und oft hat er die Natur auch aufgesucht, manchmal sogar mit Berwald zusammen . Aber er hatte Schweden so satt, Lukas hat jeden Winkel gesehen er kannte jeden verdammten Baum in jedem verdammten Wald und jeden bescheuerten Elch beim Namen.
Oft war er, mehr oder weniger unbewusst zum Meer hinunter marschiert und hat zum dänischen Ufer rüber gesehen. Es war eigentlich so nah…und doch so weit weg.


Und dann hatte er es irgendwann statt nur da zustehen und zu gucken.
Vielleicht tat er es auch um sich selbst zu beweisen, dass er immer noch über sich selbst verfügen konnte, vielleicht vermisste er Matthias mehr als er sich eingestehen wollte aber er entschied eines Tages einen Schritt weiter zu gehen.
Also wartete er einen günstigen Tag ab. Berwald hatte mit Tino einen längeren Ausflug geplant, vor dem Lukas sich, Krankheit vorschiebend, gedrückt hatte und war dann einfach gegangen.


Ja er ist tatsächlich mit dem Schiff rüber zu Dänemark gefahren und war bereit, sollte Berwald es doch merken, alle Konsequenzen dafür auf sich zu nehmen.
Und nun stand er da, vor Matthias und blickte ihm in die himmelblauen Augen.
„Warum“, fragte er. Lukas schwieg einen Moment und sah zu Matthias, der nun betreten weg sah. Hatte er ihn etwa verletzt? Verstand er denn nicht das Lukas es nicht ertragen würde, wenn der Däne sich nur Seitenwegen einer solchen Gefahr wie einem Krieg aussetzten und verletzt werden würde? Er öffnete den Mund um zu erklären auch wenn er bezweifelte jemals die richtigen Worte dafür finden zu können . „Ich verstehe.“, sagte Matthias dann und jetzt lag es an Lukas betreten weg zusehen. Aber auch Matthias Blick wanderte zum Meer.


Dann plötzlich stand er aber direkt vor ihm und erneut hielt der Norweger den Atem an.
Matthias nahm seine Hand und blickte ihm direkt in die Augen. Der Moment war so…intensiv und Lukas glaubte sein Herz schlug unregelmäßig.
„Ja, du hast recht. Noch bin ich vielleicht zu schwach, um Schweden plattzumachen. Aber ich versprech dir, wenn es mir erst wieder besser geht, dann hol ich dich da raus“ Dann hol ich dich daraus…die Worte halten in Lukas Kopf nach und er war wie gelähmt.

„Und dann finden wir es vielleicht sogar heraus, wie es ist, eine richtige Union zu haben, in der man auch glücklich ist“, mit offenem Mund sah er den Dänen an.
Wollte er das? Eine Union mit Matthias? Manchmal hatte Lukas sich gefragt wie es wäre wenn Matthias ihrer Union beitreten würde weil er sich der Hoffnung hingab das alles so unbeschwert sein könnte wie früher… Aber eine Union nur zwischen ihm und Matthias? In der man auch glücklich ist.
Als Lukas sich versuchte vorzustellen wie es sein würde mit Matthias glücklich zu sein fügte dieser noch hinzu „Ich versprech es dir“ , er sah Matthias weiter an.
„Aber warum?“, er nahm all seinen Mut zu fragen was ihn schon all die Jahre beschäftigte. Noch nie hatte sich jemand so um ihn gekümmert wie Matthias. „Warum würdest du das für mich tun?“


Und da küsste Matthias ihn auf die Wange.
Alles begann sich zu drehen und dann plötzlich stand die Welt still. Es war nur ein unschuldiger Kuss auf die Wange gewesen. Aber er konnte alles bedeuten, alles oder nichts und noch so viel mehr.


Lukas sah ihn an. Und öffnete den Mund, aber erneut war er, wie schon so oft in der kurzen Zeit die er nun da war, sprachlos.
Und er war so verwirrt das er nicht wusste was er dachte oder ob er überhaupt dachte.
Das war zu viel. Zu viel auf einmal. Lukas glaubte fast der Boden würde anfangen unter seinen Füßen zu schwanken und er hielt sich an Matthias Arm fest um nicht umzufallen und ließ zu wie eine riesige Welle von Emotionen seinen sonst so sicheren Hafen hoffnungslos überflutete.

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BeitragThema: Re: They're all out without you having fun [zur Union Norwegen-Schweden 1319 / in Dänemark]   Mo Jan 28, 2013 8:20 pm

Leicht wich Matthias wieder zurück und blickte in Lukas‘ Augen. Er sah so verwirrt aus. Erschrocken, verstört… Danmark wusste es nicht einzuordnen, aber jetzt war es ihm plötzlich ziemlich peinlich, das mit der Union gesagt zu haben. Denn irgendwie hatte er nun Angst, dass Norge gar keine Union mit ihm wollte. Oder dachte er nur nicht, dass er in der Lage sein könnte, ihn da heraus zu holen? Das könnte natürlich auch sein. Denn im Moment war er das sicherlich nicht.

Aber andererseits sagte er auch nichts dagegen. Weil Norwegen ihm so oft widersprach, fand Danmark das jetzt ziemlich ungewöhnlich – er wusste nicht, wie er damit umgehen sollte.

Und dann fragte er ihn plötzlich, warum er das für ihn tun wollte. Diese Frage war so banal, aber auch so kompliziert… Danmark, der sonst redete, wie ein Buch, wusste diesmal nicht, wie er antworten sollte. Inzwischen fragte er sich auch, ob es gut gewesen war, ihn auf die Wange zu küssen, denn Norge sah ihn einfach so an und irgendwie wurde er wahnsinnig nervös nun. Was sollte er nur machen? Was wollte Lukas jetzt hören? Und wieso zur Hölle schlug sein Herz so schnell, dass er nicht mal vernünftig nachdenken konnte? Eine Röte zog sich über seine Wangen und er blickte weg, blickte aber sofort wieder zu Norge, als dieser seinen Arm festhielt. Überrascht blickte er auf die Hand auf seinem Arm und realisierte nun nahezu in Zeitlupe, dass Lukas ja noch auf eine Antwort von ihm wartete. Es schien so, als würde die Zeit still stehen…

„Also…“, begann er langsam und blickte Lukas wieder in die Augen. Dieser Moment war so seltsam, unwirklich, aber irgendwie schön. Die Berührung hielt an und fühlte sich irgendwie besonders an. Als würde ihn irgendwie ein Strom von Glück durchfluten. Deswegen löste sich auch so langsam seine Blockade und er konnte wieder reden, so wie immer.

„…naja, ich will dich einfach nicht verlieren… ich dachte…du bist mir einfach wichtig, weißt du?“, sagte er und grinste fröhlich, wenn auch nun ein wenig verlegen.
Erneut blickte er in Lukas‘ Augen und drohte plötzlich in dem tiefen Blau zu versinken. Aus einem Gefühl heraus legte er seine Hand auf Norges Hand, die immer noch auf seinem Arm lag. Das seltsame Kribbeln wurde irgendwie stärker.

„Und vielleicht bin ich auch…“, setzte er an, verlor sich dann jedoch tiefer in dem Blau seiner Augen, war dadurch plötzlich einfach hin und weg und vergaß völlig, was er sagen wollte - auch wenn er es sich womöglich nie getraut hätte, den Satz zuende zu reden, wenn sein Verstand wieder eingeschaltet hätte, denn das eben war sozusagen ‚Wortkotze‘ gewesen. Das, was er dachte, was er fühlte… aber im Nachhinein hätte er es sicher sowieso bereut, ihm so einen Mist zu erzählen, immerhin wusste er nicht, in wie weit das der Wahrheit entsprach.

„Vergiss es, ich meine, dafür sind Freunde doch da…“, korrigierte er sich selbst, seine bescheuerten Gedanken und sein wie blöd schlagendes Herz, das aber immer noch nicht aufhörte. Er schenkte ihm ein nervöses Lächeln, bis er schließlich realisierte Verdammt, ich hab das Falsche getan und sich ruckartig wegdrehte. Er war sich aber überhaupt nicht mehr sicher, was richtig und was falsch war. Ob er die Wahrheit gesagt oder gelogen hatte. Und noch nie im Leben hatte er sich so unsicher gefühlt.
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BeitragThema: Re: They're all out without you having fun [zur Union Norwegen-Schweden 1319 / in Dänemark]   Di Jan 29, 2013 12:59 am

Lukas bemerkte nach einem Moment was er da überhaupt tat. Betreten sah er auf seine Hand die sich immer noch an Matthias Arm klammerte und betrachtete sie als gehöre sie gar nicht zu seinen Körper. Denn genauso fremd, wie ihm seine Hand gerade schien, war diese komische Gefühl das ihn nicht mehr los lassen wollte.
Eins dieser komischen Gefühle, fern ab von jeder Möglichkeit sie auch nur im Ansatz zu definieren, herumschwirrend zwischen Glücklich und Traurig, Hoffnung und Verzweiflung…

Wie sollte er denn erklären was er da machte, verdammt? Oh tut mir leid, ich war so aus der Fassung und ich dachte, ich verlier gleich das Gleichgewicht und bevor ich umfalle hab ich mich halt an dir festgehalten.Kurz schwirrte eine Art Metapher in seinem Hinterkopf herum die etwas mit „Fells in der Brandung“ zu tun hatte, aber so schnell der Gedanke aufkam, verwarf er diesen auch wieder.

Ein Kuss, noch dazu auf die Wange konnte ihn doch nicht so aus der Fassung bringen. Nein es war die gesamt Situation. Jetzt war Lukas in seinem Gedanken-Puzzle zwar einen Schritt weiter, letztendlich machte es die Situation aber nicht besser.
Matthias schwieg so lange und damit untypisch für ihn.

Hatte Lukas ihn durch seine Frage nach dem Warum so zum Nachdenken gebracht? Hatte Matthias sich selbst vorher vielleicht gar nicht gefragt warum und war jetzt zu dem Schluss gekommen das er ihm doch nicht helfen wollte? Nicht das Lukas ihn für sich kämpfen lassen würde aber alleine das Matthias es, vor allem in Anbetracht seiner eigenen Lage, angeboten hatte war unglaublich.
Nein Matthias wollte ihm helfen da war er sich sicher.

„Also“, brach Matthias sein Schweigen und blieb erneut einen Moment ruhig, als ob er nicht wusste was er sagen sollte. Ein kurzer Moment und doch lang genug, dass er Spielraum für so viele Gedanken ließ, für so viele Zweifel…

„Naja, ich will dich einfach nicht verlieren… ich dachte…du bist mir einfach wichtig, weißt du?“ und ein Grinsen. Wusch. Jeder letzte Zweifel ausradiert. Und während Matthias weitersprach bereitete sich bereits ein Lächeln auf Lukas Gesicht aus. Dann legte Matthias seine Hand auf seine, siewar so warm…„Und vielleicht bin ich auch…“ setzte der Däne erneut an. Lukas betrachtete ich neugierig. Es gab einiges was er gerne darauf geantwortet hätte aber wie? Und noch mehr gab es was er gerne gefragt hätte. Vielleicht bist du auch was?

„Vergiss es, ich meine, dafür sind Freunde doch da…“ sagte er dann.
Lukas steigen beinahe Tränen in die Augen.
Am liebsten hätte er Matthias Danke entgegen geschrien.
Danke das du für mich da bist. Danke das du zu mir hälst. Danke…das du mein Freund bist.

Doch da drehte sich Matthias plötzlich weg. Was war jetzt los? Noch immer spürte Lukas Matthias Hand auf seiner. Unsicher trat Lukas einen Schritt auf ihn zu. Er wägte einen Moment ab, bis er seiner Meinung die beste Frage herausgefiltert hat: „Alles in Ordnung?“, fragte und hoffte es so beiläufig wie möglich klingen zu lassen. Als ihm ein Gedanke kam mit dem er sich vorher so noch gar nicht beschäftigt hatte.
Was, wenn Matthias nicht weniger verwirrt war als er selbst?

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BeitragThema: Re: They're all out without you having fun [zur Union Norwegen-Schweden 1319 / in Dänemark]   Sa Feb 02, 2013 4:23 pm

Matthias hasste das Gefühl, diese Nervosität… als er Lukas nicht mehr ansah, wurde es besser, minimal, aber auch nicht wirklich. Also ließ er schließlich seine Hand einfach los. Und versuchte erstmal, wieder normal zu sein. Nachdem er tief durchgeatmet hatte, ging es wieder etwas. Dennoch konnte er fast nicht glauben, was eben passiert war. Dieser Moment, in dem er absolut keine Kontrolle mehr über sich gehabt hatte…

…und so langsam wirklich glauben musste, dass es der Wahrheit entsprach, dass er mehr von Norge wollte, als er sich eingestehen mochte. Denn die Aussage mit der Freundschaft war ihm plötzlich wie eine Lüge vorgekommen. Danmark war normalerweise immer ehrlich und er merkte sowas immer ganz schnell, wenn sich etwas für ihn nicht gut anfühlte zu sagen, weil es einfach falsch war, auch wenn es nur halb der Wahrheit entsprach. Natürlich waren sie Freunde. Das war auch das, was alle dachten. Aber in seinem Inneren war da irgendwie mehr und dann fühlte es sich eben falsch an. Doch – wie sollte er das Lukas nur beibringen? Und vor allem jetzt, wo er bei Berwald war? Lukas hatte gelächelt… aber trotzdem, würde er es verstehen? Matthias verstand es ja selbst nicht.

Es war außerdem kein guter Zeitpunkt, deswegen hatte er sich lieber weggedreht. Doch nun fragte Norge ihn gleich, ob denn alles in Ordnung war. Ihm entging auch nichts und wahrscheinlich war Danmark aber auch einfach total anders, wenn ihn etwas bedrückte. Einerseits war er ja immer fröhlich, aber auch zu ehrlich, um gute Miene zum bösen Spiel zu machen und irgendwie drüber hinweg zu sehen.
Also beschloss er, nicht zu sagen, dass alles in Ordnung war. Denn das war es ja irgendwie nicht. Aber er wollte auch nicht, dass Lukas sich jetzt noch Sorgen um ihn machte, wo er doch ohnehin schon so viele hatte, wo er quasi in eine Union gezwängt worden war, in die er nie wollte. Deshalb drehte er sich wieder zu ihm, lächelte ihn schwach an und sagte:

„Norge. Mach dir keine Sorgen. Alles wird gut…“

Er blickte ihm wieder in die Augen, aber glaubte, dass er ihn nicht nochmal berühren dürfte, um nicht wieder total abzudrehen. Vielleicht irgendwann, wenn er es besser verstehen würde und wenn die Situation besser wäre, um mit Norge darüber zu reden. Im Moment würde es doch nur alles kaputt machen, oder? Er müsste sich irgendwie ablenken, irgendwie so tun, als wäre alles wie immer – vielleicht war heute auch einfach zu viel passiert nur.
„Komm, wir gehen etwas am Strand entlang!“, schlug er Norwegen deshalb vor und lief einfach los. Blickte aufs Meer und begann mit seinem alten Freund über dies und über das zu reden. Lustige Dinge, Erinnerungen – all das, was Norge einen schönen Tag bereiten würde und ihn vielleicht für ein paar Stunden die Union mit Schweden vergessen lassen würde.
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BeitragThema: Re: They're all out without you having fun [zur Union Norwegen-Schweden 1319 / in Dänemark]   Sa Feb 02, 2013 6:16 pm

Nachdenklich, aber gleichzeitig erschrocken betrachtete Lukas den Dänen.
Er war so verdammt anders als sonst.
Er ließ seine Hand los und sah ihn nicht an.
Oh nein, dachte Lukas, Was, wenn ich ihn mit irgendwas verstimmt habe? Vielleicht hätte er ihm nicht sagen sollen, dass er nicht glaubt das er gegen Berwald was ausrichten kann?



Matthias war wirklich der letzte Mensch auf Erden, von dem der wollte, dass er sauer auf ihn war. Natürlich bekamen sie sich oft in die Haare, aber das war nie was Ernstes und am Ende war es lustig.
Und wenn Lukas ehrlich war, wäre es für ihn sogar schlimmer, wenn Matthias sauer auf ihn war als wenn Emil sauer auf ihn war, was sowie so jeden zweiten Tag oder so vorkam.


Vielleicht reagierte er heftiger auf die Union, als Lukas zunächst angenommen hat?
Er schien von Anfang an nicht erfreut darüber gewesen zu sein. Da dachte Lukas in eine andere Richtung. Wie hätte er es den gefunden wenn Matthias und Berwald eine Union ohne ihn gehabt hätten?
Leicht senkte er den Blick.



„Norge. Mach dir keine Sorgen. Alles wird gut…“, sagte Matthias dann. Lukas sah ihn an. Damit hast du nicht meine Frage beantwortet…
Aber dafür hatte Matthias ihm erneut gezeigt, dass er ihm wichtig war. Lukas kämpfte gegen das plötzlich aufkommende Bedürfnis an, sich einfach in Matthias Arm fallen zu lassen.
Warum fühlte er so was? Das war ihm gleich in den ersten Wochen bei Berwald aufgefallen. Das er Matthias vermisste. Zuerst dachte er, natürlich er vermisst seinen Freund, aber irgendwie schien noch etwas anderes dahinter zu stecken, etwas das er nicht zuordnen konnte und verwirrte, weil er voher nich nie so gefühlt hat.


Dann war Lukas immer zum Ufer hinunter gelaufen und hat zur dänischen Küste herüber gesehen. Einmal ist er dabei sogar eingeschlafen und war am nächsten Tag krank weil es die Nacht über geschneit hat. Und sein einziger Gedanke? Egal, das war‘s wert gewesen.
Bei Matthias fühlte er sich geborgen, so wohl… „Komm, wir gehen etwas am Strand entlang!“, riss ihn Matthias aus seinen Gedanken und ging los.
Lukas ging ihm nach und lief neben ihm.


Dann unterhielten sie sich, naja am meisten redete Matthias, aber das war Norge nur recht, ihm war vorher gar nicht aufgefallen, dass er sogar seine Stimme vermisst hat.
Er lächelte, nickte und lachte zu dem was Matthias sagte, aber er hätte auch heulen können.
Noch nie hat er sich so im Zwiespalt befunden.


Mit traurigem Blick schaute er auf den Horizont, von dem die Sonne gerade verschwunden ist.
„Ich…“, setzte er an. Gott, wie hasste er Abschiede, „Ich muss jetzt los. Tut mir leid.“, sagte er fast schon wiederwillig.
Dann sah er Matthias direkt in die Augen.
„Mach keine Dummheiten, ja?“ Lukas sah verlegen weg. „Und…danke…“, fügte er flüstertent hinzu und umarmte Matthias einfach kurz, weil er nicht anders konnte.
Dann drehte er sich um und lief los.
„Ich komme so schnell ich kann wieder wie ich kann.“ Sagte er ihm gehen. Fast schon rannte er, denn er war nicht sicher ob er dann nicht einfach bleiben würde. Aber wenn Berwald kommen würde um ihn zu holen…Das wäre unverantwortlich von ihm, vor allem Matthias gegenüber, der ja deutlich gemacht hatte, bereit zu sein für ihn zu kämpfen.
Also beschleunigte der Norweger seine Schritte.
Dabei war alles was er wusste, dass er eigentlich nicht gehen wollte, und das es gut war das Matthias die Tränen nicht sah, die ihm über die Wangen liefen.

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BeitragThema: Re: They're all out without you having fun [zur Union Norwegen-Schweden 1319 / in Dänemark]   Do Feb 07, 2013 12:55 am

Danmark lief mit Norge weiter den Strand entlang und für einen Moment vergaßen die beide die Union und all das. Sie waren einfach wieder so unbeschwert wie früher. Doch irgendwann, als es bereits dunkel wurde, sagte Norge, dass er nun gehen müsste.

Das versetze Matthias einen kleinen Stich ins Herz. Irgendwie hatte er die ganze Zeit, in der er mit ihm geredet hatte, doch die vage Hoffnung in sich getragen, dass Lukas seine Meinung ändern würde und einfach hierbleiben würde, bei ihm – egal was Schweden sagte. Doch er wusste selbst, dass das total bescheuert war. Und so musste Norge gehen und Danmark fand es plötzlich so schlimm, als wäre es ein Abschied für immer.

„Schade“, erwiderte er und er sagte nichts weiter, obwohl das normal überhaupt nicht seine Art war. Aber er glaubte, wenn er mehr sagte, dann könnte Norge hören, wie seine Stimme kippte und merken, dass er kurz vorm Heulen war, der Kloß in seinem Hals fühlte sich ziemlich unangenehm an. Er atmete tief durch und versuchte, es sich nicht so anmerken zu lassen. Lukas sagte noch etwas, aber er hörte schon gar nicht mehr richtig zu, weil er schon wieder in Gedanken versunken war – bis er plötzlich umarmt wurde.

Er wurde ein wenig rot und wollte Lukas an sich drücken, doch bevor er das konnte, hatte sich dieser auch schon wieder von ihm entfernt. Einfach umarmt hatte er ihn – und Matthias‘ Herz schlug bereits schneller, weil er sich trotz allem so freute. Und das Versprechen von Lukas, dass er wieder kommen würde, ließ den Kloß im Hals vorerst wieder verschwinden.

Er würde wiederkommen – sie würden sich wieder sehen… ganz bestimmt… hoffnungsvoll blickte Danmark auf und lächelte sogar schon wieder, selbst wenn Norge gerade schon dabei war, wegzurennen. Er blickte ihm nach und wusste ganz tief in sich, dass irgendwann alles wieder gut werden würde.

„Bis bald!“, rief er ihm noch nach und lächelte noch. Aber er wusste eins – wenn Norge zu lange nicht wieder kommen würde, dann würde er Schweden eins auf die Rübe geben. Koste es, was es wolle.

[Ende <3]
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